Seltene Infektionskrankheit

Babesiose

Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie der Infektionskrankheit Babesiose.

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Krank fühlt man sich erst ein bis zwei Wochen nach der Infektion.
(c) Stockbyte

Die Babesiose ist eine weltweit verbreitete, aber sehr seltene Infektionskrankheit, die von Zecken übertragen wird. Die Babesiose wird von winzigen Einzellern der Gattung Babesia hervorgerufen, welche die roten Blutkörperchen des Infizierten befallen. Die meisten Erkrankungen werden in den USA von Babesia microti, in Europa hingegen von Babesia divergens verursacht. Beschwerden und Krankheitsverlauf der Babesiose ähneln denen der Malaria. Die Babesiose wird daher auch als "kleine Schwester" der Malaria bezeichnet.

Zecken richtig entfernen

 

Ursachen der Babesiose

Der Hauptüberträger der Babesiose für den Menschen sind Zecken der Gattung Ixodes, zu der auch der gemeine Holzbock (Ixodes Ricinus), die in Mitteleuropa am häufigsten vorkommende Zeckenart, gehört.

Es sind aber auch schon Fälle bekannt geworden, in denen Patienten über eine Bluttransfusion mit Babesiose-Erregern infiziert wurden. Hieraus ergibt sich die gesundheitliche Gefahr, dass Blutspender, die eine Babesiose durchgemacht haben, auch nach Ausheilung der Symptome der Akuterkrankung noch über Monate bis Jahre die Babesiose-Erreger in sich tragen und diese über einen Blutspende-Empfänger weitergeben können.

Risikogruppen bei Babesiose

Früher haben Ärzte vermutet, dass Menschen, denen aufgrund eines Unfalls oder anderen Ereignisses die Milz entfernt werden musste, die einzige Risikogruppe für eine Infektion mit Babesiose bildeten, weil die fehlende Milz sie anfälliger für Infektionen machte. In den letzten Jahren sind aber vermehrt Erkrankungen mit schweren Verläufen bei Menschen aufgetreten, die noch ihre Milz haben. In der Regel sind Menschen mit Milz aber gegen diese Erreger resistent.Der Hauptüberträger der Babesiose für den Menschen sind Zecken der Gattung Ixodes, zu der auch der gemeine Holzbock (Ixodes Ricinus), die in Mitteleuropa am häufigsten vorkommende Zeckenart, gehört.

Es sind aber auch schon Fälle bekannt geworden, in denen Patienten über eine Bluttransfusion mit Babesiose-Erregern infiziert wurden. Hieraus ergibt sich die gesundheitliche Gefahr, dass Blutspender, die eine Babesiose durchgemacht haben, auch nach Ausheilung der Symptome der Akuterkrankung noch über Monate bis Jahre die Babesiose-Erreger in sich tragen und diese über einen Blutspende-Empfänger weitergeben können.

Symptome der Babesiose

Die Beschwerden der Babesiose ähneln denen der Malaria. Sie bleiben über eine bestimmte Zeit bestehen, verschwinden allmählich und treten zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf.

Die Symptome der Babesiose treten nach einer Inkubationszeit von ein bis vier Wochen auf. Zu den ersten Beschwerden zählen vor allem:

• Abgeschlagenheit

• Appetitlosigkeit

• Gewichtsverlust

• Unwohlsein/Übelkeit

In den folgenden Tagen tritt Fieber auf, das kontinuierlich ansteigt und sehr hohe Werte erreicht. Es wird begleitet von:

• Schüttelfrost

• starkem Schwitzen

• Muskelschmerzen

• Gliederschmerzen

• starkem Kopfschmerzen

Manchmal kommt es zusätzlich noch zu:

• schwerer Blutarmut (Anämie)

• Gelbsucht (Ikterus)

• Nierenversagen

Therapie der Babesiose

Die Babesiose lässt sich mit Medikamenten, die auch in der Malariatherapie angewendet werden, behandeln. Die Empfehlung lautet, Chinin und Clindamycin für siebe Tage unter sorgfältiger Überwachung des Arztes einzunehmen. Meistens bleiben Beschwerden, wie Unwohlsein, Ermüdung und leichtes Fieber, noch über Wochen und Monate nach der Behandlung bestehen.

Die Babesiose verläuft in den seltensten Fällen schwer oder sogar tödlich und betrifft in der Hauptsache ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Eine Babesiose können Sie vorbeugen, indem Sie sich vor Zeckenbefall und damit vor Zeckenbissen schützen.

Autor:
Letzte Aktualisierung:15. September 2011

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