Hustenstiller, Hustenlöser, Hausmittel

Husten: Was hilft gegen Hustenreiz?

Unter Husten versteht man einen natürlichen Reflex, der infolge einer Infektion oder als Reaktion der Atemwege auf äußere Reize wie Rauch auftreten kann. Welche Ursachen hinter Hustenreiz stecken können und welche Hausmittel helfen.

husten
Starker Husten ist ein Symptom verschiedener Erkrankungen und kann Betroffene sehr quälen.
© iStock.com/nensuria

Husten kann durch viele unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden: So lösen zum Beispiel äußere Reize wie Rauch oder Staub Hustenreiz aus. Husten kann aber auch durch Erkältungen oder andere Viruserkrankungen (zum Beispiel Bronchitis), Asthma bronchiale, einen Rückfluss der Magensäure (Reflux) sowie Herzkrankheiten und Lungenkrankheiten entstehen.

Schnelle Tipps und Hausmittel gegen Husten

Akuter und chronischer Husten, produktiver und trockener Husten

Der Arzt unterscheidet zwischen akutem und chronischem Husten sowie zwischen Husten mit Auswurf von Schleim (produktiver Husten) und ohne (trockener Husten). Ein Husten wird als chronisch bezeichnet, wenn er länger als drei Wochen andauert.

Produktiver Husten befördert übermäßigen Schleim, der sich zum Beispiel bei einer Virusinfektion bilden kann, aus den Bronchien. Dagegen tritt trockener Husten häufig als Reaktion auf äußere Einflüsse wie Staub auf.

Husten in Verbindung mit Atembeschwerden, Auswurf und rasselnden Lungengeräuschen kann auf eine akute Bronchitis hinweisen. Auch hier empfiehlt sich eine Vorstellung beim behandelnden Arzt. Dabei können zusätzliche Symptome wie Auswurf, Schmerzen im Brustbereich oder Atemnot auftreten.

Bei einer chronischen Bronchitis ist der Schleim zum Beispiel gelblich-grün und eitrig, bei einer Lungenentzündung dagegen eher schaumig und manchmal rötlich gefärbt. Zudem unterscheiden Ärzte bellenden, röhrenden und heiseren Husten. Ist ein Husten nach drei Wochen noch nicht abgeklungen, spricht man von chronischem Husten.

Entwickelt sich Erkältungshusten zu einem dauerhaften Reizhusten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig, damit zum Beispiel eine atypische Lungenentzündung oder andere schwerwiegende Erkrankungen frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden können.

Reizhusten: Was hilft bei trockenem Husten?

Nächtlicher Husten als Warnsignal

Bei einigen Erkrankungen (zum Beispiel Herzschwäche) tritt der Husten überwiegend nachts auf. Bei einer chronischen Bronchitishingegen ist der Hustenreiz hauptsächlich morgens vorhanden. Bei langanhaltendem oder starkem Husten können Symptome wie Schmerzen im Brustbereich oder Atemnot hinzukommen. Bei einer Keuchhusten-Infektion kommt es nach einem Hustenanfall oftmals zum Erbrechen.

Ursachen von Husten

Die Ursachen von Husten sind sehr unterschiedlich. Husten tritt oft infolge verschiedener Erkrankungen wie etwa Erkältungen, Grippe oder Asthma bronchiale auf. Weitere Gründe sind zum Beispiel Zigarettenrauch oder allergieauslösende Stoffe.

Hustenreiz kann durch Fremdkörper wie Brotkrümel und Speichel in der Luftröhre ausgelöst werden. Durch den Hustenvorgang werden die Fremdkörper wieder aus den Atemwegen befördert. Husten kann auch als Schutzreaktion gegen Schadstoffe in der Luft (etwa Rauch oder Gas) auftreten.

Die häufigsten Ursachen für Husten sind Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder Grippe. Dabei bildet sich vermehrt Schleim in den Bronchien. Durch Husten werden die Atemwege von diesem Schleim befreit. Außer Erkältungen oder Grippe können unter anderem die folgenden Krankheiten zu Husten führen:

Raucher leiden vermehrt unter Husten. Bei ihnen kann es infolge von starkem Tabakkonsum zu einer chronischen Bronchitis kommen.

Diagnose bei Husten

Bei Husten wird der Arzt versuchen, die Ursache dafür zu klären. In vielen Fällen kann er eine akute Erkältung oder Grippe anhand weiterer Symptome wie Schnupfen oder Fieber diagnostizieren. Zusätzlich wird er fragen, ob der Husten eher trocken oder mit Auswurf verbunden ist. Mittels Farbe und Konsistenz des Auswurfs kann der Arzt gegebenenfalls bereits die eigentliche Erkrankung diagnostizieren. Indem er die Atemwege abhört, ist es ihm möglich, auffällige Atemgeräusche festzustellen, die zum Beispiel auf eine Lungenentzündung hindeuten.

Bei unbestimmtem chronischen Husten und/oder bei Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung ordnet der Arzt in der Regel eine Blutuntersuchung, eine Untersuchung des Auswurfs, eine Röntgenuntersuchung und gegebenenfalls eine Spiegelung der Atemwege und Lunge (Bronchoskopie) an. Vor allem bei Kindern kann ein lang andauernder Husten ohne die typischen Begleitsymptome einer Erkältung ein Hinweis auf Asthma bronchiale sein. Eltern sollten mit ihren Kindern deshalb den Kinderarzt aufsuchen, wenn die Kinder über einen längeren Zeitraum husten und sich die Symptome nicht bessern. Auch eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie besipielsweise Keuchhusten kann bei Kindern sinnvoll sein.

