Gemeinsam stark und wirkungsvoll

Homöopathie und Schüßler-Salze kombinieren

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Homöopathie kombiniert mit Schüßler-Salzen führt zu einem "Katalysatoreffekt": Symptome werden schneller gebessert.
Getty Images/iStockphoto

Homöopathie und Schüßler-Salze finden seit Jahrhunderten Anwendung. Bisher wurden sie in der Literatur getrennt dargestellt. Das ist auch richtig, da es sich um zwei verschiedene Ansätze handelt.

Andererseits entfaltet die Schüßler-Therapie mit der Homöopathie ganz besondere Wirkungen, so die Erfahrungen der Heilpraktikerin Karoline Dichtl, über die sie bei der Präsentation ihres neuen Buches "Schüßler-Salze und Homöopathie erfolgreich kombinieren" auch sprach.

Die Homöopathie setzt einen Heilungsreiz im Körper und regt ihn damit zur Selbstheilung an. In der Regel werden Substanzen angewendet, die nicht natürlich in unserem Körper vorkommen. Häufig handelt es sich sogar um giftige Substanzen wie Arsen, Quecksilber, Giftsumach (Rhus tox.) oder Tiergifte von Bienen oder Schlangen. Durch die Potenzierung verlieren sie ihre Giftigkeit, während die Wirksamkeit verstärkt wird.

Die Grundlagen

Prinzipiell geht man bei der Schüßler-Therapie von einer Mangelsituation im Körper aus, die ausgeglichen werden muss. Die Potenzierung dient dazu, dass die Substanz leichter vom Körper aufgenommen werden kann. In den Schüßler-Präparaten wird jedoch nicht der Mineralstoff selbst in hohen Mengen zugeführt, sondern dem Körper wird - so Dichtl - eine Art „Matrix“ vorgegeben, die ihm sagt, wonach er Ausschau halten soll. Somit wird im Körper genau genommen auch nur ein „Reiz“ gesetzt – genau wie in der Homöopathie.

Bei der Schüßler-Therapie gelangen allerdings nur Stoffe zum Einsatz, die auch natürlich in unserem Körper vorkommen: Calcium, Kalium, Natrium, Silicium oder Magnesium. Diese sind mit anderen chemischen Stoffen wie Sulfur, Chlorat oder Phosphor kombiniert. Der Kombinationsanteil gibt dem Mineralstoff die Information, welche „Arbeit“ im Körper verrichtet werden soll. Sulfur hat eine reinigende Funktion, Chlorat eine antiseptische, klärende Wirkung und Phosphor regt zum Beispiel die Gehirnfunktion oder den Stoffwechsel an.

Die Kombination

Wilhelm Heinrich Schüßler beschreibt 1874 in seinem Buch „Eine Abgekürzte Therapie. Anleitung zur biochemischen Behandlung der Krankheiten“ die Vorzüge der Schüßler-Salze. Zusammengefasst - so Dichtl - sei die Schüßler-Therapie weitaus einfacher zu handhaben, leichter zu überschauen und anzuwenden als die Homöopathie. Es gebe lange nicht so viele Feinheiten, Besonderheiten oder auch Regeln, die es einzuhalten gilt. Dies bringe natürlich auch heute einen größeren Interessentenkreis mit sich.

Auf der anderen Seite habe die Schüßler-Therapie auch ihre Grenzen: Bei klimatischen Krankheitsursachen etwa habe die Homöopathie eindeutig ihre Stärke und die wirkungsvolleren, weil spezifischeren Mittel. Auch bei seelischen Symptomen wie Kränkung, Trauer, Kummer und Ärger biete die Homöopathie sehr viel mehr Mittel.

Homöopathie

Viele glauben, dass alle pflanzlichen Präparate homöopathisch seien. Die klassische Homöopathie aber ist eine ganz eigene Disziplin mit Behandlungsrichtlinien.

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Katalysatoreffekt von Homöopathie und Schüßler-Therapie

Karoline Dichtl: "Aus diesem Grund habe ich angefangen, Homöopathie und Schüßler-Salze zu kombinieren. Dabei konnte ich feststellen, dass die Verbindung dieser beiden Ansätze einen Katalysatoreffekt mit sich bringt. Symptome finden sehr viel schneller eine Besserung, die Fortschritte sind rascher und die Linderung deutlich anhaltender, als wenn nur eine Methode zum Einsatz kommt."

Entwicklungsarbeit in der Praxis

Laut Dichtl gibt es tatsächlich viele Bagatellerkrankungen, für die sie Patienten gar nicht brauchen. "Das sind die Stärken sowohl der Homöopathie als auch der Schüßler-Therapie. Alle Erkrankungen, wegen derer man sowieso nicht zum Arzt gehen würde, kann man meist sehr leicht und einfach selbst behandeln."

Auf der anderen Seite kämen oft Patienten, die der Einnahme einer ganzen Palette von Medikamenten und deren Nebenwirkungen müde sind. Dichtl: "Hier sehe ich noch notwendige Entwicklungsarbeit, damit die Naturheilkunde und speziell die Homöopathie und die Schüßler-Salze als Ergänzung von konventioneller Behandlung mehr zum Einsatz kommen."

Komplementärmedizinische Begleitung

Einige chronische Erkrankungen können begleitend zur schulmedizinischen Medikation positiv von einer Kombination aus Homöopathie und Schüßler-Therapie beeinflusst werden. Auch in der Phase, bevor man sich für eine Medikation, zum Beispiel mit Insulin, entscheidet, leisten diese beiden Methoden und mehr noch deren Kombination gute Dienste, so die Erfahrungen Dichtls.

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Ergänzend zur konventionellen Behandlung sollten Schüßler-Salze und Homöopathie mehr eingesetzt werden.

Es gibt einige wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie, aber Dichtl erzählte lieber einige Anekdoten aus ihrer Praxis: Über Patienten, denen eine Operation erspart blieb, oder auch über Patienten, die Beschwerden unklarer Genese hatten, welche „plötzlich“ gebessert wurden. Dichtl: "Mir scheint es sinnvoll, dass Sie eigene Erfahrungen machen. In meinem Workshop können Sie Schüßler-Salze und homöopathische Mittel selbst ausprobieren und deren Wirksamkeit spüren – das geht oft rasend schnell."

Autor: Lifeline Redaktion / JK
Letzte Aktualisierung: 07. Februar 2013
Durch: khp
Quellen: Karoline Dichtl: „Schüßler-Salze & Homöopathie erfolgreich kombinieren“, TRIAS Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8304-3888-5

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