Salat, Suppe, Pasta

Maronen: Drei leckere Rezepte mit den gesunden Esskastanien

Frisch geröstet sind Esskastanien im Winter eine Leckerei. Aber auch unsere Gesundheit freut sich, wenn wir in der kalten Jahreszeit öfter zu Maronen statt zu Schokolade, Plätzchen und Bratwurst greifen. Besonders stark profitieren Rheuma-Patienten.

maronen
Auf dem Weihnachtsmarkt Maronen zu knabbern, lohnt sich für die Gesundheit gleich mehrfach. Man kann die gesunden Kastanien aber auch selbst rösten oder kochen.
© iStock.com/Lena_Zajchikova

Sie werden ab Oktober als Maronen am Straßenstand und auf Märkten angeboten: heiße, geröstete Esskastanien. Bevor die Kartoffel sie verdrängt hat, waren Maronen hierzulande Grundnahrungsmittel. Kein Wunder: Denn schon eine Tüte Esskastanien enthält so viele wertvolle Mineralien und Nährstoffe wie ein Fünf-Gänge-Menü.

Die braunen Kraftpakete sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Wer sie isst, erhält eine Extraportion Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel, Eisen und Magnesium. Daneben sind sie Eiweißlieferanten und enthalten dabei weniger Fett als Nüsse, zu deren Gattung sie gehören. Auch stecken in Maronen der Radikalfänger Vitamin E, das Abwehrkräfte steigernde Vitamin C sowie sämtliche B-Vitamine und Provitamin A (Betacarotin).

Maronen sind pflanzliche Kraftpakete

Viele verschiedene Vitalstoffe also, für die der Mensch sonst einen gemischten Teller mit Gemüse, Obst und Fleisch verzehren müsste. Allerdings enthalten hundert Gramm Maronen gut 200 Kalorien (kcal), eine große Tüte entspricht im Energiegehalt gut und gerne einer Hauptmahlzeit. Essen Sie eine Tüte davon also nicht bloß als Snack – denn Maronen sind vergleichsweise kalorienreich.

Es lohnt sich für die Gesundheit aber gleich mehrfach, Maroni zu knabbern. Sie wärmen die Finger, machen satt – und enthalten eine Menge gesunder Inhaltsstoffe. Die gesunden Wirkungen im Überblick:

Das leisten Esskastanien für unsere Gesundheit

Machen glücklich: Der hohe Kohlenhydrat- und Stärke­gehalt der Kastanien versorgt unseren Körper schnell mit Energie. Außerdem steigt dadurch beim Esser der Gehalt des Glückshormons Serotonin an. Maroni wirken also wie Schokolade – haben dabei aber nur halb so viele Kalorien und machen lange satt. Außerdem sorgen die stärkereichen Winzlinge für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Spenden Kraft: Bei Stress, angespannten Nerven oder geistiger und körperlicher Anstrengung sollte man Maronen knabbern: Ihre B-Vitamine und das enthaltene Phosphor bauen auf. Die Aminosäure Tryptophan schenkt Entspannung und hilft beim Einschlafen. Maronen sind leicht verdaulich, eignen sich also auch als Abendsnack.

Stärken Knochen und ­Venen: Die Edelkastanien sind sehr reich an Kalzium. Damit helfen sie, Knochen und Zähne stabil zu erhalten. Senioren sollten deshalb möglichst oft Maronen essen. Das gilt auch für Menschen mit Venenveränderungen: Das Bioflavonoid Rutin, das in allen Kastaniensorten enthalten ist, stärkt die Venenwände.

Neutralisieren Säure: Experten gehen davon aus, dass ein Überschuss an Säure im Körper entzündliche Reaktionen bei Rheuma-Patienten begünstigt. Wer zum Beispiel unter rheumatoider Arthritis leidet, kann mit Maronen der Übersäuerung entgegenwirken. Denn Esskastanien enthalten reichlich Nährstoffe, die basisch, also nicht-sauer, wirken. Zudem nähren ihr Kalzium und ihr Phosphor die Knochen. So können vor allem Rheumatiker Osteoporose vorbeugen.

Herzschutz aus der Tüte: Maronen senken den Anteil des "schlechten" LDL-Cholesterins im Blut. Der enthaltene Stoff Rutin kräftigt außerdem die Venen und beugt so Krampfadern vor.