Husten oder Keuchhusten?

Keuchhusten beginnt meist harmlos mit Schnupfen und Abgeschlagenheit. Nach ein bis zwei Wochen kann es zu krampfartigen Hustenanfällen kommen. Bei Erwachsenen sind die Symptome nicht immer so eindeutig wie bei kleinen Kindern. Folgende Merkmale geben Hinweise, ob sich hinter dem Husten eventuell eine Keuchhusten-Erkrankung verbirgt:

  1. Der Husten hält bereits mehrere Wochen an (länger als 14 Tage).
  2. Der Husten ist besonders hartnäckig.
  3. Der Husten verursacht Atembeschwerden und Schmerzen im Brustkorb.
  4. Der Schlaf ist gestört und die Leistungsfähigkeit vermindert.
Alles zum Thema Keuchhusten lesen Sie in diesem Artikel.

Mögliche Therapien: Hustenlöser oder Hustenstiller?

Gegen Husten stehen verschiedene Therapien zur Verfügung. Bei Bedarf verschreibt der Arzt entweder sogenannte Hustenlöser und/oder Hustenstiller. Die weitere Behandlung richtet sich in der Regel nach der Grunderkrankung.

Bei Erkältung oder Grippe kommt es zu vermehrter Schleimbildung. Wenn sich zäher Schleim in den Bronchien festsetzt, helfen Hustenlöser dabei, den Schleim zu verdünnen und zu lösen. So können Betroffene diesen besser abhusten. Hustenlöser sollten immer morgens eingenommen werden, damit über den Tag abgehustet werden kann.

Hustenlöser sind in Form von Sirup, Brausetabletten oder Saft erhältlich. Je nach Ausprägung des Hustens empfiehlt der Arzt leichte Präparate, die ohne Rezept erhältlich sind, oder stärkere verschreibungspflichtige Medikamente. Einige Wirkstoffe setzen an den Bronchien an (zum Beispiel Ambroxol und N-Acetylcystein), andere unterdrücken die Schleimbildung, indem sie die Nervenreize unterdrücken, die zu einer Sekretbildung führen (etwa Anticholinergika).

Zur weiteren Therapie bei Husten gehören sogenannte Hustenstiller. Diese gibt es in der Regel in Form von Saft oder Sirup. Hustenstiller setzen in den meisten Fällen ebenfalls im Gehirn an, wo sie den Hustenreiz unterdrücken (etwa Kodein). Empfehlenswert sind Hustenstiller vor allem bei trockenem Reizhusten und zur Beruhigung für die Nacht. Auch mit pflanzlichen Präparaten, zum Beispiel aus Thymian, Efeu oder Primel, lässt sich Husten unter Umständen lindern. Verschiedene Wirkstoffe von Hustenstillern dürfen nciht bei COPD und Asthma angewendet werden.

Hausmittel gegen Husten

Bei harmlosem Husten oder zur Unterstützung einer medikamentösen Behandlung können verschiedene Hausmittel angewendet werden, um den Husten zu lindern.

  • Ausreichend trinken: Gut geeignet sind Tees aus Holunder, Spitzwegerich oder Thymian. Der Tee kann mit Honig gesüßt werden.

  • Eine Dampfinhalation mit Salz oder anderen Zusätzen ist bei Erkältungshusten geeignet.

  • Brustwickel: Eine etwa 1 cm dicke Schicht aus warmem Magerquark auf ein dünnes Leinentuch streichen und das Tuch für ein bis zwei Stunden auf den Brustkorb legen.

  • Ein frischer Sud aus einer Handvoll Thymian-Kraut und 1 Liter Wasser eignet sich als Badezusatz für ein Vollbad.

  • Warme Milch mit Honig hilft gegen trockenen Reizhusten.

  • Zwiebelsaft: Eine frische Zwiebel auspressen und den Saft trinken.

  • Duftlampe: Zwei bis drei Tropfen ätherisches Öl in eine Duftlampe geben, zum Beispiel Latschenkiefer oder Eukalyptus.

Schnelle Tipps und Hausmittel gegen Husten

Verlauf des Hustens

Husten verläuft immer unterschiedlich, je nach Grunderkrankung. In den meisten Fällen klingt ein Husten nach einigen Tagen oder Wochen ab. Hält der Husten länger als drei Wochen an, spricht man von einem chronischen Husten.

In den meisten Fällen tritt Husten als Begleitsymptom einer Erkältung oder Grippe auf. Ist dies der Fall, klingt er nach einigen Tagen oder spätestens ein bis zwei Wochen ab. Bei einer chronischen Erkrankung wie chronischer Bronchitis oder Asthma bronchiale dauert der Husten länger an oder tritt immer wieder auf.

Husten infolge von Keuchhusten kann sich ebenfalls über mehrere Wochen hinziehen. Hier kommt es häufig zu regelrechten Hustenanfällen mit anschließendem Erbrechen.

Husten vorbeugen?

Verschiedenen Arten von Husten kann vorgebeugt werden, indem zum Beispiel auf das Rauchen verzichtet und ausreichend getrunken wird. Gegen Grippe als Ursache von Husten senkt eine Impfung das Risiko.

Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken zudem das Immunsystem und machen weniger anfällig für Erkältungen. Es ist zudem ratsam, ausreichende Mengen pro Tag zu trinken. Ärzte empfehlen älteren und abwehrgeschwächten Menschen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Wer an Asthma bronchiale oder an einem allergiebedingten Husten leidet, sollte allergieauslösende Stoffe (zum Beispiel Tierhaare bei einer Tierhaar-Allergie) meiden.

Die besten Hausmittel gegen Erkältung
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