Auslöser

Depression als Folge von Krisen und Veränderungen

Zwei Drittel der Menschen mit Depressionen waren vor ihrer Erkrankung einem kritischen Lebensereignis ausgesetzt beziehungsweise befanden sich in einer Situation, in der sich Aufgaben, Inhalte oder Ziele in ihrem Leben änderten. Doch nicht alle Menschen reagieren auf derartige Situationen mit einer Depression.

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Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, kann dies eine Depression auslösen.

Es gibt viele Herausforderungen im Leben, die betroffene Personen besonders stark unter Stress und nervliche Anspannung setzen. Zu diesen so genannten kritischen Lebensereignissen zählen der Tod eines geliebten Menschen, Partner- und Familienkonflikte, Arbeitslosigkeit oder Verrentung. Nach einem derartigen Ereignis ist das Depressionsrisiko etwa ein halbes Jahr lang erhöht.

Arbeitslose häufig depressiv

Aber nicht jeder Mensch reagiert auf solche Herausforderungen im Leben mit einer Depression. Kritische Lebensereignisse gelten in erster Linie als Auslöser beziehungsweise Stressoren, also Umstände, die „das Fass zum Überlaufen bringen. Ein Arbeitsplatzverlust ist der anerkannte Prototyp eines belastenden Lebensereignisses. Beinahe ein Viertel der Arbeitslosen werden zwei bis sieben Monate nach der Entlassung depressiv.

Auch ein erreichtes Ziel kann Depressionen auslösen

Andere Beispiele für Lebensereignisse, die mit Depressionen assoziiert sein können, sind anhaltender psychischer Druck, Verlust des Jobstatus oder Selbstwertgefühls, Berufsstress oder anhaltender finanzieller Druck, körperlicher Missbrauch, körperliche Krankheit und Alkoholismus. Oft beginnt eine Depression auch in dem Moment, in dem ein lang ersehntes Ziel erreicht wird. Das kann eine Beförderung sein, sportlicher Erfolg und selbst eine Heirat.

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2012

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