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INR

Beim Quick-Test, der die Gerinnungszeit des Blutes bestimmt, wird auch häufig die INR, die International Normalized Ratio, angegeben.

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Bestimmte Medikamente lassen den INR-Wert ansteigen.
© iStock.com/oonal

Die Messung der INR dient der besseren Vergleichbarkeit von Quick-Werten, die mit verschiedenen Methoden bestimmt werden. INR-Werte unterliegen im Gegensatz zu den Quick-Werten keinen Schwankungen und sind bei allen Laborpraxen oder Selbstmessgeräten vollkommen vergleichbar.

Warum und wie wird der INR-Wert bestimmt?

Der INR-Wert wird vor allem dann überprüft, wenn ein Patient mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt wird. Diese Medikamente werden verordnet, wenn die Gefahr von Blutgerinnseln und Thrombosen besteht, so zum Beispiel bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, künstlichen Herzklappen, wiederholt auftretenden Beinvenenthrombosen, nach Schlaganfällen, Herzinfarkten oder bei angeborenen Störungen der Blutgerinnung.

Mit der INR wird die medikamentöse Therapie regelmäßig überprüft und auf einen individuell festgelegten Korridor eingestellt. Auch  vor Operationen wird der INR-Wert bestimmt.

Die INR wird im Blutplasma gemessen. Der Laborwert kann auch mit einem Blutstropfen auf einem Teststreifen selbst bestimmt werden.

Wann liegt der INR-Wert im normalen Bereich?

Der INR-Wert ist bei 1,0 als normal definiert.

Was können Ursachen für einen zu hohen INR-Wert sein?

Erhöhte INR-Werte sind ein Hinweis auf Gerinnungsstörungen. Als Ursachen kommen Vitamin-K-Mangel, Erkrankungen an der Leber (zum Beispiel Leberzirrhose) oder der Mangel an anderen Gerinnungsfaktoren infrage.

Bei einer Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten wird der INR-Wert künstlich erhöht. Er liegt dann je nach Erkrankung und eingenommenem Medikament in einem Zielkorridor von 2,0 bis 3,5.

Was können Ursachen für einen zu niedrigen INR-Wert sein?

Die Einnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel des Antibiotikums Penicillin, kann den INR-Wert senken.

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