Grippeähnliche Symptome

Coronavirus: Symptome und Aktuelles zur COVID-19-Pandemie

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Auch Rückenschmerzen und Hautausschlag sind mögliche Symptome. So verhalten Sie sich bei einem Verdacht auf eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 richtig. Alle wichtigen Informationen zu COVID-19 im Überblick!

Corona Impfung
© Getty Images/Luis Alvarez

In Deutschland liegt die Zahl der bislang offiziell bestätigten Coronavirus-Infektionen bei über 5.903.999. Es starben bereits 101.790 Menschen in Zusammenhang mit COVID-19. Zirka 58 Millionen Personen haben mindestens eine Impfdosis erhalten. 68,5 Prozent der deutschen Bevölkerung sind vollständig geimpft. Die sieben-Tage-Inzidenz gemäß der Hospitalisierungsrate liegt bei 5,61 (Stand: 01.12.2021).

Die wichtigsten Fakten zu den Symptomen von COVID-19, den aktuellen Beschränkungen, der Verbreitung des Virus und wie man sich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen kann, lesen Sie hier.

Artikelinhalte im Überblick:

Welche Symptome können auf das Coronavirus hindeuten?

Live-Karte zeigt Verbreitung des Coronavirus

Das Coronavirus breitete sich im Dezember 2019 ursprünglich in der chinesischen Stadt Wuhan aus. Dort wurde das Virus höchstwahrscheinlich auf einem Markt von Wildtieren auf den Menschen übertragen.

Am Abend des 30. Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus (Sars-CoV-2) dann offiziell die weltweite gesundheitliche Notlage aus, um schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Virusverbreitung einzuleiten.

Am 11.03.2020 stufte die WHO die Ausbreitung des Coronavirus offiziell als Pandemie ein. Der Begriff beschreibt eine weltweite Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen über alle Kontinente hinweg.

Eine Tabelle zum weltweiten Impfstand finden Sie hier.

 

Welche Symptome bei Coronavirus-Infektion?

Wichtig: Haben Sie den Verdacht, möglicherweise am Coronavirus erkrankt zu sein, melden Sie Ihren Besuch beim Arzt vorher telefonisch an und erwähnen Sie dabei Ihre Vermutung.

Bei über 80 Prozent der Coronavirus-Infizierten treten keine oder nur milde Symptome wie Frösteln, leichter Husten und Halsschmerzen auf. Häufig berichten Erkrankte auch vom vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Weil die Infektion hauptsächlich die Atemwege angreift, sind für das Coronavirus vor allem Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit charakteristisch.

Im schlimmen Fällen kann das neuartige Virus aber, genauso wie eine Grippe auch, lebensbedrohlich werden – etwa durch einen septischen Schock, Multiorganversagen oder Atemstillstand. Daher ist es wichtig, die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus zu kennen und im Ernstfall richtig zu handeln.

Die Hauptsymptome bei Covid-19 sind:

  • Husten (42 Prozent)
  • Fieber (26 Prozent)
  • Schnupfen (31 Prozent)
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns (19 Prozent)

Außerdem sind folgende Symptome möglich:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt auch folgende, weniger verbreitete, Symptome:

  • Schmerzen oder Druckgefühl im Brustbereich
  • Verlust der Sprach- oder Bewegungsfähigkeit
  • Reizbarkeit
  • Verwirrtheit
  • Ängstlichkeit
  • Depression
  • Schlafstörungen
  • Bewusstseinstrübung und Delirium
  • Schlaganfall
  • Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • Nervenschädigung

Corona: Rückenschmerzen oder Nierenschmerzen?

Es gibt Berichte darüber, dass Rückenschmerzen ein Symptom einer Corona-Infektion sein können. Doch ist es wirklich der Rücken, der schmerzt oder sind es die Nieren, die Probleme bereiten? Schon in den Anfangszeiten der Pandemie zeigten Studien, dass die Niere neben der Lunge am häufigsten in Mitleidenschaft von Sars-CoV-2 gezogen wird.

Eine Nierenbeteiligung bei einer Covid-19-Erkrankung macht sich oft schon am Anfang der Erkrankung deutlich. Marker im Urin, die unter anderem dem Nachweis von Eiweiß dienen, können Auskunft über den Zustand der Nieren geben. Im fortgeschrittenen Stadium erleiden über 30 Prozent der Personen auf der Covid-19-Intensivstation ein schweres Nierenversagen und müssen an die Dialyse. Der frühe Urintest ist deshalb von großer Bedeutung und Teil der S3-Leitlinien zur stationären Therapie. Zum Teil kann dadurch das Risiko für einen schweren Verlauf bereits vorhergesagt werden.

Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn häufiges Coronavirus-Symptom

Viele Infizierte berichten über einen kompletten Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns. Im Rahmen einer Studie, die im Fachjournal Nature veröffentlicht wurde, bestätigten 65 Prozent der Befragten Coronavirus-Infizierten dieses Symptom.

Coronavirus oder Allergie?

© Bild der Frau

Wie unterscheiden sich die Symptome bei Coronavirus, Erkältung oder Grippe?

Öfter steckt eine Grippe, Erkältung oder andere Ursache als eine Infektion mit Sars-CoV-2 hinter Atemwegssymptomen. Das Wichtigste bei einem Verdacht auf COVID-19 ist zunächst immer, Ruhe zu bewahren.

Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln weitestgehend denen eines grippalen Infektes oder einer Erkältung. Wie lässt sich aber eine Infektion mit dem Coronavirus von einem grippalen Infekt unterscheiden?

Infografik Symptome Coronavirus

Typische und atypische Symptome bei COVID-19

Knapp 1.500 Menschen mit Atemwegssymptomen wurden in einer Studie auf Coronavirus-Infektionen getestet. Dabei wurde gezeigt, welche Symptome bei Coronavirus-Infektionen besonders typisch und welche eher selten bei COVID-19 auftreten.

Die Infografik beschreibt, wie viel Prozent der positiv getesteten Probanden und wie viele der negativ getesteten Personen einzelne Symptome aufwiesen:

Symptome von Covid-19 und Grippe im Vergleich
Lifeline

Coronavirus-Update: Deutschland und weltweit

Dezember 2021: Neue Variante und Luftwaffe im Einsatz

"Die Lage ist dramatisch ernst. So ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie", so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Verlegung mit Luftwaffe: Auch bekannt als "Operation Kleeblatt", mit der Patient*innen in andere Bundesländer transportiert werden. Die Bundeswehr hilft mit einem speziellen Transportflugzeug, das für medizinische Evakuierungen gebaut wurde. Sind die Kapazitäten an Intensivbetten in einem Bundesland aufgebraucht, kommt das Kleeblatt-Konzept zum Tragen. In welches benachbarte Bundesland der Transport des*der Covid-19-Erkrankten erfolgt, koordinieren dabei Bund, Länder und Expert*innen des RKI.

