Grippeähnliche Symptome

Coronavirus: An welchen Symptomen erkennt man COVID-19?

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Könnten Ihre Symptome auf das Coronavirus hindeuten? So verhalten Sie sich bei einem Verdacht auf eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 richtig. Alle wichtigen Informationen zu COVID-19 im Überblick!

Mann hustet mit Maske
Neben trockenem Husten sind weitere Symptome für das Coronavirus typisch.
© iStock.com/VioletaStoimenova

In Deutschland liegt die Zahl der offiziell bestätigten Coronavirus-Infektionen bei über 819.000. Europaweit hat Frankreich mit über zwei Millionen bislang die meisten Fälle, mehr als 45.000 infizierte Menschen starben dort. Darauf folgt Russland mit über 1.932.000 Millionen Fällen. Weltweit sind über 55.033.000 Fälle offiziell bekannt, es starben bisher über 1.327.000 Menschen (Stand: 17.11.2020).

Die wichtigsten Fakten zu den Symptomen von COVID-19, der Verbreitung des Virus und wie man sich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen kann, lesen Sie hier.

Artikelinhalte im Überblick:

Welche Symptome können auf das Coronavirus hindeuten?

Live-Karte zeigt Verbreitung des Coronavirus

Das Coronavirus breitete sich im Dezember 2019 ursprünglich in der chinesischen Stadt Wuhan aus. Dort wurde das Virus höchstwahrscheinlich auf einem Markt von Wildtieren auf den Menschen übertragen.

Am Abend des 30. Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus (Sars-CoV-2) dann offiziell die weltweite gesundheitliche Notlage aus, um schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Virusverbreitung einzuleiten.

Am 11.03.2020 stufte die WHO die Ausbreitung des Coronavirus offiziell als Pandemie ein. Der Begriff beschreibt eine weltweite Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen über alle Kontinente hinweg.

 

Welche Symptome bei Coronavirus-Infektion?

Wichtig: Haben Sie den Verdacht, möglicherweise am Coronavirus erkrankt zu sein, melden Sie Ihren Besuch beim Arzt vorher telefonisch an und erwähnen Sie dabei Ihre Vermutung.

Bei über 80 Prozent der Coronavirus-Infizierten treten keine oder nur milde Symptome wie Frösteln, leichter Husten und Halsschmerzen auf. Häufig berichten Erkrankte auch vom vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Weil die Infektion hauptsächlich die Atemwege angreift, sind für das Coronavirus vor allem Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit charakteristisch.

Im schlimmen Fällen kann das neuartige Virus aber, genauso wie eine Grippe auch, lebensbedrohlich werden – etwa durch einen septischen Schock, Multiorganversagen oder Atemstillstand. Daher ist es wichtig, die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus zu kennen und im Ernstfall richtig zu handeln.

Die Hauptsymptome bei Covid-19 sind:

  • hohes Fieber
  • Atemwegssymptomatiken wie trockener Husten und Kurzatmigkeit
  • Müdigkeit

Außerdem sind folgende Symptome möglich:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt auch folgende, weniger verbreitete, Symptome:

Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn häufiges Coronavirus-Symptom

Viele Infizierte berichten auch über einen kompletten Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns. Im Rahmen einer Studie, die im Fachjournal Nature veröffentlicht wurde, bestätigten 65 Prozent der Befragten Coronavirus-Infizierten dieses Symptom.

Coronavirus oder Allergie?

© Bild der Frau

Wie unterscheiden sich die Symptome bei Coronavirus, Erkältung oder Grippe?

Oft steckt eine Grippe, Erkältung oder andere Ursache als eine Infektion mit Sars-CoV-2 hinter Atemwegssymptomen. Das Wichtigste bei einem Verdacht auf Covid-19 ist zunächst immer, Ruhe zu bewahren.

Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln weitestgehend denen eines grippalen Infektes oder einer Erkältung. Wie lässt sich aber eine Infektion mit dem Coronavirus von einem grippalen Infekt unterscheiden?

