Multiple Sklerose und Zahnpflege

Krankheit kann die orale Hygiene in vielen Fällen erschweren

Zwar gehen MS-Patienten überdurchschnittlich häufig zum Zahnarzt, doch fällt es einigen schwer, die Praxis aufzusuchen. Gründe dafür sind oft zunehmende körperliche Einschränkungen der Betroffenen und eine wenig an ihren Bedürfnissen ausgerichtete Ausstattung der Praxis.

Patienten mit Multipler Sklerose (MS) sind potenziell gefährdet, orale Probleme zu entwickeln. Einer Untersuchung zufolge steigt ihr Risiko für Karies, Zahnverlust oder Füllungen um 9% gegenüber der Normalbevölkerung an. Das liegt zum einen an möglichen Schwierigkeiten beim täglichen Zähneputzen, zum anderen können einige Medikamente das orale Milieu beeinflussen. Auch bestehen für so manchen Betroffenen Hindernisse, die den Zugang zur zahnärztlichen Praxis erschweren. Dabei ist es für MS-Patienten besonders wichtig, orale Infektionen und Traumata zu vermeiden, da diese einem Fortschreiten der Erkrankung Vorschub leisten können. Wie steht es nun um die zahnärztliche Versorgung von MS-Patienten? Dieser Frage gingen britische Wissenschaftler nach.Die Autoren verschickten einen von ihnen entwickelten Fragebogen an 476 MS-Patienten, den 289 (61%) beantworteten und zurücksandten. Die meisten (88%) gaben an, bei einem Zahnarzt in Behandlung zu sein. Ewa drei Viertel suchten ihn regelmäßig auf, 68% hatten sich im letzten halben Jahr vor der Befragung zahnärztlich untersuchen lassen. Fast alle Teilnehmer putzten regelmäßig die Zähne, davon zwei Drittel zweimal oder mehrmals, der Rest einmal täglich. Einige Befragten berichteten über Schwierigkeiten, in das Haus (21%), in dem sich die Zahnarztpraxis befand, oder das Wartezimmer (11%) zu gelangen. Nach Einschätzung der Patienten verfügten 38% der Praxen über angemessene Parkplätze, 63% über geeignete Eingänge und 48% über passende Toiletten. Viele Befragte wünschten sich einfachere Wege, um in die Praxis zu gelangen, einschließlich geeigneter Parkplätze. Nur wenige schlugen vor, ans Haus gebundene Patienten daheim zu besuchen.

Krankheit erschwert eine optimale Zahnhygiene

Die Zahngesundheit ist MS-Patienten sehr wichtig und viele von ihnen suchen ihren Zahnarzt regelmäßig auf. Doch kann die Krankheit das Aufrechterhalten einer optimalen Mundhygiene erschweren. Gerade Patienten mit fortschreitender Erkrankung würden besonders von präventiven Maßnahmen profitieren, betonen die Autoren. Eine gute orale Hygiene verbessere auch die Lebensqualität ein Aspekt, der nicht zu unterschätzen sei. So sollte sicher gestellt werden, dass Patienten mit physischen Behinderungen, wie sie bei der MS im Krankheitsverlauf auftreten können, zahnärztliche Behandlungen genauso in Anspruch nehmen können wie Nichtbehinderte.

Zähne putzen - aber richtig!
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    Gesunde, schöne Zähne

    Gerade und weiße Zähne sind ein Schmuck für jedes Gesicht. Sie selbst können eine Menge dafür tun, das Gebiss gesund und makellos zu erhalten.

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    Zahnpflege-Accessoires

    Dafür stehen in der gut sortierten Drogerie immer neue Hilfsmittel zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen, wofür sie gut sind und was sie bringen.

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    Elektrische Zahnbürste

    Das A und O der Zahnpflege: Zwei Mal täglich putzen - mindestens. Ob Sie mit der Hand oder elektrisch reinigen, ist im Prinzip egal. Allerdings erledigt die elektrische Zahnbürste die richtigen Putzbewegungen automatisch, außerdem müssen sie mit rund zwei statt drei Minuten etwas kürzer putzen, um den selben Effekt zu erzielen.

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    Handzahnbürste

    Wer sich für eine Handzahnbürste entscheidet, muss auf die richtige Putztechnik achten: Die Bürste im 45-Grad-Winkel an den Zahnansatz ansetzen, sanft rütteln und die gelockerten Beläge zur Kaufläche hin auswischen.

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    Die richtige Zahncreme

    Wählen Sie eine fluoridierte Zahnpasta aus. Fluorid härtet den Zahnschmelz und hilft so, Karies vorzubeugen.

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    Interdentalbürstchen

    Allerdings: Nur mit der Zahnbürste erreichen Sie nur 60 Prozent der Zahnflächen, um sie von Karies auslösenden Belägen zu reinigen. Für die schwer erreichbaren Zahnzwischenräume gibt es Interdentalbürsten in verschiedenen Formen und Größen.

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    Zahnspange säubern

    Die kleinen Bürstchen eignen sich auch zur Reinigung fest sitzender Zahnspangen. Unter den Brackets und Drähten verfangen sich leicht Speisereste, von denen sich zahnschädliche Bakterien ernähren.

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    Zahnseide

    Wenn die Zähne besonders eng stehen oder die Interdentalbürste aus anderen Gründen Probleme macht, greifen Sie auf Zahnseide zurück. Sie reinigt die Zwischenräume sehr effektiv. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, und reinigen Sie auch ein bis zwei Millimeter unter dem Zahnfleischrand. Nicht vergessen: Jeder Zahnzwischenraum wird von zwei Zähnen gebildet, reinigen Sie beide angrenzenden Flächen einzeln.

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    Zahnseidesticks

    Eine recht praktische Alternative zum Zahnseidefaden am Stück sind Einmal-Zahnseidesticks. Sie produzieren damit allerdings mehr Müll.

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    Equipment regelmäßig wechseln

    Egal ob Handzahnbürste, elektrische oder Interdentalbürste: Wechseln Sie Bürste beziehungsweise Köpfe mindestens alle drei Monate. Interdentalbürstchen sollten Sie sogar nach zwei Wochen wegwerfen und durch eine neue ersetzen.

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    Prophylaxe in der Praxis

    Nehmen Sie regelmäßig die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt wahr. Er erkennt schon kleine Löcher im Zahn und kann sie zahnerhaltend füllen, bevor größere Maßnahmen nötig werden. Viele Praxen bieten zusätzlich eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) an und empfehlen sie halbjährlich.

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    Zungenreiniger

    Auf der Zunge bilden sich bakterielle Beläge, die nach dem Putzen auf die Zähne übergehen und Karies begünstigen. Vorbeugen kann ein spezieller Zungenschaber. Viele der Reiniger haben eine harte und eine weiche Seite für die zweistufige Reinigung.

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    Nicht mit Wasser ausspülen

    Experten empfehlen, nach dem Putzen den Zahnpasta-Schaum abschließend durch die Zähne zu spülen und dann nur auszuspucken, nicht aber mit Wasser nachzuspülen. So wirkt das Fluorid besser.

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    Mundwasser

    Den Mund nach dem Putzen mit Mundwasser zu spülen, kann Bakterien an schwer zugänglichen Stellen ebenfalls den Garaus machen. Zahnseide oder Interdentalbürsten ersetzt das aber nicht.

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Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 08. April 2008
Quellen: Baird WO et al.: Factors that influence the dental attendance pattern and maintenance of oral health for people with multiple sclerosis. Br Dent J 2007; 202: E4

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