Häufiger Atemwegsinfekt

Akute Bronchitis: Symptome, Dauer und Therapie

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Eine akute Bronchitis wird meist durch Viren verursacht. Typische Anzeichen sind schwerer Husten und Symptome einer Erkältung wie Kopf- und Gliederschmerzen. Mehr zu Therapie und Dauer einer akuten Bronchitis.

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Artikelinhalte im Überblick:

Bronchitis: Elf schnelle und wirksame Hausmittel

Was ist eine akute Bronchitis?

Die akute Bronchitis wird auch Tracheobronchitis (Trachea = Luftröhre) genannt. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Entzündung der unteren Atemwege (Bronchien).

Hauptsymptom der akuten Bronchitis ist Husten, dazu kommen meist Erkältungssymptome wie Fieber sowie Muskel- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Abgeschlagenheit.

Die Krankheit ist sehr verbreitet, vor allem in den Wintermonaten. Fachleute gehen von durchschnittlich 80 Fällen wöchentlich pro 100.000 Einwohner aus. Im Normalfall ist eine akute Bronchitis nach etwa zwei Wochen überstanden. Sie kann aber auch länger dauern und ernste Folgen nach sich ziehen. Zeigen sich die Symptome Husten und Auswurf über mehr als drei Monate in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren, wird von einer chronischen Bronchitis gesprochen.

Akute Bronchitis: Symptome und Anzeichen

Eine akute Bronchitis äußert sich durch verschiedene Symptome. Generell ähneln sie denen einer einfachen Erkältung, allerdings steht der Husten im Vordergrund. Dieser tritt anfangs meist als trockener Reizhusten, später oft mit schleimigem oder eitrigem Auswurf, auf und kann sehr schmerzhaft sein.

Weitere Bronchitis-Symptome können sein:

  • Schmerzen oder ein wundes Gefühl hinter dem Brustbein
  • Fieber, selten höher als 39 Grad Celsius
  • Kopfschmerzen
  • Muskel- und Gliederschmerzen

Weitere Anzeichen akuter Bronchitis können sein:

  • geschwollene Lymphknoten am Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit, belegte Stimme
  • Schwellung der Nasenschleimhaut mit Behinderung der Nasenatmung
  • verstopfte Nase
  • anfangs wässrig-klarer, später dickflüssiger und eventuell gelblicher Schnupfen
  • Niesen
  • Druckgefühl auf den Ohren
  • vermehrtes Schwitzen, vor allem nachts
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit

Komplikationen bei akuter Bronchitis

Eine häufige Komplikation bei viral bedingter, akuter Bronchitis ist eine zusätzliche Infektion mit Bakterien. In der entzündeten Schleimhaut können sich die Bakterien besonders leicht ansiedeln. Dieses Phänomen wird auch bakterielle Superinfektion oder Sekundärinfektion (Zweitinfektion) genannt. Ist die Schleimhaut von bakteriellen Erregern befallen, so ändert sich typischerweise die Beschaffenheit des abgesonderten Schleims, der abgehustet wird.

Typische Symptomatik der akuten Bronchitis mit bakterieller Sekundärinfektion ist gelblich bis grünlich-eitriger, schleimiger und zähflüssiger Auswurf. Bei bakterieller Superinfektion sind auch eine Beteiligung der Nase sowie eine Nasennebenhöhlenentzündung typisch.

Aus einer eitrigen Bronchitis kann sich auch eine Lungenentzündung (Bronchopneumonie) entwickeln, die sich in der Regel in einem Anstieg des Fiebers und vermehrtem Krankheitsgefühl äußert.

Bei Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale kommt es häufig zu Luftnot, die mehrere Wochen anhalten kann.

Akute Bronchitis: Ursachen und Ansteckung

Ursache der Bronchitis ist in 90 Prozent aller Fälle eine Virusinfektion der Bronchialschleimhäute. Bei Vorerkrankungen der Lunge und Bronchien sind Bakterien häufige Auslöser. Eine Pilzinfektion oder Giftstoffe sind ebenfalls mögliche, aber seltene Auslöser der akuten Bronchitis. Auch nichtinfektiöse Ursachen der akuten Bronchitis sind denkbar, etwa Schadstoffe (Staub) oder Reizgase (zum Beispiel Ammoniak, Chlorgas).

Eine akute Bronchitis ist sehr ansteckend. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über eine Tröpfcheninfektion: Dabei werden die Erreger in kleinsten Tröpfchen übertragen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen versprüht werden. 

Kälte begünstigt akute Bronchitis

Die Kälte in den Herbst- und Wintermonaten mit Auskühlung von Fingern, Zehen, Nase und Ohren begünstigt die Entstehung einer akuten Bronchitis. Das liegt an der kältebedingten Herabsetzung der körpereigenen Abwehr, durch die Erreger leichter in die Schleimhäute eindringen können.


Akute Bronchitis: Therapie und Medikamente

Die Behandlung der akuten Bronchitis besteht in erster Linie in körperlicher Schonung. Da es gegen Viren keine ursächliche Therapie gibt, wird die Krankheit meist nur symptomatisch behandelt.

Welche Medikamente bei akuter Bronchitis?

