Typisches Erkältungssymptom

Schnupfen: Was hilft, wenn die Nase läuft oder verstopft ist?

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Schnupfen ist ein typisches Symptom bei Erkältungen, Allergien und anderen Erkrankungen der Atemwege. Ein akuter Schnupfen lässt sich gut mit Nasenspray und Hausmitteln lindern. Was bei laufender und verstopfter Nase hilft, lesen Sie hier.

Frau mit Schnupfen liegt auf Sofa
© iStock.com/LittleBee80

Schnupfen ist ein Symptom, das oft vorkommt, da über 200 Viren bekannt sind, die ihn verursachen. Die Erreger verbreiten sich schnell über Tröpfcheninfektionen. Neben dem akuten Schnupfen durch eine Erkältung, kann Fließschnupfen auch andere Ursachen wie eine Allergie haben. Nach dem Auslöser richten sich dann auch Dauer, Verlauf und Behandlung. In den meisten Fällen ist Schnupfen jedoch harmlos und lässt sich schnell lindern.

Artikelinhalte im Überblick:

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Behandlung: Was hilft gegen Schnupfen?

Wie ein Schnupfen behandelt wird, richtet sich nach der Ursache. Grundsätzlich sollte man allerdings auch bei einem vermeintlich "banalen" Erkältungsschnupfen frühzeitig und gezielt handeln, um mögliche Komplikationen wie beispielsweise eine bakterielle Superinfektion zu vermeiden. Deshalb empfehlen Ärzt*innen bei einem viralen Schnupfen nicht abzuwarten, bis er von selbst verschwunden ist. Vielmehr sollten sich Betroffene durch geeignete Mittel Linderung verschaffen, um so schneller wieder gesund zu werden.

  • Schnupfen bei viralem Infekt: Hier eignen sich Nasensprays und Nasentropfen mit Xylometazolin oder Oxymetazolin, die ein Abschwellen der Nasenschleimhaut bewirken. Dadurch bessern sich einerseits die akuten Beschwerden, indem die Atmung erleichtert wird. Andererseits wird auch die Belüftung der Nase und Nasennebenhöhlen verbessert – das beugt gleichzeitig der Entstehung einer Nasennebenhöhlenentzündung vor. Da die Wirkstoffe langfristig jedoch die Nasenschleimhaut austrocknen und schädigen können, sollten sie nicht länger als sieben Tage angewendet werden. Nasensprays, die zusätzlich Dexpanthenol enthalten, schützen vor einem Austrocknen der Nasenschleimhaut und beschleunigen die Wundheilung in der Nase.

  • Behandlung bei Nasennebenhöhlenentzündung: Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung ist ebenfalls abschwellendes Nasenspray zur Behandlung des Schnupfens sinnvoll. Auch schleimlösende und entzündungshemmende Wirkstoffe können zum Einsatz kommen. Liegt bereits eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen vor, können kortisonhaltige Nasensprays eingesetzt werden. Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Nasenebenhöhlenentzündung nur notwendig, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt. Sorgen die entzündeten Nebenhöhlen für Kopfschmerzen, können freiverkäufliche Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden.

  • Behandlung des allergischen Schnupfens: Beim allergisch bedingten Schnupfen wird zunächst empfohlen, soweit möglich, die auslösende Ursache zu meiden. Um die Symptome gezielt zu lindern, haben sich spezielle Antihistaminika (als Nasensprays sowie Tabletten) bewährt. Als Nebenwirkungen können sie Schläfrigkeit und Mundtrockenheit haben.

  • Nasenpolypen entfernen: Gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut in Form von Nasenpolypen (Polyposis nasi) können lästig für Betroffene werden. Eitriges Sekret, das die Nase verstopft, Schwierigkeiten beim Luftholen, Schnarchen, schlechter Schlaf und Kopfschmerzen schränken das Wohlbefinden und die Lebensqualität deutlich ein. Eine Entfernung der Polypen kann Abhilfe schaffen.

Hausmittel gegen Schnupfen

Bei einem akuten Schnupfen mit triefender Nase (Fließschnupfen) können bewährte Hausmittel helfen:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Ideal sind Wasser und ungesüßte Tees, zum Beispiel aus Holunderblüten. Dies fördert die Durchblutung der Schleimhäute, sodass sich der Schleim verflüssigt und besser abtransportiert werden kann.

  • Dampfbäder: Ein Dampfbad wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und schleimlösend. Dafür einen Esslöffel Kochsalz in einen Topf mit kochendem Wasser geben. Kopf über den Topf halten und mit einem großen Handtuch abdecken. Dampf zehn bis 15 Minuten lang durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Kinder sollten nur unter Aufsicht inhalieren. Vorsicht vor ätherischen Ölen als Zusätze, denn diese können die Schleimhäute zusätzlich austrocknen oder allergische Reaktionen hervorrufen.

  • Nasendusche: Einen Teelöffel Salz in einem halben Liter lauwarmem Wasser auflösen und mit dem Nasenloch aus der hohlen Hand hochziehen. Es gibt auch Nasenduschen sowie fertige Salzlösungen in der Drogerie und Apotheke zu kaufen. Die Befeuchtung der Schleimhäute hilft den Immunzellen, die Schnupfen-Erreger zu bekämpfen. Auch sehr empfehlenswert bei allergischem Schnupfen.

