Haarwuchsstörungen

Alopezie: Was hilft gegen Haarausfall?

Sichtbarer Haarausfall (Alopezie) ist ein weit verbreitetes Problem und für die meisten Betroffenen sehr belastend. Welche Arten von Alopezie gibt es? Was kann Haarwuchsstörungen auslösen? Und wie lässt sich der Haarausfall stoppen, bevor kahlen Stellen oder Glatze entstehen?

Haarausfall
Wer deutlich mehr als hundert Haare am Tag verliert, leidet unter Haarausfall.
© iStock.com/chokja

Ein Mensch verliert 70 bis 100 Haare pro Tag. Dabei handelt es sich um einen ganz natürlichen Prozess, denn jedes Haar hat nur eine bestimmte Lebensdauer. Erst, wenn mehr als 100 Haare täglich verloren gehen und deutlich weniger nachwachsen, spricht man von verstärktem Haarausfall (Effluvium). Kommt es auf der Kopfhaut bereits zu lichten Stellen, wird das als sichtbarer Haarausfall (Alopezie) bezeichnet.

Ein Erwachsener mit vollem Haupthaar hat je nach Haarfarbe zwischen 70.000 und 120.000 Haare auf dem Kopf, die zu 90 Prozent aus bestimmten Eiweißen (Keratinen) bestehen. Gebildet werden sie im Haarfollikel (Haarbalg), der die Wurzel umgibt und das Haar in der Kopfhaut verankert. Jedes Haar wächst unabhängig von den anderen und löst sich irgendwann vom Kopf, um einem neuen, von unten nachwachsenden Haar Platz zu machen. Die Lebensdauer eines Haars wird von der Aktivität seines Follikels beeinflusst.

Ein Haarzyklus verläuft in drei Phasen:

  • Wachstumsphase (Anagenphase; zwei bis sechs Jahre)
  • Übergangsphase (Katagenphase; zwei bis vier Wochen)
  • Ausfallphase (Telogenphase; zwei bis vier Monate)

Bei einer Alopezie befinden sich mehr als 20 Prozent aller Haupthaare in der Telogenphase.

Im Überblick:

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Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Haarausfall ist ein weltweit verbreitetes Symptom unterschiedlicher Haarwuchsstörungen und Erkrankungen. Weil Kopfhaare in fast allen Kulturkreisen eine hohe Bedeutung haben und als Indikator für Gesundheit und Jugend gelten, ist ihr Verlust für viele Menschen ein Grund, ärztlichen Rat zu suchen.

Die wichtigsten Alopezie-Arten sind:

  • erblich bedingter Haarausfall, auch: androgenetische Alopezie (Alopecia androgenetica)
  • diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa)
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • vernarbender Haarausfall, auch: atrophisierende Alopezie (Alopecia cicatricalis)

Die androgenetische Alopezie ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Haarwuchsstörung: Schätzungen zufolge leiden bis zu 40 Prozent aller Frauen und bis zu 70 Prozent aller Männer europäischer Herkunft unter dieser Art von Haarausfall. Alopecia areata betrifft etwa 1,4 Millionen Menschen in Deutschland (1,7 Prozent der Bevölkerung). Zu anderen Haarwuchsstörungen gibt es keine verlässlichen Zahlen.

Woran erkennt man androgenetische Alopezie?

Erblich bedingter Haarausfall bei Männern zeigt sich meist schon in jungen Jahren an den sogenannten Geheimratsecken. Später werden auch die Haare an Stirn und Oberkopf immer dünner, bis nur noch ein Haarkranz übrig ist (Tonsur).

Der Verlauf der androgenetischen Alopezie wird in folgende Stadien eingeteilt:

Stadium Merkmale
Stadium I Die Stirn-Haar-Grenze tritt an der Schläfe zurück; sogenannte Geheimratsecken werden sichtbar.
Stadium II Zusätzlich besteht eine meist kreisförmige oder ovale Haarlichtung (Glatze) am Hinterkopf; hierbei bleibt eine Haarbrücke im Scheitelbereich noch bestehen.
Stadium III Eine zunehmende Haarlichtung in der Scheitelregion führt zum Konfluieren (Zusammenfließen) der vorderen und hinteren Bereiche.
Stadium IV Nur noch ein seitlicher und hinterer Randbereich der Kopfhaut ist behaart.

