Fersensporn: Frau greift zum schmerzenden Fuß
© Getty Images/Staras

Fersensporn: Behandlung mit Einlagen meist erfolgreich

Von: Silke Stadler (Medizinredakteurin), Annika Lutter (Medizinredakteurin)
Letzte Aktualisierung: 19.05.2023

Stechende Fersenschmerzen stehen häufig in Zusammenhang mit einem Fersensporn, auch Kalkaneussporn genannt. Wenn der knöcherne Auswuchs am Fersenbein zu Beschwerden führt, ist eine Behandlung nötig. Alles rund um Symptome, Therapie und Ursachen des Fersensporns.

Fersensporn-Behandlung mit Entlastung und Einlagen

In 80 bis 90 Prozent der Fälle von Fersensporn verschwinden die Beschwerden innerhalb eines Jahres auch ohne Therapie von allein wieder. Im Vordergrund der Behandlung steht nicht die Entfernung des Sporns, sondern die Linderung der Schmerzen.

Kurzfristige Hilfe: Selbstmaßnahmen bei Fersensporn

Betroffene können selbst einiges tun, um die Fersenschmerzen zu lindern:

  • Entlastung: Die wichtigste Therapiemaßnahme besteht in Schonung, um dem entzündeten Gewebe die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen. Zusätzlich kann der Fuß durch Hochlagern entlastet werden. Auch ein Fersenpolster kann die betroffene Stelle an der Fußsohle schonen.

  • Schmerzmedikamente: Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente können helfen, die Beschwerden erträglicher zu machen.

  • Kältetherapie (Kryotherapie): Bei einer Gewebeentzündung kann Kühlung dabei helfen, die Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Mehrmals am Tag sollte die Temperatur des betroffenen Gewebes mithilfe von Kühlpacks oder Eis für etwa 10 Minuten gesenkt werden.

Konservative Maßnahmen bei Fersensporn

Daneben können folgende nicht-operative Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu verringern.

  • Physiotherapie: Eine gezielte und schonende Dehnung der beteiligten Muskeln und Bänder regt die Durchblutung an, was die Genesung fördert. Während der Physiotherapie können Patient*innen Übungen lernen, die sie alleine zu Hause ausüben können.

  • Medizinische Locheinlagen: Gut gepolsterte Einlagen, bestenfalls mit Lochaussparungen, verringern den Druck auf die Ferse und fördern das Abheilen von Entzündungen. Die Einlage sollte eine Fersenweichbettung aufweisen. Die Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

  • Infiltrationstherapie: Meist wird eine Kombination aus lokalem Betäubungsmittel (Anästhetikum) und Kortison in die Ferse injiziert. Als vielversprechende Behandlungsoption gilt außerdem die Injektionen mit Botulinumtoxin. Durch den Wirkstoff entspannt sich die verdickte Sehne und Schmerzen können gelindert werden.

  • Stoßwellentherapie (auch extrakorporale Stoßwellentherapie oder ESWT genannt): Mithilfe von hochenergetischen Stoßwellen wird die Muskulatur gelockert und Verhärtungen gelöst. Zudem können Triggerpunkte für das Schmerzempfinden direkt angesprochen werden. Manche Krankenkassen übernehmen die Therapie, wenn andere konservative Maßnahmen über längeren Zeitraum keine Besserung erzielt haben.

  • Strahlentherapie: Eine Röntgenreizbestrahlung wirkt antientzündlich und verringert Fersenschmerzen. Die Erfolgsaussichten einer Strahlentherapie bei Fersensporn sind laut der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hoch. Durch die geringe Strahlendosis sind praktisch keine Nebenwirkungen oder Spätfolgen zu erwarten.

Gut zu wissen:

Die Aussichten auf Beschwerdefreiheit nach einer konservativen Behandlung des Fersensporns sind gut. Bei einem Großteil der Betroffenen sind nicht-operative Therapien bei Fersenschmerzen erfolgreich. Trotzdem kann es zu Rückfällen kommen.

Operative Therapie bei Fersensporn

Ein chirurgischer Eingriff kommt für Ärzt*innen nur dann in Betracht, wenn die konservative Maßnahmen auf Dauer nicht wirksam sind. Bei einer Fersensporn-Operation werden beispielsweise die knöchernen Auswüchse minimal-invasiv abgetragen. Zudem kann die Sehnenplatte unter der Fußsohle vom Fersenbein gelöst werden, um die Sehne unter dem Fuß zu entlasten. Es ist wichtig zu wissen, dass keine Operationsmethode die Schmerzen mit Sicherheit beseitigen kann.

