Akne

Akne: Ursachen, Formen und Bekämpfung von unreiner Haut

Akne, medizinisch Acne vulgaris, ist die weltweit häufigste Hautkrankheit. Zwischen 60 und 80 Prozent aller Jugendlichen leiden unter unreiner Haut in unterschiedlich ausgeprägten Formen. Typisch für Akne sind Mitesser, eitrige Pickel und entzündete Knoten – wie es dazu kommt und was hilft.

Akne.jpg
Jugendliche und junge Erwachsene haben am häufigsten Acne vulgaris.
© iStock.com/energyy

Hinter Akne steckt eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel, die sich je nach Schweregrad in Pickeln oder Mitessern (Komedonen) äußert. Diese Hautunreinheiten entstehen hauptsächlich an Körperstellen, die verhältnismäßig viele Talgdrüsen aufweisen. Unreinheiten häufen sich im Gesicht, Dekolleté, Nacken, Rücken oder an den Oberarmen.

Meist bildet sich Akne nach der Pubertät zurück, wobei fünf bis sieben Prozent der Betroffenen dauerhaft Narben behalten. Etwa zehn Prozent der Betroffenen kämpfen noch über das 25. Lebensjahr hinaus mit Symptomen, Frauen häufiger als Männer. Im Teenager-Alter leiden jedoch etwas mehr Jungen als Mädchen unter den Hautunreinheiten und bei männlichen Jugendlichen sind schwere Fälle häufiger.

Hautkrankheiten erkennen und behandeln

Formen von Akne

Akne bezeichnet meist die gewöhnliche Akne. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Akne-Formen, die sich in ihren Ursachen und Anzeichen von der gewöhnlichen Acne vulgaris unterscheiden:

  • Bei der Acne inversa entzünden sich die Haarfollikel im Achsel- und Schamhaarbereich und sorgen für schmerzhafte Knoten.

  • Acne venenata oder Kontaktakne: Diese Form von Akne tritt auf, wenn die Haut häufig mit bestimmten chemischen Stoffen (etwa chlorierten Kohlenwasserstoffen, Teer oder Mineralölen und Schmierstoffen) in Berührung kommt.

  • Die Neugeborenenakne (Acne neonatorum, Babyakne, Säuglingsakne) tritt in den ersten Lebenswochen auf und ist häufig eine Reaktion auf hormonelle Umstellungen nach der Geburt. Auch Schwankungen des Hormonspiegels während der Schwangerschaft spielen eine Rolle.

  • Wer unter Mallorca-Akne leidet, reagiert überempfindlich auf eine Kombination von Sonnencreme und UV-Strahlung.

  • Spätakne oder Acne tarda tritt meist nach dem 25. bis 30. Lebensjahr auf.

Vier Lebensmittel für schöne Haut

TargetVideo

Akne kann Lebensqualität stark beeinträchtigen

Zwar wird Akne häufig als normale Pubertätserscheinung abgetan. Tatsächlich aber müssen zwischen 15 und 30 Prozent der Patienten aufgrund des Schweregrads oder Persistenz (Beständigkeit) der Hauterkrankung medizinisch behandelt werden. Außerdem kann eine ausgeprägte Akne die Lebensqualität stark beeinträchtigen – laut Patientenbefragungen ist die Verschlechterung der Lebensqualität vergleichbar mit der durch Asthma bronchiale, Epilepsie, Typ-2-Diabetes oder Arthritis. Selbst Angststörungen und Depressionen können durch Akne ausgelöst werden.

Ursachen für unreine Haut ab 30

TargetVideo

Ursachen: Wie entsteht Akne?

Acne vulgaris entsteht meist aus einer Kombination mehrerer auslösender Faktoren. Dazu gehören:

  • Talgdrüsenüberfunktion
  • Verhornungsstörung im Talgdrüsengang
  • Entzündungsreaktion
  • Überbesiedlung von Bakterien

Bei all diesen Vorgängen spielen Hormone eine wichtige Rolle. Durch die Verhornung und Verstopfung der Talgdrüsen kann der Talg nicht mehr richtig abfließen, es bilden sich Mitesser. Diese können von Bakterien besiedelt werden und sich entzünden.

