Kalorien, Inhaltsstoffe, Wirkung

Wie gesund ist Kaffee?

Kaffee rangiert ganz oben auf der Liste der beliebtesten Getränke. Wäre doch zu schade, wenn der Muntermacher so ungesund wäre, wie es jahrelang sein Ruf war. Zum Glück bringen Studien immer mehr gesundheitsfördernde Aspekte von Kaffee ans Licht, sodass man ihn sich ruhig öfter gönnen darf – optimal sind laut einer Studie dreieinhalb Tassen täglich.

kaffee und buch
Ob schwarz, als Milchkaffee oder kleiner Espresso – Kaffee ist die Nummer eins unter den Heißgetränken.
iStock

Lange Zeit hatte Kaffee keinen guten Stand bei Medizinern und galt unter anderem als Flüssigkeitsräuber. Doch dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, ist ein Mythos: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schätzt sogar, dass Kaffee in Deutschland einen nicht unwesentlichen Teil der Flüssigkeitsversorgung ausmacht – wenngleich man ihn nicht als Durstlöscher trinken sollte. Hier eignen sich Wasser, Schorlen und Früchtetees besser. 

Die elf größten Kaffee-Mythen auf dem Prüfstand

Darüber hinaus liefert Kaffee in großer Menge natürliche Antioxidantien, die unsere Zellen schützen. Das Getränk vermindert Muskelschmerzen nach dem Sport und moderater Genuss steht in Zusammenhang mit einem verringerten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Verschiedene Studien legen außerdem nahe, dass Kaffee der Entstehung von Alzheimer entgegenwirken kann und den Verlauf einer chronischen Hepatitis-C-Erkrankung positiv beeinflusst. Zudem fanden Forscher heraus, dass Kaffee dem Stoffwechsel hilft, indem er die Zellen von Leber, Muskeln und Herz reinigt. Das beugt Typ-2-Diabetes und herzschädlichen Ablagerungen vor.  

Ab wann ist Kaffee schädlich? 

Es gibt also kaum einen Grund, den Kaffee zu verteufeln – wenn er in Maßen genossen wird. Eine Studie von Forschern der Harvard Universität in den USA legt nahe, dass dreieinhalb Tassen täglich den größten Gesundheitseffekt haben – zumindest was das Herz-Kreislauf-System anbelangt: Diese Menge führte zu 20 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ab sieben Tassen täglich steigt das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall ein bisschen an, ab neun Tassen wird es dann gefährlich.

Auch der Koffeingehalt – für viele Menschen einer der wichtigsten Gründe, Kaffee zu trinken – hat Schattenseiten. Der stimulierende Stoff kann bei regelmäßiger Zufuhr zur Abhängigkeit führen. Ein Entzug äußert sich bei passionierten Kaffeetrinkern in Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen. 

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen lieber zurückhaltend beim Kaffeetrinken sein. Und Menschen, die mit dem Schlafen Probleme haben, sollten auf den Nachmittagskaffee besser verzichten.

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Lifeline/Wochit

Kaffee richtig lagern und zubereiten 

Die Kaffeebohne und die richtige Zubereitung entscheiden darüber, ob eine Tasse Kaffee viele zellschützende Antioxidantien enthält oder aber freie Radikale, die unseren Zellen schaden. Amerikanische Ernährungswissenschaftler haben folgende Regeln ausgearbeitet:

  • Die Röstung – die grünen Kaffeebohnen enthalten verschiedene Stoffe, darunter Chlorogensäuren. Erst durch die Röstung entstehen daraus die wertvollen Antioxidantien. Werden die Bohnen jedoch zu stark geröstet, zerstört das die Antioxidantien wiederum. Hellbraun geröstete Kaffeebohnen sind deshalb besonders gesund, dunkle Röstung weniger.  

  • Die Lagerung – die frisch gerösteten Bohnen enthalten am meisten Antioxidantien. Mit der Zeit nimmt der Gehalt jedoch ab. Kaffeebohnen sollten vor Licht und Luft gut geschützt aufbewahrt werden – also in einem gut verschließbaren, dunklen Behälter. 

  • Gemahlen oder als ganze Bohne – am gesündesten ist es, die Bohnen immer frisch zu mahlen. Ganze Bohnen enthalten mehr Antioxidantien und weniger freie Radikale. 

  • Das Kaffeekochen – als Espresso mit hohem Druck zubereitet enthält der Kaffee mehr Antioxidantien als Filterkaffee. Allerdings hat Filterkaffee positivere Effekte auf das Blutfett. 

  • Schwarz oder mit Zucker und Milch – schwarzer Kaffee ist am gesündesten. Zucker und Milch liefern unnötige Kalorien und können den Gehalt an Antioxidantien reduzieren. 

Schwarzer Kaffee gesünder als Latte macchiato und Co. 

Kaffee hat kaum Kalorien. Das stimmt aber nur, wenn er schwarz und ohne Zucker getrunken wird. Im Coffee-Shop lauern eher Dickmacher: Kreationen wie Latte macchiato oder Frappuccino haben es in sich und entsprechen etwa einer kleinen Zwischenmahlzeit. Also besser nicht zu oft genießen, sondern ganz bewusst – und dann auch ohne schlechtes Gewissen! Das gilt auch für die Mokka-Brownies, die wir Ihnen gleich vorstellen. 

Rezept für Mokka-Brownie mit Vanille

Zutaten für 24 Stück:

  • 125 g Zucker
  • 2 EL Mokka-Vanille-Gewürz
  • Salz
  • 50 g Kakaopulver
  • 65 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50 g gehackte Walnüsse
  • 2 Eier
  • 2 kalte Espresso
  • 75 ml Milch
  • 125 g flüssige Butter
  • Puderzucker

Zubereitung: Zucker, Mehl, Backpulver, Kakao, Salz und Gewürz mischen. Eier, Espresso, Milch und Butter zugeben und alles verrühren. Walnüsse untermengen. Teig in eine gefettete, rechteckige Back- oder Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 25 bis 30 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und in fünf mal fünf cm große Stücke schneiden.

Pro Stück: 165 kcal

Zehn erstaunliche Fakten über Kaffee

Autor:
Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2018
Letzte Änderung durch: sist

Quellen: Echo der Frau ("Das gesunde Rezept"); Circulation, Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN); Pressemitteilung University of Scranton; Informationen der DGE zu Kaffee: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=463

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