Überraschende Fakten über die süßen Kaiserschoten

Zuckerschoten – reich an Proteinen und Chlorophyll

Zuckerschoten schmecken als Snack für zwischendurch oder als leckere Beilage. Die Hülsenfrüchte fördern die Gesundheit: Sie liefern reichlich Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Warum das Gemüse außerdem gesund ist.

Zuckerschoten: Gesunde Proteinquelle
© Getty Images/Adam Hester

Zuckerschoten werden im Volksmund auch Kaiserschoten genannt, der Name ist ihrer Geschichte geschuldet: Lag es am süßen Geschmack oder an der kurzen Erntezeit, dass das Gemüse bereits angeblich im 15. Jahrhundert Aufmerksamkeit in der englischen Gesetzgebung fand?

Laut einem Richterspruch sollten demnach Zuckerschoten nur noch Adligen vorbehalten sein. Und als der französische Sonnenkönig Ludwig Gefallen am süßen Geschmack fand, wurden sie nur noch als ganze Schote serviert. Vorher genoss man die Zuckererbsen meist getrocknet. Heute gelten die Schoten als besonders feines und gesundes Beilagengemüse.

Im Überblick:

Die Hitliste vegetarischer Lebensmittel

Warenkunde und Saison: Was sind Zuckerschoten?

Botanisch gesehen gehören sie zu den Hülsenfrüchtlern (Fabaceae). Zuckerschoten (auch Zuckererbsen) sind eine Unterart der Erbse. Eng verwandt sind Kaiserschoten zudem mit:

Die Sorte wird meist noch unreif geerntet und dann in der Hülse gekocht und verzehrt. Das Aroma ist nussig-süß, sie sind auch bei Kindern sehr beliebt. Das Geheimnis ihrer Süße liegt darin, dass sich der Zucker in den kleinen Erbsensamen der Schote gleich nach der Ernte in Stärke verwandelt. Je frischer die Schoten genossen werden, umso süßer sind sie auch im Geschmack. Und je länger man sie aufbewahrt, umso mehr verlieren sie ihre Süße.

Regional angebaute Zuckerschoten haben von Juni bis August Saison, als Importware bekommt man Zuckerschoten allerdings auch ganzjährig frisch. Sie kommen dann aus Nordamerika, Ägypten oder Kenia.

Kalium, Vitamin C und B: Nährstoffreiche Zuckerschote

Durchschnittlich 58 Kilokalorien (kcal) liefern 100 Gramm Zuckerschoten. Wie andere Hülsenfrüchte auch sind die fettarmen Schoten besonders reich an Eiweiß, enthalten viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe. So eigen sich Zuckerschoten ideal zum Abnehmen, sie halten lange satt und versorgen den Körper mit Proteinen.

Zudem stecken reichlich Vitamine und Mineralstoffe in den Kaiserschoten, darunter:

Zuckerschoten liefern zudem auch Kupfer und Mangan, was im Körper für die Bildung von bestimmten Enzymen benötigt wird, die am Aufbau und der Versorgung von Knochen, Muskeln und Bindegewebe beteiligt sind. Auch für die Blutbildung und ein intaktes Immunsystem sind die Spurenelemente relevant.

Superfood von Acai bis Walnuss

Chlorophyll: So gesund sind Zuckerschoten

Knackig und leuchtend-grün: Die satte Farbe verdanken Zuckerschoten dem hohen Chlorophyllgehalt, einem sekundären Pflanzenstoff, der an der Fotosynthese beteiligt ist. Chlorophyll sorgt in Pflanzen dafür, dass aus Sonnenlicht Zucker hergestellt werden kann. Als Bestandteil der Nahrung wirkt Chlorophyll als Radikalfänger und lindert so oxidativen Stress. Das antioxidative Chlorophyll schützt vor Entzündungsprozessen und beugt Arteriosklerose vor. Zudem sollen Antioxidantien der Entstehung von Krebs vorbeugen, weil sie kanzerogene Stoffe abfangen.

Müssen Zuckerschoten gekocht werden?

Viele wissen: Grüne Bohnen und andere Hülsenfrüchte müssen vor dem Verzehr gekocht werden. Sie enthalten einen Giftstoff, das sogenannte Phasin, das unter anderem den Darm angreift und zu Durchfall und Magenproblemen führen kann. Zuckerschoten hingegen sind roh essbar und bereichern jeden Salat.

Da die Schoten unreif geerntet werden, sind die kleinen Erbsen in der Schote noch weich und die Faserschicht in der Hülle hat sich noch nicht gebildet, das macht sie bekömmlich und zart.


Zuckerschoten: Rezept für die leckerste Beilage

Besonders gut schmecken Zuckerschoten gebraten als Beilage zu Fisch und Fleisch, auch im Salat macht die Erbensorte eine gute Figur.

Zutaten für 4 Personen:

  • 600 g kleine Kartoffeln
  • 200 Handvoll Zuckerschoten
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL gehackter frischer Thymian
  • 2 EL gehackte frische Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln mit Schale in Salzwasser garen. Wenn sie fertig gekocht sind, abgießen, pellen und nach kurzem Abkühlen in Scheiben schneiden.
  2. Kräuter und Knoblauch hacken. Zuckerschoten waschen.
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Kartoffelscheiben und Knoblauch hineingeben. Goldbraun und kross anbraten.
  4. Zuckerschoten hinzugeben, kurz an schwitzen.
  5. Von der Herdplatte nehmen und Kräuter untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Edamame: So isst man die grünen Sojabohnen
Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

Artikel zum Thema
Experten-Foren

Mit Medizinern und anderen Experten online diskutieren.

Forum wählen
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Aktuelle Fragen aus der Community
Meistgeklickt zum Thema
Welche Vitalstoffe stecken in welchem Obst und Gemüse?
Tipps fürs Immunsystem

Welche Vitalstoffe stecken in Brombeeren, Wassermelone und Aubergine? mehr...

Magnesiumhaltige Lebensmittel – plus Tabelle
Mineralstoff für Muskeln und Knochen

Magnesiumreiche Lebensmittel können zum Beispiel Muskelkrämpfe verhindern. Hier erfahren Sie mehr! mehr...

Purinarme oder -freie Lebensmittel: Diese Kost hat kaum Purine
Gesunde Ernährung

Sind die Harnsäurewerte erhöht, zum Beispiel bei Gicht, sollte auf purinarme Kost geachtet werden! mehr...

Haben Sie eine Frage?

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren
Body-Mass-Index: BMI schnell und einfach berechnen!

Wie hoch ist Ihr Body-Mass-Index? Finden Sie es heraus!

mehr...

Zum Seitenanfang