Herzinfarkt vorbeugen mit Bewegung

Körperliche Fitness sorgt nicht nur für ein positives Körpergefühl, sondern tut auch Herz und Gefäßen gut. Wer sich regelmäßig bewegt, kann Stress besser verkraften, hält das Körpergewicht in der Balance und normalisiert seinen Blutdruck – die ideale Kombination, um Herzinfarkt und anderen Kreislauferkrankungen vorzubeugen!

Bewegungsmangel macht Herz und Gefäße schlapp
Schon 20 Minuten moderate Bewegung am Tag reichen, um Herz und Gefäßen etwas Gutes zu tun.
Getty Images/Creatas RF

Wer rastet, der rostet, sagt der Volksmund. Umgekehrt gilt: Wer gesund bleiben will, muss sich regelmäßig bewegen. Denn Bewegungsmangel macht die Gelenke steif, schwächt die Knochen, lässt die Blutgefäße verkalken und ist damit ein Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen. Das spüren am ehesten jene, die durch ihre berufliche Tätigkeit viel sitzen oder stehen müssen, wie zum Beispiel Büroangestellte, Manager oder auch Fernfahrer. Kommen weitere Risikofaktoren wie eine ungesunde fettreiche Ernährung, Rauchen oder Bluthochdruck hinzu, steigt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall massiv an.

So äußert sich ein Herzinfarkt bei Frauen

Lifeline/Wochit

20 Minuten Bewegung für ein gesundes Herz

Um die Herzgesundheit zu stärken, kommt es nicht darauf an, seinem Körper beim Sport das Äußerste an Leistungskraft abzuverlangen. Im Gegenteil: Viel gesünder ist es, sich durch regelmäßige körperliche Aktivität fit zu halten. Dazu empfiehlt beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine mäßig intensive Bewegung von mindestens 150 Minuten pro Woche, zum Beispie durch flotte Spaziergänge, Joggen oder Radeln. Umgerechnet bedeutet das: 20 Minuten Bewegung täglich reichen, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten zu minimieren!

Dass sich eine aktive und gesunde Lebensweise nicht nur für Herz und Gefäße sondern auch im Hinblick auf die Lebenserwartung lohnt, haben mehrere Studien gezeigt. Demnach sterben Menschen mit Bewegungsmangel, die den größten Teil ihrer Freizeit träge vor dem Fernseher verbringen, rauchen und sich ungesund ernähren deutlich früher als Personen mit gesunder und aktiver Lebensweise.

Mit Hund gegen Herzinfarkt 

Welche Bewegungsart ausgeübt wird, spielt für ein fittes Herz eine eher untergeordnete Rolle, wenngleich vor allem die Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Radfahren und Schwimmen als besonders günstig für das Herz gelten. Doch der Sport soll auch Spaß machen: Wer also lieber das Tanzbein schwingt oder sich im Fitnessstudio am Rudergerät betätigt, hilft seinem Herz und seinen Blutgefäßen ebenfalls, nicht schlapp zu machen.

Dass selbst moderate Bewegung ausreicht, um einem Herzinfarkt vorzubeugen, zeigt eine Meta-Analyse verschiedener Studien zum Thema, die die amerikanische Herzgesellschaft durchgeführt hat. Bereits ein aktiver Alltag durch das Halten eines Hundes hilft, herzgesund zu leben: "Ein Haustier zu halten, insbesondere einen Hund, geht vermutlich mit einem geringeren Risiko für eine Herzkrankheit einher", fasst Glenn Levine von der Medizinischen Hochschule Baylor in Texas zusammen. Zudem erhöhen Bello und Co. die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten, die bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erlitten haben.

Das kann verschiedene Gründe haben: Ein Hund als Haustier sorgt für zusätzliche Bewegung durch Gassi-Zwang. Außerdem senken Haustiere die Belastung mit Stresshormonen.

Autowaschen und Putzen sind ebenfalls Ausdauersport

Man muss sich natürlich nicht unbedingt ein Haustier zulegen, um die körperliche Aktivität zu steigern. Jede Bewegung im Haushalt und Job wird in der Summe zum Ausdauersport, den Herz und Gefäße mit besserer Verfassung danken.

Forscher der Hochschule für Sport und Gesundheitswissenschaften in Stockholm haben dazu Männer und Frauen ab einem Alter von 60 Jahren untersucht und ihre Ergebnisse im "British Journal of Sports Medicine" veröffentlicht. Über 4.000 Personen wurden über zwölf Jahre hinweg begleitet. Im Fokus der Untersuchung stand die körperliche Aktivität im Alltag in Abhängigkeit von der Herz-Kreislauf-Gesundheit und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder dem metabolischen Syndrom.

Dabei wurde schnell klar: Alltagstätigkeiten wie Putzen, Heimwerken, Gartenarbeit oder die gerade bei deutschen Männern beliebte Autopflege können das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich reduzieren und sind zudem weniger belastend als ein Workout im Fitnessstudio. Eine agile Lebensweise führt nachweislich zu Cholesterinwerten im empfohlenen Normbereich.

Zwölf Tipps für ein gesundes Herz
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