Entzündung der Haut

Sonnenbrand: Was hilft gegen Schmerzen & Jucken?

Qualitätssiegel Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Experten geprüft

Gerötete Haut, brennende Schmerzen: Ein Sonnenbrand ist unangenehm. Doch nicht nur das: Jede Verbrennung erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Welche Hausmittel im Akutfall helfen, wie Sie Ihren Hauttypen bestimmten und wie Sie sich vor einem Übermaß an UV-Strahlen schützen.

schwerer sonnenbrand haut schält sich
Jeder einzelne Sonnenbrand ist einer zu viel.
© iStock.com/Barcin

Was wir als Sonnenbrand kennen, ist medizinisch gesehen eine Entzündung der Haut, die lateinisch Dermatitis solaris genannt wird. Diese entsteht, sobald die Haut einer für sie zu intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt wurde.

Unter natürlichen Bedingungen entsteht Sonnenbrand hauptsächlich durch die Wirkung der ultravioletten Anteile des Sonnenlichts, der UV-Strahlung. Ebenso kann künstliche UV-Strahlung von einem Bräunungsstudio oder Solarium einen Sonnenbrand hervorrufen. Die Krankheitszeichen sind mit denen einer Verbrennung vergleichbar und sollten auch so behandelt werden.

Gesund sonnen

Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für Hautkrebs

Ein Sonnenbrand ist unangenehm, heilt jedoch nach einigen Tagen wieder ab. Doch die Haut vergisst keine dieser Schädigungen. Häufige Sonnenbrände sind ein wesentlicher Risikofaktor für Hautkrebs, besonders wenn diese im Kindesalter auftreten.

Sonnenbrand: Symptome und Stadien

Die typischen Symptome für einen Sonnenbrand sind Rötungen und Schwellungen sowie eine Überhitzung der Haut. All das tritt kombiniert mit brennenden Schmerzen und zuweilen auch einem quälendem Juckreiz auf. Bei einem schweren Sonnenbrand können noch Hautblasen hinzukommen, die sich später als Hautfetzen abpellen lassen.

Die Symptome treten je nach Hauttyp und Intensität der Sonnenstrahlen nach drei bis sechs Stunden auf, die Rötung erreicht dann innerhalb von 24 Stunden ihre Blüte. Achtung: Auch wer sich mit Sonnenschutzmitteln eingecremt hat, kann einen Sonnenbrand bei zu langer Sonnenexposition erleiden.

Sonnenterrassen sind besonders gefährdet

Die Veränderungen der Haut sind meist scharf begrenzt und betreffen die Hautareale, die der UV-Strahlung ausgesetzt waren. Typische Stellen für einen Sonnenbrand sind die sogenannten "Sonnenterrassen": Schultern, Dekolleté, Stirn, Nasenrücken, Ohren und Fußrücken. Doch im Prinzip kann ein Sonnenbrand überall am Körper entstehen, wenn die Haut zu lange der Sonne ausgesetzt wird.

Bis die Beschwerden abklingen, kann über eine Woche verstreichen. Wenn ein Sonnenbrand abheilt, juckt die betroffene Haut und schält sich meist sogar ab. Im Fall eines leichten Sonnenbrands schlägt die Rötung hinterher meist in eine Bräunung der Haut um.

Schweregrade eines Sonnenbrandes

Wie bei Verbrennungen wird der Sonnenbrand in drei Schweregrade eingeteilt:

  • Beim Sonnenbrand Grad 1 ist die Haut gerötet. Drückt man mit dem Finger auf die Haut, so wird die Stelle zunächst weiß, um danach wieder die rote Farbe der restlichen sonnenverbrannten Haut anzunehmen. Schwellungen und eine Überhitzung der Haut sowie des gesamten Körpers kommen hinzu. Besonders quälend ist der brennende Schmerz, der mit einem Juckreiz kombiniert sein kann.

  • Beim Sonnenbrand Grad 2 treten dieselben Krankheitszeichen auf, jedoch bildet die Haut zusätzlich Blasen. Nach dem Zerplatzen hinterlassen die Blasen oberflächliche Defekte (Erosionen), die zudem nässen können. Das Eintrocknen des Wundsekrets führt zur Bildung gelblicher Krusten. Später lassen sich die Blasen als Hautfetzen abpellen.

  • Beim Sonnenbrand Grad 3 wurde die Oberhaut und oberste Anteile der Lederhaut weitgehend zerstört. Schließlich löst sich die oberste Hautschicht flächig ab.

