Pylorusstenose

Magenpförtnerverengung bei Neugeborenen

Bei der Magenpförtnerverengung ist der Magenausgang von Neugeborenen verengt, die Nahrung aus dem Magen kann nicht oder nicht komplett in den Dünndarm weitertransportiert werden. Es kommt zu schwallartigem Erbrechen.

Mutter hält Hand ihres Babys
Eine Magenpförtnerverengung bei Babys ist vermutlich erblich bedingt
(c) Marili Forastieri

Pylorusstenose, auch Magenpförtnerverengung genannt, bezeichnet eine Verengung des Magenausgangs, die bei etwa drei von 1.000 Neugeborenen vorkommt. Die Erkrankung äußert sich durch schwallartiges Erbrechen, das meistens zwischen der dritten und zehnten Lebenswoche auftritt. Jungen sind etwa fünfmal häufiger betroffen als Mädchen.

Symptome der Magenpförtnerverengung

Die Verengung des Magenausgangs führt dazu, dass die Nahrung aus dem Magen nicht oder nicht komplett in den Dünndarm weitertransportiert werden kann. Dadurch staut sich die Nahrung im Magen an und wird bei einer Magenpförtnerverengung explosionsartig erbrochen. Dennoch trinken Babys mit Pylorusstenose gierig, da Hunger und Durst nicht gestillt werden können. Durch den Mangel an Nährstoffen und Flüssigkeit nehmen betroffene Babys innerhalb weniger Tage sehr schnell ab und scheiden immer weniger Urin aus. Der Stuhlgang bekommt eine ähnliche Form wie Hasenköttel. Meistens werden die Kinder zunächst unruhig und später teilnahmslos.

So entsteht die Pylorusstenose

Bei der Pylorusstenose ist der Muskel verdickt, der die Pforte vom Magen zum Dünndarm reguliert (Pylorus, lat.: Pförtner). Wie es zu der Verdickung kommt, ist bislang nicht geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass genetische Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen, da die Störung oft familiär gehäuft auftritt.

Diagnose der Magenpförtnerverengung

Eine Pylorusstenose kann mithilfe bestimmter Blutwerte und einer Ultraschall-Untersuchung diagnostiziert werden. Besteht weiterhin Unklarheit, kann eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmitteln hilfreich sein.

Magenpförtnerverengung macht Operation nötig

Zur Behandlung einer Magenpförtnerverengung wird der verengte Pförtnermuskel operativ erweitert. Nach Möglichkeit wird die Operation endoskopisch durchgeführt (Laparoskopie) und auf einen offenen Eingriff verzichtet. Wenn Babys aufgrund der Magenpförtnerverengung stark ausgetrocknet sind oder der Kreislauf nicht stabil genug ist, werden sie vor der Operation mit Kochsalz-Infusionen versorgt.

Verlauf der Magenpförtnerverengung

Wenn Neugeborene mit Pylorusstenose nicht rechtzeitig behandelt werden, kann es durch die Austrocknung des Körpers zu ernsthaften Kreislaufstörungen kommen. Nach einer Operation können Babys meistens innerhalb von zwei Tagen wieder normal trinken und aus dem Krankenhaus entlassen werden. Eine Nachbehandlung ist in der Regel nicht nötig.

Vorbeugen ist nicht möglich

Einer Pylorusstenose (Magenpförtnerverengung) bei Neugeborenen kann man nicht vorbeugen, da die Entstehungsmechanismen nicht bekannt sind und vermutlich erbliche Faktoren eine Rolle spielen.

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