Leckeres Sommerobst

Pflaumen und Zwetschgen sind gesund und fördern die Verdauung

Pflaumen und Zwetschgen schmecken säuerlich-süß und sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Wer regionale Produkte kaufen möchte, kann die Früchte in den Sommermonaten genießen. Neben ihrem leckeren Geschmack sind Pflaume und Zwetschge gut für die Verdauung, vor allem bei Verstopfung.

Zwetschgen auf Schiefertafel
Pflaumen und Zwetschgen helfen beim Abnehmen und beschleunigen die Verdauung.
© Getty Images/Michael Moeller / EyeEm

Mit über 2.000 Sorten sind Pflaumen und Zwetschgen sehr artenreiche Früchte. Geschmacklich harmonieren sie ausgezeichnet sowohl mit pikanten Gerichten – etwa als Bratenfüllung oder in Saucen – als auch mit Süßspeisen. Ganz einfach lassen sich mit den Früchten Konfitüren oder Chutneys zubereiten. Am beliebtesten ist immer noch Pflaumenkuchen oder "Zwetschgendatschi" im Sommer.

Artikelinhalte im Überblick:

Abführende Lebensmittel: Dieses Essen fördert die Verdauung

Wie sich Pflaume und Zwetschge unterscheiden

Pflaumen sind eher rundlich-oval, haben immer eine Fruchtnaht, sind etwas saftiger und süßer als Zwetschgen. Durch ihr relativ weiches Fruchtfleisch zerfallen sie beim Kochen schnell. Deswegen eignen sich Zwetschgen besser für einen Kuchen, da sie den Teig nicht so schnell durchweichen. Zwetschgen haben eine längliche Form und sind in der Regel kleiner als Pflaumen. Außerdem haben sie festeres Fleisch und keine Fruchtnaht. Insgesamt sind Pflaumen etwas früher reif als Zwetschgen.

Gesunde Inhaltsstoffe von Zwetschgen und Pflaumen

Pflaumen sind mit knapp 50 Kalorien pro hundert Gramm ausgezeichnete Energiespender – auch und gerade für Sportler. Wegen des hohen Fruchtzuckergehalts sollte man es mit Pflaumen aber nicht übertreiben. Besonders in Trockenpflaumen ist der Zucker konzentriert – sie liefern 220 Kalorien pro hundert Gramm.

Dennoch leistet eine kleine Portion Pflaumen und Zwetschgen einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Denn die Früchte enthalten Vitamine und Spurenelemente:

Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts von etwa fünf Gramm pro hundert Gramm der Früchte helfen sie mit, den Cholesterinspiegel zu senken. Neben Kohlenhydraten und Ballaststoffen finden sich in Pflaumen fast alle B-Vitamine und viel Apfelsäure, die im Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.

Wie in allen blauen Früchten und Gemüsesorten stecken in Zwetschgen und Pflaumen gesunde Farbstoffe. Diese sogenannten Anthocyane gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Anthocyanen werden vielfältige Schutzfunktionen zugeschrieben – etwa gegen Infektionen, entzündliche Prozesse, Thrombosen und sogar Tumoren. Noch dazu unterstützen getrocknete Pflaumen die Leberfunktion.

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Pflaumen helfen gegen Verstopfung

Pflaumen fördern die Verdauung, besonders im getrockneten Zustand. Trockenpflaumen sind zu empfehlen bei chronischer Verstopfung, Hämorrhoiden und Divertikeln. Für diesen Zweck weicht man abends fünf bis zehn Stück ein und isst sie morgens nach dem Aufstehen. Trinkt man auch das Einweichwasser, gehen keine wertvollen Vitamine verloren.

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Problematisch sind Pflaumen und Zwetschgen jedoch für Menschen mit Fruktoseintoleranz oder einer Unverträglichkeit gegenüber dem Zuckeraustauschstoff Sorbit. In diesem Fall lösen die Früchte Durchfall, Blähungen und Schmerzen aus.

Zwetschgen haben im Spätsommer Saison

Die Kultur der Pflaume lässt sich bis ins Altertum zurückverfolgen, ihre Wurzeln hat sie in Vorderasien. Seitdem wurde die Frucht unzählige Male gekreuzt und veredelt. Heutzutage wächst sie überall, wo gemäßigtes Klima herrscht. Die Anbauschwerpunkte der Zwetschge sind demnach Länder am Mittelmeer und Deutschland. Hierzulande ist die Hauptsaison für Zwetschgen zwischen Juli und September.

Wie erkennt man reife Pflaumen und Zwetschgen?

Beim Einkaufen darauf achten, dass die Pflaumen und Zwetschgen prall und nicht überreif sind. Wenn die Früchte noch grünlich schimmern, wurden sie zu früh geerntet und sind noch nicht reif. Dann lassen sich die Früchte bei Zimmertemperatur innerhalb von zwei bis drei Tagen nachreifen.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal von Pflaumen und Zwetschgen ist der sogenannte Duftfilm. Er schützt die Früchte vor Feuchtigkeitsverlust. Diese natürliche Wachsschicht sollte man deshalb erst kurz vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung abwaschen.


Pflaumen lassen sich einfrieren

Lagern lassen sich Pflaumen am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Entsteinte, halbierte Früchte lassen sich darüber hinaus sehr gut einfrieren. So hat man auch im Winter noch gesunde Pflaumen und Zwetschgen auf Vorrat.

Rezept: Pflaumen einkochen

Um Pflaumen und Zwetschgen haltbar zu machen, lassen sie sich gut einkochen und in Einmachgläsern aufbewahren. Dafür werden nur wenige Zutaten benötigt. Die Einmachgläser vor dem Gebrauch gründlich unter heißem Wasser ausspülen.

Zutaten:

  • 1 kg reife Pflaumen oder Zwetschgen
  • 1 L Wasser
  • 200-250 g Gelierzucker (je nach Reifegrad)
  • Gewürze nach Geschmack, zum Beispiel Zimt, Nelken oder Vanille

Zubereitung:

  1. Zunächst die Pflaumen oder Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Anschließend in die Einmachgläser füllen. Die Früchte sollten keine Druck- oder Faulstellen haben.

  2. Für den Sirup den Zucker unter ständigem Rühren in kochendem Wasser auflösen und für mindestens fünf Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf etwas Rotwein unter das Wasser geben und den Sirup mit Zimt, Nelken oder Vanille würzen.

  3. Die Einmachgläser mit dem Sirup auffüllen, bis die Pflaumen/Zwetschgen vollständig bedeckt sind. Zum Rand sollten noch ein bis zwei Zentimeter Platz bleiben. Im Glas dürfen sich keine Bläschen bilden – diese lassen sich durch Rühren mit einem Messer entfernen.

  4. Anschließend die Gläser luftdicht verschließen und in einen Topf mit Wasser stellen. Die Einmachgläser sollten etwa zur Hälfte im Wasser stehen. Dann für 20 Minuten einkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die eingekochten Pflaumen für 24 Stunden ruhen lassen.

Alternativ zum Wasserbad lassen sich Pflaumen und Zwetschgen auch im Backofen einkochen. Dazu den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die verschlossenen Einmachgläser werden in einen Behälter mit hohem Rand gestellt, der mit Wasser gefüllt ist, sodass die Gläser einen Zentimeter tief im Wasser stehen. Den Ofen auf 75 Grad herunterschalten und die Pflaumen oder Zwetschgen für 30 Minuten einkochen.

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Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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