Omikron-Variante auf dem Vormarsch: Bereits im Oktober gab es in Nigeria erste Fälle mit der Omikron-Variante des Sars-CoV-2 Virus, dies zeigen jetzige nachträgliche Sequenzierungen. Die Mutation ist mittlerweile auch in Deutschland, Schweiz, Brasilien und weiteren Ländern angekommen. Die Mutante habe im Vergleich mit der Delta-Variante eine Vielzahl an Mutationen. Ob und wie gut die bisherigen Impfstoffe vor der Omikron-Variante schützen, ist noch nicht vollständig geklärt.

Impfpflicht in Deutschland und EU: Laut dem baldigen Kanzler Olaf Scholz soll im Februar 2023 eine allgemeine Impfpflicht gegen das Corona-Virus in Kraft treten. Zudem müssen sich geimpfte Personen spätestens sechs Monate nach der zweiten Impfung eine Booster-Impfung geben lassen, um weiterhin als geimpft zu gelten. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zudem die Diskussion über eine Impfpflicht in der gesamten Europäischen Union angetreten.  

November 2021: Inzidenzen steigen massiv an

Neue Höchstwerte: Erstmals steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf über 50.000 an, die Inzidenz liegt bei 249,1 (Stand: 11.11.2021). Zum Vergleich: Im Vormonat lag die Inzidenz bei 66,5. Auch die Hospitalisierungsrate steigt deutschlandweit auf 4,61 an. Aufgrund regionaler Unterschiede der Zahl belegter Betten mit Coronapatient*innen, ist die Hospitalisierungsrate allerdings nicht als Richtwert zu sehen.

Krankenhäuser schlagen Alarm: Bereits jetzt müssen Kliniken teilweise planbare Operationen verschieben, um genügend freie Betten für Personen mit Covid-19 freizuhalten. Sind Krankenhäuser mit Coronapatient*innen voll belegt, müssen auch andere Notfälle wie Menschen mit einem Schlaganfall oder Herzinfarkt, bei denen jede Sekunde zählt, teilweise in eine weiter entfernte Klinik transportiert werden. 

Dritte Impfung vorantreiben: Da vor allem ältere Personen, die vollständig geimpft sind, immer mehr Impfdurchbrüche erleiden, plädieren Expert*innen, die dritte Impfung schneller durchzuführen. Zirka 44 Prozent der Intensivbetten sind momentan mit Personen über 60 Jahren, die doppelt geimpft sind, belegt.

2G-Plus: Viele Bundesländer setzen jetzt auf die 2G-Regel – nur noch genesene oder geimpfte Personen dürfen an bestimmten Veranstaltungen teilnehmen oder Restaurants betreten. Der Ärzteverbund Marburger Bund setzt auf die 2G-Plus-Regel und rät bei zunehmenden Fallzahlen und vor allem belegten Intensivbetten dazu, dass sich auch Geimpfte und Genesene testen lassen müssen.

Oktober 2021: Schutzmaßnahmen richten sich nach Hospitalisierungs-Inzidenz

3G-Regel: Geimpfte, genesene oder getestete Personen erhalten besondere Zugangsrechte unter anderem bei Veranstaltungen, in Krankenhäusern oder beim Sport in Innenräumen. Jedes Bundesland kann die genauen Regeln selbst festlegen. Zudem enden die kostenlosen Tests am 11. Oktober 2021. Ausgenommen davon sind Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt. Länder und Kommunen können situationsbedingt weitere Einschränkungen festlegen.

Hospitalisierungs-Inzidenz: Da für jeden Menschen in der Bevölkerung ein vollständiges Impfangebot zur Verfügung steht und die Grundimmunisierung ansteigt, nimmt die Bedeutung der sieben-Tage-Inzidenz ab. Zwar können in seltenen Fällen auch Geimpfte Sars-CoV-2 positiv sein, diese Personengruppen haben aber meist einen milden Verlauf. Mehr Gewicht hat die Zahl der Personen, die mit Corona ins Krankenhaus müssen und auf die Intensivstation gelangen. Anhand dieses Wertes kann die Auslastung des Gesundheitssystems gemessen und bei Bedarf striktere Corona-Regeln eingeführt werden. Die sieben-Tages-Inzidenz soll deswegen aber nicht komplett aus den Augen gelassen werden. Die Regierung und das RKI appellieren weiterhin an die Bevölkerung, das Impfangebot wahrzunehmen.

August 2021: Nach stabiler Lage steigt Inzidenz wieder – Bund will Regeln zur Bewertung überdenken

Infektionen steigen wieder: Urlaubstourismus und die Delta-Variante bringen langsam steigende Infektionszahlen mit sich. Die momentane 7-Tages-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI bei 22,6 (Stand: 09.08.2021). Mit Blick auf Großbritannien, das im Zuge des Freedom-Days am 19. Juli nahezu alle Einschränkungen zurückgenommen hat und keinen rasanten Anstieg der Zahlen vorweist, will die Bundesregierung das aktuelle Corona-Bewertungssystem überdenken. Nicht nur Inzidenzen, sondern auch Krankenhausaufenthalte sollen zukünftig berücksichtigt werden.

Debatte über Rechte von Geimpften und Ungeimpften: Vollständig geimpfte Personen sollen auch im Herbst und Winter ihre Grundrechte und Freiheit erhalten dürfen. Für Ungeimpfte soll ein negativer PCR-Test als Nachweis nötig sein, Schnelltests seien zu unsicher. Zudem will die Regierung entscheiden, ob staatlich finanzierte Tests ein Ende haben werden.

Aktuell geltende Regeln: Jedes Bundesland ist eigenständig für die konkrete Umsetzung der Corona-Einschränkungen verantwortlich. Bundesweit gelten weiterhin die gängigen Abstands- und Hygieneregeln für genesene, ungeimpfte und geimpfte Personen. Geimpfte und Genesene werden bei Zusammentreffen von mehreren Menschen nicht mehr mitgezählt. In geschlossenen Räumen ist weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ob es eine OP-Maske oder eine Maske des Standards FFP2 oder KN95/N95 sein muss, entscheidet das jeweilige Bundesland.

Juni 2021: Deutliche Lockerungen durch niedrige Inzidenzen und steigende Impfzahlen

Abnahme der Infektionen: Seit Beginn der Kalenderwoche 17 sinkt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Deutschland. Die Gesamtinzidenz in Deutschland liegt bei 25 pro 100.000 Einwohner, der R-Wert ist kleiner als 1 (Stand: 06.06.2021). Das Infektionsschutzgesetz sieht zur Eindämmung der Pandemie diese Kontaktbeschränkungen vor:

  • Jedes Bundesland entscheidet bei einer Inzidenz unter 100 selbst über die Regeln. Leitlinien dafür haben Bund und Länder festgelegt.

