Grippeähnliche Symptome

Coronavirus: Symptome und Aktuelles zur COVID-19-Pandemie

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Neben grippeähnlichen Beschwerden sind auch Rückenschmerzen und Hautausschlag mögliche Symptome von Corona. Wie verhält man sich bei Verdacht auf eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 richtig? Alle wichtigen Informationen zu COVID-19 im Überblick.

Patientin erhält Corona-Impfung
© Konstantin Yuganov – stock.adobe.com

In Deutschland liegt die Zahl der bislang offiziell bestätigten Coronavirus-Infektionen bei 34.758.889. Es starben bereits 151.629 Menschen in Zusammenhang mit COVID-19. Die Sieben-Tage-Fallzahl liegt bei 572.231, die sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen beträgt 687,5. (Stand: 18.10.2022)

Die wichtigsten Fakten zu den Symptomen von COVID-19, den aktuellen Beschränkungen, der Verbreitung des Virus und wie Sie sich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen können, lesen Sie hier.

Artikelinhalte im Überblick:

Welche Symptome können auf das Coronavirus hindeuten?

Live-Karte zeigt Verbreitung des Coronavirus

Das Coronavirus breitete sich im Dezember 2019 ursprünglich in der chinesischen Stadt Wuhan aus. Dort wurde das Virus höchstwahrscheinlich auf einem Markt von Wildtieren auf den Menschen übertragen.

Am Abend des 30. Januars 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus (Sars-CoV-2) dann offiziell die weltweite gesundheitliche Notlage aus, um schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus einzuleiten.

Am 11.03.2020 stufte die WHO die Ausbreitung des Coronavirus offiziell als Pandemie ein. Der Begriff beschreibt eine weltweite Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen über alle Kontinente hinweg.

 

Eine Tabelle zum weltweiten Impfstand finden Sie hier.

Welche Symptome bei Coronavirus-Infektion?

Bei der Mehrzahl der Coronavirus-Infizierten treten keine oder nur milde Symptome wie Frösteln, leichter Husten und Halsschmerzen auf. Häufig berichten Erkrankte auch vom vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Auch Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit sind für das Coronavirus charakteristisch.

Mögliche Symptome bei Covid-19 sind:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt auch folgende, weniger verbreitete, Symptome:

  • Schmerzen oder Druckgefühl im Brustbereich
  • Verlust der Sprach- oder Bewegungsfähigkeit
  • Reizbarkeit
  • Verwirrtheit
  • Ängstlichkeit
  • Depression
  • Schlafstörungen
  • Bewusstseinstrübung und Delirium
  • Schlaganfall
  • Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • Nervenschädigung

In schweren Fällen kann das Virus aber, genauso wie eine Grippe, lebensbedrohlich werden – etwa durch einen septischen Schock, Multiorganversagen oder Atemstillstand. Daher ist es wichtig, die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus zu kennen und im Ernstfall richtig zu handeln.

Symptome bei der Omikron-Variante

Laut aktuellen Studien treten bei einer Infektion mit der Omikron-Variante häufig folgende Symptome auf:

  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Niesreiz
  • Kopfschmerzen, die sich mit Schmerzmitteln kaum lindern lassen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Nachtschweiß (nassgeschwitzte Klamotten und Bettlaken)
  • Appetitlosigkeit

Haben Sie den Verdacht, möglicherweise am Coronavirus erkrankt zu sein, melden Sie Ihren Besuch bei ihrem*ihrer Arzt*Ärztin vorher telefonisch an und erwähnen Sie dabei Ihre Vermutung. Viele Praxen bieten auch spezielle Infektionssprechstunden an.

Omikron: Typische Symptome der Corona-Infektion

Corona: Rückenschmerzen oder Nierenschmerzen?

Es gibt Berichte darüber, dass Rückenschmerzen ein Symptom einer Corona-Infektion sein können. Hinter einem schmerzenden Rücken können jedoch auch Probleme mit den Nieren stecken: Schon in den Anfangszeiten der Pandemie zeigten Studien, dass die Niere neben der Lunge am häufigsten in Mitleidenschaft von Sars-CoV-2 gezogen wird.