Esskastanien richtig lagern und kochen

Kastanien müssen vor dem Essen erhitzt werden. Denn nur durch Hitze kann die Stärke in Maronen aufgeschlossen werden, so dass der menschliche Körper sie leicht verdaut. Geröstet oder gekocht passen sie gut zu Wildspeisen, vegetarischen Gerichten, in Auflauf und Suppe.

Damit sie nicht schimmeln, sollten Esskastanien kühl und trocken aufbewahrt werden, empfiehlt die Verbraucherzentrale. Auch das Einfrieren und langsames, schonendes Trocknen sind möglich.

Maronen rösten: Wie Sie Esskastanien im Ofen zubereiten

Maronen am besten kreuzweise auf der gewölbten Seite einritzen, in siedendes Wasser geben und das nach rund 20 Minuten abschütten. Ebenso gut ist es, sie im 170 Grad heißen Backofen etwa 15 bis 20 Minuten zu rösten, bis ihre braune Schale aufplatzt.

Nach beiden Varianten können Sie die Schale mit den Fingern lösen und die Haut mit einem Messer entfernen. Dann entfalten sie ihren vollen Geschmack und können zubereitet werden. Ein besonderer Gaumenschmaus ist die Südschweizer Spezialität Vermicelles: püriertes Maronenmus, mit Vanillezucker abgeschmeckt, dazu geschlagene Sahne. Echtes Hüftgold, aber als Miniportion sind die sündigen Maronen sehr zu empfehlen.

Rezept für Salat mit Maronen

Zutaten für vier Personen:

  • 300 g Hähnchenbrustfilet
  • 1/4 l Gemüsebouillon
  • 250 g Maronen
  • 250 g kernlose Weintrauben
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Margarine
  • 1 kleiner Eichblattsalat
  • 2 Beutel Gartenkräuter
  • 2 EL Weißwein
  • 4 EL Keimöl

Zubereitung: Hähnchenbrustfilet in Bouillon bei schwacher Hitze 15 Minuten garen. Herausnehmen, abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. Schale der Maronen an der Spitze kreuzweise einschneiden. Maronen 15 bis 20 Minuten in Wasser kochen, dann die Schale abziehen. Weintrauben waschen. Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Margarine darin schmelzen. Maronen dazugeben, unter Schwenken in der Zuckermischung garen, bis sie einen glänzenden Überzug erhalten. Trauben zugeben und kurz mitschwenken. Salat putzen, waschen, trocken schleudern und in Stücke zupfen. Gartenkräuter mit 4 EL Wasser, 2 EL vom Maronensud, Wein und Keimöl verrühren. Salatzutaten auf vier Tellern anrichten. Die Soße darübergießen.

Pro Portion: 378 kcal

Rezept für Nudeln mit Maroni

Zutaten für vier Personen:

  • 350 g Putenbraten
  • 500 g Nudeln (Penne)
  • 200 g gekochte Maronen
  • 150 g Cherrytomaten
  • 100 ml Sahne
  • 1 EL Butterschmalz
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleiner Bund Thymian
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Maronen in Würfel schneiden und in Butterschmalz kross anbraten. Schalotten schälen und würfeln. Tomaten waschen und halbieren, Strunk entfernen. Knoblauch fein hacken. Die Nudeln in kochendem Salzwasser al dente kochen. Anschließend warm stellen. Schalotten und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, Tomaten und Thymian dazu geben, mit Sahne auffüllen. Kurz aufkochen und bei kleiner Hitze rund vier Minuten garen. Den Putenbraten würfeln und mit den Maronen dazugeben. Die warmen Nudeln unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anrichten und mit Thymianzweig garnieren.

Pro Portion: 525 kcal

Rezept für Maronensuppe mit Macadamia

Zutaten für vier Personen:

  • 200 g Kartoffeln
  • 800 ml Bio-Macadamia-Drink
  • 100 g gekochte Maronen
  • 1 TL rosa Pfeffer
  • Salz

Zubereitung: Die Maronen grob hacken. Den Pfeffer mörsern. Die Kartoffeln schälen und mit einem halben Teelöffel Salz in Wasser gar kochen. Abgießen und die Kartoffeln mit etwas Bio-Macadamiadrink fein pürieren. Den Rest Macadamiadrink aufkochen und die Kartoffelcreme hineinpürieren. Mit Salz abschmecken und die gehackten Maronen sowie den Pfeffer unterheben.

Pro Portion: 160 kcal

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