EU-weite Studie
Viele Hühnchenprodukte mit Salmonellen belastet
Eine EU-weite Studie zeigt, dass Hähnchen und Geflügelprodukte häufig mit krankmachenden Salmonellen und Campylobacter-Bakterien belastet sind.
In Zukunft sollten Verbraucher noch vorsichtiger bei der Zubereitung von Hühnchenprodukten sein. Denn eine bundesweite, vom BfR koordinierte Studie hat gezeigt, dass bei Hähnchen zum Zeitpunkt der Schlachtung häufig Salmonellen und Campylobacter nachweisbar sind. Die winzigen Krankheitserreger tummeln sich im Darminhalt der Tiere und können bei der Schlachtung von den Federn auf den Körper verschleppt werden. Auf diesem Wege gelangen sie schließlich bis zum Verbraucher. Dem Bericht des BfR zufolge konnte bei 62 Prozent der untersuchten Hähnchen Bakterien der Gattung Campylobacter nachgewiesen werden. Immerhin 17,6 Prozent der Schlachttiere wiesen Salmonellen auf.
Bakterien der Gattung Campylobacter wurden EU-weit bei 71,2 Prozent der untersuchten Schlachttiere im Darm und auf 77 Prozent der Schlachtkörper nachgewiesen. Die Nachweisraten in den Mitgliedsstaaten lagen zwischen zwei Prozent und 100 Prozent für den Nachweis im Darminhalt und zwischen 4,9 Prozent und 100 Prozent für den Nachweis auf den Körpern. Die für Deutschland ermittelten Werte lagen unter dem EU-Durchschnitt. Salmonellen fanden sich EU-weit in 15,7 Prozent der Proben.
Die Studie ist Teil einer Untersuchung, an der 2008 alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union teilgenommen haben. Campylobacter und Salmonellen sind die häufigsten Erreger von bakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen des Menschen. Infektionen mit den Erregern sind häufig auf verzehrtes Hähnchenfleisch zurückzuführen. Eine sorgfältige Küchenhygiene kann das Erkrankungsrisiko deutlich senken. So sollte Geflügelfleisch nur durcherhitzt genossen werden. Denn die Hitze setzt mögliche Krankheitserreger wie etwa Salmonellen außer Gefecht. Außerdem sollte Hühnchenfleisch stets getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt und zubereitet werden.
-
Essen & TrinkenPfefferminztee15.05.2013 | 19:47 Uhr von Lischen_nr17
Sehr geehrter Herr Dr. Eisen, ich habe eine Frage zum Pfefferminztee und hoffe, Sie... mehr...
-
Essen & TrinkenWasserfilter im Hinblick auf die Wasserqualität empfehlenswert?06.05.2013 | 10:22 Uhr von Thiror
Das Trinkwasser aus der Leitung ist laut den Stadtwerken, die für die Wasserversorgung... mehr...
-
SportmedizinArthroskopie?29.04.2013 | 12:36 Uhr von bbsportdirekt
Hallo, da mir selbst vielleicht bald eine Arthroskopie am Sprunggelenk befor steht,... mehr...
Weiterführende Artikel
Allergie und Intoleranz: Wenn Essen Probleme bereitet
Laktose, Fruktose, Gluten: Mehr als jeder Sechste verträgt bestimmte Nahrungsmittel nicht. Die... mehr...
Latte macchiato und Co. sind Figurkiller
Kaffee war gestern - heute trinkt der moderne Mensch einen Latte macchiato, Moccacino oder Frappé... mehr...
Antibiotika-resistente Keime durch Hygiene abwehren
Gegen bakterielle Erkrankungen helfen Antibiotika - es sei denn, die Keime sind resistent. Den... mehr...
Süßholz: Arzneipflanze des Jahres 2012
Der Tee aus den zerkleinerten Wurzeln der Süßholz-Staude schmeckt süß und deutlich nach Lakritz -... mehr...