Eine Nierenbeteiligung bei einer COVID-19-Erkrankung macht sich oft schon am Anfang der Erkrankung deutlich. Marker im Urin, die unter anderem dem Nachweis von Eiweiß dienen, können Auskunft über den Zustand der Nieren geben. Im fortgeschrittenen Stadium erleiden über 30 Prozent der Personen auf der COVID-19-Intensivstation ein schweres Nierenversagen und müssen an die Dialyse zur Blutreinigung. Der frühe Urintest ist deshalb von großer Bedeutung und Teil der S3-Leitlinien zur stationären Therapie. Zum Teil kann dadurch das Risiko für einen schweren Verlauf bereits vorhergesagt werden.

Rückenschmerzen durch COVID-19-Lungenentzündung?

Rückenschmerzen können als Begleiterscheinung auftreten, zum Beispiel infolge von Bettruhe und fehlender Bewegung. Auch sind sie als Anzeichen einer typischen bakteriellen Lungenentzündung bekannt. Doch wie sieht es bei einer COVID-19-Lungenentzündung aus?

Eine Lungenentzündung ist häufig Folge einer schweren Corona-Infektion. Sie verläuft im Gegensatz zur klassischen bakteriellen Lungenentzündung sehr schleichend. Zudem entzünden sich nicht wie üblich die Lungenbläschen, sondern das Gewebe dazwischen. Dieses schwillt infolge stark an. Symptome wie Fieber entwickeln sich auch sehr langsam, was die COVID-19-Lungenentzündung unter anderem so gefährlich macht.

Im Gegensatz zur bakteriellen Lungenentzündung, bei der Symptome wie Husten und in manchen Fällen auch Rückenschmerzen typisch sind, entwickeln Betroffene einer Corona-Infektion hauptsächlich starke Kurzatmigkeit und Luftnot. Sie beschreiben den Zustand als Gefühl des Ertrinkens.

Wie unterscheiden sich die Symptome bei Coronavirus, Erkältung oder Grippe?

Oftmals steckt eine Grippe, Erkältung oder andere Ursache statt einer Infektion mit Sars-CoV-2 hinter Atemwegssymptomen. Das Wichtigste bei einem Verdacht auf COVID-19 ist zunächst, Ruhe zu bewahren.

Die Symptome einer Coronavirus-Infektion ähneln weitestgehend denen eines grippalen Infektes oder einer Erkältung. Wie lässt sich aber eine Infektion mit dem Coronavirus von einem grippalen Infekt unterscheiden?

Infografik Symptome Coronavirus

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Für Deutschland wird die Gesundheitsgefährdung durch das Coronavirus für die gesamte Bevölkerung generell als "hoch" eingestuft. Das Virus zirkuliert in der Bevölkerung und verbreitet sich insbesondere, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Inzwischen ist der Anteil an Menschen mit schwerer Erkrankung sowie die Zahl der Todesfälle niedriger als zu Beginn der Pandemie. (Stand: 18.10.2022)

Die meisten COVID-19-Fälle verlaufen mild. Das Risiko für schwere und tödliche Verläufe von Corona-Infektionen steigt mit hohem Lebensalter und wenn Vorerkrankungen existieren. Doch auch bei Menschen unter 60 Jahren und ohne Vorerkrankungen mehren sich schwere Krankheitsverläufe von COVID-19, die eine stationäre Behandlung erfordern (Stand: 18.10.2022).

Panik in Bevölkerung durch Fake-News

Reißerische Schlagzeilen, Fehlinformationen und deren virale Verbreitung über soziale Medienkanäle machten es vor allem zu Beginn der Pandemie nicht einfach, in diesen Zeiten Ruhe zu bewahren. Die Unsicherheit in der Bevölkerung in Deutschland äußerte sich vor den ersten Ausgangsbeschränkungen beispielsweise in Hamsterkäufen.

Nach wie vor verbreiten Fake-News falsche, teils skurrile Empfehlungen, etwa dass bestimmte Lebensmittel oder Substanzen vor dem Virus schützen würden. Informieren Sie sich aus vertrauenswürdigen Quellen, zum Beispiel auf Seiten der Bundesregierung, Ihrer Landesregierung oder dem Gesundheitsministerium. Seriöse Meldungen zum Coronavirus finden Sie beispielsweise:

Coronavirus: Schützen Mundspülungen?

