Rotkohl: Gesundes Gemüse mit wertvollen Inhaltsstoffen

Rotkohl (auch bekannt als Rotkraut) hat wenig Kalorien und ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe sehr gesund. Er enthält Anthocyane, die sekundären Pflanzenstoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung und können das Immunsystem stärken. Welche Vitamine in Rotkohl enthalten sind und leckere Rezepte mit rohem oder gekochtem Rotkohl.

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Rotkohl ist reich an Anthocyanen und Vitamin C.
© iStock.com/MamaMiaPL

Rotkohl kann man roh und gekocht essen. Wächst er auf saurem Boden, färbt der Kohlkopf sich eher rötlich, gedeiht er auf einem alkalischen Untergrund, eher bläulich. Deshalb wird er in manchen Gegenden auch als Blaukraut bezeichnet. Ab Juni gibt es in Deutschland Rotkohl, der bis in den November geerntet wird. Danach wird er eingelagert oder zu Konserven und Tiefkühlprodukten verarbeitet. Das größte zusammenhängende Anbaugebiet liegt an der Nordsee, weil es dort für Rotkohl ideale Böden und eine ausreichende Wasserversorgung gibt.

Im Überblick:

Antioxidantien satt: Diese Lebensmittel schützen vor Krebs

Inhaltsstoffe von Rotkohl

Rotkohl ist sehr gesund, denn er enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Diese Vitamine sind im Rotkohl:

Zusätzlich befinden sich im Rotkohl Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium. Auch Anthocyane sind im Rotkohl enthalten. Sie sollen gegen Entzündungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes mellitus helfen. Grund dafür ist ihre Wirkung gegen oxidativen Stress. Am meisten Anthocyane enthält Rotkohl im rohen Zustand. Durch Kochen geht ein gewisser Anteil verloren. Dies gilt auch für Senfölglykoside, die im Rotkohl enthalten sind. Sie können das Risiko von Krebs senken und gezielt bei der Behandlung eingesetzt werden.

Gesunde Wirkung von Rotkohl

Rotkohl schmeckt nicht nur, er unterstützt auch den Körper bei einigen Funktionen. Das macht Rotkohl im Körper:

  • Darmschutz: Mit zwei bis drei Gramm Ballaststoffen pro hundert Gramm kurbelt der Rotkohl die Verdauung an. Er sorgt zudem für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und beugt Heißhunger vor.

  • Krebs- und Augenschutz: Seine violette Färbung verdankt Rotkohl ebenfalls den Anthocyanen. Sie färben beispielsweise auch Brombeeren und anderes Obst tief violett. Die sekundären Pflanzenstoffe helfen dem Körper, mit zellschädigenden Substanzen fertig zu werden und hemmen Studien zufolge die Bildung von Krebszellen. Außerdem fördern Anthocyane die Sehkraft. Auch enthaltene Senfölglykoside sollen die Entstehung von Krebs hemmen und eine entzündungshemmende Wirkung haben.

  • Immunschutz: Hundert Gramm roher Rotkohl enthalten bis zu 60 Milligramm Vitamin C – das entspricht gut der Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Vitamin C (Ascorbinsäure) kann das Immunsystem stärken und die Dauer von Infekten verkürzen.

  • Knochenkräftiger: Das farbenfrohe Gemüse liefert Kalzium und Magnesium, die die Knochen stärken.

  • Eisenlieferant: Rotkohl ist eine gute Quelle für das Spurenelement Eisen. Der Körper braucht es für die Sauerstoffversorgung und zur Blutbildung.

Frische und Lagerung von Rotkohl

Beim Kauf von Rotkohl sollen die äußeren Blätter frisch und knackig und keine welken Blätter zu sehen sein. Der gesamte Kopf sollte sich fest anfühlen. Die Lagerung von Rotkohl erfolgt idealerweise im kühlen, feuchten Keller, wo er bis zu sechs Monaten aufbewahrt werden kann. Im Kühlschrank hingegen sollte ein frischer Rotkohl maximal drei Wochen liegen. Ist er bereits angeschnitten, können Schnittstellen mit Frischhaltefolie abgedeckt werden.

Rotkohl lässt sich auch einfrieren – sowohl roh als auch gekocht. Den rohen Rotkohl am besten vorportionieren und in Gefrierbeutel füllen. Gekochter Rotkohl sollte vor dem Einfrieren abgekühlt sein. Beide Varianten sind im Gefrierfach bis zu sechs Monate haltbar.

Roh genießen: Rezept für Rotkohlsalat auf Baguette

Zutaten für vier Personen:

  • 200 ml Cranberrysaft
  • 2 EL brauner Zucker
  • 50 g frische Cranberrys (alternativ tiefgekühlt)
  • 200 g Rotkohl
  • 1 EL Weinessig
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Apfel
  • 1/2 Bund Rucola
  • 1 Baguette
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung: Saft und Zucker etwas einkochen währenddessen die Cranberrys waschen beziehungsweise auftauen lassen. Die Früchte im Saft aufkochen bis sie leicht platzen. Abkühlen lassen und die Beeren wieder herausnehmen. Den Rotkohl in feine Streifen schneiden und mit dem Cranberry-Sud, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Öl zufügen und alles gut vermengen. Apfel entkernen und würfeln sowie den Rucola grob zupfen. Restliche Flüssigkeit vom Kohlsalat abgießen und anschließend Cranberrys, Rucola, und Apfelwürfel unter den Rotkohl heben. Baguettescheiben in heißem Olivenöl rösten und mit dem Salat servieren.

Pro Portion: 349 Kalorien

Klassisch: Gekochter Rotkohl mit Apfel

Zutaten für sechs Personen:

  • 1 Rotkohl
  • 2 Äpfel
  • 1 Zwiebel
  • 8 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 EL Zucker
  • 3 EL Rotweinessig
  • 500 ml Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl oder Schmalz zum Braten

Den Rotkohl mit einem scharfen Messer oder einem Hobel kleinschneiden. Dabei eventuell Küchenhandschuhe überziehen, um Verfärbungen an den Händen zu vermeiden. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Diese in einem mit Öl oder Schmalz erhitzten Topf anbraten. Den Rotkohl dazugeben und einkochen. Etwas Salz, Zucker, Wasser und Rotweinessig dazugeben. Nelken und Lorbeerblatt in einen Teebeutel oder Gewürzei füllen und in den Topf geben. Nach 20 Minuten köcheln können Lorbeerblatt und Nelken wieder herausgenommen werden. In der Zwischenzeit Äpfel entkernen und würfeln und dann mit in den Topf geben und Rotkraut mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken. Nach einer Stunde köcheln ist das Kraut weichgekocht.

Diese Lebensmittel stärken das Immunsystem
Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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