Halsweh ist nicht immer harmlos

Zehn Warnsignale bei Halsschmerzen

Wenn der Hals weh tut, kann das mehr als eine Erkältung sein. Die zehn Warnsignale bei Halsschmerzen und was sich dahinter verstecken kann.

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Starke, langanhaltende Halsschmerzen sollten immer vom Arzt abgeklärt werden.
(c) Stockbyte

Ein paar Lutschtabletten, etwas heißer Tee, dann werden die lästigen Halsschmerzen schon wieder vergehen. Halsschmerzen sind meist harmlos und gehören zu den häufigsten Anzeichen einer Erkältung. Selbstbehandlung reicht meist völlig und nach wenigen Tagen tut der Hals nicht mehr weh.

Die Halsprobleme können jedoch auch durch Bakterien, gefährliche Viren oder eine Allergie ausgelöst werden. Dann ist ärztliche Hilfe wichtig.

Wie kommt es zu Halsschmerzen?

Halsschmerzen weisen auf eine entzündungsbedingte Schädigung der Halsschleimhäute hin. Die Beschwerden einer Rachenentzündung reichen von einem Trockenheitsgefühl mit ständigem Räuspern und Hüsteln bis hin zu Heiserkeit und einem Wundgefühl und starken Schmerzen im Hals. Dabei kann das Schlucken und Sprechen fast unerträglich werden.

Beim Blick in den Rachenraum erscheint dieser gerötet und geschwollen. Sind zusätzlich die Stimmbänder im Kehlkopfbereich entzündet, leidet der Betroffene unter Heiserkeit. Halsschmerzen bessern sich nach etwa ein bis zwei Tagen. Innerhalb einer Woche sollten Ihre Beschwerden komplett verschwunden sein. Dauert die Heiserkeit ohne ersichtlichen Grund länger als drei Wochen an, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Sie kann auch ein Hinweis auf andere, zusätzlich bestehende Erkrankungen sein.

Die zehn Warnzeichen bei Halsschmerzen und was sich dahinter verbergen kann:  

  1. Die Halsschmerzen halten länger als eine Woche an. Das kann Anzeichen für eine Bakterieninfektion sein. Der Arzt inspiziert den Rachen, nimmt eventuell einen Abstrich und verschreibt falls nötig Antibiotika.

  2. Bei den Halsschmerzen tritt Fieber von über 38 Grad auf. Dabei kann es sich um ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion handeln, aber auch für Virusgrippe.

  3. Die Halsschmerzen gehen mit geschwollenen Mandeln einher, auf denen gelbliche Eiterpünktchen sitzen. Meist sind Antibiotika nötig, um die bakterielle Entzündung auszubremsen.

  4. Die starken Halsschmerzen gehen mit Atemnot einher. Im Rachen zeigen sich grau gefärbte Belege. Süßlicher Mundgeruch tritt auf. Dabei kann es sich um Diphterie handeln, die durch Corynebakterien hervorgerufen wird.

  5. Kommt zu den Halsschmerzen und Eiterbelägen im Rachen ein Ausschlag mit roten Flecken dazu, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Scharlach. Auslöser sind Streptokokken, die meist gut auf Antibiotika ansprechen. Scharlach ist in erster Linie eine Kinderkrankheit, die aber auch Erwachsene treffen kann.

  6. Halsschmerzen mit Lymphknotenschwellung am Hals ist eines der wichtigsten Anzeichen für das Pfeiffersche Drüsenfieber. Auslöser ist das Epstein-Barr Virus. Meist heilt die Infektionskrankheit von selbst aus, kann sich aber über Monate hinziehen und Komplikationen nach sich ziehen. Abklärung durch den Arzt ist deshalb wichtig.

  7. Gehen Halsschmerzen mit Heiserkeit und Schmerzen beim Sprechen einher, kann es sich um eine Laryngitis (Kehlkopfentzündung) handeln. Die virusbedingte Erkrankung heilt meist schnell wieder aus. Gefährlicher ist die bakterielle Epiglottitis (Kehldeckelentzündung), die zu Erstickungsanfällen führen kann.

  8. Wenn der Hals gereizt ist, etwas weh tut und vor allem juckt, kann eine Allergie Auslöser sein. Ein entsprechender Test, der Ausschluss der verantwortlichen Allergene und Antiallergika führen dann meist zu Beschwerdefreiheit.

  9. Brennt der Rachen und tut der Kehlkopf weh, ist oftmals aufsteigende Magensäure (Reflux) schuld an den Beschwerden. Das Sodbrennen lässt sich mit Medikamenten behandeln, die die Magensäure stoppen oder neutralisieren.

  10. Nicht zuletzt können ständige Halsschmerzen auch einen Tumor anzeigen. Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs äußern sich auf diese Weise. Bei Halsschmerzen, egal welcher Ausprägung ist der Hals-Nasen-Ohrenarzt Ansprechpartner.

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Letzte Aktualisierung: 26. November 2015

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