Fersensporn-Behandlung mit Entlastung und Einlagen

In 80 bis 90 Prozent der Fälle von Fersensporn verschwinden die Beschwerden innerhalb eines Jahres auch ohne Therapie von allein wieder. Im Vordergrund der Behandlung steht nicht die Entfernung des Sporns, sondern die Linderung der Schmerzen.

Kurzfristige Hilfe: Selbstmaßnahmen bei Fersensporn

Betroffene können selbst einiges tun, um die Fersenschmerzen zu lindern:

  • Entlastung: Die wichtigste Therapiemaßnahme besteht in Schonung, um dem entzündeten Gewebe die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen. Zusätzlich kann der Fuß durch Hochlagern entlastet werden. Auch ein Fersenpolster kann die betroffene Stelle an der Fußsohle schonen.

  • Schmerzmedikamente: Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente können helfen, die Beschwerden erträglicher zu machen.

  • Kältetherapie (Kryotherapie): Bei einer Gewebeentzündung kann Kühlung dabei helfen, die Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Mehrmals am Tag sollte die Temperatur des betroffenen Gewebes mithilfe von Kühlpacks oder Eis für etwa 10 Minuten gesenkt werden.

Konservative Maßnahmen bei Fersensporn

Daneben können folgende nicht-operative Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu verringern.

  • Physiotherapie: Eine gezielte und schonende Dehnung der beteiligten Muskeln und Bänder regt die Durchblutung an, was die Genesung fördert. Während der Physiotherapie können Patient*innen Übungen lernen, die sie alleine zu Hause ausüben können.

  • Medizinische Locheinlagen: Gut gepolsterte Einlagen, bestenfalls mit Lochaussparungen, verringern den Druck auf die Ferse und fördern das Abheilen von Entzündungen. Die Einlage sollte eine Fersenweichbettung aufweisen. Die Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

  • Infiltrationstherapie: Meist wird eine Kombination aus lokalem Betäubungsmittel (Anästhetikum) und Kortison in die Ferse injiziert. Als vielversprechende Behandlungsoption gilt außerdem die Injektionen mit Botulinumtoxin. Durch den Wirkstoff entspannt sich die verdickte Sehne und Schmerzen können gelindert werden.

  • Stoßwellentherapie (auch extrakorporale Stoßwellentherapie oder ESWT genannt): Mithilfe von hochenergetischen Stoßwellen wird die Muskulatur gelockert und Verhärtungen gelöst. Zudem können Triggerpunkte für das Schmerzempfinden direkt angesprochen werden. Manche Krankenkassen übernehmen die Therapie, wenn andere konservative Maßnahmen über längeren Zeitraum keine Besserung erzielt haben.

  • Strahlentherapie: Eine Röntgenreizbestrahlung wirkt antientzündlich und verringert Fersenschmerzen. Die Erfolgsaussichten einer Strahlentherapie bei Fersensporn sind laut der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hoch. Durch die geringe Strahlendosis sind praktisch keine Nebenwirkungen oder Spätfolgen zu erwarten.

Gut zu wissen:

Die Aussichten auf Beschwerdefreiheit nach einer konservativen Behandlung des Fersensporns sind gut. Bei einem Großteil der Betroffenen sind nicht-operative Therapien bei Fersenschmerzen erfolgreich. Trotzdem kann es zu Rückfällen kommen.

Operative Therapie bei Fersensporn

Ein chirurgischer Eingriff kommt für Ärzt*innen nur dann in Betracht, wenn die konservative Maßnahmen auf Dauer nicht wirksam sind. Bei einer Fersensporn-Operation werden beispielsweise die knöchernen Auswüchse minimal-invasiv abgetragen. Zudem kann die Sehnenplatte unter der Fußsohle vom Fersenbein gelöst werden, um die Sehne unter dem Fuß zu entlasten. Es ist wichtig zu wissen, dass keine Operationsmethode die Schmerzen mit Sicherheit beseitigen kann.

Ursachen: Wie entsteht ein Fersensporn?[Ursachen]

Beim Fersensporn handelt es sich um eine degenerative, also durch Verschleiß bedingte Krankheit. Er entsteht meist durch eine übermäßige oder falsche Belastung des Fußes. Dadurch entstehen am Ansatz der Achillessehne oder Fußplattensehne kleine Verletzungen, die im Zuge der der Reparaturmaßnahmen verknöchert nachgebildet werden. In der Folge kommt es zu einem Knochenauswuchs am Sehnenansatz der Ferse, der zudem etwas aufgeraut ist. Das umliegende Gewebe kann sich dann leicht entzünden und schmerzt.

