Basaliom und Plattenepithelkarzinom

Weißer Hautkrebs: Aussehen und Therapie

Der weiße oder helle Hautkrebs ist die häufigste Krebsart überhaupt. Zum weißen Hautkrebs gehören das Plattenepithelkarzinom und das Basaliom, auch Basalzellkarzinom genannt. Da der Hauptrisikofaktor für weißen Hautkrebs starke Sonneneinstrahlung ist, entsteht er meist auf stark sonnenexponierten Hautpartien. So zum Beispiel am Kopf – hier insbesondere auf Nase, Stirn, Lippen oder am Ohr. Die Gefahr des Übergriffs auf andere Organe ist beim hellen Hautkrebs deutlich geringer als bei einem Melanom, dem schwarzen Hautkrebs. Informieren Sie sich über Prognose, Aussehen und Therapie von weißem Hautkrebs.

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Starke Sonneneinstrahlung ist der Hauptrisikofaktor für weißen Hautkrebs – meiden Sie deshalb ausgedehnte Sonnenbäder.
Thinkstock

Unter dem Begriff heller Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs, auch: Nicht-Melanom-Hautkrebs) werden das Basalzellkarzinom (auch: Basaliom oder Basalzellepitheliom) und das Plattenepithelkarzinom der Haut (auch: Spinaliom, Stachelzellkarzinom; griech. karkinos = Krebs) zusammengefasst.

Hautkrankheiten erkennen und behandeln

In Abgrenzung zum schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, werden sie auch als heller oder weißer Hautkrebs bezeichnet. Anders als schwarzer Hautkrebs hat nicht-melanozytärer Hautkrebs nur eine geringe Neigung, sich ausgehend von der Haut in andere Organe auszubreiten und Tochtergeschwülste (Metastasen) zu bilden.

Heller Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) ist die häufigste Krebsart überhaupt. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge treten pro Jahr weltweit zwei bis drei Millionen neue Fälle auf, Tendenz steigend. Genaue Zahlen zur Erkrankungshäufigkeit gibt es allerdings nicht, da nicht-melanozytärer Hautkrebs von den meisten Krebsdatenbanken nicht erfasst wird. Studien in Australien, Kanada und den USA ergaben jedoch, dass die Häufigkeit von nicht-melanozytärem Hautkrebs allein zwischen den 1960er und 1980er Jahren um mehr als das Doppelte angestiegen ist.

Auch in Deutschland werden die Fälle von nicht-melanozytärem Hautkrebs nicht flächendeckend registriert. Aus epidemiologischen Studien ist bekannt, dass hierzulande jedes Jahr rund 120 von 100.000 Einwohnern an einem nicht-melanozytären Hauttumor erkranken. Der mit Abstand größte Anteil daran entfällt auf das Basalzellkarzinom.

Basaliom (Basalzellkarzinom)

Das Basalzellkarzinom, auch Basaliom oder Basalzellepitheliom genannt, ist der häufigste helle Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs). Es geht von der obersten Hautschicht, der Epidermis, aus, kann sich jedoch in darunter liegende Schichten ausbreiten und zu schweren Gewebeschäden führen. Seine Tendenz, Tochtergeschwülste in anderen Organen zu bilden, ist dagegen gering. Etwa 100 von 100.000 Einwohnern erkranken in Deutschland jedes Jahr an einem Basalzellkarzinom. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren, wobei in den letzten Jahren ein Trend zu einem jüngeren Erkrankungsalter zu beobachten ist. In etwa acht von zehn Fällen tritt das Basalzellkarzinom im Kopf-Halsbereich auf.

Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom der Haut nimmt seinen Ausgang in der obersten Hautschicht, der Epidermis, kann aber zerstörend in die darunter liegende Hautschicht, die Dermis, einwachsen. Es hat eine etwas größere Ausbreitungstendenz als das Basalzellkarzinom – in schätzungsweise fünf Prozent der Fälle entstehen Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen.

Die Ausbreitung erfolgt dabei über die Lymphgefäße. Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 20 bis 30 pro 100.000 Einwohner an einem Plattenepithelkarzinom der Haut. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 70 Jahren. In neun von zehn Fällen treten Plattenepithelkarzinome der Haut im Gesicht auf.