 

Bei Frauen mit androgenetischer Alopezie lichtet sich klassischerweise der Mittelscheitel und es kommt allgemein zu schütterem Haar. Auch ein Zurückweichen der Stirnhaargrenze bis hin zur Stirnglatze wird in seltenen Fällen beobachtet.

Wie erkennt man diffusen Haarausfall?

Diffusen Haarausfall erkennt man daran, dass die Haare gleichmäßig (und nicht an einer Stelle verstärkt) ausdünnen. Häufig schimmert die Kopfhaut besonders im Scheitelbereich durch.

Woran erkennt man kreisrunden Haarausfall?

Bei kreisrundem Haarausfall kommt es zu einzelnen, abgegrenzten kahlen Stellen auf dem Kopf, die sich vollständig zurückbilden, aber auch zu einem totalen Haarverlust ausweiten können. Die Erkrankung kann zusätzlich die Finger- und Fußnägel betreffen und mit geschwollenen Lymphknoten hinter den Ohren einhergehen. Menschen mit Alopecia areata leiden oft unter weiteren Autoimmunkrankheiten und zeigen überdurchschnittlich häufig psychiatrische Auffälligkeiten.

Wie zeigt sich vernarbender Haarausfall?

Bei entzündungsbedingtem, vernarbenden Haarausfall ist die Kopfhaut zunächst meist gerötet, kann schuppen oder jucken. Oft bleiben nach dem Abheilen der Entzündung sichtbare Narben zurück, auf denen keine Haare mehr nachwachsen, weil die Funktionsfähigkeit der Haarfollikel zerstört worden ist.

Was kann Haarausfall auslösen?

Je nach Art der Alopezie kommen unterschiedliche Ursachen für den Haarausfall infrage:

  • Genetische Veranlagung: Leidet ein Mensch unter androgenetischem Haarausfall, so sind seine Haarfollikel in bestimmten Kopfarealen erblich bedingt besonders empfindlich gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon (Androgen) Dihydrotestosteron (DHT). In der Folge verkürzt sich die Wachstumsphase der betroffenen Haare, sodass diese mit jedem Zyklus dünner werden und schließlich ganz verschwinden. Man geht davon aus, dass auch kreisrunder Haarausfall und bestimmte Varianten der vernarbenden Alopezie vererbt werden können.
  • Hormone: Während die androgenetische Alopezie bei Männern durch durchschnittliche Mengen männlicher Geschlechtshormone ausgelöst wird, haben betroffene Frauen in der Regel überproportional viele Androgene im Blut. Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn der Körper in den Wechseljahren die Produktion weiblicher Hormone drosselt. Auch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, Hormonersatztherapien, andere Hormonbehandlungen sowie Funktionsstörungen der Schilddrüse sind häufig Ursache einer Alopezie weiblichen Typs. Viele Frauen beobachten etwa drei Monate nach einer Schwangerschaft einen verstärkten Haarausfall (postpartaler Effluvium). Dieser wird durch den plötzlichen Abfall des Östrogenspiegels nach der Geburt verursacht: Weil Östrogen die Wachstumsphase der Haare in der Schwangerschaft verlängert hat, fallen jetzt viele Haare gleichzeitig aus.
  • Nährstoffmangel: Die Wachstumsphase eines Haars mit ihren zahlreichen Zellteilungen funktioniert nur dann reibungslos, wenn der Follikel mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Deshalb hat man bei Haarausfall möglicherweise einen Mangel an Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Nährstoffmängel sind häufig durch Essstörungen, chronische (Darm-)Erkrankungen, starke Blutungen (Eisenmangel) oder einseitige Diäten bedingt.
  • Entzündungen: Einer vernarbenden Alopezie liegt in der Regel eine entzündliche Infektion der Kopfhaut zugrunde, die die Haarfollikel irreversibel schädigen und zu dauerhaftem Haarverlust führen kann. Auslöser können Bakterien, Pilze oder Viren sein.
  • Fehlfunktionen des Immunsystems: Kreisrunder Haarausfall wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt, weil hier das körpereigene Immunsystem die Haarwurzeln angreift. Auch im Zusammenhang mit vernarbendem Haarausfall werden immunologische Ursachen diskutiert.