Pickel: 3 Hausmittel gegen Mitesser

TargetVideo

Die Hormone verändern sich

Wenn sich der Hormonhaushalt verändert, ist es möglich, dass Akne ausgelöst wird. Hier stehen vor allem Schwankungen bei der Ausschüttung von Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) im Vordergrund. Die Talgdrüsen, an denen sich die entzündlichen Pickel bilden, verfügen über Androgenrezeptoren. Sie reagieren auf die Geschlechtshormone mit einer vermehrten Talgproduktion. Während der Pubertät schüttet der Körper besonders viele Hormone aus, deswegen kämpfen hauptsächlich Teenager mit Akne. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch Vererbung bei der Entstehung von Akne eine Rolle spielt. Genetisch bedingt kann es zum Beispiel zu einer Überproduktion von Androgenen in der Pubertät kommen.

Unreine Haut tritt bei Frauen vermehrt während der Menstruation, in der Schwangerschaft oder nach der Geburt auf. Auch hier sind vermutlich die auftretenden Hormonschwankungen für das Ungleichgewicht der Haut verantwortlich.

Akne-Ursache: Medikamente, Umweltfaktoren oder Stress

Umweltfaktoren wie Klima, Luftfeuchtigkeit und UV-Strahlung können die Entstehung von Hautunreinheiten begünstigen. Auch Medikamente kommen als Ursache von Akne infrage: Zahlreiche Substanzen stehen in Verdacht, Pickel und Pusteln verursachen, indem sie beispielsweise die Produktion von Androgenen beeinflussen. Dazu zählen unter anderem kortisonhaltige Medikamente, Lithium oder bestimmte Hormonpräparate, die den Talghaushalt durcheinander bringen können.

Inwiefern Stress und psychische Belastungen Einfluss auf die Haut und damit die Entwicklung von Akne haben, muss noch genauer erforscht werden. Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass Stress an der Entstehung entzündlicher Prozesse in den Talgdrüsenfollikeln beteiligt ist. Zudem produziert der Körper bei anhaltendem Stress vermehrt das Hormon Cortisol, was sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken kann.

Ernährung als Risikofaktor für Akne

Die Ernährung kann ebenfalls Auswirkungen auf die Haut haben, wobei ihr Stellenwert hinsichtlich der Entstehung von Akne umstritten ist. Untersuchungen zeigten, Inuit, Chinesen und Einwohner der japanischen Insel Okinawa zu Akne neigten, nachdem sie zu westlichen Ernährungsgewohnheiten wechselten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Betroffenen seltener Omega-3-Fettsäuren, die in größeren Mengen beispielsweise in Fisch vorkommen, verzehrten, dafür aber mehr Omega-6-Fettsäuren, die entzündungsfördernd wirken.

Andere Studien belegen, dass kohlenhydratreiche Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index, wie Milch, Weizenmehl oder Süßigkeiten die Entstehung von Pickeln begünstigen. Möglicherweise beeinflusst auch der Insulinspiegel das Erscheinungsbild der Haut.

Symptome der Akne vulgaris

Betroffene, die unter Akne leiden, zeigen als Symptome je nach Schweregrad Mitesser, Pusteln, kleine Fisteln und Knoten im Hautbild. Bei schwerer Akne bleiben nach dem Abheilen Narben zurück.

Akne zeigt sich vor allem in Bereichen, in denen sich besonders viele Talgdrüsenfollikel befinden – also im Gesicht sowie an Nacken, Brust und Rücken. Je nach Schwere entstehen zunächst Mitesser, die sich später durch eindringende Bakterien entzünden können. Die Pickel sind mit Eiter gefüllt, der in kleinen Bläschen an der Hautoberfläche zu sehen ist. Diese Form heißt medizinisch Acne papulopustulosa. Anhand der Akne-Symptome können Dermatologen die Hauterkrankung in verschiedene Schweregrade unterteilen.

Schweregrade bei Akne

  • Von einer milden Akne sprechen Hautärzte, wenn wenige Mitesser (Komedonen) und wenige bis keine Pickel auftreten.

