Wege aus der Depression

Tipps zur Therapeutensuche

Damit Depressionen gezielt und erfolgreich behandelt werden können, muss auf Basis einer professionellen Diagnose eine individuelle Behandlung in Anspruch genommen werden. Der Psychotherapeut ist sowohl für Diagnose als auch Einleitung der Behandlung der richtige Ansprechpartner. Auch wenn es Überwindung kosten mag – der Weg zu einem Profi kann helfen, die Krise in den Griff zu bekommen.

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Bei einem Verdacht auf eine Depression sollte man professionelle Hilfe suchen.
(c) George Doyle

Wenn der Verdacht besteht, dass man an einer Depression erkrankt ist, sollte man sich nicht scheuen, einen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten aufzusuchen. Hier kann die Diagnose einer Depression und ggf. auch anderer psychischer Erkrankungen (Zwänge, Angststörungen oder ähnliches, die häufig mit einer Depression einhergehen) eindeutig gestellt und die richtige Behandlung der Depression eingeleitet werden.

Sie benötigen keine Überweisung Ihres Hausarztes.

Einen Therapeuten finden

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Therapeuten zu finden: Niedergelassene Psychotherapeuten sind z.B. Online oder in den Gelben Seiten aufgeführt (Branchen: Psychotherapie; Ärzte; Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin). Auch Ihre Krankenkasse hält entsprechende Informationen für Sie bereit. Auch Ihr Hausarzt kann ggf. Tipps bei der Suche nach geeigneten, psychotherapeutischen Praxen geben.

Psychotherapie Informationsdienst

Eine wichtige Anlaufstelle ist zudem der Psychotherapie-Informationsdienst. Er hilft telefonisch oder mittels einer Internet-Datenbank bei der Suche nach Therapeuten, die auf die Behandlung von Depressionen spezialisiert sind:

Telefon

Tel.: 030 / 2 09 16 63 30

e-mail: pid@dpa-bdp.de

Online unter www.psychotherapiesuche.de

Stimmt die Chemie?

Ausschlaggebend für den Erfolg einer Psychotherapie ist neben der Erfahrung des Psychotherapeuten auch die Tatsache, ob Sie und der Therapeut zusammen passen. Am Beginn einer Psychotherapie stehen deshalb fünf probatorische Sitzungen. Sie dienen der exakten Diagnose und dem gegenseitigen Kennenlernen. Hier haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, ob Sie mit dem Therapeuten zurechtkommen, ob die "Chemie" stimmt. Und der Therapeut prüft gleichfalls, ob er mit Ihnen arbeiten kann.

Eine Psychotherapie muss beantragt werden

Nach Ablauf der ersten Sitzungen stellt der Psychotherapeut bei der Krankenkasse einen Antrag auf Durchführung einer Psychotherapie. In der Regel beträgt die Bearbeitungszeit der Anträge vier bis sechs Wochen. Zu diesem Zeitpunkt holt er von Ihrem Haus- oder Facharzt auch einen so genannten Konsiliarbericht ein. Damit bescheinigt der Arzt, dass Ihre Beschwerden nicht auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind und dass keine medizinischen Gründe gegen die Durchführung einer Psychotherapie sprechen; gegebenenfalls ist auch eine Untersuchung bei einem Facharzt notwendig, um bestimmte organische Fehlfunktionen, z.B. eine Schilddrüsenerkrankung, auszuschließen.

Bestehen keine medizinischen Einwände, kann die Psychotherapie beginnen. Je nachdem, ob es sich um eine Kurz- oder Langzeittherapie handelt, erstreckt sich eine Therapie über mehrere Wochen oder Jahre.

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Letzte Aktualisierung: 08. Januar 2012

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