Durchfall (Diarrhö): Therapien

Ein nur kurzzeitig auftretender Durchfall (Diarrhö) ohne nennenswerte Begleitsymptome bedarf in der Regel keiner Behandlung. Bei heftigem Durchfall und weiteren Symptomen, beispielsweise Fieber, oder lange anhaltendem sowie blutigem Durchfall ist es jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Die langfristige Therapie von Durchfall richtet sich nach der ursächlichen Erkrankung. Bei nichtinfektiösem akutem Durchfall ist die Meidung des auslösenden Stoffes normalerweise ausreichend.

Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts

Weil der Körper durch Durchfall viel Flüssigkeit verliert, ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts wichtig. Die Gabe von Elektrolyt-Glukose-Lösungen gleicht das durch den Durchfall entstandene Defizit an Wasser und Mineralstoffen im Körper aus. Ist bereits ein starker Flüssigkeitsverlust aufgetreten, können solche Lösungen auch über eine Infusion verabreicht werden.

Medikamente gegen Durchfall: Durchfallmittel

Um eine erhöhte Darmaktivität zu verhindern, werden motilitätshemmende Medikamente eingesetzt. Sie verringern die Darmbewegungen und verhindern so weiteren Durchfall. Da Motilitätshemmer zu Verstopfung führen können, eignen sie sich nur für den kurzfristigen Gebrauch. Der Wirkstoff Loperamid ist ein frei verkäuflicher Motilitätshemmer, der sich allerdings nicht für Kinder eignet.

Kaolin ist eine Ton- oder Porzellanerde, die Wasser absorbiert und so bindend wirkt. Sie wird eingenommen und reduziert so den Durchfall. Präparate, die das Bakterium Lactobacillus (Milsäurebakterium) enthalten, fördern die Heilung der angegriffenen Darmschleimhaut. Lactobacillus-Präparate werden auch vorbeugend gegen Durchfall eingenommen. Hefe-Präparaten wird derselbe Effekt zugeschrieben.

Da Durchfall immer mit einem erhöhten Flüssigkeitsverlust einhergeht, ist es ratsam, viel zu trinken.

Letzte Aktualisierung: 15. September 2010

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