  • Ein moderater Schweregrad geht mit deutlicheren Akne-Symptomen einher: Hier zeigt die Haut viele Komedonen, wenige bis viele Pusteln und wenige kleine Knoten oder Zysten. Im Gegensatz zur milden Akne sind beim moderaten Schweregrad Entzündungen vorhanden.

  • Eine schwere Akne liegt dann vor, wenn zu den Mitessern sehr viele Pusteln, kleine Zysten und eventuell auch Knoten hinzukommen sowie teils schmerzhafte Entzündungen auftreten. Diese hinterlassen beim Abheilen Narben.

  • Von einer sehr schweren Akne sprechen Ärzte, wenn die Entzündungen sehr ausgeprägt sind. Bei dieser Form kommt es immer zur Bildung von Knoten, die tief in die Haut reichen.

Akne conglobata betrifft überwiegend Männer

Die entzündlichen Knoten unter der Haut, die bei schwerer und sehr schwerer Akne auftreten, sind schmerzhaft und jucken. Die Knoten treten nicht nur in den typischen Akne-Regionen auf, sondern auch an Armen, Beinen und Gesäß. Sie hinterlassen häufig Aknenarben. Diese schwerste Form, die Acne conglobata, betrifft überwiegend Männer.

Wie Acne vulgaris diagnostiziert wird

Zur Diagnose einer Akne führt der Arzt zunächst eine Anamnese durch. Darin erfragt er den Zeitpunkt des ersten Auftretens der Beschwerden, deren Entwicklung sowie die bisherige Behandlung.


Viele Betroffene haben bereits vor dem Arztbesuch eine Reihe an frei verkäuflichen Kosmetika verwendet. Mögliche Allergien auf enthaltene Inhaltsstoffe oder die Einnahme von Medikamenten sind bei der Anamnese ebenfalls wichtig. Eine familiäre Häufung von Acne vulgaris und anderen Hauterkrankungen ist insbesondere für die Planung der Therapie wichtig.

Hormonstatus checken

Für eine exakte Diagnose muss ein Hautarzt zunächst den Hauttyp im Detail bestimmen. So lässt sich die Erkrankung in Schweregrade einteilen, an der sich die Behandlung orientiert. Je nach Ausprägung und Entwicklung können weitere Verfahren notwendig sein, etwa eine Hormonuntersuchung. Diese ist erforderlich, wenn beispielsweise bei Frauen plötzlich starke Akne auftritt, die Schwere der Akne zunimmt oder der Therapieerfolg ausbleibt. Für die Hormonuntersuchung entnimmt der Dermatologe Blut.

Mikrobielle Untersuchung nur in Einzelfällen nötig

Ein weiteres Verfahren, das Fachärzte jedoch nicht routinemäßig empfehlen, ist eine mikrobielle Untersuchung. Diese Untersuchung auf Bakterien dient im Einzelfall zur Abgrenzung anderer Ursachen der Beschwerden oder zum Nachweis antibiotikaresistenter Keime.

Nur ein paar Pickel oder schon Akne?

Wenn ein Jugendlicher erste Symptome zeigt, neigen Eltern dazu, dies als gängige Pubertätserscheinung abzutun. Bei einem Großteil der Teenager helfen gängige Mittel aus der Drogerie oder Apotheke. Jedoch müssen zwischen 15 und 30 Prozent der Erkrankten aufgrund des Schweregrads oder der Fortdauer der Hauterkrankung ärztlich behandelt werden.

Therapie: Was hilft gegen Akne?

Die Behandlung von Akne richtet sich nach dem Schweregrad und der Entwicklungsgeschwindigkeit. Außerdem spielen Hauttyp, Geschlecht und Alter bei der Akne-Therapie eine Rolle. Der seelische Leidensdruck aufgrund von äußerlich sichtbaren Pickeln und Mitessern beeinflusst ebenfalls die Entscheidung, welche Form der Therapie gewählt wird.

