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Das Tattoo - Ausdruck der Persönlichkeit

frau mit einigen tattoos
© iStock.com/kaisersosa67

Tattoos sind ein beliebter Körperschmuck, den etwa jeder zehnte Deutsche trägt – auch wenn er nicht immer für alle sichtbar ist. In der Gruppe der Unter-30-Jährigen hat sogar jeder vierte ein Tattoo. Dabei haben die Frauen deutlich aufgeholt und lassen sich in der Altersgruppe zwischen 14 und 24 mittlerweile sogar häufiger tätowieren als Männer.

So wird ein Tattoo gestochen

Auf der Liste der Körperregionen stehen bei Männern nach wie vor die Arme ganz oben, während sich Frauen lieber auf den Beinen im Bereich der Knöchel und Waden Tattoos stechen lassen. Das Steiß-Tattoo, wenig liebevoll als "Arschgeweih" bezeichnet, gilt aber inzwischen als Modeerscheinung und wurde von einem neune Tatto-Trend verdrängt. Vorbild dafür sind meist Stars wie Rihanna oder Robbie Williams, die Schriftzeichen oder Symbole beispielsweise hinter dem Ohr, an Fingern oder im Nacken tragen. Aktuell liegen Stern-Tattoos ganz weit vorne im Trend.

Optische Spezialeffekte bei Tattoos

Neben schwarzen Tattoos haben Farben an Bedeutung gewonnen. Hinzu kommen Tätowiermittel mit Spezialeffekten wie „glow in the dark“, die im Dunkeln leuchten sollen. Dabei gibt es jedoch ein Problem: Was für einen Einfluss die Farbpigmente langfristig auf die Gesundheit haben, ist weitgehend unbekannt. Lediglich kurzfristige Nebenwirkungen wurden bislang ausreichend untersucht. Sie haben ergeben, dass es häufig zu Hautirritationen kommt, die nach einigen Wochen verschwinden. Selten hatten die Befragten längerfristig mit den Folgen des Tätowierens zu kämpfen. Aber auch allergische Reaktionen, Entzündungen und Narbenbildungen kommen vor. Grundsätzlich gilt schwarze Farbe als weniger problematisch im Vergleich zu bunten Tattoos.

Immer beliebter wird auch die Kombination von Tattoo und den als "Dermal Anchor" oder "Skindiver" bezeichneten fest in die Haut implantierten Kristall- und Edelsteinen, die dann als zum Beispiel als funkelde Augen eines Tier-Tattoo-Motivs zur Geltung kommen.

Tattoo-Motive

Bei Tätowierungen gibt es ebensolche Trends wie bei Autofarben oder Kindervornamen. Nicht immer ist klar, wie genau sie entstehen. Häufig sind aber Prominente daran beteiligt. Die Moderatorin Sarah Kuttner soll zum Beispiel einiges dazu beigetragen haben, dass Sterne als Tattoos einen regelrechten Boom erleben – sie trägt eines auf dem linken Unterarm. Angesagte Tattoo-Motive haben meistens eines gemeinsam: Sie sind eher unauffällig und lassen mehrere Deutungsmöglichkeiten zu. Dadurch passen sie zu vielen Menschen. Das ist aber gleichzeitig das Problem. Beispielsweise die großflächigen Muster, die sich besonders in den 80er Jahren viele Frauen auf den Rücken oberhalb des Steißbeins stechen ließen (umgangssprachlich „Arschgeweih“), waren so gefragt, dass sie inzwischen zum Alltagsbild gehören und kaum auffallen. Gleichzeitig wirken sie inzwischen veraltet.

Zeitlose und individuelle Tattoo-Motive

Es macht daher mehr Sinn, bei Tattoos auf Mode-Motive zu verzichten und stattdessen zeitlose Motive wie Drachen oder Schriftzeichen zu wählen. Im Vordergrund sollte die Frage stehen: Was will ich mit meinem Tattoo ausdrücken?

Eine Alternative sind sehr individuelle Motive, etwa Namen, Wahrzeichen von Städten, Symbole für bestimmte Lebensphasen. Allerdings sollten Sie sich zuvor gut überlegen, ob Sie das Motiv auch noch behalten möchten, wenn zum Beispiel aus der ehemals großen Liebe der Ex-Mann oder die Ex-Frau geworden ist.

Wichtig: Erkundigen Sie sich vor dem Stechen, ob das gewünschte Motiv eventuell weitere Bedeutungen hat. Nur so sind Sie vor bösen Überraschungen geschützt.

Die richtige Körperstelle für ein Tattoo-Motiv

Auch über die Körperregion sollten Sie gut nachdenken. Frauen, die sich Kinder wünschen, verzichten zum Beispiel besser auf ein Tattoo am Bauchnabel, da es während einer Schwangerschaft mitwächst und in der Regel anschließend anders aussieht. Zudem werden Tattoo-Motiv zum Teil durch die gewählte Körperregion inhaltlich aufgeladen. Beispielsweise eine Schlange löst auf der Schulter andere Assoziationen aus als am Schambein.

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