Die Atemwegserkrankung heilt meist ohne Medikamente aus. Gegen den starken Hustenreiz wird häufig ein Hustenstiller (Antitussivum) verschrieben. Zum Einsatz kommen auch Hustenlöser, die das Abhusten des Schleims erleichtern.

Fieber sollte nur dann medikamentös gesenkt werden, wenn es über 39 Grad Celsius steigt. Zum Einsatz kommt dann der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, allerdings nicht bei Kindern, oder Paracetamol. Antibiotika sind nur dann angezeigt, wenn es sich um eine bakterielle Entzündung handelt. Gegen durch Viren hervorgerufene Erkrankungen wirken Antibiotika nicht.

Akute Bronchitis: Diese Hausmittel helfen

  • Viel trinken: Ausreichend Wasser und milde Teesorten mit Lindenblüten, Kamille, Thymian, Fenchel, Anis oder Spitzwegerich.

  • Eukalyptus, Salbei, Thymian, Minze, Basilikum und Teebaum enthalten Cineol. Es wirkt bakterizid, entzündungshemmend und schleimlösend und unterstützt das Abhusten. 

  • Auch Holundersaft ist ein bekanntes Hausmittel bei akuter Bronchitis.

  • Bei akuter Bronchitis eignen sich besonders gut Inhalationen und Brustumschläge mit Eukalyptus. Für Kinder und Menschen mit Asthma bronchiale sollten mildere Mittel (etwa Thymian und Kamille) für die Inhalation genutzt werden. Ätherische Öle können etwa einen Asthmaanfall triggern.

  • Bei sehr trockener Luft verbessern feuchte Tücher über der Heizung die Luftfeuchtigkeit und wirken so Reizhusten entgegen.

Wann zum Arzt bei akuter Bronchitis?

Sind die Beschwerden einer akuten Bronchitis besonders hartnäckig oder tritt höheres Fieber (über 39 Grad) auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Gleiche gilt, wenn zusätzliche Beschwerden wie

  • Luftnot,
  • übermäßige Schwäche,
  • hartnäckige Kopfschmerzen
  • sowie eitriger oder blutiger Auswurf auftreten.

Patient*innen mit einer chronischen Erkrankung der Lunge sollten allerdings frühzeitig den*die Lungenfacharzt*Lungenfachärztin aufsuchen, da bei ihnen die Erkrankung oft schwerer verläuft und intensivere Therapiemaßnahmen notwendig sind.

Diagnose der akuten Bronchitis

Bei komplikationslosem Verlauf sind bei der akuten Bronchitis keine besonderen Untersuchungen notwendig. Meist genügt zur Diagnose schon die Schilderung der Beschwerden. Bei Beteiligung der oberen Atemwege wird der Blick in den Rachen die Diagnose der akuten Bronchitis dann meist bestätigen. Hier zeigt sich eine Rötung, eventuell sind die Mandeln vergrößert und die Zunge belegt. Bei der Untersuchung des Halses können sich schmerzhaft vergrößerte Lymphknoten finden. Bei einer begleitenden Nasennebenhöhlenentzündung besteht oft ein Klopfschmerz über der Stirn oder den Wangen.

Abhören der Lunge und Blutuntersuchung

Das Abhören der Lunge (Auskultation) gehört zu den wichtigen Untersuchungen bei der Diagnose der akuten Bronchitis. Dabei wird auch nach Hinweisen auf eine Lungenentzündung gesucht. Gelegentlich kommt es im Rahmen einer akuten Bronchitis zu Verengungen der Atemwege, was sich durch das Stethoskop als sogenanntes Giemen und Brummen bemerkbar macht. Auch Schleim in den Atemwegen verursacht typische Geräusche.

Bei Verdacht auf einen bakteriellen Infekt kann eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.

Verlauf: Wie lange dauert eine akute Bronchitis?

Eine akute Bronchitis dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Bleibt es bei trockenem Husten, kann die Infektion schon nach acht bis zehn Tagen abheilen. Bei ungünstigen Voraussetzungen, beispielsweise wenn der*die Betroffene raucht, kann die Entzündung der Bronchialschleimhäute länger andauern und auch in eine chronische Bronchitis übergehen.

Vorbeugung akuter Bronchitis

Beim Vorbeugen der akuten Bronchitis spielen die Stärkung des Immunsystems und die Vermeidung einer Ansteckung eine entscheidende Rolle.

Immunsystem stärken:

  • Stressreduktion
  • regelmäßige Bewegung
  • Sport
  • ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
  • Schlafhygiene
  • Wechselbäder
  • vor feuchter Kälte schützen

Ansteckung vermeiden:

  • Vermeidung von körperlichem Kontakt zu Erkrankten
  • Hygieneregeln beachten und typische Keimfallen meiden
  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen
Zusammenfassung


Was ist eine akute Bronchitis? Eine vorübergehende Entzündung der unteren Atemwege (Bronchien). Auslöser ist meist eine virale Infektion. Die Krankheit ist sehr ansteckend.

Symptome: Typisch ist ein trockener, starker Husten, der im weiteren Verlauf von Auswurf begleitet wird. Dazu kommen Erkältungssymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen.

Dauer: Im Normalfall zwei bis drei Wochen.

Therapie: Neben Bettruhe können Hustensäften und schleimlösende Hausmittel wie Salbeitee und Inhalationen mit Eukalyptus, Thymian oder Kamille die Beschwerden lindern.

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