Koliken - ein vermeidbares Übel

Hilfe bei Gallensteinen & Co.

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Ein Nierenstein: Bei dieser Größe hilft nur noch der Weg zum Arzt
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Meist kommen sie ganz plötzlich: krampfartige Schmerzen. Doch durch gesunde Lebensführung und ein paar einfache Verhaltensregeln kann man sich die Beschwerden, die Gallen- und Blasensteine auslösen – oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen – ersparen.

Mehr als neun Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Gallen-, Nieren- oder Blasensteinen. Dass sich Steinleiden zur Volkskrankheit ausgewachsen haben, liegt an unserem Lebenswandel: Hauptursachen für Steine im Körper sind zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. „Auch hormonelle Veränderungen, erbliche Vorbelastung, Diabetes, Leber- und Schilddrüsenprobleme begünstigen das Entstehen“, erklärt Professor Dietrich Lammert, Gastroentereologe und Direktor der Klinik für Innere Medizin am Uniklinikum Saarland. Am weitesten verbreitet sind Gallensteine. Frauen leiden darunter dreimal so häufig wie Männer, weil Östrogen die Steinbildung begünstigt.

Mit Gallensteinen ist nicht zu spaßen

Galle besteht vor allem aus Gallensäuren und Cholesterin. „Gerät das Mengenverhältnis der beiden Stoffe aus der Balance, bilden sich Kristalle, die im Laufe von Monaten und Jahren immer größer werden. Wenn die Steine anfangen in der Galle hin und her zu wandern, droht höchste Gefahr. Sie können den Gallengang verstopfen und eine Kolik auslösen“, warnt Prof. Lammert. Das verursacht dann die höllischen Schmerzen und heftigen Krämpfe im Oberbauch. „Unbehandelt droht sogar Lebensgefahr, deshalb sollte man sofort zum Arzt gehen“, mahnt Prof. Lammert.

Hilfe durch moderne Behandlungstechniken

Gallensteine lassen sich heute schnell und einfach mit Ultraschall aufspüren. Nur wenn sie in den Gallengängen liegen, muss gespiegelt werden. Auch bei der Behandlung hat es große Fortschritte gegeben: Medikamente können seit Kurzem Gallensteine, die kleiner als fünf Millimeter sind, auflösen. Neu ist die sogenannte Stoßwellenlithropsie, bei der die Brocken von außen zertrümmert werden. Alternativ fischen Ärzte Steine, die den Gallengang versperren, auch mit einem Drahtkörbchen heraus. Das funktioniert wie bei einem Schornsteinfeger, der einen Kamin reinigt. Nur bei sehr großen Steinen wird die Gallenblase auch heute noch operativ entfernt.

Steinentfernung: 90 Prozent Erfolgsquote

Nieren- oder Blasensteine bilden sich aus Bestandteilen des Harns und gehen meist von selbst ab. Schmerzhaft kann es werden, wenn die Bröckchen über einen Zentimeter groß werden.

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Hohe Erfolgsquote: Steinentfernung per Endoskop
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Damit es nicht zur Kolik kommt, gibt der Arzt auflösende Medikamente oder entfernt die Steine per Endoskop oder mit einer Spezialschlinge. Die Erfolgsquote: 90 Prozent.

 

Autor: khp
Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2011
Quellen: gong verlag

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