Symptome und Bilder von weißem Hautkrebs: Auf diese Anzeichen sollten Sie achten!

Beim weißen Hautkrebs hängen die Symptome davon ab, welches Karzinom vorliegt. Je nachdem macht sich die Erkrankung auf unterschiedliche Weise bemerkbar.

Plattenepithelkarzinom: hornige Stellen, die fest sitzen

aktinische keratose weißer hautkrebs spinaliom
Plattenepithelkarzinome wirken rau-verhornt und rötlich.
© iStock.com/JodiJacobson

Das Erscheinungsbild der Plattenepithelkarzinome ist weniger variabel als das der Basalzellkarzinome. Im Anfangsstadium gleicht es oft dem der aktinischen Keratose, das heißt, die Tumoren treten als rötliche, selten hautfarbene, fest haftende Hautflecken in Erscheinung.

Im weiteren Verlauf entwickeln sich daraus Knoten mit festhaftenden kleinen Hornperlen, die sich mit dem Finger nicht oder nur schwer ablösen lassen und dann häufig bluten. Wie die Basalzellkarzinome können auch Plattenepithelkarzinome in die Tiefe wachsen und dabei das umliegende Gewebe zerstören. Bei etwa fünf Prozent der Patienten breiten sich die Tumoren über die Lymphwege in andere Organe aus und siedeln dort Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, ab.

Basaliom: Hautflecken und Blutungen

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Nicht leicht zu erkennen: Basaliome können rötlich-erhaben aussehen, einen Perlschnurrand haben oder aber eher wie Narben erscheinen. Auch Blutgefäße können sichtbar sein.
© iStock.com/jax10289

Das Erscheinungsbild von Basalzellkarzinomen ist vielfältig. Am häufigsten beginnen sie als flach erhabene, gelblich-rötliche Tumoren, die von einem perlschnurartigen Randsaum besetzt sind, und an deren Oberfläche kleine Blutgefäße durchschimmern. Andere Formen sind rote Flecken, meist am Rumpf, oder narbige Veränderungen der Haut.

Basalzellkarzinome entwickeln sich über Monate bis Jahre und gehen allmählich in nässende Geschwüre über, aus denen kleinere Blutungen austreten können. Die Tumoren wachsen in die tiefer gelegenen Schichten ein und zerstören dabei in schweren Fällen sogar knorplige und knöcherne Strukturen. Um das Tumorgewebe zu entfernen und gleichzeitig die geschädigten Strukturen so weit wie möglich wiederherzustellen, sind dann mitunter aufwändige Operationen notwendig.

Warum wächst weißer Hautkrebs? Ursachen von Basaliom und Spinaliom

Heller Hautkrebs – sowohl das Basalzellkarzinom als auch das Plattenepithelkarzinom – entsteht am häufigsten in sonnenexponierten Körperregionen wie dem Gesicht, den Ohren, dem Nacken und den Oberarmen.

UV-Licht gilt als der Hauptverursacher beider Krebsarten. Als Reaktion auf Sonnenstrahlung wird die Haut zunächst braun, indem sie eine Pigmentierung ausbildet. Dadurch wird die UV-Strahlung bereits in den obersten Hautschichten abgeblockt und kann die tieferen Schichten nicht mehr erreichen.

Ist die Sonneneinwirkung jedoch zu stark oder hat die Haut noch nicht genügend Pigmentierung gebildet, reicht ihr Selbstschutz nicht aus. Die Sonnenstrahlen führen dann in den tieferen Hautschichten zu Entzündungsreaktionen, die sich als Sonnenbrand bemerkbar machen. .