Infografik Symptome Coronavirus

Typische und atypische Symptome bei COVID-19

Knapp 1.500 Menschen mit Atemwegssymtomen wurden in einer Studie auf Coronavirus-Infektionen getestet. Dabei wurde gezeigt, welche Symptome bei Coronavirus-Infektionen besonders typisch und welche eher seltener bei COVID-19 auftreten.

Die Infografik beschreibt, wie viel Prozent der positiv getesteten Probanden und wie viele der negativ getesteten Personen einzelne Symptome aufwiesen:

Symptome von Covid-19 und Grippe im Vergleich
Lifeline

Coronavirus-Update: Deutschland und weltweit

November 2020: Fallzahlen-Rekord und neue Lockdowns in Europa

Gerade mit dem Anbruch der kalten Jahreszeit wird das Immunsystem wieder besonders herausgefordert, weshalb wir auch anfälliger für virale Atemwegserkrankungen wie COVID-19, Grippe und Erkältung sind.

In Deutschland wurden Anfang November erstmalig über 20.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag verzeichnet. Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen – die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht in der ersten Novemberwoche von einer "Explosion" in Europa – gelten nun wieder verschäfte Maßnahmen in fast allen europäischen Ländern. Einzelne Regionen wurden komplett abgeriegelt.

Seit dem 2. November gelten auch in Deutschland wieder verschärfte Maßnahmen – zunächst befristet bis Ende des Monats. Die Regelungen des "Lockdown light" unterscheiden sich von Region zu Region in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens und individueller politischer Entscheidungen. Bundesweit gilt allerdings, dass sich maximal zehn Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten treffen dürfen.

Die wichtigsten Corona-Regeln des November-Lockdowns im Überblick:

  • Verzicht auf alle nicht notwendigen privaten Reisen

  • Schließung von Einrichtungen der Freizeitgestaltung, zum Beispiel Schwimmbäder, Fitnessstudios, Kinos, Theater, Opern, Museen, Spielhallen und Bordellen. Auch Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massage-Praxen müssen geschlossen bleiben. Frisöre dürfen geöffnet bleiben.

  • Schließung von Gastronomiebetrieben wie Restaurants und Cafés sowie von Diskotheken, Bars und Kneipen. Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause ist jedoch weiterhin möglich. Auch Kantinen dürfen geöffnet bleiben.

Der Einzelhandel ist nicht vom Lockdown im November betroffen. Es ist damit weiterhin möglich, tägliche Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe zu erledigen.

Oktober 2020: Neuer Höchstwert gemeldeter Neuinfektionen seit April

1. Aktuelle Regelungen in Deutschland

In der Bundesrepublik ändern sich die Bestimmungen zum sicheren Umgang mit dem Infektionsgeschehen von Region zu Region ständig. Was aktuell gültig ist, kann jeweils auf der Internetseite der Bundesregierung eingesehen werden. Weitere wichtige Informationen und was Sie tun können, um zu helfen, können Sie beim Bundesministerium für Gesundheit nachlesen.

Das RKI berichtet am Morgen des 09.10.2020 von 4.516 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland. Damit wurde an diesem Tag ein neuer Höchstwert seit April 2020 erreicht.

Nach einer Beratung mit den Bürgermeistern der elf größten Städte Deutschlands erklärt die Bundeskanzlerin noch am Nachmittag desselben Tages, dass der Punkt, an dem eine Nachverfolgung von Infektionsketten nicht mehr möglich ist, beinahe erreicht sei.

Die Kanzlerin appelliert wiederholt an die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen müssten zusätzliche gezielte Maßnahmen ergriffen werden, so Merkel.

2. Beschränkungen von Reisen innerhalb der EU

Auch die Reisebeschränkungen innerhalb der EU ändern sich in kleineren Abständen. Die Europäische Union erklärt Anfang Oktober, dass sie verstärkt an einer "sicheren Wiederaufnahme des Reiseverkehrs" innerhalb Europas arbeite. Auf einer interaktiven Plattform der Europäischen Union kann sich jeder informieren, welche Bestimmungen für einzelne Reiseziele tagesaktuell gelten.