  • Die bundesweite Notbremse greift sobald ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von 100 überschreitet.

  • Genesene und vollständig Geimpfte werden in bestimmten Situationen negativ getesteten Personen gleichgestellt.

  • Strengere Maßnahmen, als die Notbremse sie vorsieht, können von jedem Bundesland ab einer Inzidenz von 100 selbst festgelegt werden.

Trotz der Lockerungen gelten weiterhin Hygienemaßnahmen wie Abstand halten und das Tragen medizinischer Masken in bestimmten Bereichen. Welche Regeln wo gelten, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So können in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise wieder Touristen mit einem negativen Test Urlaub machen. In Berlin dürfen sich sechs Menschen aus drei Haushalten privat in Innenräumen treffen, draußen zehn Menschen aus fünf Haushalten. In Bayern und Hamburg darf nun die Innengastronomie unter bestimmten Regeln wieder öffnen. Bayern lockert zudem die Maßnahmen für Feiern und private Treffen.

Impfpriorisierung aufgehoben: Seit dem 07. Juni 2021 dürfen sich Impfwillige unabhängig von der Prioritätenliste in einigen Bundesländern impfen lassen. Bis genügend Impfstoff für alle vorhanden ist, wird es wahrscheinlich noch den Sommer 2021 über andauern. Ab 12 Jahren ist eine Corona-Impfung grundsätzlich für jeden freigegeben.

Neue Bezeichnungen der Virusvarianten: Da immer mehr SARS-CoV-2-Virusvarianten auftreten und die bisherigen Namen der verschiedenen Virusmutationen als diskriminierend gelten, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue Bezeichnungen eingeführt:

  • Alpha (Großbritannien, Erscheinungsdatum 18. Dezember 2020 (B.1.1.7))
  • Beta (Südafrika, Erscheinungsdatum 18. Dezember 2020 (B.1.351))
  • Gamma (Brasilien, Erscheinungsdatum 11. Januar 2021 (P.1))
  • Delta (Indien, Erscheinungsdatum 4. April / 11. Mai 2021 (B.1.617.2))
  • Epsilon (Vereinigte Staaten von Amerika, Erscheinungsdatum 05. März 2021 (B.1.427/B.1.429))
  • Zeta (Brasilien, Erscheinungsdatum 17. März 2021 (P.2))
  • Eta (Mehrere Länder, Erscheinungsdatum 17. März 2021 (B.1.525))
  • Theta ( Philippinen, Erscheinungsdatum 24. März 2021 (P.3))
  • Iota (Vereinigte Staaten von Amerika, Erscheinungsdatum 24. März 2021 (B.1.526))
  • Kappa (Indien, Erscheinungsdatum 04. April 2021 (B.1.617.1))

April und Mai 2021: Bundes-Notbremse und Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Abnahme der Infektionen: Die in Deutschland registrierten Corona-Neuinfektionen sowie die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Inzidenzwert jetzt bei 141,4. – eine Besserung im Vergleich zum Wert von 167,6 der Vorwoche (Stand: 04.05.2021). 103 Kreise und Städte liegen bei einer Inzidenz von unter 100 – diese Gebiete sind nicht von der bundesweiten Notbremse betroffen. Sobald an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 100 liegt, treten Beschränkungen wie die Ausgangssperre außer Kraft.

Virusvarianten: Nach der britischen Variante liegt nun die Corona-Mutation aus Indien B.1.617 im Fokus der Wissenschaft. Sie wurde bisher bei 22 Menschen in Deutschland nachgewiesen. Die indische Mutante zeichnet sich durch eine erhöhte Übertragbarkeit aus. (Stand: 28.04.2021) Das RKI stuft die Corona-Variante momentan nicht als besorgniserregend ein, beobachtet aber weiterhin die Verbreitung.

Maßnahmen: Seit dem 24.04.2021 gilt das neue Infektionsschutzgesetz in Deutschland. Die vom Bund festgesetzten Maßnahmen gelten und erfordern nicht die Zustimmung der Kommunen. Jedes Bundesland kann jedoch strengere Regeln eigenmächtig umsetzen. Das Infektionsschutzgesetz beinhaltet die sogenannte Bundes-Notbremse. Sie tritt in Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 100 liegt. Die Notbremse beinhaltet folgende Regelungen:

  • Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person außerhalb des Haushaltes treffen.

  • Nächtliche Ausgangssperre: Diese gilt von 22 bis 5 Uhr morgens. Berufliche Gründe und Notfälle machen einen Aufenthalt draußen möglich. Joggen ist bis Mitternacht erlaubt.

  • Einzelhandel: Nur die Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen geöffnet bleiben. Click & Collect darf weiterhin bestehen, Click & Meet bei einer Inzidenz bis 150.

  • Schule: Ab einer Inzidenz von 100 gehen die Schulen in Wechselunterricht über. Liegt der Wert über 165 besteht Pflicht zum Distanzunterricht. Präsenzunterricht ist nur mit mindestens zwei Test pro Woche und unter einem Wert von 100 möglich.

  • Arbeit: Es besteht Homeoffice-Pflicht. Nur zwingende Gründe des Betriebs können diese umgehen. Wenn kein Arbeiten von zu Hause möglich ist, müssen Tests zur Verfügung stehen.

  • Sport: Ist weiterhin für Kinder bis 14 Jahren in Gruppen erlaubt.

Das Bundeskabinett hat zudem beschlossen, dass Geimpfte und Genesene Corona-Lockerungen erhalten (Stand: 04.05.2021). Sie müssen keinen negativen Test mehr vorlegen, zum Beispiel beim Friseur oder Einkaufen. Zudem bestehen keine Kontaktbeschränkungen mehr. Bundestag und Bundesrat müssen dem noch zustimmen.

Impfquote: Aktuell haben in Deutschland 23.852.426 Menschen mindestens eine Schutzimpfung erhalten. Vollständig geimpft sind 6.771.476 Personen – das sind 8,1 Prozent der deutschen Bevölkerung (Stand: 04.05.2021).

März 2021: Flächendeckende Tests und Lockdown-Verlängerung

Zunahme der Infektionen: Die Zahl der Neuinfektionen und auch die 7-Tage-Inzidenz nehmen in Deutschland weiterhin zu. Die Kurve steigt im Vergleich zum Vormonat rasanter. Menschen unter 65 Jahren infizieren sich aktuell vermehrt, darunter insbesondere Kinder und Jugendliche.

Neue Virusvarianten: Neue Virusvarianten tragen zur schnelleren Verbreitung des Coronavirus bei. Die Zunahme der Infektionen mit neuen Varianten von SARS-CoV-2 (B.1.1.7, B.1.351 und P1) wird vom RKI als "besorgniserregend" eingestuft. Vor allem die Virusvariante B 1.1.7 verbreitet sich auch in Deutschland schnell. Aktuell wird von einer höheren Übertragungsrate der neuen Varianten und auch von möglicherweise schwerwiegenderen Krankheitsverläufen ausgegangen.

