Knallgelbes Pulver gegen Krebs und Alzheimer

Kurkuma: Gesundes Geheimnis im Curry-Gewürz

Kurkuma, der knallgelbe Hauptbestandteil von Currypulver, hilft dem Gehirn, Schäden durch Alzheimer oder Schlaganfall rückgängig zu machen. Und das ist noch nicht alles: Die antioxidativen Wirkstoffe in der Gelbwurz schützen außerdem vor Krebs und Entzündungen.

kurkuma gelbwurz
Im Inneren der Gelbwurz stecken wertvolle Inhaltsstoffe, die unter anderem vor Alzheimer und Krebs schützen könnten. Kurkuma ist Hauptbestandteil der meisten gelben Curry-Mischungen.
© iStock.com/HansJoachim

Es sind die unwiderruflichen Schäden im Gehirn, die Demenzerkrankungen wie Alzheimer so tragisch machen. Denn Gehirngewebe, das einmal abgestorben ist, lässt sich bislang nicht mehr wiederbeleben. Forscher vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin in Jülich könnten jetzt jedoch einen Weg gefunden haben, diesen Prozess rückgängig zu machen und gesunde Gehirnzellen nachwachsen zu lassen. 

Kurkuma ist der wichtigste Bestandteil von Curry

Die Wissenschaftler verwendeten für ihre Tierstudie Kurkuma. Dabei handelt es sich um eine Gewürz- und Heilpflanze, die auch unter den Bezeichnungen Gelbwurzel und Gelbwurz bekannt ist. Kurkumapulver ist Hauptbestandteil von Curry-Mischungen und färbt intensiv gelb. Aus dem Kurkuma extrahierten die Wissenschaftler den Pflanzenstoff Turmeron. Diese Substanz injizierten sie in die Gehirne von Ratten, die an Alzheimer erkrankt waren.

Gewürze mit Heilwirkung

Im Verlauf der Studie zeigte sich, dass die beschädigten, geschrumpften Gehirnteile langsam wuchsen und ihre Funktion wieder aufnahmen. Der Pflanzenstoff hatte kranken Nervenzellen dazu angeregt, sich selbst zu reparieren. "Es ist also möglich, damit den Reparaturmechanismus im Gehirn anzuregen", sagt Studienleiterin Maria Adele Rüger. Und je höher die Dosis von Turmeron, desto mehr gesundes Gehirngewebe wurde wiederhergestellt.

Viel Kurkumapulver essen hilft noch nicht gegen Alzheimer

Viel Curry zu essen und damit Alzheimer vorzubeugen oder bereits an der Demenzform Erkrankte mit Kurkuma in hohen Dosen zu behandeln, ist vermutlich jedoch nicht möglich. Der Wirkstoff ist nur dann effektiv, wenn er direkt ins Gehirn injiziert wird – eine Anwendungsform, die mit zahlreichen Risiken verbunden ist. Zusätzlich wären für den Menschen extrem hohe Mengen an Turmeron erforderlich.

Trotzdem ist die Entdeckung der deutschen Forscher ein Meilenstein für die Erforschung und später womöglich auch die Behandlung von Alzheimer. Rüger in der BBC: "Vermutlich könnte man Stammzellen damit behandeln, die sich dadurch zu speziellen Gehirnzellen entwickeln, die den Reparaturmechanismus anregen."

Heilpflanze Kurkuma hat viele Anwendungsbereiche

Kurkuma erwies sich in früheren Studien bereits als wirksam gegen Hepatitis C und manche Krebsformen. Daneben wird die Gelbwurz als Heilpflanze geschätzt, weil ihre Wirkstoffe die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit anregen, entzündliche Prozesse hemmen und Darmpolypen bekämpfen. Auch für gesunde Knochen scheinen die enthaltenen Pflanzenstoffe hilfreich.

Allerdings ist die Bioverfügbarkeit von Curcumin wie auch bei anderen Antioxidantien gering. Das bedeutet, dass die gesunde Substanz den Körper großteils ungenutzt wieder verlässt. Jetzt arbeiten Forscher an Methoden, diese Eigenschaft zu verbessern, um die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma stärker nutzen zu können.

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