Zunächst geht es bei der Behandlung darum, Verhornungen zu entfernen, eventuelle Entzündungen zu reduzieren und gegebenenfalls die Talgproduktion zu mindern. Ist es aufgrund des Hautbilds schon zu sozialem Rückzug und Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl gekommen, ist eine rasche Linderung der äußerlich sichtbaren Symptome besonders wichtig.

Zur Therapie stehen sowohl äußere (topische) als auch medikamentöse (systemische) Optionen zur Verfügung. Häufig wird beides miteinander kombiniert, wobei als Hauptkriterium für die Einnahme von Medikamenten schwere Akneformen mit Narbenbildung gelten. Nicht jede Akne-Therapie führt zum Erfolg. So sind weniger als ein Viertel sehr zufrieden mit dem Therapieerfolg, knapp ein Drittel dagegen überhaupt nicht. Wichtig ist, die Behandlung unter Anleitung des Hautarztes anzupassen, wenn sich kein Therapieerfolg einstellt.

Mittel gegen Akne: Wie helfen Cremes, Salben und Lösungen?

Eine Reihe von Wirkstoffen können zur äußerlichen Therapie von Acne vulgaris angewendet werden. Um Verhornungen aufzulösen und die Hautoberfläche zu glätten, eignen sich antikomedogene und keratolytische Substanzen. Antikomedogen bedeutet, dass keine Stoffe enthalten sind, die Poren verstopfen und dadurch zu Mitessern (Komedonen), führen, während keratolytische Wirkstoffe Hornzellen von der oberen Hautschicht lösen und so der Entstehung von Mitessern vorbeugen.

Zu den antikomedogenen und keratolytischen Substanzen, die zur Akne-Behandlung eingesetzt werden, gehören Azelain- und Salizylsäure, Tretinoin und Isotretinoin. Um die weitere Ausbreitung von Entzündungen zu bremsen und bestehende zu minimieren, eignen sich antimikrobielle Wirkstoffe wie Benzoylperoxid, Azelainsäure, Zink, Desinfizientien und äußerlich anzuwendende Antibiotika.

Medikamente gegen Akne vulgaris

Bei hartnäckigem Verlauf sowie in schweren Fällen, insbesondere bei Narbenbildung, werden Antibiotika jedoch zur Therapie der Akne eingenommen: Tetrazykline, Clindamycine oder Trimethoprime hemmen die Bakterienbildung. Allerdings ist die Einnahme von Antibiotika gelegentlich mit Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen oder Leberschäden verbunden. Da Antibiotika außerdem die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille vermindern können, ist es ratsam, während der Behandlung auf zusätzliche Verhütungsmittel wie Kondome zurückzugreifen. Der Wirkstoff Isotretinoin verengt die Talgdrüsen und vermindert die Talgproduktion.

Antiandrogene oder Östrogene können bei Frauen angewendet werden. Ein Überschuss an männlichen Sexualhormonen kann zur Entstehung von Akne beitragen. Antiandrogene hemmen deren Produktion. Vielen Frauen hilft die Antibabypille als Mittel gegen Akne. Das darin enthaltende Hormon Östrogen hat bei vielen Patientinnen sichtbare Auswirkungen auf das Hautbild haben. Allerdings: Für übergewichtige und rauchende Frauen eignet sich die Antibabypille nicht, da sie das Thrombose-Risiko erhöht.

Konsequenz ist wichtig für eine erfolgreiche Akne-Therapie

Die regelmäßige Reinigung der Haut ist bei Akne vulgaris entscheidend. Hautärzte empfehlen pH-neutrale Waschgels. um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Auch durch eine hautgesunde Ernährung lässt sich die Akne-Therapie unterstützen. Für den Behandlungserfolg ist zudem eine gute Compliance, also das Einhalten der Therapievorgaben durch den Arzt, wichtige Voraussetzung. Allerdings zeigte eine Studie: Zwischen 19 und 79 Prozent der Akne-Patienten halten sich nicht konsequent genug an die verordnete Akne-Therapie.

