Packungsbeilage oder Gebrauchsinformation

Beipackzettel richtig lesen: Diese Informationen sind besonders wichtig

Wie man ein Medikament richtig einnimmt, erfährt man nicht nur vom Arzt oder Apotheker, sondern auch anhand des Beipackzettels (auch Packungsbeilage oder Gebrauchsinformation genannt). Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Dosierung: In den einzelnen Abschnitten wird das Wichtigste erklärt, was der Patient über das Arzneimittel wissen muss. Doch nicht immer ist diesem klar, was gemeint ist. So liest man den Beipackzettel richtig

Beipackzettel für Tabletten
Der Beipackzettel enthält wichtige Informationen zum Medikament.
© iStock.com/EdnaM

Sie haben von Ihrem Arzt ein Medikament verschrieben bekommen oder sich ein Arzneimittel ohne Rezeptpflicht in der Apotheke besorgt. Idealerweise haben Sie dann bereits vom Experten Anweisungen bekommen, wie die Arznei einzunehmen ist. Trotzdem ist es wichtig, sich den Beipackzettel durchzulesen. Denn hier stehen Informationen, die Sie unbedingt beachten sollten – zum Beispiel, ob man die Tabletten zum Essen oder auf nüchternen Magen einnehmen soll oder welche Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Die wichtigsten Punkte des Beipackzettels kurz erklärt:

Zusammensetzung des Arzneimittels

Ein Wirkstoff alleine macht noch lange kein Medikament aus. Damit aus dem Wirkstoff eine Tablette, eine Kapsel, ein Saft etcetera wird, sind Hilfsstoffe erforderlich. Welche Hilfsstoffe in dem betreffenden Medikament stecken, ist in diesem Abschnitt aufgeführt.

Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete sind Beschwerden und Erkrankungen, für die das Arzneimittel geeignet ist. Vor der Zulassung haben entsprechende Untersuchungen ergeben, dass das Arzneimittel bei diesen Beschwerden/Erkrankungen wirksam ist. Im Rahmen der Zulassung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diese Daten geprüft und das Arzneimittel für diese Anwendungsgebiete zugelassen.

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Gegenanzeigen

Gegenanzeigen sind Umstände, die gegen die Anwendung des betreffenden Arzneimittel sprechen. Das können etwa andere Erkrankungen sein, Stoffwechselstörungen oder bestimmte Lebensphasen. In diesem Abschnitt steht zum Beispiel, ab welchem Alter man ein Arzneimittel Kindern geben darf, beziehungsweise ob es für Kinder überhaupt geeignet ist. Dort steht auch, ob die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit möglich ist oder nicht. Die Kombination mit anderen Arzneimitteln kann die Wirkung eines Medikaments abschwächen oder verstärken. Es können auch unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Welche Arzneimittel besser nicht zu dem Medikament, von dem der Beipackzettel stammt, kombiniert werden sollten, das verrät der Abschnitt "Wechselwirkungen". Manchmal verursachen auch Lebensmittel solche Wechselwirkungen. Ist das der Fall, findet sich ebenfalls ein Hinweis.

Nebenwirkungen

Neben den erwarteten und erwünschten Wirkungen kann ein Arzneimittel auch unerwünschte Begleiterscheinungen haben, so genannte Nebenwirkungen. Die Gebrauchsinformation listet unter "Nebenwirkungen" alle Begleiterscheinungen auf, die bei der Anwendung des Präparates sowie bei anderen Präparaten mit dem gleichen Wirkstoff bisher beobachtet wurden. Nebenwirkungen werden sogar dann genannt, wenn es lediglich einzelne Fälle davon gab.

Anhand der Formulierung kann man die Häufigkeit einschätzen, mit der die Nebenwirkungen in der Regel auftreten.

  •     "Sehr Häufig" mehr als zehn Prozent der Anwender sind betroffen
  •     "Häufig" mehr als ein Prozent der Anwender sind betroffen
  •     "Gelegentlich" mehr als 0,1 Prozent der Anwender sind betroffen
  •     "Selten" mehr als 0,01 Prozent der Anwender sind betroffen
  •     "Sehr selten" weniger als 0,01 Prozent der Anwender sind betroffen

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Damit man mit einem Arzneimittel auch die beabsichtigte Wirkung erzielt, muss man es richtig anwenden. Richtig anwenden heißt, es zum geeigneten Zeitpunkt – zum Beispiel vor, zum oder nach dem Essen – einnehmen, und die Einnahme regelmäßig zu wiederholen (falls erforderlich), zum Beispiel dreimal am Tag. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Menge, die man vom Arzneimittel einnehmen sollte – die so genannte Dosierung. Sie kann zum Beispiel vom Alter abhängen, vom Krankheitsbild oder vom Körpergewicht. Bevor man mit der Einnahme beginnt, sollte man sich in diesem Abschnitt sorgfältig über das Wann, das Wie und das Wie viel informieren. Das gilt insbesondere gerade dann, wenn man ein Kind in Eigenregie behandeln möchte.

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