Es gibt einige Risikofaktoren, die das Risiko für die Entstehung eines Fersensporns begünstigen. Dazu gehören:

  • schlechtsitzende und vor allem zu enge Schuhe ohne dämpfende Wirkung

  • übertriebene sportliche Aktivität oder übermäßiger Sport in untrainiertem Zustand (vor allem bei wiederholten Belastungen, zum Beispiel durch Laufen und Springen)

  • langes Stehen, etwa am Arbeitsplatz

  • schwere körperliche Arbeiten

  • Übergewicht und Adipositas

  • angeborene Formabweichung des Fersenknochens

  • Fußfehlstellungen, zum Beispiel Hohlfuß, Knick- oder Plattfuß

Ursachen: Wie entsteht ein Fersensporn?[Ursachen]

Beim Fersensporn handelt es sich um eine degenerative, also durch Verschleiß bedingte Krankheit. Er entsteht meist durch eine übermäßige oder falsche Belastung des Fußes. Dadurch entstehen am Ansatz der Achillessehne oder Fußplattensehne kleine Verletzungen, die im Zuge der der Reparaturmaßnahmen verknöchert nachgebildet werden. In der Folge kommt es zu einem Knochenauswuchs am Sehnenansatz der Ferse, der zudem etwas aufgeraut ist. Das umliegende Gewebe kann sich dann leicht entzünden und schmerzt.

Es gibt einige Risikofaktoren, die das Risiko für die Entstehung eines Fersensporns begünstigen. Dazu gehören:

  • schlechtsitzende und vor allem zu enge Schuhe ohne dämpfende Wirkung

  • übertriebene sportliche Aktivität oder übermäßiger Sport in untrainiertem Zustand (vor allem bei wiederholten Belastungen, zum Beispiel durch Laufen und Springen)

  • langes Stehen, etwa am Arbeitsplatz

  • schwere körperliche Arbeiten

  • Übergewicht und Adipositas

  • angeborene Formabweichung des Fersenknochens

  • Fußfehlstellungen, zum Beispiel Hohlfuß, Knick- oder Plattfuß

Symptome: Daran erkennt man den Fersensporn[Symptome]

Ein Fersensporn verursacht oft keine Beschwerden. Es kann aber zu einem heftigen Stechen kommen, wenn sich das umliegende Gewebe, zum Beispiel die Plantarsehne (Fasciitis plantaris), entzündet. Die Schmerzen sind nach Ruhephasen und morgens direkt nach dem Aufstehen am stärksten. Sie können so stark sein, dass Betroffene kaum noch Laufen können, vergehen aber in der Regel relativ schnell, sobald die betroffene Stelle wieder entlastet wird. Auch Schmerzen in der Wadenmuskulatur sind möglich.

Fersensporn: Diagnose bei Fußschmerzen[Diagnose]

Manchmal lässt sich ein Fersensporn bereits ertasten. Das ist dann der Fall, wenn er bereits eine gewisse Größe erreicht hat. Weil der Auswuchs aber nicht immer Beschwerden verursacht, wird er oft gar nicht entdeckt.

Die eindeutige Diagnose beim Fersensporn lässt sich mithilfe von Röntgenaufnahmen stellen. Dann ist auf dem Röntgenbild der ein bis fünf Millimeter lange Knochenauswuchs am Fersenbein (Kalkaneus) zu erkennen. Außerdem müssen Krankheiten wie Rheuma, Morbus Bechterew oder Gicht ausgeschlossen werden.

Fersensporn verhindern: Maßnahmen zur Vorbeugung[Vorbeugen]

Einem Fersensporn und damit einhergehenden Beschwerden kann vorgebeugt werden, indem eine Überbelastung oder Fehlbelastung des Fußes vermieden wird. Wichtigste Maßnahme ist passendes Schuhwerk mit abfedernder, dämpfender Wirkung. Die Schuhe dürfen nicht zu eng sein und so Druck auf die Achillessehne ausüben. Auch individuell an die Fußsohlen und den Gang angepasste Schuheinlagen können präventiv gegen Fersensporn eingesetzt werden. Durch die Entlastung der Fersenregion profitieren vor allem auch übergewichtige Menschen, deren Risiko aufgrund der Mehrbelastung erhöht ist.

Um den Kalkaneussporn durch Sport zu verhindern, sollte man neben passenden Schuhen auf ausreichende Aufwärm- und Dehnübungen vor, beziehungsweise nach dem Training achten und Überbelastung vermeiden.