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Hautausschlag

Exanthem - ein Symptom mit vielen Gesichtern

Hautveränderungen bei Schuppenflechte
Dieser Hautausschlag deutet auf Schuppenflechte hin.
Getty Images/iStockphoto

Pusteln, Knötchen, Quaddeln oder einfach nur eine Rötung - Hautausschlag kann unterschiedliche Formen annehmen und als Symptom verschiedener Erkrankungen auftreten.

Unter dem Begriff "Hautausschlag" wird eine Vielzahl unterschiedlicher, vorübergehender Hautveränderungen zusammengefasst. Dauerhaft bestehende Hautveränderungen, wie etwa Leberflecken , werden nicht als Hautausschlag bezeichnet.

Flecken, Hauterhebungen und Hautauflagerungen

Häufig sind Hauterhebungen wie Knötchen, Pusteln oder Quaddeln. Ein Exanthem, wie der Hautausschlag im Medizinerjargon heißt, kann aber auch in Form von Flecken auf gleichem Höhenniveau mit der umgebenden Haut auftreten. Mögliche Formen des Hautausschlags sind des Weiteren Hautvertiefungen wie beispielsweise Risse oder Hautauflagerungen wie Schuppen oder Krusten.

Viele Ursachen - ein Symptom

Je nach Art und Ursache des Hautausschlags kann nur ein kleines Hautareal betroffen sein oder eine größere Hautfläche  bis hin zumganzen Körper. Und so verschieden Ausmaß und Erscheinungsbild von Exanthemen sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen. So kann ein Hautausschlag beispielsweise Symptom einer Infektionskrankheit, einer allergischen Reaktion  oder einer parasitären Hauterkrankung sein. Auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente kann es zu vorübergehende Veränderungen des Erscheinungsbildes der Haut kommen.

Aussehen und Begleitsymptome liefern Hinweise auf die Ursache

Die Verteilung und das Aussehen der Hautveränderungen sind oft so typisch, dass Hautärzte (Dermatologen) die Ursache eines Ausschlags in vielen Fällen allein aus dessen Erscheinungsbild sowie anhand typischer Begleitsymptome ableiten können. Während beispielsweise Infektionskrankheiten wie die Kinderkrankheit Masern charakteristischer Weise mit Hautausschlag und Fieber einhergeht, tritt bei Neurodermitis ein juckender Hautausschlag ohne Fieber auf. Auch ein Kontaktekzem kann im Rahmen einer Allergie zu Hautausschlag führen, bei dem eine Erhöhung der Körpertemperatur nicht typisch ist. Sehr häufig tritt ein Hautausschlag zudem mit Juckreiz als Begleitsymptom auf.

Angesichts der Tatsache, dass der Hautausschlag so viele unterschiedliche Ursachen haben kann, ist die Häufigkeit von Exanthemen nicht überraschend. Schätzungen zufolge liegt allein der Anteil der Patienten, die aufgrund eines Hautausschlags eine Hausarztpraxis aufsuchen, bei fünf bis zehn Prozent. 

Unterschiedliche Hautveränderungen im Überblick

Beim Hautausschlag werden verschiedene Grundformen unterschieden mit jeweils unterschiedlichen Erscheinungsformen.

Auf gleichen Höhenniveau der umgebenden Haut:

  • Fleck (Makel) – umschriebene Farbveränderung

Hauterhebungen:

  • Knötchen (Papel) – Hauterhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm
  • Knoten (Nodus) – Hauterhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm
  • Plaque – flächige Hauterhebung mit bis zu 10 cm Durchmesser
  • Bläschen (Vesikel) – flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm
  • Blase (Bulla) – flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm
  • Pustel (Pustula) – mit Eiter gefüllte Hauterhebung
  • Quaddel (Urtica) – beetartige Erhebung mit Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödem) und einem Durchmesser zwischen 0,2 und 10 cm
  • Schwellung

Hautvertiefungen:

  • Erosion – oberflächliche Verletzung der Haut
  • Exkoriation – tief reichende Verletzung der Haut
  • Geschwür (Ulkus) – chronische tief reichende Verletzung der Haut
  • Riss (Rhagade)

Hautauflagerungen:

Daneben kann der Hautausschlag weiter charakterisiert werden anhand von folgenden Kriterien:

  • Hautrötung (Erythem)
  • Hautvergröberung (Lichenifikation) – die normale feine Felderung der Haut ist aufgehoben
  • Anordnung der Hautveränderungen – zum Beispiel gruppiert, verstreut oder zusammenfließend
  • Form der Anordnung – beispielsweise linear oder kreisförmig (anular)

Autor: Jan Groh für DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung
Letzte Aktualisierung: 03. September 2014
Durch: / Lifeline
Quellen: Ely JW, Stone MS. The Generalized Rash: Part I. Differential Diagnosis. Am Fam Physician. 2010; 81: 726-34. URL: http://www.aafp.org/afp/2010/0315/p726.pdf Ely JW, Stone MS. The generalized rash: part II. Diagnostic approach. Am Fam Physician. 2010; 81: 735-9. URL: http://www.aafp.org/afp/2010/0315/p735.pdf Altmeyer P. Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Stand: 30.09.2011. URL: http://enzyklopaedie-dermatologie.de/ Sterry W, Merk H: Checkliste Dermatologie und Venerologie. Thieme; Stuttgart, New York 1992; Burkhard Kleuser, Nebenwirkungen an der Haut: Häufigkeit und Vielfalt gestiegen, in: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 22/2014, Mai 2014

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