3. Pauschale weltweite Reisewarnung aufgehoben

Die pauschale Reisewarnung für Fernreisen außerhalb der EU wurde am 01.10.2020 offiziell aufgehoben. Die geltenden Reisewarnungen und -hinweise können sich jedoch immer kurzfristig ändern, da sie entsprechend dem dynamischen Infektionsgeschehen angepasst werden. Vor welchen Reisen tagesaktuell abgeraten wird und welche Sicherheitshinweise für einzelne Länder zu beachten sind, können Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes nachlesen.

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September 2020: Wieder mehr Reisewarnungen für Europa

Das Auswärtige Amt rät von allen nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ab, ausgenommen sind (mit Einschränkungen bestimmter Regionen): die Mitgliedsstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz sowie Großbritannien, Nordirland Monaco, San Marino und der Vatikanstaat.

Bis einschließlich 30. September 2020 wird aufgrund steigender Infektionszahlen zudem von nicht notwendigen touristischen Reisen in bestimmte Regionen folgender Länder abgeraten: Belgien, Bulgarien, Frankreich, Irland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn. (Stand: 30.09.2020).

Auch Teile der kanarischen Inseln mit Schwerpunkten auf Gran Canaria und Lanzarote zählen dazu. In Palma de Mallorca traten am 09.09.2020 wieder Lockdown-Maßnahmen in den vier Stadtvierteln Son Gotleu, Can Capes, La Soledat Nord und Son Canals (teilweise) in Kraft. Auch Wien und Amsterdam wurden vom RKI inzwischen als Risikogebiete eingestuft (Stand 17.09.2020).

August 2020: Zahl der Infektionen steigt weiter

In vielen Bundesländern nehmen die Zahlen der gemeldeten Coronavirus-Infektionen im Laufe des Augusts weiter zu, Tendenz steigend. Laut Robert Koch-Institut gibt es bundesweit eine Vielzahl an kleinen Ausbruchsgeschehen, zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen, bei Familienfeiern, an Arbeitsplätzen und auf Reisen. Diese Entwicklung beurteilt das RKI als sehr beunruhigend und appelliert weiterhin an die Einhaltung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen. Außerdem hat das Auswärtige Amt aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder Reisewarnungen für Spanien (Ausnahme kanarische Inseln) und bestimmten Regionen in Belgien, Bulgarien, Kroatien und Rumänien ausgesprochen.

Juli 2020: Neuinfektionen steigen wieder

Die Zahl neu übermittelter Infektionsfälle war laut RKI in Deutschland ab etwa Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, seitdem steigt die Fallzahl stetig. Am 24.07.2020 war die Zahl der Neuinfektionen mit 815 pro Tag im Vergleich zu den Vorwochen (etwa 500 Neuinfektionen/Tag) wieder deutlich höher.

Das RKI stuft diese Entwicklung als "sehr beunruhigend" ein und betont, dass eine weitere Verschärfung der Situation unbedingt vermieden werden müsse. Die Experten weisen darauf hin, dass hierfür das Engagement der gesamten Bevölkerung wichtig ist. Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen sollten deshalb weiterhin von jedem einzelnen eingehalten werden.

März 2020: Virologe spricht von "absolut ernster Situation"

Christian Drosten, Virologe an der Charité Berlin erklärte Anfang März 2020, er gehe davon aus, dass sich der Großteil der Menschen in Deutschland früher oder später mit dem Coronavirus infizieren werde (60 bis 70 Prozent). Es sei lediglich unklar, innerhalb welchen Zeitraumes dies geschieht. Er erklärte außerdem, dass es sich in Deutschland um eine "absolut ernste Situation" handele und wir damit rechnen müssten, direkt in eine Epidemiewelle hineinzulaufen. (Stand: 09.03.2020).

Februar 2020: Große Viruswelle in Deutschland

Ende Februar wurden weitere Fälle in Deutschland bekannt. Die Fallzahlen nahmen rasant zu, weshalb Maßnahmen zur Eindämmung getroffen wurden. Zunächst wurden lediglich Großveranstaltungen abgesagt, dann wurde das öffentliche Leben insgesamt stark heruntergefahren.