Zum Sonnenbrand können weitere Symptome hinzukommen. Treten vor allem Hautausschläge und juckende Pusteln auf, kann es sich auch um eine Sonnenallergie oder "Mallorca-Akne" handeln. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Benommenheit oder Schüttelfrost sind dagegen Anzeichen für einen Hitzschlag oder Sonnenstich, die entsprechend behandelt werden müssen.

Sonnenbrand: Ursachen und Auslöser

Die Ursache des Sonnenbrands ist eine lokale Entzündungsreaktion der Haut, die vor allem durch die kurzwelligen UV-Anteile der Sonnenstrahlung ausgelöst wird. Man unterscheidet UV-A, UV-B und UV-C-Strahlung. Während UV-C von der Ozonschicht gefiltert wird, erreichen Teile von UV-B- und UV-A-Strahlung die Erde. Beide letzteren erhöhen das Hautkrebsrisiko.

UV-A sorgt für die schnelle Bräunung der Haut durch Melanin.

UV-B-Strahlen dagegen bewirken eine langfristigere Pigmetierung, die die Haut vor zukünftiger Sonnenstrahlung schützt. UV-B dringt jedoch dazu in tiefere Hautschichten vor. Dort verursachen die Strahlen den Sonnenbrand und schädigen das Erbgut, sorgen zugleich aber für die Produktion des lebenswichtigen Vitamin D.

Auch die künstliche UV-Strahlung einer Sonnenbank kann einen Sonnenbrand hervorrufen. Wer sich oft im Solarium bräunt, setzt seine Haut einer übermäßigen Belastung durch UV-A-Strahlung aus.

Die Intensität  der UV-Strahlung hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Das sind unter anderem:

  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Breitengrad
  • Höhe über dem Meersspiegel
  • Reflexion der Strahlung durch Wasser, Sand oder Schnee

Ob und wie schnell jemand einen Sonnenbrand bekommt, hängt vom genetisch festgelegten Hauttyp ab. Jeder Mensch hat in Hinblick auf Sonnenstrahlung eine individuelle Eigenschutzzeit. Hellhäutige Typen, etwa rot- oder blondhaarige Menschen, sind mehr gefährdet, einen Sonnenbrand zu bekommen. Sehr dunkle Hauttypen können dagegen bis zu 40 Minuten ohne Schutz in der Sonne bleiben. Nach der Hautreaktion auf die erste 30-minütige Sonnenexposition im Sommer werden sechs unterschiedliche Hauttypen unterschieden.

Wann die Zeit in der Sonne jeweils einen Sonnenbrand auslöst, ist auch abhängig von der Vorbräunung und der Intensität der UV-Strahlung. Je stärker die UV-Strahlung ist, desto kürzer ist die Bestrahlungsdauer, die einen Sonnenbrand auslöst.

Sonnenbrandgefahr auch im Schatten

Was viele vergessen: Auch bei bewölktem Wetter und im Schatten kann ein Sonnenbrand auftreten. Zwar halten Wolken, Smog oder Sonnenschirme halten einen Teil der UV-Strahlung ab. Der größte Teil wird aber von Staubpartikeln und anderen Luftbestandteilen gebrochen, verläuft parallel zur Erdoberfläche und trifft uns von der Seite. Im Schatten bekommen wir noch ungefähr 30 bis 40 Prozent der UV-Strahlung ab. Sogar im Schatten ist also Vorsicht geboten, sonst reagiert die Haut mit Alarmstufe Rot.

Sonnenbrand: Diagnose und Arztbesuch

Ein Sonnenbrand lässt sich selbst für medizinische Laien leicht feststellen. Es genügt die Untersuchung der Haut in Kombination mit der Information, dass sich jemand einige Stunden vor Auftreten der Beschwerden der prallen Sonne ausgesetzt hat.

Ob der Betroffene Medikamente einnimmt, ist ebenfalls relevant. Denn manche Medikamente, etwa Antibiotika wie Tetracyclin, Doxycyclin und Minocyclin oder auch Kortison können die Lichtempfindlichkeit steigern.

Sonnenbrand oder mehr: Wann zum Arzt?

Bei einem normalen, leichten Sonnenbrand wird in der Regel kein Arzt aufgesucht. Ein Arztbesuch ist aber empfehlenswert, wenn der Sonnenbrand schwer ist und sich Bläschen auf der Haut bilden.

Treten Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Fieber und andere schwerwiegendere Krankheitsanzeichen auf, ist ebenfalls medizinische Hilfe angebracht. Denn dann kann es sich um einen Hitzschlag handeln, der eine schnelle eine ärztliche Versorgung nötig macht. 

