Sonnenempfindliche Haut

Mallorca-Akne: Wirksamer Schutz vor Pusteln und Juckreiz

Sonnenbrand kennen die meisten. Manche sprechen aber besonders stark auf die ultraviolette Strahlung der Sonne an: Ihre Haut reagiert mit Pickeln, der sogenannten Mallorca-Akne. Was dagegen hilft, welche Hausmittel wirken und wie man vorbeugen kann: Lifeline klärt auf.

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Fettige Haut- und Sonnencremes können Mallorca-Akne verstärken oder erst auslösen.
© iStock.com/LiudmylaSupynska

Mallorca-Akne ist eine Form der Licht- oder Sonnenallergie, wie die Überreaktion der Haut umgangssprachlich genannt wird. In Wirklichkeit handelt es sich bei der 1972 entdeckten Symptomatik nicht um eine Allergie, sondern eine sogenannte Lichtdermatose beziehungsweise ein Sonnenekzem.

Die Sonnenakne oder Acne aestivalis entsteht, wenn sich Menschen lange Zeit in die Sonne legen, ohne ihre Haut vorher an UV-Strahlung gewöhnt, sprich einen gewissen Lichtschutz aufgebaut zu haben. Der Name Mallorca-Akne ist dabei missverständlich – denn wo die übermäßige Sonnenexposition stattfindet, ist völlig egal.

Wer an Mallorca-Akne leidet, reagiert überempfindlich auf eine Kombination von Sonnencreme und UV-Strahlung. In der Folge bildet sich vermehrt neues Bindegewebe um die Haarfollikel, es entstehen millimetergroße, nässende Knötchen. Betroffen sind besonders die Hautpartien an den Schultern, dem oberen Rücken, im Dekolleté sowie seltener auch im Gesicht. Anders als bei einer echten Akne bilden sich keine eitrigen Entzündungen. Dafür geht die Sommerakne mit quälendem Juckreiz einher.

Gefährliche Mischung aus Sonne und Fett

Die Mallorca-Akne oder andere Erkrankungen des "sonnenallergischen" Formenkreises betreffen schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung, vor allem Frauen. Die Dermatose entsteht meist aber erst, wenn zusätzlich zur Sonne Haut- oder Sonnencreme ins Spiel kommt.

Durch UV-Strahlung entstehen freie Radikale. Die reaktionsfreudigen Moleküle verbinden sich mit dem Hautfett aus den Talgdrüsen. Die dabei frei werdenden Substanzen aktivieren das Immunsystem, welches wiederum für die überschießende Reaktion der Haut verantwortlich ist – inklusive unangenehmer Symptome wie Knötchen, Quaddeln und Hautrötungen. Die Mallorca-Akne tritt überall dort auf, wo keine Kleidung die Haut bedeckt.

Emulgatoren oder bestimmte Fette in Sonnencremes oder Körperpflegeprodukten lösen diese Reaktion meist aus oder verstärken sie. Aber auch Waschmittel, Haushaltsreiniger und Parfum zählen zu den potenziellen Auslösern der Mallorca-Akne. Seltener sind die Sonnenpusteln Nebenwirkung einer speziellen Photochemotherapie gegen schwere Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis. 

Mallorca-Akne: So läuft die Behandlung ab

Rezeptfreie, kühlende Kortisongels oder Antihistaminika lindern den Juckreiz bei Mallorca-Akne. Zusätzlich helfen diese Mittel auch direkt gegen die Pusteln. Denn sie unterbrechen die überschießende Entzündungsreaktion, die Ursache für die unschönen Pickel ist. Auf keinen Fall sollten Sie an der Mallorca-Akne herumdrücken oder dem Juckreiz nachgeben und kratzen. Das verschlimmert die Symptome nur.

Wer erste Anzeichen einer Mallorca-Akne an sich bemerkt, für den heißt es: sofort raus aus der Sonne. Solange die Haut sich erholt und der Ausschlag abklingt, sollte die Körperoberfläche zudem mit Kleidung vor weiterer Sonneneinstrahlung geschützt werden. Im Urlaub empfiehlt es sich für Menschen mit Mallorca-Akne, die restliche Zeit ein.

Hausmittel gegen Mallorca-Akne

Es gibt eine Reihe bewährter Hausmittel gegen Mallorca-Akne. Diese umfassen:

  • Kühlen – aber nicht zu stark! – tut bei Mallorca-Akne gut. Ein Kältepack oder kalte Umschläge sind sinnvoll.

  • Quarkwickel: Dazu streichen Sie kalten Quark auf ein sauberes Baumwolltuch und legen das Ganze auf die Hautbereiche, die betroffen sind. Dieses .

  • Heilpflanzen wie Hamamelis und Eichenrinde beruhigen die Haut bei Mallorca-Akne. Daraus einen Sud bereiten, abkühlen lassen, ein sauberes Tuch damit tränken und die betroffenen Hautstellen immer wieder damit abtupfen.

  • Kamillenextrakt lindert Mallorca-Akne. Betupfen Sie die betroffenen Stellen mit etwas verdünntem, kalten Extrakt. Kamille bekämpft auch die Entzündung.

Die richtige Sonnencreme bei Mallorca-Akne

Wer weiß, dass seine Haut zu Mallorca-Akne neigt, sollte auf jeden Fall seine Sonnencreme mit Bedacht auswählen. Fetthaltige Produkte und Sonnencremes mit Emulgatoren sollten Sie besser meiden, dafür fettfreie Sonnenschutzmittel ohne diese Zusätze wählen, am besten in Gelform oder als Spray.

Verzichten Sie unbedingt auch auf parfümierte Produkte, die Duftstoffe könnten die Haut unter dem Einfluss der UV-Strahlen zusätzlich reizen. Besonders empfehlenswert: Sonnenschutzprodukte mit UV-Filtern aus Zinkoxid und Titanoxid, die schonend zu empfindlicher Haut sind.

Mallorca-Akne vorbeugen

Gerade Menschen, die wissen, dass sie auf intensive UV-Strahlung mit Ausschlag oder Akne-Pusteln reagieren, sollten ihre Haut bedächtig an die Sonne gewöhnen. Tabu ist, ob zu Hause oder in der Ferne, die intensive Mittagssonne. Das gilt nicht nur für sonnenempfindliche Menschen, sondern genauso für alle anderen, um Hautkrebs, Sonnenbrand und Sonnenstich vorzubeugen.

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