  • Rotlichtbehandlungen: Lindert die Beschwerden, indem das Rotlicht die Durchblutung der Nase anregt und hilft, Bakterien zu bekämpfen. 10-15 Minuten täglich, Kinder kürzer.

  • Raumluft befeuchten: Feuchte Tücher im Raum aufhängen, um für eine feuchte Luft zu sorgen. Trockene Luft reizt die Schleimhäute der Nase zusätzlich.

Hält der Schnupfen länger als sieben Tage unverändert an oder treten weitere Beschwerden wie hohes Fieber oder Husten auf, sollte unbedingt ärztlicher Rat gesucht werden.

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Was verursacht einen Schnupfen?

Meist ist die Ursache für einen Schnupfen ein einfacher (unkomplizierter) viraler Infekt, sprich eine Erkältung. Häufigste Erreger sind dabei Rhino- und Coronaviren – darunter auch das neuartige SARS-CoV-2-Virus. Erwachsene leiden durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr unter Erkältungen, Kinder aufgrund des noch nicht vollständig entwickelten Immunsystems sogar bis zu zehnmal. Nur in etwa acht von 100 Fällen einer Erkältung mit Schnupfen sind Bakterien die Auslöser für die Infektion. Dagegen ist Schnupfen ein weniger typisches Symptom der Grippe.

Weitere Ursachen für Schnupfen

Immer häufiger leiden Menschen unter einer allergischen Rhinitis, dem allergisch bedingten Schnupfen. Sie kann wie beim Heuschnupfen auf bestimmte Jahreszeiten beschränkt sein (zum Beispiel durch Frühblüher oder Gräser, Roggen, Beifuß) oder ganzjährig auftreten, wenn das auslösende Allergen jederzeit vorhanden ist, etwa bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben, Katzenhaare oder Schimmel.

Eine behinderte Nasenatmung ist auch ein charakteristisches Symptom bei Nasenpolypen, also gutartigen Tumoren der Nasenschleimhaut. Auch chronischer Schnupfen sowie wiederholte Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen können mit Nasenpolypen einhergehen. Polypen entstehen, wenn die Nasenschleimhaut wiederholt gereizt wird. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn sich bei einer Schiefstellung der Nasenscheidewand an einigen Stellen verstärkt Nasensekret ansammelt und die Nase schlecht belüftet wird.

Nasenschleimhaut- und Nasennebenhöhlenentzündung: Schnupfen als Symptom

Da die Schleimhäute von Nase und Nebenhöhlen an bestimmten Stellen direkt ineinander übergehen, ist der Übergang von einem einfachen Schnupfen zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oft fließend. Ärzt*innen sprechen dann von einer akuten Rhinosinusitis. Typische Symptome sind neben dem Schnupfen Gesichtsschmerzen, die sich hinter der Stirn, der Wange oder als Zahnschmerzen am Oberkiefer bemerkbar machen. Die Schmerzen verstärken sich beim Drücken oder Klopfen mit den Fingern auf die betroffenen Stellen und ebenso, wenn der Kopf nach vorn geneigt wird. Der Schnupfen kann im weiteren Verlauf eitrig sein. Halten die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, hat sich aus der akuten Rhinosinusitis eine chronische Form entwickelt.

Diagnose bei Schnupfen

Durch die Erfassung der Krankheitsbeschwerden (Anamnese) und der körperlichen Untersuchung gewinnt der*die Hausarzt*Hausärztin oder der*die HNO entscheidende Hinweise auf die Ursache. So lässt sich unterscheiden, ob es sich um einen einfachen Schnupfen als Symptom einer Erkältung handelt, oder ob der Schnupfen beispielsweise auf eine Nasennebenhöhlenentzündung oder eine andere Infektion der Atemwege zurückzuführen ist.

Bei der körperlichen Untersuchung wird das Gesicht nach schmerzhaften Bereichen abgetastet. Zudem kann mit einem kleinen Spiegel (Rhinoskop) die Nasenschleimhaut begutachtet werden. Besteht der Verdacht auf einen allergischen Schnupfen, wird ein Allergietest durchgeführt.

In manchen Fällen müssen bildgebende Untersuchungen durchgeführt werden, etwa bei Nasenpolypen oder einer wiederkehrenden Rhinosinusitis zur Vorbereitung auf eine Operation. Möglich sind hierbei vor allem die Computertomografie (CT) und der Ultraschall (Sonografie).

Vorbeugende Tipps

Ein gesundes Immunsystem beugt einem Schnupfen und den zugrundeliegenden Infektionen effektiv vor. Wirksame Maßnahmen, ein intaktes Immunsystem aufzubauen sind:

  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
  • kalte Güsse und Saunieren
  • ausreichend Schlaf (etwa acht Stunden pro Nacht)
  • ausgewogene Ernährung
  • psychischen Stress meiden beziehungsweise vorhandenen Stress abbauen

In der Erkältungszeit ist es sinnvoll, sich regelmäßig die Hände zu waschen, um eine Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Außerdem können regelmäßige Nasenspülungen mit einer physiologischen Kochsalzlösung das Risiko, an Schnupfen zu erkranken, deutlich senken. Ideal ist diese durchzuführen, nachdem Kontakt mit vielen Menschen bestanden hat, beispielsweise nach der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

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