Was hilft gegen Sonnenbrand? Therapie und Hausmittel

Bei einem leichten Sonnenbrand lindern kühlende feuchte Umschläge die brennenden Schmerzen und das Hitzegefühl. Diese sollten mindestens 20 bis 30 Minuten auf der Haut bleiben beziehungsweise mehrfach erneuert werden, bis der Schmerz nicht mehr zu spüren ist. Extreme Kälte, zum Beispiel in Form von Eiswürfeln, ist jedoch kontraproduktiv. Dadurch wird die Haut nur noch mehr gestresst, es können sogar Kälteschäden auftreten.

Was hilft am besten bei Sonnenbrand?

TargetVideo

Kühlende Hausmittel finden sich sogar in der Küche. So sind zum Beispiel Quarkwickel und Umschläge mit Buttermilch und Jogurt hilfreich, auch mit Wasser verdünnter Apfelessig kühlt. Ein abgekochter und gekühlter Beutel Schwarztee, mit dem die Hautstellen betupft werden, hemmt die Entzündung.

Ebenso helfen natürlich wirkstofffreie Aprés-Sun-Lotionen oder Gele. Aloe-Vera-Gel oder Lotionen mit Kamillenextrakt beruhigen die gestresste Haut, versorgen sie mit Feuchtigkeit und beschleunigen die Heilung.

Salben und Fettcremes sind für die Behandlung bei Sonnenbrand nicht geeignet, weil unter dem Fettfilm kaum Hitze von der Haut abgeleitet werden kann.

Die besten Hausmittel gegen Sonnenbrand

Lockere, leichte Kleidung hilft, dass die Haut sich erholen kann und macht die nächsten Tage für den Sonnenbrand-Geplagten halbwegs erträglich.

Immer wichtig, bei Sonnenbrand aber umso mehr: Ausreichend trinken, denn die Schwellung der Haut oder Blasenbildung entziehen dem Blut Flüssigkeit. Experten empfehlen in diesem Fall rund zwei bis drei Liter.

Der Sonnenbrand ist in der Regel in wenigen Tagen abgeheilt. Danach ist die Haut jedoch oft noch trocken und schuppig. Daher sollte die betroffene Haut zweimal täglich mit einer rückfettenden Lotion nachbehandelt werden.

Bis der Sonnenbrand vollständig ausgeheilt ist, sollte die Sonne und intensives Schwitzen möglichst gemieden werden, damit sich die Haut erholen kann.

Bei Blasenbildung: Ab zum Arzt!

Ein Sonnenbrand mit Blasenbildung sollte vom Arzt behandelt werden. Wenn die Brandblasen ein ausgeprägtes Spannungsgefühl verursachen, kann der Hautarzt den Blaseninhalt unter Umständen mit einer sterilen Spritze abpunktieren (abziehen). Anschließend kann ein steriler Verband angelegt werden. Im Allgemeinen sollte die abgehobenen Hautschicht nicht entfernt werden. Dies schützt nämlich die darunter liegenden gesunden Hautschichten vor Infektionen.

Ansonsten können bei einem Sonnenbrand zweiten Grades ähnlich wie bei einem Sonnenbrand ersten Grades kühlende feuchte Umschläge und wirkstofffreie Lotionen oder Gele Schmerzen und Juckreiz  lindern. Eventuell braucht es zusätzlich Hydrokortison-Präparate, die als Gel oder Lotion aufgetragen werden. Bei starken Schmerzen kann ein rezeptfreies Schmerzmittel (wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol) eingenommen werden.

Wenn ein Sonnenbrand zweiten Grades mehr als 50 Prozent der Körperoberfläche einnimmt, sollte über eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nachgedacht werden.

Eventuell kann der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit und Mineralsalze durch Infusion sinnvoll sein. Durch die innerliche Gabe von Kortison-Präparaten über einige Tage kann die Entzündungsreaktion wirksam gedämpft werden.

Sonnenbrand dritten Grades: ein Fall für Hautspezialisten

Bei einem Sonnenbrand dritten Grades ist eine stationäre Behandlung in einer Hautklinik nötig. Weil der Betroffene durch die zerstörte Haut viel Flüssigkeit inklusive Mineralsalzen verlieren kann, wird diese durch Infusionen ersetzt. Zur Dämpfung der Entzündungsreaktion kann ein Kortison-Präparat als Tablette oder als Infusion gegeben werden. Zur Vorbeugung einer bakteriellen Infektion der Wunden wird gegebenenfalls ein Antibiotikum verabreicht.