Januar 2020: Erste Coronavirus-Fälle in Deutschland

Am 27.01.2020 wurde der erste Fall in Deutschland bestätigt. Der 33-jährige Coronavirus-Patient steckte sich bei einer Frau aus China an, die in Deutschland zu Gast war. Das Robert Koch-Institut erklärt, dass dies der erste bekannte Fall einer Coronavirus-Übertragung von Mensch zu Mensch außerhalb Asiens sei.

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Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die Einschätzung des RKI, dass es sich weltweit und in Deutschland um eine "sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation" handelt, gilt nach wie vor. Die Gefährdung variiert von Region zu Region stark. Für Deutschland wird die Gesundheitsgefährdung durch das Coronavirus insgesamt weiterhin als "hoch" eingestuft, für Risikogruppen als "sehr hoch".

Die meisten COVID-19-Fälle verlaufen mild. Das Risiko für schwere und tödliche Verläufe von Corona-Infektionen steigt mit hohem Lebensalter und wenn Vorerkrankungen existieren. Doch auch ohne Vorerkrankungen und ebenso bei jungen Menschen sind schwere bis lebensbedrohliche Krankheitsverläufe bei COVID-19 laut RKI möglich. Zudem sind eventuelle Spät- und Langzeitfolgen, auch nach leichten Verläufen, noch nicht abschätzbar (Stand: 17.11.2020).

Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland

In Deutschland war die Zahl neu gemeldeter Infektionen von Mitte März bis Anfang Juli zunächst rückläufig. Seit Mitte Juli steigen die Zahlen in der Bundesrepublik wieder. Seit Ende August werden wieder vermehrte Infektionsketten in Deutschland beobachtet. Seit Oktober schießen die gemeldeten Neuinfektionen in der Bundesrepublik explosionsartig in die Höhe (Stand: 17.11.2020).

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Panik in Bevölkerung wegen Coronavirus

Reißerische Schlagzeilen, Fehlinformationen und deren virale Verbreitung über soziale Medienkanäle machen es seit Beginn der Pandemie nicht einfach, in diesen Zeiten Ruhe zu bewahren, was sich kurz vor den ersten Ausgangsbeschränkungen in Deutschland beispielsweise in Hamsterkäufen äußerte. Informieren Sie sich aus vertrauenswürdigen Quellen. Seriöse Meldungen zum Coronavirus finden Sie beispielsweise:

Verbreitung wegen langer Inkubationszeit begünstigt

Das neuartige Coronavirus ist noch relativ unerforscht. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass eine infizierte Person etwa zwei bis drei weitere Menschen mittels Tröpfcheninfektion ansteckt.

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© Funke Mediengruppe

Die hohe Ansteckungsrate liegt auch an der relativ langen Inkubationszeit von 14 Tagen, während der Betroffene bereits ansteckend sind. Das bedeutet: Falls eine Infektion mit Symptomen einhergeht, kann es ab dem Tag der Virus-Übertragung einen bis maximal 14 Tage dauern.

Weil Coronavirus-Infektionen aufgrund oft nur leichter oder fehlender Symptomatik in vielen Fällen unerkannt bleiben, ist das Risiko für eine Verbreitung zudem erhöht.

Wichtige Verhaltensregeln gegen das Coronavirus

Coronavirus Ansteckungsrisiko minimieren
Lifeline

Schutzmaßnahmen: Ansteckungsgefahr minimieren

Dr. Martin Hoch, Leiter der "Taskforce Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und des Robert Koch-Instituts und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie das RKI erklären folgende Schutzmaßnahmen für sinnvoll, um das Infektionsrisiko durch das Coronavirus zu minimieren:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen

  • Tragen von Mund- und Nasenschutz

  • Kontakte auf ein Minimum reduzieren

  • Kontakt mit offensichtlich kranken Personen und Personen, die mit Erkrankten persönlichen Kontakt hatten, generell meiden (1,5 bis zwei Meter Abstand)

  • Vermeiden, mit den Fingern ins Gesicht, in Mund, Nase oder Augen zu fassen

  • Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch

  • Benutzen von Wegwerftaschentüchern, die nach dem einmaligen Gebrauch sofort entsorgt werden

  • regelmäßig Lüften

  • sofern möglich von zu Hause aus arbeiten

  • Personen über 60 Jahre sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen, sofern kein Schutz besteht

  • wenn möglich Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen

Diese Maßnahmen schützen nicht nur den Einzelnen, sondern verlangsamen insgesamt die weitere Ausbreitung des Virus.