Die Häufigkeit der nicht-melanozytären Hautkrebsarten ist in den vergangenen Jahrzehnten rasant gestiegen. Als Ursachen dafür werden vermutet:

  • ein verändertes Freizeitverhalten mit häufigem Sonnenbaden ohne Sonnenschutz (sowohl im natürlichen Sonnenlicht als auch im Solarium)

  • eine verstärkte Sonneneinstrahlung infolge der Abnahme der Ozonschicht

Zusätzliche Risikofaktoren beim Basalzellkarzinom

  • eine erbliche Neigung, gekennzeichnet durch helle Hautpigmentierung (helle Hautfarbe, helle oder rötliche Haare)
  • Arsen
  • die langfristige Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen (Immunsuppression etwa nach einer Organtransplantation)

Zudem kann das Basalzellkarzinom im Rahmen bestimmter Syndrome entstehen, etwa bei Xeroderma pigmentosum (Lichtschrumpfhaut beziehungsweise Mondscheinkrankheit), dem Basalzellnävussyndrom und Albinismus. Meist wachsen Basalzellkarzinome direkt ohne Vorstufe, sie können ihr Wachstum allerdings auf Narben oder Muttermalen, sogenannten Nävi sebacei, beginnen.

Zusätzliche Risikofaktoren beim Plattenepithelkarzinom

Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Plattenepithelkarzinomen der Haut ist das Vorhandensein sogenannter aktinischer Keratosen. Dabei handelt es sich um rötliche, mitunter hautfarbene, fest haftende Rauigkeiten der Hautoberfläche, die durch UV-Licht ausgelöst werden. Sie werden als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms angesehen – von manchen Experten inzwischen sogar als ein frühes Plattenepithelkarzinom. Ihre Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu.

Ebenfalls als Risikofaktoren für das Plattenepithelkarzinom der Haut gelten ein höheres Lebensalter und eine helle Hautpigmentierung. Darüber hinaus können Plattenepithelkarzinome der Haut auf dem Boden chronischer Wunden und Entzündungen entstehen, wie Verbrennungen und Verbrühungen richtig behandeln, Geschwüren oder Narben. Bei anhaltend geschwächtem Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation oder bei einer HIV-Infektion und Aids: Symptome und Therapie, ist das Erkrankungsrisiko höher und der Krankheitsverlauf meist ungünstiger. Wie Basalzellkarzinome auch, können Plattenepithelkarzinome zudem im Rahmen bestimmter Syndrome wie Xeroderma pigmentosum und Albinismus auftreten.

Diagnose: Untersuchungen und Stadien bei weißem Hautkrebs

Viele Betroffene erkennen Anzeichen von weißem Hautkrebs selbst. Der Arzt wird die jeweilige Stelle durch ein Mikroskop betrachten und gegebenenfalls das Gewebe untersuchen.

e früher weißer Hautkrebs erkannt wird, desto einfacher ist es, ihn zu behandeln. Der große Vorteil von Hautkrebs gegenüber Krebs innerer Organe besteht darin, dass er mit dem bloßen Auge zu erkennen ist. Deshalb können regelmäßige Selbstuntersuchungen auf Hautveränderungen (ABCD-Hauttest) dabei helfen, den Krebs rechtzeitig zu erkennen, bevor größere Schäden entstanden sind.

Vor allem die Bereiche, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Gesicht, Dekolleté und die Arme sollten regelmäßig angeschaut werden, aber auch weniger exponierte Körperbereiche wie der Rücken und die Beine sind nicht zu vergessen.

In besonderem Maße gilt das für Personen, die sich in Freizeit und/oder Beruf viel im Freien aufhalten oder zum Sonnenbrand neigen, sowie für Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Zeigen sich Auffälligkeiten, sollte in jedem Fall ein Hautarzt (Dermatologe) aufgesucht werden. Er kann feststellen, ob es sich tatsächlich um weißen Hautkrebs handelt oder nicht.

Gesetzliches Screening

Neben der Selbstuntersuchung stellt das gesetzliche Screening die zweite Säule für die Früherkennung von hellem Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) dar. In Deutschland können gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr ihre Haut alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Die Teilnahme an diesem Früherkennungsscreening zahlt sich offenbar aus, wie Studien belegen. Demnach sind zumindest beim Malignes Melanom: Schwarzen Hautkrebs erkennen Tumoren, die vom Hautarzt erkannt werden, öfter in einem frühen Stadium als Tumoren, die die Betroffenen selbst entdecken.