Maßnahmen: Der Lockdown in der Bundesrepublik wurde bis zum 18.04.2021 verlängert. Kontakte sollen weiterhin auf ein Minimum reduziert werden. Die Einführung kostenloser Tests soll mehr Sicherheit geben. So soll sich jeder Bundesbürger einmal wöchentlich via Schnelltest auf eine Infektion mit dem Coronavirus kostenlos untersuchen lassen können. In Schulen und Kitas strebt die Bundesregierung an, zwei Tests pro Woche für alle Kinder und Beschäftigten bereitzustellen. Arbeitgeber werden dazu angehalten, Mitarbeitern, die am Arbeitsplatz erscheinen müssen, bis zu zwei Testungen pro Woche zu ermöglichen.

Februar 2021: Steigende Infektionszahlen durch neue Virusvarianten

  • Zunahme der Infektionen: Nachdem im Januar die täglich gemeldeten Infektionszahlen rückläufig waren, wurde im Feburar wieder eine Zunahme an neuen Fälle verzeichnet. In den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die 7-Tage-Inzidenz besonders hoch.

  • Neue Virusvarianten: Weltweit wurden verschiedene Varianten des Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen, die das Risiko für einen weiteren Anstieg der Infektionen erhöhen.

  • Verbreitung: Die Verbreitung des Coronavirus ist in Deutschland auch im Februar diffus. Infektionsketten sind oft nur schwer nachvollziehbar. Eine Häufung an Ansteckungen wird aber wie auch in den Vormonaten im beruflichen Kontext, in privaten Haushalten sowie in Pflegeeinrichtungen wie Altenheimen beobachtet.

  • Impfquote: Mehr als 3.6 Millionen Menschen wurden Ende Februar in Deutschland einmal gegen das Coronavirus geimpft, womit die Impfquote hierzulande bei 4,4 Prozent liegt. Über 1.9 Millionen Personen davon erhielten auch bereits die zweite Dosis des Impfstoffes (Stand: 25.02.2021).

Die deutsche Bevölkerung ist nach wie vor dazu angehalten, die von der Bundesregierung empfohlenen Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Virus unbedingt einzuhalten.

Januar 2021: Neue Virus-Varianten und Maßnahmen

  • Infektionszahlen und Verbreitung: Nachdem die Infektionszahlen in der ersten Januarwoche zunächst wieder gestiegen waren, sanken sie in den meisten Regionen Deutschlands im weiteren Verlauf des Januars wieder leicht. Die größten Ausbruchsherde stehen laut RKI vor allem im Zusammenhang mit privaten Haushalten, Alten- und Pflegeheimen sowie im beruflichen Kontext. Insbesondere ältere Menschen sind im Januar betroffen.

  • Neue Virusvarianten: Weltweit werden verschiedene neue Arten des Coronavirus festgestellt. Welche Auswirkungen diese neuen Formen auf die Ausbreitung und Ansteckung haben könnten, wird untersucht. Auch für die Wirksamkeit bezüglich potenter Impfstoffe kommen dadurch neue Fragen auf.

  • Neue Maßnahmen: Um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus weiter einzudämmen, wurden neue Maßnahmen ergriffen. In Bayern gilt seit dem 18.01.2021 beispielsweise eine FFP2-Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen.

  • Impfstatus: Mit Stand vom 25.01.2020 wurde in Deutschland über 1,6 Millionen Menschen die erste Impfdosis gegen das Coronavirus verabreicht.

FFP2-Maske kaufen, reinigen und ist sie wiederverwendbar?

Dezember 2020: Corona-Infektionszahlen und Todesfälle steigen rasant

  • Zunahme der Fallzahlen: Am 16. Dezember wurde vom RKI ein neuer Höchststand bei den Todesfällen gemeldet: 925 Menschen starben demnach in Verbindung mit COVID-19. Auch die innerhalb von 24 Stunden gemeldeten Infektionszahlen liegen mit 27.728 um knapp 7.000 Fälle über den Zahlen von vor einer Woche.

  • Überlastung des Gesundheitssystems: Medizinische Einrichtungen sind über ihre Belastungsgrenze hinaus strapaziert, vor allem an Personal mangelt es. Insbesondere im Bundesland Sachsen sind die Kapazitäten von Krankenhäusern mehr als ausgeschöpft. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appelliert daher erneut an die Vernunft der Bürger in Bezug auf die Einhaltung der Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen.

  • Harter Lockdown: Seit Mitte Dezember sind in Deutschland nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet.

  • Impfstoff-Entwicklung: Die Forschung am BioNTech-Impfstoff schreitet weiterhin schnell voran. Die Prüfung des Impfstoffs soll am 21. Dezember von der Europäische Kommission abgeschlossen sein.

Corona-Impfung: Wer darf geimpft werden und wer nicht?

November 2020: Fallzahlen-Rekord und neue Lockdowns in Europa

  • Explosion der Infektionszahlen: Gerade mit dem Anbruch der kalten Jahreszeit wird das Immunsystem wieder besonders herausgefordert, weshalb wir auch anfälliger für virale Atemwegserkrankungen wie COVID-19, Grippe und Erkältung sind. In Deutschland wurden Anfang November erstmalig über 20.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag verzeichnet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht in der ersten Novemberwoche von einer "Explosion" des Coronavirus in Europa.

  • Verschärfte Maßnahmen: Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen gelten nun wieder verschäfte Maßnahmen in fast allen europäischen Ländern. Einzelne Regionen wurden komplett abgeriegelt Seit dem 2. November wurden auch für Deutschland wieder verschärfte Maßnahmen festgesetzt. Die Regelungen des "Lockdown light" unterscheiden sich von Region zu Region in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens und individueller politischer Entscheidungen. Bundesweit gilt allerdings, dass sich maximal zehn Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten treffen dürfen.

Die wichtigsten Corona-Regeln des November-Lockdowns im Überblick:

  • Verzicht auf alle nicht notwendigen privaten Reisen

  • Schließung von Einrichtungen der Freizeitgestaltung, zum Beispiel Schwimmbäder, Fitnessstudios, Kinos, Theater, Opern, Museen, Spielhallen und Bordellen. Auch Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massage-Praxen müssen geschlossen bleiben. Friseure dürfen geöffnet bleiben.

  • Schließung von Gastronomiebetrieben wie Restaurants und Cafés sowie von Diskotheken, Bars und Kneipen. Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause ist jedoch weiterhin möglich. Auch Kantinen dürfen geöffnet bleiben.