© Funke Mediengruppe


Verbreitung des Coronavirus durch mehrere Faktoren begünstigt

Die schnelle Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus wird insbesondere durch folgende Parameter begünstigt:

  • Inkubationszeit: Die relativ hohe Ansteckungsrate liegt unter anderem an der eher langen Inkubationszeit. Damit ist die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung gemeint. Beim Coronavirus beträgt sie durchschnittlich fünf bis sechs Tage, sie kann aber auch zehn bis vierzehn Tage dauern.

  • Symptomatik: Weil Coronavirus-Infektionen aufgrund oft nur leichter oder fehlender Symptome in vielen Fällen zudem unerkannt bleiben, ist das Risiko für eine Verbreitung erhöht.

  • Virusvarianten: Viren sind sehr mutationsfreudig. Ende 2020 wurden erste neue Varianten des Coronavirus festgestellt – und zwar weltweit. Seitdem tauchen immer wieder in verschiedenen Regionen der Welt veränderte Coronaviren auf.

Coronavirus: Wichtige Verhaltensregeln

Folgende Schutzmaßnahmen werden von der Bundesregierung ausgesprochen, um das Corona-Infektionsrisiko zu minimieren:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Tragen von Mund- und Nasenschutz
  • Kontakt mit offensichtlich kranken Personen und Personen, die mit Erkrankten persönlichen Kontakt hatten, generell meiden (1,5 Meter Abstand)
  • Impfung
  • Vermeiden, mit den Fingern ins Gesicht, in Mund, Nase oder Augen zu fassen
  • Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch
  • Benutzen von Wegwerftaschentüchern, die nach dem einmaligen Gebrauch sofort entsorgt werden
  • regelmäßig Lüften
  • sofern möglich von zu Hause aus arbeiten
  • Personen über 60 Jahre sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen, sofern kein Schutz besteht
  • Quarantäneregelung bei Verdacht auf eine Infektion einhalten
Was hilft wirklich gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus?

Mundschutz gegen Coronavirus

Seit März 2021 kann jedes Bundesland über die jeweilige Maskenart selbst entscheiden. Die Maske sollte Mund und Nase komplett bedecken und unter anderem in Supermärkten, Apotheken, Arztpraxen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Wer gegen die Maskenschutzpflicht verstößt, kann mit einem Bußgeld geahndet werden, die Regelungen diesbezüglich variieren je nach Bundesland.

Das Tragen eines Mundschutzes wie einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske kann dabei helfen, sich und andere Personen zu schützen. Die Mundschutzmasken sollen in erster Linie dabei helfen, dass Tröpfchen beim Husten oder Niesen zurückgehalten werden. Wichtig ist, dass der Mundschutz eng anliegt, beim Tragen nicht verschoben und ausgewechselt wird, sobald er durchfeuchtet ist.  

Diagnose von Coronavirus-Infektion mittels Test

Um eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen, werden Abstriche aus den oberen Atemwegen sowie Material aus den unteren Atemwegen mittels DNA-Sequenzierung (Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR) untersucht. Dank dieser Untersuchungsmethode ist eine Diagnose bereits nach wenigen Stunden möglich. Zudem gibt es Antigen-Schnelltests, die innerhalb von 10 bis 15 Minuten einen Hinweis darauf geben können, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Die Probenentnahme für den Schnelltest erfolgt mittels Nasenabstrich.

Wann wird auf das Coronavirus getestet?

Das Virus kann erst nachgewiesen werden, wenn die Viruslast (Konzentration des Virus) hoch genug ist. Während der Inkubationszeit ist das oft noch nicht der Fall. Damit kann der Test bei symptomfreien Personen fälschlicherweise negativ ausfallen und Entwarnung geben, obwohl eigentlich eine Infektion besteht. Die endgültige Einschätzung, ob ein PCR-Test vorgenommen werden soll, liegt letztlich immer bei dem*der behandelnden Arzt*Ärztin.

Wie sollten Sie sich bei Verdacht auf COVID-19 verhalten?

Ist der Corona-Selbsttest positiv, sollte zunächst die hausärztliche Praxis telefonisch kontaktiert werden. Das gilt auch bei bestehenden Symptomen, die jedoch auch auf eine Grippe, Erkältung oder andere Erkrankungen zurückzuführen sind. Bei nur leichten Symptomen und wenn keine weiteren Krankheiten bestehen, sollten sich Betroffene zu Hause auskurieren.

Im Falle von Atemnot oder Bewusstlosigkeit wählen Sie bitte immer sofort den Notruf unter 112!

