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Fieber
Erhöhte Temperatur
Fieber bezeichnet eine erhöhte Körpertemperatur. Dabei handelt es sich um keine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom, das in Verbindung mit verschiedenen Krankheiten und Krankheitszuständen auftreten kann.
Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur von mindestens 38 Grad Celsius, von hohem Fieber beim Erwachsenen ab 39, bei Kindern ab 40 Grad Celsius, jeweils im Enddarm beziehungsweise Po gemessen. Diese medizinisch auch als rektal bezeichnete Messweise entspricht am besten der Temperatur, die tatsächlich im Körper vorherrscht. (Hier geht es zur Lifeline-Fieberkurve, mit der Sie Ihre Körpertemperatur professionell beobachten können.)
Die Werte bei Messung in den Achselhöhlen oder im Mund fallen auch bei längerer Kontaktzeit in der Regel um bis zu einige Zehntel niedriger aus. Auch die Ohrmessung mit speziellem Ohrthermometer kann die Temperatur unterschätzen, wenn das Gerät nicht richtig positioniert wird.
Höhe des Fiebers lässt nicht auf Schwere der Krankheit schließen
Generell lässt sich von der Höhe des Fiebers nicht unbedingt auf die Schwere der zugrunde liegenden Krankheit und die Ernsthaftigkeit der Situation schließen. Eine weniger schwerwiegende Erkrankung kann höheres Fieber hervorrufen als eine sehr ernste Krankheit. Vor allem bei sehr jungen Kindern und Babys ist es möglich, dass bei einer schwerwiegenden Infektion nur leichtes oder mäßiges Fieber besteht.
Im Laufe des Tages verändert sich die Körpertemperatur und damit auch die Grenze zu Fieber: Morgens ist sie bis zu einem Grad Celsius niedriger als am Abend. Auch die Hormone haben einen Einfluss auf die Körpertemperatur, insbesondere bei Frauen. So verändert sich während des Zyklus der Wärmegrad des Körpers, und während des Eisprungs haben viele Frauen eine erhöhte Temperatur.
Hitzewallungen nicht mit Fieber verwechseln
Auch als Verhütungsmethode wird die Temperaturmessung von einigen Frauen angewendet. In den Wechseljahren haben viele Frauen eine schwankende Körpertemperatur, es kommt auch zu den bekannten „Hitzewallungen“. Diese Hitzewallungen sind aber kein Fieber, obwohl die Körpertemperatur durchaus in den „Fieberbereich“ gelangt.
Aufgrund der sehr individuellen Umstände können Sie sich bei Fieber allenfalls an den Durchschnittswerten orientieren. Ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad Celsius spricht man von leichtem Fieber. Je nach ursächlicher Erkrankung geht Fieber auch noch mit weiteren begleitenden Symptomen einher, vor allem mit:
• Schüttelfrost und Schwitzen
• Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl
• Kopfschmerzen und Gliederschmerzen
• Gerötete und erhitzte Haut
• Hautausschlag (häufig bei Kindern)
• sehr selten Störungen in der Wahrnehmung
Kinder und Kleinkinder leiden sehr häufig unter Fieber. Abhängig vom Alter können Kinder ihr körperliches Befinden nicht immer so artikulieren, weshalb die Beobachtung der Symptome besonders wichtig ist. Zwar gilt auch hier, dass Fieber immer individuelle Beschwerden verursacht, aber einige Anzeichen zeigen sich häufiger bei fiebernden Kindern, zum Beispiel:
• Schüttelfrost
• Hautausschlag (Stichwort „Kinderkrankheiten“)
• Schreien und vermehrte Unruhe
• Glasige Augen
• Abwesender Blick
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