Was ist zu beachten?

Facelifting: Falten im Gesicht behandeln

Ziel beim Facelifting ist eine Straffung der Haut im Gesicht und Übergang zum Hals. Der Eingriff zählt zur plastischen Chirurgie. Wer mit dem Gedanken dieses Eingriffs spielt, hat vorab meist viele Fragen: Was genau wird beim Facelifting gemacht? Was gilt es zu beachten?

Ältere Frau mit Falten im Gesicht
Ziel beim Facelifting sollte niemals ein völlig faltenfreies Gesicht sein.
© iStock.com/Ridofranz

Immer dann, wenn der äußerlich sichtbare Alterungsprozess des Gesichts im Widerspruch zu dem inneren Selbstgefühl steht, kann dies durch ein Facelifting positiv verändert werden. Ziel kann und sollte dabei jedoch niemals ein völlig faltenfreies Gesicht sein.

Artikelinhalte im Überblick:

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Was ist ein Facelifting?

Durch den Eingriff ist eine möglichst dauerhafte Korrektur der Altersfolgen des gesamten Gesichts möglich. Durch Korrektur des Elastizitätsverlusts der Haut und des Unterhautgewebes, insbesondere im Bereich der Wangen (so genannten Bäckchen) und des Halses, wird dadurch wieder ein frischeres und jugendlicheres Aussehen erreicht ohne operiert auszusehen.

Wann kommt ein Facelifting nicht infrage?

Wenn ein deutlich erhöhtes Operationsrisiko durch Allgemeinerkrankungen besteht, sollte dieser Eingriff, wie auch bei allen anderen ästhetischen Operationen, erst nach sorgfältiger Untersuchung und Beratung in Erwägung gezogen werden.

Vorbereitung auf das Facelifting

Eine allgemeinärztliche Untersuchung sollte grundsätzlich vorab erfolgen, einschließlich Laboruntersuchungen, Blutdruckkontrolle und EKG. Aspirin sowie jegliche acetylsalicylsäurehaltigen Medikamente dürfen drei Wochen vor der Operation nicht mehr eingenommen werden, um eine Nachblutungsgefahr zu vermeiden. Eine professionelle Hautbehandlung durch eine geschulte Kosmetikerin ist vor der Behandlung äußerst hilfreich. Da Nichtraucher eine wesentlich geringere Komplikationsrate haben, sollte wenn irgendmöglich vier Wochen vor einer solchen Operation nicht mehr geraucht werden.

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Was passiert beim Facelifting genau?

Um durch ein Facelifting eine natürlich erscheinende Verjüngung des gesamten Gesichts zu erreichen, ohne sichtbare Operationszeichen und ohne die ästhetische Einheit des Gesichts zu verändern, darf nicht nur die Gesichtshaut gespannt werden. Fast immer wird ein so genanntes mehrschichtiges Operationsverfahren angewendet. Die tieferen Strukturen des Gesichts werden dabei separat von der Haut gelöst und korrigiert. Haut, Muskeln, Fett und Bindegewebe befinden sich in unterschiedlichen Schichten und verändern sich beim Altern ebenfalls unterschiedlich. Bei einem korrekten Facelifting wird jede dieser Strukturen nach einer individuellen Analyse korrigiert.

Im Idealfall wird das Facelifting mit einem Stirnlifting kombiniert (ein- oder zweiseitig), um die ästhetische Einheit des Gesichts zu bewahren. Dabei werden abgesunkene Augenbrauen angehoben, überaktive Muskeln im Stirn- und Augenbereich geschwächt, das abgesunkene Wangenfett, das die so genannten Wangenbäckchen verursacht, wird ebenfalls angehoben, die Mundhebermuskeln werden gestrafft und der erschlaffte Hals wird durch Zügelung des flächigen Halsmuskels korrigiert. Nach Korrektur der tieferen Strukturen kann die Haut ohne wesentliche Spannung wieder darüber ausgebreitet werden.

Dies sind die besten Voraussetzungen, um durch den Eingriff Änderungen des Gesichtsausdrucks und der Mimik sowie auffällige Operationsnarben zu vermeiden. Bei der Schnittführung, die vor der Operation genau vor einem Spiegel demonstriert werden sollte, soll der natürliche Haaransatz im Schläfenbereich und Stirnbereich möglichst erhalten und nicht verlagert werden. Dies gelingt nur durch den so genannten Schnitt an der Stirn-Haargrenze (auch genannt hairline cut). Am Ohr kann dieser hinter dem Ohrknorpel oder direkt davor liegen. Der Schnitt wird anschließend um das Ohrläppchen herumgeführt, verläuft knapp auf der Rückfläche der Ohrmuschel und von dort in der behaarten Nackenhaut aus.

Ambulanter Eingriff oder Klinikaufenthalt?

Der Eingriff wird grundsätzlich während eines Klinikaufenthalts durchgeführt. Dadurch ist der Eingriff wesentlich sicherer für den Patienten, Komplikationen treten seltener auf.

Erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose?

Der Eingriff kann unter Vollnarkose oder in Lokalanästhesie oder Tumeszenzlokalanästhesie mit begleitendem Dämmerschlaf durchgeführt werden.

Was muss man nach dem Facelifting beachten?

Nach dem direkten Klinikaufenthalt sind regelmäßige ambulante Nachbehandlungen notwendig. Nach zehn bis 14 Tagen sind in aller Regel die Folgen der Operation, Schwellungen, Blutergüsse, deren Ausmaß individuell unterschiedlich ist, abgeklungen, so dass sich danach bereits ein überzeugendes Ergebnis zeigt. Eine kosmetische Nachbehandlung der Haut einschließlich Lymphdrainage kann in Einzelfällen äußerst hilfreich sein.

Muss ich später noch mal zum Arzt?

Eine ambulante Nachsorge ist zur Hautpflege, zum Entfernen des Nahtmaterials notwendig. Der Zeitraum der ambulanten Nachsorge ist unterschiedlich.

Kann eine Gesichtsstraffung rückgängig gemacht werden?

Ein Facelifting kann nicht rückgängig gemacht werden. In Einzelfällen ist jedoch einmal eine Nachkorrektur notwendig und sinnvoll. So kann zum Beispiel eine überschießende Narbenbildung besonders im Nackenbereich nach etwa einem halben Jahr korrigiert werden.

Kann man ein Facelifting auch mehrmals machen lassen?

Bei korrekter Durchführung erreicht der Chirurg durch den Eingriff einen Verjüngungseffekt von acht bis zwölf Jahren. Ein Alterungsprozess kann selbstverständlich nicht aufgehalten werden, das Ergebnis der Operation nimmt der Patient aber bei fortschreitender Alterung mit. Ein erneutes Face- und Halslifting nach dem genannten Zeitraum kann grundsätzlich durchgeführt werden.

Risiken bei einer Gesichtsstraffung

Wie bei jeder Operation bestehen auch bei einem korrekt ausgeführten Facelifting Komplikationsmöglichkeiten. Wundheilungsstörungen, Nachblutung, Nervschädigung sind jedoch in der Hand des erfahrenen und gut ausgebildeten ästhetischen Chirurgen äußerst selten.

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