Neben Hautärzten dürfen auch niedergelassene Hausärzte das Hautkrebsscreening durchführen, wenn sie eine spezielle Fortbildung dafür absolviert haben. Das Screening dauert etwa 20 Minuten und umfasst ein ausführliches Gespräch über etwaige Beschwerden und Risikofaktoren, eine gründliche Untersuchung der Haut am gesamten Körper sowie eine anschließende Beratung. Ergibt sich der Verdacht auf Hautkrebs, wird der Patient an den Hautarzt überwiesen, der weitere Untersuchungen durchführt.

Diagnose beim Dermatologen

Meist kann der Hautarzt schon mit dem bloßen Auge oder einem Vergrößerungsglas erkennen, ob es sich um eine Form des weißen Hautkrebses handeln könnte oder nicht.

Um sicher zu gehen, muss eine mikroskopische Gewebeuntersuchung stattfinden. In den meisten Fällen werden dafür verdächtige Herde mithilfe einer kleinen Operation in einem Stück entfernt und das Gewebe anschließend feingeweblich (histologisch) auf etwaige Veränderungen begutachtet.

Durch dieses Vorgehen wird gewährleistet, dass ein eventueller Tumor tatsächlich vollständig beseitigt wird. Diagnose und Therapie finden somit in einem Schritt statt. Nur in seltenen Fällen wird der Hautarzt die Entnahme einer Gewebeprobe aus einem verdächtigen Bereich, eine Biopsie, empfehlen.

Bestätigt sich die Diagnose weißer Hautkrebs, schließen sich oft weitere Untersuchungen an, um den Ausbreitungsgrad des Tumors festzustellen. Da Plattenepithelkarzinome der Haut über die Lymphwege in den restlichen Körper streuen können, wird eine Sonographie der Lymphknoten durchgeführt. Computertomographie (CT) und/oder Magnetresonanztomographie zeigen an, wie tief sich der Tumor ausgebreitet hat.

Besteht der Verdacht, dass Tochtergeschwülste in anderen Organen vorliegen könnten, werden spezielle Untersuchungen wie eine Röntgenuntersuchung des Brustraums oder eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums durchgeführt.

Beurteilung des Krankheitsstadiums bei weißem Hautkrebs

Anhand der Größe und des Ausbreitungsgrads des Tumors wird das Krankheitsstadium beurteilt. Die Stadieneinteilung richtet sich nach der sogenannten TNM-Klassifikation:
T = Tumor, N = Befall von organischen Lymphknoten (Nodi lymphatici), M = Metastasen (Tochtergeschwülste) in fernen Lymphknoten bzw. anderen Organen.

Das Krankheitsstadium ist in erster Linie beim Plattenepithelkarzinom der Haut für das weitere therapeutische Vorgehen und die Prognose von Bedeutung. Beim Basalzellkarzinom spielt es im klinischen Alltag praktisch keine Rolle, da die T-Klassifizierung zu grob ist und die Kategorien N und M so gut wie nicht vorkommen.

TNM-Klassifikation Tumormerkmale
TX Ausgangstumor (Primärtumor) kann nicht beurteilt werden
T0 Kein Anhalt für einen Ausgangstumor (nicht immer kann ein Ausgangstumor festgestellt werden, obwohl zum Beispiel Tochtergeschwülste in anderen Organen vorhanden sind und eindeutig Hautkrebs zugeordnet werden können)
Tis Carcinoma in situ (CIS, "Krebs an Ort und Stelle") – Frühstadium, Tumor wächst ausschließlich in der obersten Haut- oder Schleimhautschicht
T1 Tumor ≤ 2 cm in der größten Ausdehnung
T2 Tumor ≥ 2 cm u. ≤ 5 cm in der größten Ausdehnung
T3 Tumor ≥ 5 cm in der größten Ausdehnung
T4 Tumor hat sich über die Haut hinaus ausgebreitet, z.B. in Knorpel, Skelettmuskel oder Knochen
NX Umliegende Lymphknoten können nicht beurteilt werden
N0 Umliegende Lymphknoten sind nicht befallen
N1 Umliegende Lymphknoten sind befallen
MX Das Vorliegen von Tochtergeschwülsten in anderen Organen (Fernmetastasen) kann nicht beurteilt werden
M0 Keine Fernmetastasen
M1 Fernmetastasen

Stadieneinteilung

Stadium Ausgangstumor Lymphknoten Fernmetastasen
Stadium 0 Tis N0 M0
Stadium I T1 N0 M0
Stadium II T2 N0 M0
  T3 N0 M0
Stadium III T4 N0 M0
  Jedes T N1 M0
Stadium IV Jedes T Jedes N M1

 

Behandlung: Die Therapie-Optionen bei weißem Hautkrebs

Die Therapie richtet sich nach Art und Stadium des Karzinoms. In der Regel wird es entfernt, teilweise sind weitere Maßnahmen nötig.