Was hilft wirklich gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus?

Mundschutz gegen Coronavirus bundesweit Pflicht

Nach wochenlangen Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Mundschutzmasken zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gilt in Deutschland seit dem 29.04.2020 eine generelle Mundschutzpflicht. Bayern führte die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes als erstes Bundesland in Deutschland am 27.04.2020 ein.

  • weitere

    Hygienemaßnahmen reichen oft nicht aus. So können Sie sich schützen!

Die Maske sollte Mund und Nase komplett bedecken und unter anderem in Supermärkten, Apotheken, Arztpraxen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Wer gegen die Maskenschutzpflicht verstößt, kann mit einem Bußgeld geahndet werden, die Regelungen diesbezüglich variieren je nach Bundesland.

Das Tragen eines Mundschutzes kann dabei helfen, andere Personen zu schützen. Die Mundschutzmasken sollen in erster Linie dabei helfen, dass Tröpfchen beim Husten oder Niesen zurückgehalten werden.

Wichtig ist dabei aber, dass der Mundschutz eng anliegt, beim Tragen nicht verschoben wird und ausgewechselt wird, sobald er durchfeuchtet ist.

Herkömmliche Masken können das Eindringen von Viren jedoch kaum abhalten. Für den Träger selbst kann ein Mund-Nasen-Schutz laut der WHO gar ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das Hygienemaßnahmen vernachlässigt werden.

Die wichtigsten Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen, sind weiterhin gründliches Händewaschen, die Beachtung der Husten- und Nies-Etikette sowie das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Menschen.

13 Tipps zum Mundschutz tragen

Wie sollten Sie sich bei Verdacht auf Covid-19 verhalten?

Das Wichtigste ist immer: Ruhe bewahren. Oft sind typische Symptome auf eine Grippe, Erkältung oder andere Beschwerden zurückzuführen.

Grundsätzlich gilt: Bestehen Symptome und/oder bemerken Sie bei sich den Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, sollte zunächst das Gesundheitsamt oder der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Das gilt unabhängig davon, ob sie zu einer Risikogruppe gehören oder in den letzten 14 Tagen persönlichen Kontakt zu einem Infizierten hatten.

Wichtig: Bitte gehen Sie keinesfalls ohne telefonische Voranmeldung eigenmächtig zum Arzt. Bei einem begründeten Verdacht ist es ratsam, dass Sie nicht nach draußen gehen, um andere Personen nicht zu gefährden. Vermeiden Sie bitte insbesondere den Kontakt zu Risikogruppen, dazu gehören zum Beispiel alte Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.

Im Falle von Atemnot oder Bewusstlosigkeit wählen Sie bitte immer sofort die 112!

Verhalten bei Verdacht auf Coronavirus_Test_COVID-19

Diagnose von Coronavirus-Infektion mittels Test

Um das Coronavirus nachzuweisen, werden Abstriche aus den oberen Atemwegen sowie Material aus den unteren Atemwegen mittels DNA-Sequenzierung (Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR) untersucht. Dank dieser neuen Untersuchungsmethode ist eine Diagnose bereits nach vier bis fünf Stunden möglich.

Wann wird auf das Coronavirus getestet?

"Erst wenn sich Symptome zeigen, ist es sinnvoll, Menschen auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus zu testen", so Dr. Martin Hoch, Leiter der "Taskforce Infektiologie" noch Ende Januar 2020 am Tag des ersten bestätigten Coronavirus-Falles in Deutschland. Er erklärte, dass das Virus erst nachgewiesen werden könne, wenn die Viruslast (Konzentration des Virus im Blut) hoch genug sei. Dies sei während der Inkubationszeit oft noch nicht der Fall. Der Test könne demnach bei symptomfreien Personen fälschlicherweise negativ ausfallen und Entwarnung geben, obwohl eigentlich eine Infektion besteht.