Für (vorübergehende) Alopezien können zudem psychische Gründe (zum Beispiel belastende Lebensereignisse), mechanische Ursachen (etwa straff zurück gebundene Haare, ständiges Haareziehen), Medikamente (beispielsweise Chemotherapeutika, Blutdruck- und Blutfettsenker, Blutverdünner und Psychopharmaka) sowie schwere Infektionskrankheiten (wie Influenza, Scharlach oder Typhus) in Betracht kommen.

Wer im Frühjahr und Herbst mehr Haare verliert als sonst, muss sich in der Regel keine Sorgen machen: Dies ist evolutionär bedingt. Im Sommer benötigten unsere Vorfahren volleres Haupthaar, um UV-Strahlung abzuschirmen, im Winter sorgte es für Wärme.

Selbsttest
Test: Welche Art von Haarausfall habe ich?

Sie stellen bei sich vermehrten Haarausfall oder bereits kahle Stellen am Kopf fest und fragen sich besorgt, was die Ursache sein könnte? Dieser Test kann Ihnen eine erste Orientierung bieten, welches Problem möglicherweise dahintersteckt. Bedenken Sie aber bitte, dass ein Selbsttest den Arztbesuch nicht ersetzen kann. Nur der Arzt kann letztlich die genaue Diagnose stellen und eine wirksame Therapie einleiten.

Wie stellt der Arzt die genaue Diagnose?

Der richtige Ansprechpartner bei übermäßigem Haarverlust ist der Hautarzt (Dermatologe): Er erfragt Dauer und Intensität des Haarausfalls, weitere Symptome, vorangegangene Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten, Lebensstil sowie familiäre Vorbelastungen. Kommen hormonelle Ursachen in Betracht, sind bei Frauen auch Zyklusschwankungen, Verhütungsmittel, Hormonbehandlungen, Schwangerschaften, Geburten und Wechseljahre von Interesse.

Nach der Anamnese begutachtet der Facharzt Kopfhaut und Haare und klärt, ob ein spezifisches Haarlichtungsmuster oder eine Entzündung vorliegen. Gegebenenfalls verwendet er dafür eine spezielle Lupe (Dermatoskop) oder ein Mikroskop. Ein Zupftest (Epilationstest) gibt Aufschluss über den Anteil der losen Haare.

Als weitere Diagnoseverfahren kommen Blut- und Haaranalysen sowie eine mikroskopische Haarwurzelanalyse (Trichogramm) infrage. Die Besiedlung der Kopfhaut mit Pilzen oder Bakterien kann durch Abstriche nachgewiesen werden.

Spezialisierte Dermatologen führen gegebenenfalls einen sogenannten Trichoscan durch, für den an unauffälliger Stelle ein kleines Quadrat Haare wegrasiert, eingefärbt und fotografiert wird. Eine Software kann aus Farbe und Länge der nachgewachsenen Haare wichtige Schlüsse ziehen.

In seltenen Fällen ist eine Kopfhautbiopsie notwendig: Hierbei wird unter lokaler Betäubung eine Gewebeprobe der Kopfhaut entnommen und im Labor untersucht.

Therapie: Was tun bei Haarausfall?

Abhängig von der genauen Diagnose kommen verschiedene Therapieansätze in Betracht. Insbesondere bei Infektionen sollten die Ursachen einer Haarwuchsstörung schnellstmöglich behandelt werden, weil Haarfollikel durch Vernarbung unwiederbringlich zerstört werden können.

Von einer Behandlung in Eigenregie ist bei Alopezie grundsätzlich abzuraten: Es gibt zwar viele frei verkäufliche Mittel gegen Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist jedoch zum Großteil nicht nachgewiesen.

