Lifeline testet...

Withings Pulse im Praxischeck

Kalorienverbrauch, Schritte, Schlaf: Selftracking mit dem Pulse von Withings

Fitness ist messbar - dank unzähliger Gesundheitsgadgets auf dem Markt. Der Withings Pulse ist ein gutes Wearable für Einsteiger, lässt sich intuitiv bedienen und deckt alle wichtigen Fitnessbereiche ab. Lifeline testet den kleinen Pulse von Withings in der Praxis:

withings pulse an die hose geclippt
Knapp tausend Schritte sind noch viel zu wenig. Das macht der Balken auf dem Display unmissverständlich klar.
Sarah Wagner/Lifeline.de

Selftracking - also die Aufzeichnung und Auswertung von Gesundheitsdaten per Gadgets und Apps - liegt im Trend. Der Withings Pulse ist ein Wearable, mit dem auch Selbstvermessungs-Einsteiger auf ihre Kosten kommen. Das kleine Gerät deckt alle wichtigen Gesundheitsbereiche ab - von Schlafqualität über Pulsmessung, Laufanalyse, die Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut (Pulsoxymetrie) und den BMI bis hin zum Schrittezählen. Neben der Zahl der Schritte spuckt der Withings außerdem bewältigte Kilometer, Höhenmeter und den geschätzten Kalorienverbrauch aus.

Jetzt wird ausgepackt

Nach dem Download der kostenlosen Withings-App "Health Mate" (iTunes/Playstore) und Eingabe einiger persönlicher Daten (Name, Gewicht, genaues Alter und E-Mail-Adresse) geht es ans Auspacken. Verpackung und Gerät machen einen guten Eindruck, das Gerät ist sehr leicht und sieht durch das mattschwarze Design edel aus. Nur das Armband wirkt etwas billig. Leider ist der Withings Pulse nicht sofort startklar, weil der Akku erst einmal am Laptop geladen werden muss. Außerdem ist dem Pulse-Neuling erst einmal nicht ganz klar, wo bei dem schlichten Kästchen oben und unten ist.

Withings Pulse im Test

Ich habe mir den Withings Pulse zwei Wochen lang vorgeknöpft, um allen Funktionen genug Aufmerksamkeit zu widmen. Die meiste Zeit begleitete er mich als Schrittzähler, Pulsmesser und Oxymeter. Fünf Nächte lang legte ich das beigefügte Armband an, um die Schlafqualität aufzeichnen zu lassen. In der App können Nutzer bei Bedarf außerdem ein Gewichtsziel angeben. Diese Funktion blieb in Ermangelung eines Gewichtsproblems aber ungenutzt. 

Positiv: Das gefällt uns am Withings Pulse

Daumen hoch

  • intuitives Design der App

  • leicht verständliche, unkomplizierte Anzeige und Bedienung des Geräts

  • sinnvolle Aufteilung des "Gesundheitskleeblatts" (oder Schmetterlings?) in der "Health Mate"-App in Gewicht, Schlaf, Aktivität und Herz

  • Puls- und Oxymetriemessung am Finger funktionieren im Großen und Ganzen gut

  • lange Akkulaufzeit des Pulse

  • Schrittzähler funktioniert zuverlässig und lässt sich nicht manipulieren; Befestigungsclip hält sicher. Besonders anschaulich und motivierend anhand eines Balkens visualisiert: Wie viel von der WHO-Empfehlung (10.000 Schritte pro Tag) ist bereits geschafft?

  • Bluetooth-Synchronisation der Daten zwischen Pulse und Handy-App läuft schnell und ohne eigenes Zutun. Bei Bedarf kann sie durch längeres Drücken der einzigen Taste am Pulse angeschubst werden

  • Der kleine Clip hält sicher und ist unauffällig zu tragen. Außerdem passt er perfekt in die fünfte Tasche einer Five-Pocket-Jeans

Negativ: Das könnte am Withings Pulse verbessert werden

Daumen runter

  • Einziger echter Minuspunkt: Die Schlafanalyse des Withings Pulse ist eher ungenau. Während ich laut Pulse-Armband und Withings-App innerhalb von zehn Minuten dem Schlaf anheim falle, brauche ich in Wirklichkeit doch eher eine halbe Stunde bis Stunde, um einzuschlummern - das bestätigt der Blick auf die Uhr. Kurze nächtliche Wachphasen registriert der Pulse nicht oder deklariert sie als leichten Schlaf

  • Die Puls- und Oxymetriemessung verlangt etwas Fingerspitzengefühl und spuckt öfter mal Fehlermeldungen aus

  • Es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, warum der Kleeblatt-Schmetterling gerade wächst oder schrumpft

Unser Withings-Pulse-Testergebnis

Der Withings Pulse ist das passende Wearable für alle, die sich vorgenommen haben, sich im Alltag mehr zu bewegen: Der Schrittzähler und die Kommentare der App wirken auf Bewegungsmuffel wie ein gesunder Tritt in den Hintern.

Wichtigste Erkenntnis: Während am Wochenende ohne Probleme rund 20.000 Schritte am Tag drin sind, bleibt die tägliche WHO-Empfehlung von 10.000 Schritten an Arbeitstagen oft auf der Strecke (es waren pro Wochentag etwa 6.000 bis 8.000 Schritte drin). Noch fataler fiel die Bewegungsbilanz an Homeoffice-Tagen aus (1.000 Schritte). Und dummerweise lässt sich Bewegungsmangel im Job nicht durch Sport am Abend oder Wochenende ausgleichen.

Vom Withings Pulse fühlt man sich permanent daran erinnert, die Hufe zu schwingen. Das kann stressen, hilft aber ungemein dabei, kleine Bewegungseinheiten in den Arbeitsalltag einzubauen. Die Anschaffung kann sich also auch für Menschen ohne Gewichtsprobleme lohnen.

Die Schlafanalyse ist eine nette Zusatzfunktion, verlassen sollten sich Nutzer auf die Analyse aber nicht zu hundert Prozent. Außerdem kann es passieren, dass man in den Armband-Nächten schlechter schläft als sonst. Woran das Band selbst nicht ganz unschuldig ist, denn es ist zwar sehr leicht, aber dennoch etwas unbequem. Wer es etwas lockerer anlegt oder über der Kleidung trägt, merkt aber kaum noch etwas davon.

Technische Daten des Withings Pulse

Produkt Withings Pulse
Preis UVP 99,95 Euro, Amazon rund 90 Euro (Stand vom 16.06.2014)
Leistung (laut Anbieter)
  • Großes OLED-Display: Auflösung 128 x 32 Pixel
  • Touchscreen zum Blättern durch die Historie
  • Bewegungssensor Tag & Nacht: Hochpräziser MEMS 3-axis-Beschleunigungssensor
  • Bluetooth 4.0 Funktechnologie (Kompatibilität: Bluetooth 2.0 oder höher)
  • Durchschnittlich zwei Wochen Batterielaufzeit zwischen zwei Aufladungen
Abmessungen  
Breite 43 mm
Höhe 22 mm
Tiefe 8 mm
Gewicht 8 g
Zubehör Armband, kurzes USB-Ladekabel, Befestigungsclip aus Silikon und Metall

 

[UPDATE: Mittlerweile gibt es eine leicht veränderte Neuauflage des Withings Pulse - das Modell Withings Pulse O2 inklusive Armband. Es kostet knapp 120 Euro, die grundlegenden Funktionen sind aber gleich geblieben.]

Withings Pulse: Der Praxistest in Bildern
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