Zur Therapie des weißen Hautkrebses stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie kann eingesetzt werden, wenn sich der Tumor als nicht operabel herausstellt oder wenn bei einer Operation nicht das gesamte Tumorgewebe entfernt werden konnte und eine zweite Operation nicht möglich ist. Beim Basalzellnävussyndrom, einer erblich bedingten Erkrankung, bei der nicht nur eines, sondern eine Vielzahl von Basalzellkarzinomen vorliegt, verbietet sich die Strahlentherapie.

Kryotherapie

Bei der Kryotherapie handelt es sich um eine Kältetherapie. Die Haut wird durch das Auftragen von flüssigem Stickstoff innerhalb weniger Sekunden auf sehr niedrige Temperaturen abgekühlt. Durch den Kälteschock stirbt das Gewebe ab. Die Kryotherapie eignet sich für kleinere oberflächliche Tumoren, insbesondere an den Augenlidern. Sie kommt vor allem bei Patienten höheren Alters infrage, für die eine Operation eine große Belastung darstellen würde.

Kürettage

Das Auskratzen, die sogenannte Kürettage, wird angewendet, wenn viele oberflächliche Basalzellkarzinome, besonders im Rumpfbereich und an den Armen oder Beinen vorliegen.

Photodynamische Therapie (PDT)

Bei der Phototherapie wird Licht in Kombination mit einem Mittel angewendet, welches das Tumorgewebe empfindlicher für die Wirkung des Lichts werden lässt, einem sogenannten Photosensibilisator. Zuerst wird dem Patienten dieser Sensibilisator verabreicht. Er reichert sich nahezu ausschließlich im Tumorgewebe an. Wird dieses anschließend mit Licht einer geeigneten Wellenlänge bestrahlt, werden infolge photochemischer Prozesse giftige Substanzen erzeugt, die das Tumorgewebe schädigen. Das umliegende gesunde Gewebe bleibt verschont, weil sich der Photosensibilisator darin nicht angereichert hat.

Immunologische Therapie

Bei kleinen oberflächlich gelegenen Basalzellkarzinomen kann eine sechswöchige Therapie mit Imiquimod-Creme erfolgen. Imiquimod ist ein sogenannter Immunmodulator. Er aktiviert das Immunsystem der Haut, gegen die Krebszellen vorzugehen.

Lokale Chemotherapie

Bei oberflächlich gelegenen Basalzellkarzinomen und beim Basalzellnävussyndrom kann eine vier- bis sechswöchige lokale Chemotherapie mit 5-Fluorouracil durchgeführt werden.

Bei allen nicht-operativen Verfahren lässt sich nicht sicher beurteilen, ob das gesamte Krebsgewebe zerstört und entfernt wurde oder nicht. Es besteht deshalb im Vergleich zur Operation ein deutlich größeres Risiko für einen Rückfall.

Weißem Hautkrebs vorbeugen: Verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne ist das A und O!

Die Hauptursache für weißen Hautkrebs ist UV-Licht. Dabei gilt: Jeder Sonnenbrand zählt. Effektiver Sonnenschutz ist deshalb die beste Vorbeugung vor weißem Hautkrebs. Dazu gehört es, ...

  • eine Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor anzuwenden
  • die Haut im Frühjahr langsam an die längere und intensivere Sonnenstrahlung zu gewöhnen
  • während der Mittagszeit, wenn die Sonne am intensivsten ist, sich möglichst im Schatten aufzuhalten
  • luftige lange Kleidung und eine Kopfbedeckung zu tragen

Personen mit hellem Hauttyp und/oder geschwächtem Immunsystem, etwa infolge einer Organtransplantation, sollten sich besonders gut vor der Sonne schützen.

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