Stillen & Intelligenz:
Muttermilch macht den Nachwuchs schlauer
Gestillte Kinder werden nicht nur gesünder, sondern auch klüger! Denn wenn Säuglinge Muttermilch bekommen, entwickeln sie später einen höheren Intelligenzquotienten als Fläschchen-Zöglinge.
Belegen konnten das die Ergebnisse von Studien, in denen die Intelligenz von gestillten und nicht gestillten Kindern verglichen wurden. Deutlich wird sogar ein Zusammenhang zwischen der Form der Ernährung im ersten Lebensjahr und der späteren Karrieren, so die Ergebnisse einer Studie mit 1.414 Teilnehmern: 58 Prozent der gestillten Babys erreichten später eine höhere soziale Position als ihre Eltern. Von den Flaschenbabys schafften das lediglich 50 Prozent. Markant sichtbar wurde zudem: Je länger Kinder gestillt worden waren, desto positiver entwickelte sich später deren beruflichen Möglichkeiten.
Dieses Resultat sollte nicht allzu sehr überraschen; denn es bestätigt längst Bekanntes über die Vorteile der Muttermilch. Bereits in den 1970er Jahren hatten Forscher herausgefunden, dass gestillte Kinder in späteren Jahren bessere Schulleistungen erbringen als jene, die als Babys ausschließlich per Fläschchen ernährt wurden.
Omega-3-Fettsäure DHA für Schwangere und Stillende
Mittlerweile geht man davon aus, dass Stillen aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe der Muttermilch diese Wirkungen ausübt. Ein Faktor für die erstaunliche Wirkung auf die Intelligenz dürften unterschiedliche Fette sein, die vermutlich der Entwicklung des Gehirns zugutekommen - beispielsweise langkettige ungesättigte Fettsäuren. Denn die sind in der Flaschennahrung gar nicht oder zumindest kaum enthalten. Außerdem ließ sich nachweisen, dass sich die kongnitive Leistungsfähigkeit bei Kindern verbessert, wenn man der Formulanahrung auch langkettige ungesättigte Fettsäuren zusetzt.
Besonders wichtig scheint die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) zu sein. Hat sich eine Frau während der Schwangerschaft und/oder der Stillzeit reichlich mit Fisch ernährt oder DHA-Supplemente zu sich genommen, entwickelten sich deren Kinder bis ins achte Lebensjahr hinein signifikant besser als die Kids einer Vergleichsgruppe.
Ein Komitee von mehr als 50 Experten gab demzufolge die Empfehlung heraus, während der Schwangerschaft und der Stillzeit durchschnittlich mindestens 200 mg Docosahexaensäure (DHA) pro Tag zuzuführen. Konkret lautet der Rat, zwei Portionen fetten Fisch (z.B. Lachs oder Makrele) pro Woche zu verzehren.
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