  • Der Einzelhandel ist nicht vom Lockdown im November betroffen. Es ist damit weiterhin möglich, tägliche Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe zu erledigen.

Oktober 2020: Neuer Höchstwert gemeldeter Neuinfektionen seit April

  • Aktuelle Regelungen in Deutschland: In der Bundesrepublik ändern sich die Bestimmungen zum sicheren Umgang mit dem Infektionsgeschehen von Region zu Region ständig. Was aktuell gültig ist, kann jeweils auf der Internetseite der Bundesregierung eingesehen werden. Weitere wichtige Informationen und was Sie tun können, um zu helfen, können Sie beim Bundesministerium für Gesundheit nachlesen. Die Kanzlerin appelliert wiederholt an die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen müssten zusätzliche gezielte Maßnahmen ergriffen werden, so Merkel im Oktober 2020.

  • Neuer Höchstwert an Neuinfektionen: Das RKI berichtet am Morgen des 09.10.2020 von 4.516 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland. Damit wurde an diesem Tag ein neuer Höchstwert seit April 2020 erreicht. Nach einer Beratung mit den Bürgermeistern der elf größten Städte Deutschlands erklärt die Bundeskanzlerin noch am Nachmittag desselben Tages, dass der Punkt, an dem eine Nachverfolgung von Infektionsketten nicht mehr möglich ist, beinahe erreicht sei.

  • Beschränkungen von Reisen innerhalb der EU: Auch die Reisebeschränkungen innerhalb der EU ändern sich in kleineren Abständen. Die Europäische Union erklärt Anfang Oktober, dass sie verstärkt an einer "sicheren Wiederaufnahme des Reiseverkehrs" innerhalb Europas arbeite. Auf einer interaktiven Plattform der Europäischen Union kann sich jeder informieren, welche Bestimmungen für einzelne Reiseziele tagesaktuell gelten.

  • Pauschale weltweite Reisewarnung aufgehoben: Die pauschale Reisewarnung für Fernreisen außerhalb der EU wurde am 01.10.2020 offiziell aufgehoben. Die geltenden Reisewarnungen und -hinweise können sich jedoch immer kurzfristig ändern, da sie entsprechend dem dynamischen Infektionsgeschehen angepasst werden. Vor welchen Reisen tagesaktuell abgeraten wird und welche Sicherheitshinweise für einzelne Länder zu beachten sind, können Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes nachlesen.

September 2020: Neue Reisewarnungen für Europa

Das Auswärtige Amt rät von allen nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ab, ausgenommen sind (mit Einschränkungen bestimmter Regionen): die Mitgliedsstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz sowie Großbritannien, Nordirland Monaco, San Marino und der Vatikanstaat.

Bis einschließlich 30. September 2020 wird aufgrund steigender Infektionszahlen zudem von nicht notwendigen touristischen Reisen in bestimmte Regionen folgender Länder abgeraten: Belgien, Bulgarien, Frankreich, Irland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn. (Stand: 30.09.2020).

Auch Teile der kanarischen Inseln mit Schwerpunkten auf Gran Canaria und Lanzarote zählen dazu. In Palma de Mallorca traten am 09.09.2020 wieder Lockdown-Maßnahmen in den vier Stadtvierteln Son Gotleu, Can Capes, La Soledat Nord und Son Canals (teilweise) in Kraft. Wien und Amsterdam wurden vom RKI im September ebenfalls als Risikogebiete eingestuft (Stand 17.09.2020).

August 2020: Zahl der Infektionen steigt weiter

In vielen Bundesländern nehmen die Zahlen der gemeldeten Coronavirus-Infektionen im Laufe des Augusts weiter zu, Tendenz steigend. Laut Robert Koch-Institut gibt es bundesweit eine Vielzahl an kleinen Ausbruchsgeschehen, zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen, bei Familienfeiern, an Arbeitsplätzen und auf Reisen.

Diese Entwicklung beurteilt das RKI als sehr beunruhigend und appelliert weiterhin an die Einhaltung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen. Außerdem hat das Auswärtige Amt aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder Reisewarnungen für Spanien (Ausnahme kanarische Inseln) und bestimmten Regionen in Belgien, Bulgarien, Kroatien und Rumänien ausgesprochen.

Juli 2020: Neuinfektionen steigen seit Mitte März wieder erstmalig

Seit Juli steigt die Fallzahl stetig. Am 24.07.2020 war die Zahl der Neuinfektionen mit 815 pro Tag im Vergleich zu den Vorwochen (etwa 500 Neuinfektionen/Tag) wieder deutlich höher.

Das RKI stuft diese Entwicklung als "sehr beunruhigend" ein und betont, dass eine weitere Verschärfung der Situation unbedingt vermieden werden müsse. Die Experten weisen darauf hin, dass hierfür das Engagement der gesamten Bevölkerung wichtig sei. Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen sollten deshalb weiterhin von jedem einzelnen eingehalten werden.

April bis Juni 2020: Lage entspannt sich

In Deutschland war die Zahl neu gemeldeter Infektionen von Mitte März bis Anfang Juli rückläufig. Die zuvor unruhige Lage entspannte sich, weshalb auch die Maßnahmen stark zurückgefahren wurden.

März 2020: Virologe spricht von "absolut ernster Situation"

Christian Drosten, Virologe an der Charité Berlin erklärte Anfang März 2020, er gehe davon aus, dass sich der Großteil der Menschen in Deutschland früher oder später mit dem Coronavirus infizieren werde (60 bis 70 Prozent). Es sei lediglich unklar, innerhalb welchen Zeitraumes dies geschieht. Er erklärte außerdem, dass es sich in Deutschland um eine "absolut ernste Situation" handele und wir damit rechnen müssten, direkt in eine Epidemiewelle hineinzulaufen. (Stand: 09.03.2020).

Februar 2020: Große Viruswelle in Deutschland

Ende Februar wurden weitere Fälle in Deutschland bekannt. Die Fallzahlen nahmen rasant zu, weshalb Maßnahmen zur Eindämmung getroffen wurden. Zunächst wurden lediglich Großveranstaltungen abgesagt, dann wurde das öffentliche Leben insgesamt stark heruntergefahren.

Januar 2020: Erste Coronavirus-Fälle in Deutschland

Am 27.01.2020 wurde der erste Fall in Deutschland bestätigt. Der 33-jährige Coronavirus-Patient steckte sich bei einer Frau aus China an, die in Deutschland zu Gast war. Das Robert Koch-Institut erklärt, dass dies der erste bekannte Fall einer Coronavirus-Übertragung von Mensch zu Mensch außerhalb Asiens sei.

Coronavirus: So schützen Sie sich in Bus und Bahn

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die zu Beginn der Pandemie erfolgte Einschätzung des RKI, dass es sich weltweit und in Deutschland um eine "sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation" handelt, gilt nach wie vor.

