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Übelkeit

(Nausea)

Mit der Yacht aufs offene Meer
Schwankende Bewegungen auf einem Schiff können bei manchen Menschen Übelkeit und Seekrankheit auslösen.
Getty Images/iStockphoto

Übelkeit (Nausea) ist eine Form des Unwohlseins, die mit dem Gefühl einhergeht, sich erbrechen zu müssen, ohne dass es jedoch notwendigerweise zu einem Erbrechen kommt.

Ausgelöst wird Übelkeit unter anderem durch schwankende Bewegungen (z.B. Seekrankheit), Infektionen des Magen-Darm-Trakts (z.B. Virusinfekte), verdorbene oder unverträgliche Nahrungsmittel (z.B. Laktoseintoleranz), Hormonveränderungen und Stoffwechselstörungen (z.B. Schwangerschaft, Über- oder Unterzuckerung), Nervenerkrankungen (z.B. Migräne), Medikamente (z.B. Narkosemittel) oder psychische Faktoren (z.B. Ekel).

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Übelkeit ist ein sehr häufiges Krankheitszeichen, das je nach Ausprägung und Begleitsymptomen auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen ist.

Ausgangspunkt des Übelkeitsgefühls ebenso wie eines Erbrechens ist das so genannte Brechzentrum im Gehirn. Dabei bilden Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen eng zusammenhängende Symptome, die häufig gemeinsam auftreten. Je nach Ursache können aber auch andere, charakteristische Beschwerden in Zusammenhang mit Übelkeit einsetzen. So steht beispielsweise bei der Migräne der Kopfschmerz im Vordergrund. Bleibt die Menstruation aus, ist an eine Schwangerschaft zu denken.

Welche Ausprägung bei einem Betroffenen im Vordergrund steht, hängt beispielsweise bei der Seekrankheit stark von der aktuellen psychischen und körperlichen Verfassung sowie der individuellen Veranlagung ab. Zwar gibt es Menschen, die für Seekrankheit extrem anfällig sind, und andere, die beinahe nie erkranken. Bei der Mehrzahl der Betroffenen bestimmen jedoch die aktuelle Verfassung und die letzte Nahrungsaufnahme, ob es auf einer Schiffsreise bei Übelkeit bleibt oder zum Erbrechen kommt.

Grundsätzlich gilt: Hält Übelkeit länger an, ist sie sehr heftig oder werden weitere, ungewöhnliche Begleitsymptome beobachtet, sollte zur Abklärung der Ursachen ein Arzt aufgesucht werden.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2011
Quellen: Scorza K, et al. Evaluation of nausea and vomiting. Am Fam Physician. 2007; 76: 76-84. URL: http://www.aafp.org/afp/2007/0701/p76.pdf; Singleton G. Integrative management of nausea and vomiting. Aust Fam Physician. 2007; 36: 733-4. URL: http://www.racgp.org.au/afp/200709/200709singleton.pdf; Siegenthaler W (Hrsg.), et al. Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 16. Auflage, Stuttgart, New York 1988.

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