Wichtig: Bitte gehen Sie keinesfalls ohne telefonische Voranmeldung eigenmächtig zum*zur Arzt*Ärztin. Bei einem begründeten Verdacht ist es ratsam, dass Sie nicht nach draußen gehen, um keine anderen Personen zu gefährden. Vermeiden Sie bitte insbesondere den Kontakt zu Risikogruppen, dazu gehören zum Beispiel alte Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.

Quarantäne und Isolierung wegen Corona: Fragen & Antworten

Personen mit einem positiven Testergebnis müssen sich gemäß behördlicher Anordnung in häusliche Isolation begeben. In der Regel dauert sie fünf Tage, anschließend können sich Infizierte mit einem Antigen-Schnelltest freitesten. Die Pflicht zur Isolierung gilt auch für positiv getestete Menschen, die vollständig geimpft sind und keine Symptome zeigen.

Wer Kontakt zu einer infizierten Person hatte und damit ansteckungsverdächtig ist, sollte für fünf Tage in Quarantäne gehen. In dieser Zeit sollte man möglichst zu Hause bleiben, Kontakte reduzieren, auf Symptome achten und sich regelmäßig testen.

Kann ich während einer angeordneten Quarantäne einkaufen gehen?

Nein, denn beim Einkaufen kommt man leicht mit anderen Menschen in direkten Kontakt. Gegebenenfalls können Nachbar*innen, Bekannte oder Freund*innen unter die Arme greifen und Besorgungen vor der Wohnungstür abstellen. Meist gibt es auch die Möglichkeit, Lebensmittel von Supermärkten direkt nach Hause liefern zu lassen.

Was passiert, wenn ich die Quarantäne nicht einhalte?

Eine angeordnete Isolation sollte nicht nur aus Solidarität zu anderen Menschen, sondern auch aus eigenem Interesse eingehalten werden. Denn wer gegen die Regelungen einer geltenden Quarantäne verstößt, läuft Gefahr, mit Geld- und sogar Freiheitsstrafe geahndet zu werden.

Was ist, wenn ich in Quarantäne medizinische Versorgung benötige?

Erste telefonische Anlaufstelle bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung während einer Quarantäne sind Haus- oder Fachärzt*innen. Dies kann etwa der Fall sein, wenn Sie Medikamente oder eine medizinische Untersuchung beziehungsweise Behandlung benötigen. Sollten Sie Beschwerden haben, die die Einhaltung der Isolierung gefährden könnten, verständigen Sie bitte umgehend das örtliche Gesundheitsamt.

Wichtig: Bei Atemnot, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit sowie in anderen medizinischen Notfallsituationen zögern Sie bitte nie, sofort die 112 zu wählen.

Reiserückkehr: Wie lange dauert die Quarantäne beim Coronavirus?

Personen, die aus einem Virusvariantengebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne. In dieser Zeit dürfen Betroffene das Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Sobald das betroffene Land nicht mehr zu einem gefährdeten Coronagebiet zählt, ist die Quarantäneregelung aufgehoben.

Behandlung bei Coronavirus-Infektion

Zur Behandlung von COVID-19-Infektionen steht mittlerweile das antivirale Medikament Paxlovid zur Verfügung. Die beiden enthaltenen Wirkstoffe Ritonavir und Nirmatrelvir verhindern im Körper die Vermehrung des Coronavirus.

Daneben stützt sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome und Eindämmung des Risikos von möglichen Komplikationen sowie Spätfolgen. Dabei kommen Herz-Kreislauf-Medikamente, dämpfende Immunmodulatoren und Lungen-Medikamente zum Einsatz. Bei einer starken Beeinträchtigung der Lungenwege ist dagegen oft eine intensivmedizinische Überwachung notwendig.

Einer der größten Hoffnungsträger darunter war lange Zeit das Medikament Remdesivir. Der Wirkstoff wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie bekam der Wirkstoff zunächst nur in den USA eine sogenannte "Emergency-Use-Zulassung", die eine Behandlung lediglich unter strengen Voraussetzungen erlaubt. Im Juli 2020 erfolgte für Remdesivir dann auch eine bedingte Zulassung in der EU. Auch in Deutschland darf es seitdem unter bestimmten Voraussetzungen Personen über 12 Jahren verabreicht werden, die auf eine künstliche Sauerstoffversorgung angewiesen sind.

