Überraschende Fakten über die süßen Kaiserschoten

Zuckerschoten – reich an Proteinen und Chlorophyll

Zuckerschoten schmecken als Snack für zwischendurch oder als leckere Beilage. Damit tun wir auch unserer Gesundheit etwas Gutes: Die kleinen Erbsen und ihre schützende Hülle versorgen uns mit wichtigen Mineralstoffen. Warum das Gemüse außerdem gesund ist.

Zuckerschoten
Zuckerschoten darf man im Gegensatz zu vielen anderen Hülsenfrüchten roh essen.
iStock

Erbsen stehen bereits seit Jahrtausenden auf unserem Speiseplan – eine besonders feine Form ist die Zucker- oder auch Kaiserschote. Sie hat eine bewegte Geschichte. Ob es am süßen Geschmack oder an der kurzen Erntezeit lag, warum das Gemüse bereits angeblich im 15. Jahrhundert Aufmerksamkeit in der englischen Gesetzgebung fand?

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Laut einem Richterspruch sollten demnach Zuckerschoten nur noch Adligen vorbehalten sein. Und als der französische Sonnenkönig Ludwig Gefallen am süßen Geschmack fand, wurden sie nur noch als ganze Schote serviert. Vorher genoss man die Zuckererbsen meist getrocknet. Heute gelten die Schoten als besonders feines und gesundes Beilagengemüse.

Eiweißquelle: Die Zuckerschote gehört zu der großen Familie der Hülsenfrüchte und hat viele Namen: Kefe, Knackerbse oder Zuckererbse, Ackererbse, Palerbse oder Markerbse. Wie andere Hülsenfrüchte auch sind die fettarmen Schoten besonders reich an Eiweiß, enthalten viele Kohlenhydrate und machen schnell satt. Das proteinreiche Gemüse beinhaltet eine Extraportion Eisen und ist deshalb auch bei Vegetariern und Veganern beliebt.

Kalium, Vitamin C und B: Nährstoffreiche Zuckerschote

Süßes Innenleben: Die feinen Schoten werden schon nach drei Monaten geerntet. Das Geheimnis ihrer Süße liegt darin, dass sich der Zucker in den kleinen Erbsensamen der Schote gleich nach der Ernte in Stärke verwandelt. Je frischer die Schoten genossen werden, umso süßer sind sie auch im Geschmack. Und je länger man sie aufbewahrt, umso mehr verlieren sie ihre Süße.

Mineralstoffvielfalt: Da die Schoten unreif geerntet werden, sind die kleinen Erbsen in der Schote noch weich und die Faserschicht in der Hülle hat sich noch nicht gebildet. Deshalb kann man sie im Ganzen genießen. Zuckerschoten enthalten zudem kein Phasin. Der Giftstoff steckt in vielen Hülsenfrüchten und greift unter anderem den Darm an. Deshalb müssen Bohnen zum Beispiel gekocht werden, damit sie überhaupt essbar sind. Zuckerschoten sind roh essbar und bereichern jeden Salat um weitere Vitamine und Mineralstoffe. Sie liefern nicht nur Kalium, Phosphor, Vitamin C und B. Auch Kupfer und Mangan stellen die Schoten bereit, was unser Körper für die Bildung von bestimmten Enzymen benötigt, die am Aufbau und der Versorgung von Knochen, Muskeln und Bindegewebe beteiligt sind. Auch für die Blutbildung und ein intaktes Immunsystem sind sie relevant.

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Blutbildende und heilende Wirkung: Zuckerschoten haben aber noch ein weiteres Plus: das junge zarte Grüngemüse enthält viel Chlorophyll, mehr als manch andere grüne Gemüsesorten. Chlorophyll macht nicht nur die Blätter grün und ist an der Energiegewinnung der Pflanzen durch Sonnenlicht beteiligt, sondern ist rein chemisch gesehen unserem körpereigenen Hämoglobin sehr ähnlich – ein Grund, warum der Grünstoff als blutbildend gilt. Die Naturheilkunde ist von der Kraft des Pflanzenstoffs überzeugt: Chlorophyll wird eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung nachgesagt.

Frühlingsgenuss: Im Gemüsefach sind Kaiserschoten inzwischen das ganze Jahr über zu haben. Doch hierzulande ist die Erntezeit zeitgleich mit der Spargelzeit. Wer es lieber ganz frisch mag und auf ökologische Gesichtspunkte achtet, sollte das süße Erbsengemüse am besten im Frühling und Sommer genießen, wenn sie aus deutschen und europäischen Anbaugebieten kommen. Im Herbst und Winter gibt es sie zwar auch abgepackt im Supermarkt, aber dann kommen sie aus Asien und Afrika und können zudem stärker mit Pestiziden belastet sein. Achten Sie darauf, dass die Schoten beim Einkauf knackig sind. Ähnlich wie bei Bohnen sollten sie beim Aneinanderreiben quietschen und noch feucht an der Bruchstelle sein, wenn man sie durchbricht.

Rezept mit Zuckerschoten: Kräuterkartoffeln mit Zuckerschoten

Zutaten für 2 Personen:

300 g kleine Kartoffeln

1 Handvoll Zuckerschoten

3 EL Olivenöl

1 TL gehackter Thymian

1 EL gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer

Zubereitung: Die Kartoffeln ungeschält in Salzwasser kochen bis sie weich sind. Abgießen, abschrecken, pellen und halbieren. Enden der Zuckerschoten abschneiden. Kartoffelhälften in einer Pfanne mit 2 EL Olivenöl anbraten. Zuckerschoten dazugeben und einige Minuten weiterbraten, bis die Kartoffeln goldbraun sind. Thymian, Petersilie, restliches Olivenöl unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf einem Teller mit beliebigem grünen Salat anrichten.

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