Sonnenbrand: Verlauf, Heilung und Risiken

Die Symptome eines leichten Sonnenbrands bessern sich normalerweise innerhalb weniger Tage deutlich. Bis zur vollständigen Heilung können jedoch rund zwei Wochen vergehen. In dieser Zeit sind die vom Sonnenbrand betroffenen Hautstellen sehr empfindlich, reagieren gereizt auf Druck oder wenn etwas darüberstreift. Die Sonnenbrandstellen sollten vorerst nicht mehr der Sonne ausgesetzt werden.

Ein Sonnenbrand mit Blasenbildung kann Verdickungen der Haut nach sich ziehen oder es bleiben hellere (depigmentierte) Narben zurück. Insbesondere bei Kindern und älteren Personen besteht die Gefahr eines Schocks.

Größtes Risiko: Hautkrebs

Das Fatale an Sonnenbränden ist, dass sie Tumoren begünstigen, auch noch Jahrzehnte später. Häufige schwere Sonnenbrände in der Kindheit gelten inzwischen als ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Tumoren der Haut (Malignes Melanom, Basaliom).

  • zum Test

    Hauttyp, Sonnenbrände, Freizeitverhalten und Gene beeinflussen das persönliche Hautkrebsrisiko. Testen Sie, wie melanomgefährdet Sie sind!

Schon lange vor dem Sonnenbrand entstehen bleibende Hautschäden

Was die wenigsten wissen: Bleibende Hautschäden durch Sonne entstehen schon lange vor den sichtbaren Zeichen eines Sonnenbrandes. So muss selbst derjenige mit bleibenden Hautschäden rechnen, der seine Haut rechtzeitig vor einem Sonnenbrand in Sicherheit bringt.

Zwar verfügt unsere Haut über Reparaturmechanismen, um sonnenbedingte Schäden sofort zu beheben. Doch wenn die Sonnendosis zu groß ist, kommt die Haut mit den Ausbesserungsarbeiten nicht mehr nach. Ein natürlicher Sonnenschutz ist dann nicht mehr gegeben.

Viele Sonnenanbeter haben einen chronischen Lichtschaden. Dieser zeigt sich als vorzeitige Hautalterung an sonnenexponierten Stellen. Typischerweise erscheint die Gesichtshaut lederartig verdickt mit groben Falten, manchmal von feinen blauroten Äderchen überzogen. Oft sind Arme und Hände überpigmentiert, das heißt die Haut ist mit kleinen braunen Flecken bedeckt. Bei häufigem und unbedachtem Sonnen ohne ausreichend Sonnenschutz treten solche Erscheinungen bisweilen sogar schon vor dem 30. Lebensjahr auf.

Sonnenbrand vorbeugen: So schützen Sie Ihre Haut

Um einen Sonnenbrand gar nicht erst zu bekommen, aber auch um Tumoren der Haut wie dem Basaliom und malignen Melanom vorzubeugen, empfiehlt sich ein konsequenter Schutz vor UV-Strahlung. Eltern tragen hierbei eine hohe Verantwortung für ihre Kinder, zumal die Haut von Kindern gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich ist.

Generell ist von ausgiebigem Sonnenbaden abzuraten. Im Sommer sollte sich niemand zur Mittagszeit zwischen elf und 15 Uhr der prallen Sonne aussetzen, sondern im Schatten bleiben. Doch selbst im Schatten beträgt die Intensität der UV-Strahlung immerhin noch etwa 50 Prozent. Insbesondere in südlichen Urlaubsländern, etwa am Mittelmeer oder in den Tropen sowie generell am Meer oder im Hochgebirge, sollte dies beachtet werden.

Lange Kleidung und Eincremen gegen Sonnenbrand

Im Badeurlaub wie auch im Sommer zu Hause tragen Sie besser statt Badehose oder Bikini zwischenzeitlich Kleidung, die mit langen Ärmeln und Hosenbeinen oder mit einem langen Rock die UV-Strahlung abhält. Das Gesicht und Ihren Kopf sollten Sie zusätzlich mit einem Sonnenhut schützen.

Auch gründliches Eincremen ist vor jedem Aufenthalt in der Sonne Pflicht. Und zwar alle nicht von Kleidung bedeckten Körperregionen etwa 30 Minuten vor dem Kontakt mit der Sonne und mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor (LSF).

Der LSF gibt den Faktor an, um den das Lichtschutzmittel die Sonnenbrandschwelle im Vergleich zu ungeschützter Haut erhöht.