Mittlerweile werden auch symptomlose Verdachtsfälle überprüft. Die offiziellen Kriterien, wann es sich um einen Verdachtsfall handelt und ein Test sinnvoll erscheint, können sich je nach Infektionsgeschehen, neuen medizinischen Erkenntnissen und daraus resultierenden politischen Entscheidungen jederzeit kurzfristig ändern. Die endgültige Einschätzung liegt aber letztlich immer beim behandelnden Arzt.

Bundesweit wurden zahlreiche spezialisierte Diagnosezentren eingerichtet, um Verdachtsfälle flächendeckender und schneller auf das Coronavirus überprüfen zu können.

Spät- und Langzeitfolgen

Quarantäne wegen Coronavirus: Fragen & Antworten

Am 06.04.2020 hat das Corona-Krisenkabinett beschlossen, dass sich Reiserückkehrer, die nach mehrtägigem Aufenthalt im Ausland in die Bundesrepublik Deutschland zurückkehren möchten, für zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. Diese Regelung wurde Mitte Mai fast vollständig wieder aufgehoben. In einigen Fällen müssen Einreisende in Deutschland dennoch nach wie vor in häusliche Quarantäne.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Quarantäne während der Coronavirus-Pandemie:

Was bedeutet Quarantäne?

Unter Quarantäne versteht man eine behördlich angeordnete, temporär örtliche Trennung von ansteckungsverdächtigen Personen zu anderen Menschen.

Wie lange dauert die Quarantäne beim Coronavirus?

Die Dauer der Quarantäne hängt von der Inkubationszeit ab. Beim Sars-CoV-2 beträgt diese 14 Tage. Offiziell endet eine angeordnete Quarantäne allerdings erst, wenn sie von der zuständigen Behörde, etwa dem örtlichen Gesundheitsamt, aufgehoben wurde.

Kann ich während einer angeordneten Quarantäne einkaufen gehen?

Nein, denn beim Einkaufen kommt man leicht mit anderen Menschen in direkten Kontakt. In den meisten Fällen können Nachbarn oder Freunde unter die Arme greifen und Besorgungen vor der Haustür abstellen. Meist gibt es auch die Möglichkeit, Lebensmittel von Supermärkten direkt nach Hause liefern zu lassen.

Was passiert, wenn ich die Quarantäne nicht einhalte?

Eine angeordnete Quarantäne sollte nicht nur aus Solidarität zur anderen Menschen, sondern auch aus eigenem Interesse eingehalten werden. Denn wer gegen die Regelungen einer geltenden Quarantäne verstößt, läuft Gefahr, mit Geld- und sogar Freiheitsstrafe geahndet zu werden.

Was ist, wenn ich in Quarantäne medizinische Versorgung benötige?

Wichtig: Bei Atemnot, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit sowie in anderen medizinischen Notfallsituationen zögern Sie bitte nie, sofort die 112 zu wählen.

Ansonsten ist die erste telefonische Anlaufstelle bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung während einer Quarantäne Ihr Haus- oder Facharzt. Dies kann etwa der Fall sein, wenn Sie Medikamente oder eine medizinische Untersuchung beziehungsweise Behandlung benötigen. Sollten Sie Beschwerden haben, die die Einhaltung der Quarantäne gefährden könnten, verständigen Sie bitte umgehend das örtliche Gesundheitsamt.

Behandlung bei Coronavirus-Infektion

Da bislang kein Impfstoff und auch keine wirksamen Medikamente gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen, werden COVID-19-Fälle bislang nur symptomatisch behandelt.

Zudem finden natürlich die klassischen Mittel der Seuchenschutzbekämpfung Anwendung. Forscher aller Welt arbeiten mit Hochdruck daran, ein Mittel gegen das Coronavirus zu finden.

