Babyblues vor der Geburt

Schwangerschaftsdepression: Wenn das Baby im Bauch down macht

Nicht jede Frau erlebt eine Schwangerschaft als glückliche Zeit: Fast jede Zehnte entwickelt in dieser Phase eine Schwangerschaftsdepression. Symptome wie Lustlosigkeit, Schuldgefühle und Niedergeschlagenheit können besonders im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel den Alltag der Betroffenen zum Teil stark beeinflussen.

katze schwangere Frau
Viele Schwangere fürchten sich vor dem Babyblues nach der Geburt. Doch bereits vorher kann es zu Depressionen kommen.
© iStock.com/WTolenaars

Die meisten kennen die Wochenbettdepression, den sogenannten Babyblues. Weniger bekannt ist, dass Depressionen auch während der Schwangerschaft häufig sind.

Depressionen können in allen Abschnitten der Schwangerschaft auftreten

Zu Beginn der Schwangerschaft liegt die Ursache für eine Schwangerschaftsdepression häufig darin, dass die neue Lebenssituation ganz gemischte Gefühle auslösen kann: Neben der Freude auf das Kind können auch starke Ängste auftreten. So fühlen sich manche Frauen durch die Schwangerschaft überfordert, haben Sorge etwas falsch zu machen und/oder fürchten um die Gesundheit des Kindes. 

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Im letzten Schwangerschaftsdrittel treten Schwangerschaftsdepressionen ebenfalls häufiger auf als in der mittleren Schwangerschaftsphase. Der Grund: Die näher rückende Geburt und die damit verbundenen Ängste und Sorgen können das seelische Befinden aus dem Gleichgewicht bringen. Auch die Zunahme der körperlichen Beschwerden kann auf das Gemüt schlagen und dadurch das Auftreten einer Depression während der Schwangerschaft begünstigen.

Symptome: Wie erkennt man eine Schwangerschaftsdepression?

Schwangerschaftsdepressionen sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Symptome einer klassischen Depression – wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Libidoverlust und Müdigkeit – treten oft auch im Rahmen einer normalen Schwangerschaft auf.

Falls werdende Mütter allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg Gefühle wie Lustlosigkeit und Hoffnungslosigkeit an sich feststellen, dann liegt möglicherweise eine Schwangerschaftsdepression vor.

Zu den deutlichen Hinweisen für eine Depressionen zählen zudem massive Schuldgefühle oder gar Selbstmordgedanken. Darüber hinaus vernachlässigen Schwangere, die von einer Depression betroffen sind, oftmals die Schwangerschaftsvorsorge.

Die Besonderheit bei Depressionen in der Schwangerschaft liegt darin, dass sich die Symptome nicht nur bei der Mutter bemerkbar machen: Sie können sich auch beim ungeborenen Kind zeigen. Beispielsweise kann die Entwicklung des Kindes verzögert sein. Darüber hinaus kann eine Schwangerschaftsdepression eine Frühgeburt auslösen.

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Schwanger und depressiv? Holen Sie sich Hilfe!

Unbehandelt kann die Schwangerschaftsdepression nahtlos in eine Wochenbettdepression übergehen. Sollten Sie Hinweise einer Schwangerschaftsdepression bei sich erkennen, dann empfiehlt es sich deshalb, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und ihm die Symptome zu schildern. Dabei gilt: Lieber einmal zu viel als zu wenig fragen. Der Arzt kann abklären, ob lediglich eine vorübergehende Stimmungsschwankung oder eine Depression vorliegt. Hierzu stehen zum Beispiel spezielle Fragebögen zur Verfügung, die ihm bei der Beurteilung helfen.

Handelt es sich nur um eine leichte depressive Verstimmung, reicht bei den meisten Schwangeren eine Beratung durch einen Geburtshelfer oder Gynäkologen aus. In schwereren Fällen kann eine Psychotherapie helfen. Darüber hinaus stehen auch Medikamente zur Verfügung, die die Symptome einer Schwangerschaftsdepression lindern: die sogenannten Antidepressiva.

Dabei gilt es, Folgendes zu beachten: Bestimmte Anitdepressiva dürfen Sie während der Schwangerschaft nicht einnehmen, weil sie das Kind unter Umständen schädigen.

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Lifeline/Wochit

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