Das Infektionsgeschehen wird in den meisten Kreisen weiterhin als "diffus" beschrieben, sodass die ursprüngliche Infektionsquelle oft nicht mehr festgestellt werden kann.

Für Deutschland wird die Gesundheitsgefährdung durch das Coronavirus seit Dezember 2020 nicht mehr nur für Risikogruppen, sondern für die gesamte Bevölkerung generell als "sehr hoch" eingestuft (Stand: 26.03.2021).

Die meisten COVID-19-Fälle verlaufen mild. Das Risiko für schwere und tödliche Verläufe von Corona-Infektionen steigt mit hohem Lebensalter und wenn Vorerkrankungen existieren. Doch auch bei Menschen unter 60 Jahren und ohne Vorerkrankungen mehren sich schwere Krankheitsverläufe von COVID-19, die eine stationäre Behandlung erfordern (Stand: 26.03.2021).

Coronavirus: Diese Virenfallen sollten Sie jetzt reinigen

Panik in Bevölkerung durch Fake-News

Reißerische Schlagzeilen, Fehlinformationen und deren virale Verbreitung über soziale Medienkanäle machten es vor allem zu Beginn der Pandemie nicht einfach, in diesen Zeiten Ruhe zu bewahren. Die Unsicherheit in der Bevölkerung in Deutschland äußerte sich vor den ersten Ausgangsbeschränkungen beispielsweise in Hamsterkäufen.

Nach wie vor verbreiten Fake-News falsche, teils skurrile Empfehlungen, etwa dass bestimmte Lebensmittel oder Substanzen vor dem Virus schützen würden. Informieren Sie sich aus vertrauenswürdigen Quellen. Seriöse Meldungen zum Coronavirus finden Sie beispielsweise:

Coronavirus: Schützen Mundspülungen?

© Funke Mediengruppe

Verbreitung des Coronavirus durch mehrere Faktoren begünstigt

Die schnelle Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus wird insbesondere durch folgende Parameter begünstigt:

  • Inkubationszeit: Das neuartige Coronavirus ist noch relativ unerforscht. Die relativ hohe Ansteckungsrate liegt unter anderem an der eher langen Inkubationszeit. Damit ist die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung gemeint. Beim Coronavirus beträgt sie durchschnittlich fünf bis sechs Tage. In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Symptome bei mehr als 95 Prozent der Infizierten spätestens nach 10 Tagen bis zwei Wochen auftraten (Stand: Oktober 2020).

  • Symptomatik: Weil Coronavirus-Infektionen aufgrund oft nur leichter oder fehlender Symptomatik in vielen Fällen zudem unerkannt bleiben, ist das Risiko für eine Verbreitung zudem erhöht.

  • Virusvarianten: Viren sind sehr mutationsfreudig. Ende 2020 wurden erste neue Varianten des Coronavirus festgestellt – und zwar weltweit. Seitdem tauchen immer wieder in verschiedenen Regionen der Welt veränderte Coronaviren auf.

Coronavirus: Wichtige Verhaltensregeln

Coronavirus Ansteckungsrisiko minimieren
Lifeline

Schutzmaßnahmen: Ansteckungsgefahr minimieren

Folgende Schutzmaßnahmen werden von der Bundesregierung ausgesprochen, um das Corona-Infektionsrisiko zu minimieren:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen

  • Tragen von Mund- und Nasenschutz (FFP2-Maske)

  • Kontakte auf ein Minimum reduzieren

  • Kontakt mit offensichtlich kranken Personen und Personen, die mit Erkrankten persönlichen Kontakt hatten, generell meiden (1,5 bis zwei Meter Abstand)

  • Vermeiden, mit den Fingern ins Gesicht, in Mund, Nase oder Augen zu fassen

  • Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch

  • Benutzen von Wegwerftaschentüchern, die nach dem einmaligen Gebrauch sofort entsorgt werden

  • regelmäßig Lüften

  • sofern möglich von zu Hause aus arbeiten

  • Personen über 60 Jahre sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen, sofern kein Schutz besteht

  • wenn möglich Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen

  • Lockdown-Regelungen beachten

  • Quarantäneregelung bei Verdacht sowie nach Reisen in Risikogebiete einhalten

Diese Maßnahmen schützen nicht nur den Einzelnen, sondern verlangsamen insgesamt die weitere Ausbreitung des Virus.

Was hilft wirklich gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus?

Mundschutz gegen Coronavirus bundesweit Pflicht

Nach wochenlangen Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Mundschutzmasken zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gilt in Deutschland seit dem 29.04.2020 eine generelle Mundschutzpflicht. Bayern führte die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes als erstes Bundesland in Deutschland am 27.04.2020 ein. Seit Anfang 2021 gilt in ganz Deutschland eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen, etc. Seit März 2021 kann jedes Bundesland über die jeweilige Maskenart selbst entscheiden.

Die Maske sollte Mund und Nase komplett bedecken und unter anderem in Supermärkten, Apotheken, Arztpraxen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Wer gegen die Maskenschutzpflicht verstößt, kann mit einem Bußgeld geahndet werden, die Regelungen diesbezüglich variieren je nach Bundesland.

Das Tragen eines Mundschutzes wie einer Stoffmaske oder FFP2-Maske kann dabei helfen, andere Personen zu schützen. Die Mundschutzmasken sollen in erster Linie dabei helfen, dass Tröpfchen beim Husten oder Niesen zurückgehalten werden.

Wichtig ist dabei aber, dass der Mundschutz eng anliegt, beim Tragen nicht verschoben wird und ausgewechselt wird, sobald er durchfeuchtet ist. Das Tragen eines Bartes kann die Schutzwirkung der Masken herabsetzen, weshalb es sich für Männer mit Bart aus medizinischer Sicht empfiehlt, ihre Haarpracht abzurasieren.

Herkömmliche Masken können das Eindringen von Viren jedoch kaum abhalten. Für den Träger selbst kann ein Mund-Nasen-Schutz laut der WHO gar ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das Hygienemaßnahmen vernachlässigt werden.

Die wichtigsten Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen, sind weiterhin gründliches Händewaschen, die Beachtung der Husten- und Nies-Etikette sowie das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Menschen.

13 Tipps zum Mundschutz tragen

Wie sollten Sie sich bei Verdacht auf Covid-19 verhalten?

Das Wichtigste ist immer: Ruhe bewahren. Oft sind typische Symptome auf eine Grippe, Erkältung oder andere Beschwerden zurückzuführen.

Grundsätzlich gilt: Bestehen Symptome und/oder bemerken Sie bei sich den Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, sollte zunächst das Gesundheitsamt oder der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Das gilt unabhängig davon, ob sie zu einer Risikogruppe gehören oder in den letzten 14 Tagen persönlichen Kontakt zu einem Infizierten hatten.