Tipps für die Akne-Behandlung

Apotheken und Drogerien bieten wirkungsvolle Mittel zur Behandlung von Akne an. Wichtig ist eine milde und nicht übertriebene Reinigung der Haut, weil diese durch therapeutische Maßnahmen gegen Akne ohnehin schon gereizt und empfindlich ist. Diese grundlegenden Tipps helfen Betroffenen:

  • Sanfte Reinigung: Die Haut zweimal täglich mit lauwarmem Wasser waschen. Empfehlenswert sind leicht saure Syndets (pH 5,5 oder 6,5). Sie schaffen ein Milieu, in dem die Bakterien nicht lebensfähig sind, gleichzeitig bleibt der Säureschutzmantel der Haut intakt.

  • Gesichtsdampfbäder oder feuchte Kompressen erweitern die Poren der Haut und sind eine sanfte Behandlung gegen Akne. Kamille lindert die Entzündungen zusätzlich.

  • Fette Hautpflegeprodukte meiden. Sie können die Akne verstärken – das gilt auch für Make-up. Besonders Produkte mit Inhaltsstoffen wie Vaseline, Lanolin oder Paraffinöl können das Hautbild verschlechtern. Besser sind spezielle Pflegeserien auf Wasserbasis, die auf die unreine Haut abgestimmt sind (mit dem Hautarzt absprechen). Make-up sollte jeden Abend vor dem Schlafengehen gründlich entfernt werden.

  • Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich oft positiv auf den Hautzustand aus. Rauchen und Alkohol dagegen negativ. Wer merkt, dass bestimmte Nahrungsmittel die Haut zum Blühen bringen, verbannt diese am besten vom Speiseplan.

  • Vorsicht mit der Sonne! Sie bessert das Hautbild bei Akne nicht immer und gilt nicht als pauschale Akne-Behandlung. Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen verschlechtert sich das Hautbild sogar. Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn man vom Arzt Antibiotika oder Abkömmlinge von Vitamin A verordnet bekommen hat. Denn dadurch wird die Haut lichtempfindlicher. Eine sogenannte Mallorca-Akne kann Sonnenlicht sogar erst mitauslösen.

  • Hände weg von den Pickeln! Wer selbst daran herumdrückt, riskiert, dass sich die Entzündung ausbreitet und erst recht Narben entstehen. Pickel und Mitesser sollten von einer ausgebildeten Kosmetikerin oder in der Hautarztpraxis entfernt werden.

Pickel: 3 Hausmittel gegen Mitesser

TargetVideo

Bekannte Hausmittel gegen Akne

Es gibt darüber hinaus auch einige bekannte Hausmittel gegen Akne.

  • Behandeln Sie betroffene Körperstellen bis zu dreimal täglich mit Kompressen aus Kamille. Die Heilpflanze beruhigt die Haut und wirkt entzündungshemmend. Kochen Sie einen Tee aus 250 ml Wasser und zwei Beuteln Kamillentee. Tauchen Sie Wattepads in den Tee und warten Sie, bis diese abgekühlt sind. Dann legen Sie die Kompressen auf betroffene Körperregionen und belassen Sie für 15 Minuten auf der Haut.

  • Mischen Sie sich eine Maske aus Heilerde. Die Heilerde nimmt den überflüssigen Hauttalg auf. Rühren Sie dazu eine Paste aus vier Esslöffeln Heilerde und etwas Wasser an. Tragen Sie die Paste auf von Akne betroffene Körperstellen auf und lassen diese 15 Minuten trocknen. Danach waschen Sie die Heilerde ab.

  • Ein weiteres wirkungsvolles Hausmittel gegen Pickel: Bereiten Sie sich ein 20-minütiges Dampfbad mit Salbei zu. Das Dampfbad öffnet die Poren, Salbei wirkt entzündungshemmend. Dazu geben Sie 40 Gramm Salbei mit einem Liter heißem Wasser in eine Schüssel. Dann inhalieren Sie den Dampf mit einem Handtuch über dem Kopf. Alternativ können Sie das Dampfbad mit Thymian oder Rosmarin machen.

Akne: Verlauf und Stadien

Mit der Pubertät ist in der Regel auch die Akne überstanden. Nur in seltenen Fällen kann sie bis zum 40. Lebensjahr fortbestehen. Ärzte sprechen dann von einer persistierenden Akne. Der Verlauf ist bei Jungen und Mädchen unterschiedlich. Bei männlichen Betroffene hält die Akne oft länger an und es kommt häufiger zu schweren Akneformen, was unter anderem an der vermehrten Produktion von Androgenen liegt.