Behandlung von androgenetischer Alopezie

Der Wirkstoff Minoxidil ist unter verschiedenen Handelsnahmen als Lösung oder Schaum in unterschiedlichen Dosierungen für Frauen und Männer rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei Alopezie im Anfangsstadium kann er den Haarausfall stoppen und das Haarwachstum anregen. Die Anwendung erfolgt äußerlich (topisch). Nebenwirkungen von Minoxidil können beispielsweise allergische Reaktionen, Juckreiz, Schuppenbildung, Entzündungen, Herz-Kreislaufreaktionen, Wassereinlagerungen an Händen und Füßen, Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme und Kopfschmerzen sein.

Der verschreibungspflichtige Wirkstoff Finasterid senkt die DHT-Konzentration im Blut und wird in höherer Dosierung gegen gutartige Prostatavergrößerungen eingesetzt. Zur Behandlung einer androgenetischen Alopezie ist er für Männer zwischen 18 und 41 Jahren zugelassen. Studien zufolge stoppt Finasterid (unter kontinuierlicher Einnahme) bei rund 85 Prozent der Anwender den Haarausfall und verhilft 50 Prozent zu vollerem Kopfhaar.

Bei zwei Prozent verursacht Finasterid  allerdings so schweren Nebenwirkungen, dass die Hersteller finasteridhaltiger Medikamente in Absprache mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfAM) im Juli 2018 einen Rote-Hand-Brief an Ärzte herausgaben. Darin heißt es: „Patienten sollten sich des Risikos einer sexuellen Dysfunktion (einschließlich erektiler Dysfunktion, Ejakulationsstörung und verminderter Libido) unter der Therapie mit Finasterid bewusst sein. Patienten sollten ebenfalls darüber informiert werden, dass sexuelle Dysfunktionen – basierend auf einzelnen Fallberichten über Patienten – auch nach Absetzen der Therapie länger als zehn Jahre fortbestehen können.“

Da Finasterid bei männlichen Ungeborenen zu Fehlbildungen führen kann und nach der Menopause keine Wirkung zeigt, ist es für Frauen nicht zugelassen. Leidet eine Patientin mit androgenetischer Alopezie unter einem Überschuss an männlichen Hormonen, kann der Facharzt zum Beispiel antiandrogen wirksame Gestagene verschreiben.

Therapie bei diffusem Haarausfall

Diffuser Haarausfall kann beispielsweise ein Symptom von Infektionen, Hormonstörungen oder Nährstoffmangel sein. Wichtig ist es, die Ursache eindeutig zu bestimmen und zu behandeln. Bei Alopecia diffusa ohne erkennbaren Grund hat sich eine konsequente Schonung des Haars bewährt. Auch die Reduktion von Stress kann helfen.

Behandlung von kreisrundem Haarausfall

Bis zu 80 Prozent der Patienten mit Alopecia areata sind nach einem Jahr auch ohne Therapie wieder beschwerdefrei. Viele Ärzte empfehlen unterstützend die Einnahme von Zink. In manchen Fällen hilft der Einsatz bestimmter Kortisonpräparate. Als wirksam gilt zudem eine äußere Anwendung stark allergieauslösender Stoffe (zum Beispiel Diphenylcyclopropenon), die dem Immunsystem ein anderes Ziel geben, damit es die Haarwurzeln nicht mehr angreift (Reiztherapie). Zum Teil werden auch Laser- und UVA-Therapien gegen kreisrunden Haarausfall angewendet.

Als vielversprechend im Kampf gegen schweren kreisrunden Haarausfall bewerten manche Experten die sogenannten Januskinase-Inhibitoren: synthetische Substanzen, die Zellen des Immunsystems und Entzündungsbotenstoffe sehr spezifisch hemmen und heute bereits gegen schwere Rheuma- und Knochenmarkserkrankungen eingesetzt werden.

Therapieansätze bei vernarbender Alopezie

Bakterielle Entzündungen der Kopfhaut können durch die Anwendung antibakterieller Pflegeprodukte bekämpft werden. Sind Pilze das Problem, helfen entsprechend antifungale Mittel. Da hinter vielen Formen der atrophisierenden Alopezie Autoimmunerkrankungen stecken, sind Kortisonpräparate, Immunsuppressiva und andere spezifische Arzneistoffe oft ebenfalls eine Behandlungsoption.