Bei nur leichten Symptomen und wenn keine weiteren Krankheiten bestehen, sollten sich Betroffene zu Hause auskurieren.

Im Falle von Atemnot oder Bewusstlosigkeit wählen Sie bitte immer sofort die 112!

Wichtig: Bitte gehen Sie keinesfalls ohne telefonische Voranmeldung eigenmächtig zum Arzt. Bei einem begründeten Verdacht ist es ratsam, dass Sie nicht nach draußen gehen, um andere Personen nicht zu gefährden. Vermeiden Sie bitte insbesondere den Kontakt zu Risikogruppen, dazu gehören zum Beispiel alte Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.

Verhalten bei Verdacht auf Coronavirus_Test_COVID-19

Diagnose von Coronavirus-Infektion mittels Test

Um eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen, werden Abstriche aus den oberen Atemwegen sowie Material aus den unteren Atemwegen mittels DNA-Sequenzierung (Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR) untersucht. Dank dieser neuen Untersuchungsmethode ist eine Diagnose bereits nach vier bis fünf Stunden möglich. Zudem gibt es sogenannte Antigen-Schnelltests, die innerhalb von zehn bis 15 Minuten einen Hinweis darauf geben können, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Die Probenentnahme für den Schnelltest erfolgt mittels Nasenabstrich.

Wann wird auf das Coronavirus getestet?

"Erst wenn sich Symptome zeigen, ist es sinnvoll, Menschen auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus zu testen", so Dr. Martin Hoch, Leiter der "Taskforce Infektiologie" noch Ende Januar 2020 am Tag des ersten bestätigten Coronavirus-Falles in Deutschland. Er erklärte, dass das Virus erst nachgewiesen werden könne, wenn die Viruslast (Konzentration des Virus) hoch genug sei. Dies sei während der Inkubationszeit oft noch nicht der Fall. Der Test könne demnach bei symptomfreien Personen fälschlicherweise negativ ausfallen und Entwarnung geben, obwohl eigentlich eine Infektion besteht.

Mittlerweile werden auch symptomlose Verdachtsfälle überprüft. Die offiziellen Kriterien, wann es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test sinnvoll erscheint, können sich je nach Infektionsgeschehen, neuen medizinischen Erkenntnissen und daraus resultierenden politischen Entscheidungen jederzeit kurzfristig ändern. Die endgültige Einschätzung liegt aber letztlich immer beim behandelnden Arzt.

Bundesweit wurden zahlreiche Diagnosezentren eingerichtet, um Verdachtsfälle flächendeckender und schneller auf das Coronavirus überprüfen zu können.

Quarantäne wegen Coronavirus: Fragen & Antworten

Am 06.04.2020 hat das Corona-Krisenkabinett beschlossen, dass sich Reiserückkehrer, die nach mehrtägigem Aufenthalt im Ausland in die Bundesrepublik Deutschland zurückkehren möchten, für zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. Diese Regelung wurde Mitte Mai 2020 zunächst wieder fast vollständig aufgehoben, um dann gegen Ende des Jahres mit einigen Anpassungen wieder in Kraft zu treten.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Quarantäne während der Coronavirus-Pandemie:

Was bedeutet Quarantäne?

Unter Quarantäne versteht man eine behördlich angeordnete, temporär örtliche Trennung von ansteckungsverdächtigen Personen zu anderen Menschen.

Reiserückkehr: Wie lange dauert die Quarantäne beim Coronavirus?

Nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ist die häusliche Quarantäne abhängig davon, ob es sich um ein Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet gehandelt hat. Nach Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet beträgt die Quarantäne zehn Tage. Personen, die aus einem Virusvariantengebiet einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne. Sobald das betroffene Land nicht zu einem gefährdeten Coronagebiet zählt, ist die Quarantäneregelung aufgehoben. Aus der Quarantäne nach Besuch eines Hochrisikogebietes kann man sich nach fünf Tagen freitesten, nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet ist dies nicht möglich.

Ausgenommen von den Regelungen eines Hochrisikogebietes sind Geimpfte und Genesene. Diese müssen einen Nachweis beim Einreiseportal der Bundesrepublik vorlegen. Geimpfte und genesene Personen, die aus einem Virusvariantengebiet einreisen können die Quarantäne vorzeitig beenden:

  1. Das Gebiet wird noch während der Quarantäne herabgestuft.
  2. Die Person verfügt über eine Impfung mit einem Corona-Impfstoff, der nachweislich gegen die betroffene Virusvariante schützt.

Kann ich während einer angeordneten Quarantäne einkaufen gehen?

Nein, denn beim Einkaufen kommt man leicht mit anderen Menschen in direkten Kontakt. In den meisten Fällen können Nachbarn oder Freunde unter die Arme greifen und Besorgungen vor der Wohnungstüre abstellen. Meist gibt es auch die Möglichkeit, Lebensmittel von Supermärkten direkt nach Hause liefern zu lassen.

Was passiert, wenn ich die Quarantäne nicht einhalte?

Eine angeordnete Quarantäne sollte nicht nur aus Solidarität zur anderen Menschen, sondern auch aus eigenem Interesse eingehalten werden. Denn wer gegen die Regelungen einer geltenden Quarantäne verstößt, läuft Gefahr, mit Geld- und sogar Freiheitsstrafe geahndet zu werden.

Was ist, wenn ich in Quarantäne medizinische Versorgung benötige?

Wichtig: Bei Atemnot, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit sowie in anderen medizinischen Notfallsituationen zögern Sie bitte nie, sofort die 112 zu wählen.

Ansonsten ist die erste telefonische Anlaufstelle bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung während einer Quarantäne Ihr Haus- oder Facharzt. Dies kann etwa der Fall sein, wenn Sie Medikamente oder eine medizinische Untersuchung beziehungsweise Behandlung benötigen. Sollten Sie Beschwerden haben, die die Einhaltung der Quarantäne gefährden könnten, verständigen Sie bitte umgehend das örtliche Gesundheitsamt.

Behandlung bei Coronavirus-Infektion

Die Behandlung von COVID-19-Infektionen mittels Medikamenten ist bisher nur geringfügig möglich. Denn bislang gibt es kein potentes antivirales Medikament, das eine Vermehrung des Virus im Körper in nennenswertem Umfang ohne Nebenwirkungen eindämmen könnte.

Die Behandlung stützt sich deshalb auf die Linderung der Symptome und Eindämmung des Risikos von möglichen Komplikationen sowie Spätfolgen. Dabei kommen Herz-Kreislauf-Medikamente, dämpfende Immunmodulatoren und Lungen-Medikamente zum Einsatz.

Zudem finden natürlich die klassischen Mittel der Seuchenschutzbekämpfung Anwendung. Forscher aller Welt arbeiten mit Hochdruck daran, ein Mittel gegen das Coronavirus zu finden.