Drei Stadien der Akne-Symptome

Akne verläuft grob in drei Stadien:

  • Zunächst bilden sich Komedonen. Dies wird als nicht-entzündliche Phase im Verlauf der Akne bezeichnet. Offene Mitesser erkennen Betroffene an dem schwarzen Punkt in der Mitte. Diese schwärzlich verfärbte Stelle besteht aus Melanin, das aus den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) stammt.

  • Wenn sich ein Mitesser in der zweiten Phase entzündet, bilden sich die typischen Pickel und Pusteln. Deshalb wird hier von einer entzündlichen Phase gesprochen.

  • In der dritten Phase des Akne-Verlaufs verschwinden die Pickel, wobei bei schwerem Akne-Verlauf Narben zurückbleiben können. Da diese ein kosmetisches Problem darstellen können, bieten mittlerweile einige Kosmetik-Studios Laser-Behandlung an, um Narben zu vermindern.

Nicht immer folgt der Akne-Verlauf diesen drei Stadien. Bei manchen Betroffenen kommt es nur zur Bildung von Mitessern.

Wie kann man Akne vorbeugen?

Die Ursachen von Akne sind vielfältig. Meist sind hormonelle Veränderungen während der Pubertät Auslöser der lästigen Pickel. Auch die familiäre Veranlagung spielt eine Rolle. Eine gezielte, sichere Akne-Prävention ist daher nicht möglich.

Die richtige Hautpflege auswählen

Die richtige Hautpflege trägt bis zu einem gewissen Grad dazu bei Pickeln vorzubeugen. Zur Akne-Prävention empfehlen Ärzte generell die Anwendung von Kosmetikprodukten, die nicht komedogen sind. Diese sind frei von Wirkstoffen, die die Talgdrüsen zusätzlich verstopfen und so zur Entstehung von Mitessern beitragen. Komedogenfreie Produkte sind auf der Verpackung entsprechend gekennzeichnet und so leicht zu erkennen.

Ursachen für unreine Haut ab 30

TargetVideo

Sanfte Hautreinigung und ausgewogene Ernährung

Die regelmäßige Reinigung der Haut mit neutralen Waschgels trägt ebenfalls zur Akne-Prävention bei. Jedoch sollten Betroffene die Haut nicht zu oft waschen. Häufiges Waschen, insbesondere mit ungeeigneten Reinigungsmitteln, irritiert die Haut und trocknet sie aus. Zur Pflege jugendlicher, zu Unreinheiten neigender Haut empfehlen Dermatologen leichte Öl-Wasser-Emulsionen und Hydrogele. Zusätze mit Fruchtsäuren, Glykolsäure, Salicylsäure und Milchsäure wirken der Entstehung neuer Mitesser nachweislich entgegen und sind zu empfehlen. Von stark fettenden Salben wird dagegen abgeraten, da sie die Poren verstopfen können.

Zwar ist der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung der Akne nicht ausreichend belegt, doch deutet vieles darauf hin, dass sie eine Rolle bei der Akne-Prävention spielt. Bei unreiner Haut ist es ein Versuch wert, folgende Lebensmittel zu reduzieren:

  • Milchprodukte
  • Zucker
  • sehr fetthaltige Lebensmittel
  • Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index (Schokolade, Kuchen, Süßigkeiten, Weizenmehl)

Auch Rauchen und Alkohol-Konsum wirken sich negativ auf die Haut aus.

Ernährung für eine schöne Haut
Bestellen Sie den Newsletter

Haben Sie eine Frage?

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Artikel zum Thema
Adventskalender: Tolle Gewinne warten!

Wir versüßen das Warten auf Weihnachten: Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen und gewinnen Sie tolle Preise

mehr lesen...
Experten-Foren

Mit Medizinern und anderen Experten online diskutieren.

Forum wählen
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren

Zum Seitenanfang

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2012/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.