Eine von der WHO veröffentlichte multinationale Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass Remdesivir die Sterblichkeit bei COVID-19 nicht senken kann. Außerdem steht der Wirkstoff in Verdacht, bei einigen Patienten schwere Leberschäden ausgelöst zu haben.

Impfungen gegen das Coronavirus

Die einzige Möglichkeit, das Coronavirus innerhalb eines absehbaren Zeitraums zu besiegen, sind potente Impfstoffe. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie werden weltweit diverse Impfstoffe erforscht. Aufgrund intensiver Forschung und beschleunigter Zulassungsverfahren konnten in weniger als einem Jahr potente Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 entwickelt werden.

  • Impfstoff von BioNtech und Pfizer: Die Zulassung des mRNA-Impfstoffes erfolgte am 21. Dezember 2020. In mRNA-Impfstoffen sind Teile der Virus-DNA enthalten, die dem menschlichen Körper vereinfacht gesagt als Bauplan dienen, um diese selbst nachzubauen. Dadurch wird das Immunsystem aktiviert und baut einen Schutz gegen das Virus auf. Die Bestandteile des Impfstoffes selbst werden nach und nach vom Körper abgebaut.

  • Moderna-Impfstoff: Auch beim Impfstoff von Moderna handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff. Die Zulassung in der Europäischen Union erfolgte am 6. Januar 2021.

  • Impfstoff von AstraZeneca: Seit dem 29. Januar 2021 darf in der EU ebenfalls ein Impfstoff von AstraZeneca verabreicht werden – seit Dezember 2021 wird der Vektorimpftstoff in Deutschland jedoch nicht mehr geimpft. Der Impfstoff beinhaltet eine abgeschwächte, ungefährliche Version des Virus als Transportmittel, mit dem der Körper Teile des Virus nachbauen kann. Anschließend kann ein Immunschutz gegen diese aufgebaut werden.

  • Impfstoff von Johnson & Johnson: Der COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Vektor-basierter Impfstoff.

  • Impfstoff von Novavax: Das proteinbasierte Vakzin enthält das Spikeprotein als Antigen, gegen das der Körper einen Immunschutz aufbaut.

  • Impfstoff von Valneva: Als Ganzvirus-Vakzin enthält es vollständige Viren, die zuvor abgetötet wurden. Neben den inaktiven SARS-CoV-2-Viren sind Wirkverstärker enthalten, um die Immunreaktion zu steigern.

Seit September 2022 sind Omikron-angepasste mRNA-Impfstoffe verfügbar. Dafür wurden die bestehenden Impfstoffe an die bekannten Omikron-Varianten angepasst. Der Impfstoff wird als Booster-Impfung (Auffrischimpfung) verabreicht.

Krankheitsverlauf und Prognose

Die Krankheit COVID-19 verläuft laut Prof. Dr. Wieler vom RKI in den meisten Fällen mild und kann vor allem bei jungen, gesunden Menschen auch symptomlos ausheilen. Der Erreger kann aber auch eine potenziell tödliche Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten auslösen.

Besonders Menschen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder bestehenden Vorerkrankungen der Lunge, sind anfälliger für Infektionen mit dem Coronavirus und daraus resultierenden Komplikationen.

Zudem gibt es vielfältige Corona-Langzeitfolgen. Nach Intensiv-Behandlungen wurden Spätfolgen beobachtet, die vermehrt die Organe betreffen. Und auch nach milderen Krankheitsverläufen können zum Beispiel anhaltende Müdigkeit oder Gedächtnisprobleme zurückbleiben. Sämtliche Formen der Spät- und Langzeitfolgen einer Corona-Infektion werden bezeichnet als:

  • Long-COVID (dauern mehr als vier Wochen an) und

  • Post-COVID-Syndrom (bestehen nach drei Monaten noch und halten mindestens für zwei Monate an oder kehren wieder)

Telefon-Hotline bei Fragen zum Coronavirus

Wer verunsichert ist oder befürchtet, sich angesteckt zu haben, kann über die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 Fragen stellen.

Auch die zuständigen Gesundheitsämter in Ihrer Region sind die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen und Unsicherheiten bezüglich COVID-19.

In dringenden Fällen wählen Sie bitte die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116117.

Weitere Informationen über das Coronavirus und dessen Verbreitung finden Sie außerdem auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums.

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