Medikamente zur antiviralen Therapie in der Forschung

Es werden mehrere Wirkstoffe als Möglichkeit zur antiviralen Therapie gegen eine Infektion mit Sars-CoV-2 diskutiert und teilweise bereits in klinischen Studien erforscht sowie vereinzelt auch an Patienten erprobt. Ärzte und Wissenschaftler sehen in mehreren Medikamenten ein Potential, die Vermehrung des Virus im Körper zu bremsen und so schweren Verläufen von Covid-19-Erkrankungen entgegenzuwirken.

Einer der größten Hoffnungsträger darunter war lange Zeit das Medikament Remdesivir. Der Wirkstoff wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie bekam der Wirkstoff zunächst nur in den USA eine sogenannte "Emergency-Use-Zulassung", die eine Behandlung lediglich unter strengen Voraussetzungen erlaubt. Im Juli 2020 erfolgte für Remdesivir dann auch eine bedingte Zulassung in der EU. Auch in Deutschland darf es seitdem unter bestimmten Voraussetzungen Personen über 12 Jahren verabreicht werden, welche auf eine künstliche Sauerstoffversorgung angewiesen sind.

Eine am 15. Oktober von der WHO veröffentlichte multinationale Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass Remdesivir die Sterblickheit bei COVID-19 nicht senken kann. Außerdem steht der Wirkstoff in Verdacht, bei einigen Patienten schwere Leberschäden ausgelöst zu haben.

Auch die übrigen bislang zur Diskussion stehenden Wirkstoffe sind nicht frei von Nebenwirkungen. Außerdem werden viele der Medikamente eigentlich für die Behandlung anderer Krankheiten benötigt. Auch weil die Wirkstoffe noch unzureichend bei Covid-19 erprobt sind, ist ihr Einsatz bislang lediglich in Einzelfällen und nur bei besonders schweren Krankheitsverläufen, also im fortgeschrittenen Krankheitsstadium, erlaubt.

Zu spät, sagen einige Wissenschaftler. Christian Drosten von der Charité für Virologie in Berlin beispielsweise erklärt, dass solche Medikamente eigentlich vor allem in der Anfangsphase einer Erkrankung Potential hätten, etwas zu bewirken – wenn überhaupt. Denn zu Beginn einer Infektion beginnt das Virus, sich im Körper zu vermehren, noch bevor es zu Schädigungen im Körper kommt. Und genau dem sollen die Wirkstoffe entgegenwirken: der Vermehrung des Virus Sars-CoV-2.

Weil bislang keine spezifische Therapie gegen eine Infektion mit dem Coronavirus existiert, beschränkt sich die Behandlung von Covid-19 deshalb nach wie vor auf die Linderung der Symptome – in Abhängigkeit von deren Schwere. Gut zu behandeln ist vor allem möglicherweise auftretendes Fieber.

Bei einer starken Beeinträchtigung der Lungenwege ist oft eine intensivmedizinische Überwachung notwendig.

Impfungen gegen das Coronavirus

Viele Mediziner sehen in potenten Impfstoffen die einzige Möglichkeit, das Coronavirus innerhalb eines absehbaren Zeitraums zu besiegen. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie werden weltweilt diverse Impfstoffe erforscht. Deutschland gehört mit besonders vielen Forschungsprojekten zu den Vorreitern in der Corona-Impfstoffentwicklung. Aufgrund intensiver Forschung und beschleunigter Zulassungsverfahren konnten in weniger als einem Jahr potente Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 entwickelt werden.

  • Impfstoff von Biontech und Pfizer: Die Zulassung des mRNA-Impfstoffes erfolgte am 21. Dezember 2020. In mRNA-Impfstoffen sind Teile der Virus-DNA enthalten, die dem menschlichen Körper vereinfacht gesagt als Bauplan dienen, um diese selbst nachzubauen. Dadurch wird das Immunsystem aktiviert und baut einen Schutz gegen das Virus auf. Die Bestandteile des Impfstoffes selbst werden nach und nach vom Körper abgebaut.

  • Moderna-Impfstoff: Auch beim Impfstoff von Moderna handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff. Die Zulassung in der Europäischen Union erfolgte am 6. Januar 2021.

  • Impfstoff von AstraZeneca: Seit dem 29. Januar 2021 darf in der EU ebenfalls ein Impfstoff von AstraZeneca verabreicht werden. In diesem Fall handelt es sich um einen Vektorimpftstoff. Dabei beinhaltet die Impfung eine abgeschwächte, ungefährliche Version des Virus als Transportmittel, mit dem der Körper Teile des Virus nachbauen kann. Anschließend kann ein Immunschutz gegen diese aufgebaut werden. Vereinfacht gesagt: Kommt der Körper später mit dem Coronavirus in Kontakt, verfügt er schon über geeignete Mechanismen, um dieses zu bekämpfen.

  • Impfstoff von Johnson & Johnson: Der COVID-19-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Vektor-basierter Impfstoff. Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist für eine vollständige Impfung derzeit nur eine Dosis nötig.

In Deutschland wurde am 26. Dezember damit begonnen, besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen Impfungen zu verabreichen.

Es wird davon ausgegangen, dass ab Anfang April 2021 eine große Anzahl an Impfdosen zur Verfügung stehen wird, mit der flächendeckender geimpft werden kann.

Krankheitsverlauf und Prognose

Die Krankheit Covid-19 verläuft laut Prof. Dr. Wieler vom RKI in den allermeisten Fällen mild und kann vor allem bei jungen, gesunden Menschen auch symptomlos ausheilen. Der Erreger kann aber auch eine potentiell tödliche Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten auslösen.

Besonders Menschen über 60 Jahren und Personen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder bestehenden Vorerkrankungen der Lunge, zum Beispiel Asthma oder COPD, sind anfälliger für Infektionen mit dem Coronavirus und daraus resultierenden Komplikationen.

Zudem gibt es Corona-Langzeitfolgen. Nach Intensiv-Behandlungen wurden etwa vermehrt die Organe betreffende Spätfolgen beobachtet. Und auch nach milderen Krankheitsverläufen können zum Beispiel anhaltende Müdigkeit oder Gedächtnisprobleme zurückbleiben. Bislang existiert jedoch keine einheitlich gültige Definition für Spät- und Langzeitfolgen in Bezug auf COVID-19 (Stand: 25.02.2021).

Telefon-Hotline bei Fragen zum Coronavirus

Wer verunsichert ist oder befürchtet, sich angesteckt zu haben, kann über die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 Fragen stellen.

Auch die zuständigen Gesundheitsämter in Ihrer Region sind die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen und Unsicherheiten bezüglich COVID-19.

In dringenden Fällen wählen Sie bitte die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116117.

Weitere Informationen über das Coronavirus und dessen Verbreitung finden Sie außerdem auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums.

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