Aufgrund der hohen psychologischen Bedeutung des Kopfhaars kann es bei jeder Art von Alopezie zu depressiven Reaktionen kommen. Hier werden unter anderem psychodynamische sowie verhaltenstherapeutische Psychotherapien empfohlen.

Ästhetische Haarchirurgie: Was bringen Eigenhaartransplantation und Kopfhautextension?

Ist eine Alopezie deutlich fortgeschritten oder sind durch Vernarbung großflächige unbehaarte Areale entstanden, entscheiden sich viele Betroffene für einen chirurgischen Eingriff (ästhetische Haarchirurgie). Man unterscheidet im Wesentlichen zwei OP-Techniken: Haartransplantation und Hautgewinnung. Die Eingriffe werden in der Regel unter lokaler Anästhesie durchgeführt.

Für eine Eigenhaartransplantation werden Haare mit ihren Follikeln aus dem nicht androgensensitiven Bereich (Haarkranz) auf die kahlen Stellen transplantiert. Die Entnahme erfolgt meist vom Hinterkopf. Da maximal etwa 12.000 Haare transplantiert werden können, ist bei großflächigen Glatzen mit dieser Methode kein optimales Ergebnis zu erwarten.

Bei der Hautgewinnung (Kopfhautextension) wird die behaarte Kopfhaut durch einen unter die Haut gespannten, flachen Extender aus biologischem Material ausgedehnt. Parallel wird ein Stück Glatze entfernt. Die Prozedur kann mehrfach wiederholt werden. Ähnlich funktioniert die Expandertechnik mit Ballon (Volumenvergößerung): Hier wird ein Ballon unter die Kopfhaut transplantiert, der nach und nach mit immer mehr Kochsalzlösung gefüllt wird. Nachteil ist hier, dass der Kopf des Patienten für die Zeit der Dehnung verformt ist.

Wie kann man Haarausfall vorbeugen?

Allgemein raten Dermatologen zu einer ausgewogenen Lebensweise und einem schonenden Umgang mit dem Kopfhaar. Fallen auffällig viele Haare aus oder weist die Kopfhaut Rötungen auf, juckt oder schuppt, sollte so schnell wie möglich ein Dermatologe aufgesucht werden: Nur mit einer exakten Diagnose kann zeitnah eine wirksame, haarerhaltende Therapie eingeleitet werden.

Allgemein steigen mit den folgenden Verhaltensregeln die Chancen auf gesundes, volles Haar:

  • Nicht rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße und schränkt die Nährstoffversorgung der Haarfollikel ein. Zudem kann sich Rauchen negativ auf den Hormonhaushalt auswirken (bei Frauen zum Beispiel die Östrogen-Produktion hemmen).
  • Ausgewogen und eisenreich essen: Eine abwechslungsreiche Ernährung verhindert Nährstoffmängel; Frauen mit einer starken Regelblutung sollten bei Beschwerden ihren Ferritinspiegel analysieren lassen, weil durch Eisenmangel Haarausfall auftreten kann.
  • Ausreichend schlafen und bewegen: Im Schlaf regenerieren sich die Körperzellen, Sport kurbelt Stoffwechsel und Durchblutung an und baut Stresshormone ab.
  • Haare schonen: Wer Haarpflegeprodukte sparsam verwendet, auf Hitzeanwendungen (Lockenstab, Glätteisen, heißes Föhnen), chemikalische Prozeduren (Dauerwelle, Färben, Tönen, Bleichen) sowie kopfhautstrapazierende Frisuren verzichtet, macht alles richtig. In der warmen Jahreszeit schützen Kopfbedeckungen Haare und Kopfhaut vor UV-Schäden.
  • Kopfhaut sauber halten und pflegen: Regelmäßiges Haarewaschen mit einem milden (pH-hautneutralen), auf den jeweiligen Haartyp abgestimmten Shampoo schützt vor Infektionen der Kopfhaut. Kreisende Massagen mit den Fingerkuppen regen die Durchblutung der Kopfhaut an und beugen ebenfalls Haarausfall vor.

Selbsthilfe bei Haarausfall

Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen gibt es bei der Haarausfall Selbsthilfe Interessengemeinschaft.

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