Die folgende Tabelle gibt die Zeiten im Sommer in Mitteleuropa für die unterschiedlichen Hauttypen an:

Hauttyp Sonnenbrandschwelle ohne Schutz Sonnenbrandschwelle mit LSF 16 Sonnenbrandschwelle mit LSF 32
I etwa zehn Minuten 2,5 Stunden fünf Stunden
II zehn bis 20 Minuten 2,5 bis fünf Stunden fünf bis zehn Stunden
III 20 bis 30 Minuten fünf bis sieben Stunden über zehn Stunden
IV etwa 45 Minuten über zehn Stunden über zehn Stunden

Quelle: DKG

Im Mittelmeerraum, in den Tropen sowie im Hochgebirge und insbesondere auf Gletschern, sollte ein höherer Lichtschutzfaktor verwendet werden.

Eine Verlängerung des Lichtschutzes kann durch wiederholtes Auftragen nicht erreicht werden. Wichtig ist allerdings ein erneutes Eincremen nach dem Baden oder bei starkem Schwitzen, da sich auch der Schutz sogenannter "wasserfester" Sonnenschutzmittel beim Baden um etwa die Hälfte verringert. Da Lichtschutzmittel ihre volle Wirksamkeit erst etwa eine halbe Stunde nach dem Auftragen entfalten, sollte während dieser Zeit die pralle Sonne noch gemieden werden.

Wenn die sonnenbrandfreie Zeit ausgeschöpft ist, hilft nur Sonnenschutz durch Kleidung. Die Haut braucht nämlich im Anschluss an ein Sonnenbad etwa zwanzig Stunden Zeit zur Regeneration, um wieder für ein neues Sonnenbad bereit zu sein.

Ausführliche Tipps zum optimalen Sonnenschutz, zu Hauttypen, Lichtschutzfaktor und Sonnencreme lesen Sie hier.

Worauf ist beim Kauf von Sonnenschutzmittel zu achten?

Einige Sonnenschutzmittel filtern zwar den UV-B-, aber nicht den UV-A-Anteil der ultravioletten Strahlung. Daher schützen sie zwar vor Sonnenbrand, nicht aber vor UV-A-Exposition mit beschleunigter Hautalterung und der Entstehung von Hautkrebs als mögliche Spätfolgen. Daher sollten Sonnenschutzmittel bevorzugt werden, die sowohl vor UV-B, als auch vor UV-A-Strahlen schützen.

Nicht zu empfehlen: Solariumsbesuche

Solariumsbesuche erhöhen nicht nur die Zahl der Sonnenbäder überhaupt, sondern fördern auch die Hautalterung und steigern das Hautkrebsrisiko.

Auch ein vorbeugender Besuch im Solarium, um die Haut vor einem Urlaub an erhöhte UV-Strahlung zu gewöhnen, kann nicht empfohlen werden. Denn zur Hautbräunung in Solarien werden UV-A-Strahler eingesetzt, deren Strahlung nur Bräunung durch Pigmenteinlagerung erzeugt, jedoch keine verdickte Hornschicht aufbaut. Letztere verbessert den Eigenschutz der Haut, sie bildet sich aber nur bei Bestrahlung mit UV-B-Strahlungsanteilen, wie sie beim Sonnenbaden in der Natur vorkommen.

Wie schützt man Babys vor UV-Strahlung?

Neugeborene und Säuglinge, das heißt alle Kinder im ersten Lebensjahr, müssen gänzlich vor direktem Sonnenlicht, das heißt vor praller Sonne, geschützt werden! Denn die Haut von Babys ist extrem dünn und hat noch keine schützende Lichtschwiele, also Verdickung der Hornhaut, ausgebildet.

Lange Kleidung kann die zarte Babyhaut schützen. Eine Kopfbedeckung, die möglichst großflächig auch das Gesicht abschirmt, ist für Babys und Kleinkinder Pflicht. Nicht von der Kleidung zu bedeckende Hautareale sollten außerdem zwingend mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden.

Gurken: Ideen und Rezepte
Bestellen Sie den Newsletter

Haben Sie eine Frage?

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Artikel zum Thema
Corona – wie gefährlich ist das Virus?

Viele Menschen fürchten sich vor einer zweiten Welle. Wie kann man sich schützen?

mehr...
Experten-Foren

Mit Medizinern und anderen Experten online diskutieren.

Forum wählen
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren
Rezepte per App einlösen

Jetzt Medikamente einfach bestellen und den Weg in die Apotheke sparen!

mehr...

Zum Seitenanfang

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2021/02: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.