Medikamente zur antiviralen Therapie in der Forschung

Es werden mehrere Wirkstoffe als Möglichkeit zur antiviralen Therapie gegen eine Infektion mit Sars-CoV-2 diskutiert und teilweise bereits in klinischen Studien erforscht sowie vereinzelt auch an Patienten erprobt. Ärzte und Wissenschaftler sehen in mehreren Medikamenten ein Potential, die Vermehrung des Virus im Körper zu bremsen und so schweren Verläufen von Covid-19-Erkrankungen entgegenzuwirken.

Einer der größten Hoffnungsträger darunter war lange Zeit das Medikament Remdesivir. Der Wirkstoff wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie bekam der Wirkstoff zunächst nur in den USA eine sogenannte "Emergency-Use-Zulassung", die eine Behandlung lediglich unter strengen Voraussetzungen erlaubt. Im Juli erfolgte für Remdesivir dann auch eine bedingte Zulassung in der EU. Auch in Deutschland darf es seitdem unter bestimmten Voraussetzungen Personen über 12 Jahren verabreicht werden, welche auf eine künstliche Sauerstoffversorgung angewiesen sind.

Eine am 15. Oktober von der WHO veröffentlichte multinationale Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass Remdesivir die Sterblickheit bei COVID-19 nicht senken kann. Außerdem steht der Wirkstoff in Verdacht, bei einigen Patienten schwere Leberschäden ausgelöst zu haben.

Auch die übrigen bislang zur Diskussion stehenden Wirkstoffe sind nicht frei von Nebenwirkungen. Außerdem werden viele der Wirkstoffe eigentlich für die Behandlung anderer Krankheiten benötigt. Auch weil die Medikamente noch unzureichend bei Covid-19 erprobt sind, ist ihr Einsatz deshalb bislang lediglich in Einzelfällen und nur bei besonders schweren Krankheitsverläufen, also im fortgeschrittenen Krankheitsstadium, erlaubt.

Zu spät, sagen einige Wissenschaftler. Christian Drosten von der Charité für Virologie in Berlin beispielsweise erklärt, dass solche Medikamente eigentlich vor allem in der Anfangsphase einer Erkrankung Potential hätten, etwas zu bewirken – wenn überhaupt. Denn zu Beginn einer Infektion beginnt das Virus, sich im Körper zu vermehren, noch bevor es zu Schädigungen im Körper kommt. Und genau dem sollen die Wirkstoffe entgegenwirken: der Vermehrung des Virus Sars-CoV-2.

Weil es bislang keine spezifische Therapie gegen eine Infektion mit dem Coronavirus existiert, beschränkt sich die Behandlung von Covid-19 deshalb nach wie vor auf die Linderung der Symptome – in Abhängigkeit von deren Schwere. Gut zu behandeln ist vor allem möglicherweise auftretendes Fieber.

Bei einer starken Beeinträchtigung der Lungenwege ist teilweise eine intensivmedizinische Überwachung notwendig.

Krankheitsverlauf und Prognose

Die Krankheit Covid-19 verläuft laut Prof. Dr. Wieler vom RKI in den allermeisten Fällen mild und kann vor allem bei jungen, gesunden Menschen auch symptomlos ausheilen. Bekannt ist aber auch, dass der Erreger in seltenen Fällen eine Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten auslösen kann, die tödlich enden kann.

Besonders Menschen über 60 Jahren und Personen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder bestehenden Vorerkrankungen der Lunge, zum Beispiel Asthma oder COPD, sind anfälliger für Infektionen mit dem Coronavirus und daraus resultierenden Komplikationen.

Telefon-Hotline bei Fragen zum Coronavirus

Wer verunsichert ist oder befürchtet, sich angesteckt zu haben, kann über die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 Fragen stellen.

Auch die zuständigen Gesundheitsämter in Ihrer Region sind die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen und Unsicherheiten bezüglich COVID-19.

In dringenden Fällen wählen Sie bitte die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116117.

Weitere Informationen über das Coronavirus und dessen Verbreitung finden Sie außerdem auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums.

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