Zwischenblutung – Blutung außer der Regel

Als ob das nicht schon reicht: Neben der Periode tritt auch noch eine Zwischenblutung auf! Blutungen außer der Reihe sind zwar lästig, aber meistens harmlos. Häufige Ursache sind Hormonschwankungen oder auch Stress. Manchmal kann hinter Zwischenblutungen aber auch eine ernste Erkrankung stecken.

Zwischenblutung
Grund zur Sorge? Leichte Zwischenblutungen kommen unter anderem während des Eisprungs vor und können unterschiedliche Ursachen haben.
iStock/franckreporter

Nichts ist so unregelmäßig wie die Regel – diesen Satz würden sicher viele Frauen unterschreiben. Wenn es aber immer wieder zu Zwischenblutungen kommt, kann das ganz schön beunruhigend sein. Glücklicherweise ist die Ursache meistens harmlos. Dennoch sollte eine Blutung, die außer der Reihe und ohne erkennbaren Grund auftritt, beispielsweise trotz Pille oder kurz vor der eigentlichen Periode, immer abgeklärt werden.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

  • Wann spricht man von Zwischenblutung?
  • Die häufigsten Ursachen auf einen Blick
  • Hormonelle Schwankungen im Zyklus
  • Erkrankungen als Ursache für Zwischenblutungen
  • Blutungen während der Schwangerschaft
  • Wann zum Arzt?
  • Diagnose
  • Behandlung
  • Zwischenblutung natürlich behandeln
Wichtige Warnsignale der Periode

Wann spricht man von Zwischenblutung?

Eine Zwischenblutung ist eine Blutung außerhalb des normalen Menstruationszyklus. Sie tritt unregelmäßig und ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem Zyklus auf. Ärzte sprechen dabei von einer azyklischen oder abnormen Blutung oder auch von Metrorrhagie.

Meistens liegt ein zu niedriger Hormonspiegel zugrunde und fast immer gibt es einen inneren oder äußeren Auslöser, der dafür sorgt, dass der Zyklus durcheinander gerät. Besonders häufig ist das nach einer Geburt oder in den Wechseljahren der Fall. Eine Zwischenblutung kann aber auch durch Stress, übermäßigen Sport oder eine Infektion ausgelöst werden.

Zwischenblutung oder Periode?

Jeder Menstruationszyklus einer Frau beginnt mit dem ersten Tag einer Monatsblutung und endet wieder mit dem Beginn der nächsten. Die Menstruation ist das sichtbare Zeichen, dass die Frau in diesem Zyklus nicht schwanger geworden ist. Dabei wird die überschüssige Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die aufgebaut wurde, um eine befruchtete Eizelle versorgen zu können, wieder abgestoßen. Eine normale Monatsblutung tritt im Durchschnitt alle vier Wochen auf, wobei diese Zeit auch sehr stark schwanken kann. Kommt es aber während des Zyklus zu einer Blutung außer der Reihe, spricht man von einer Zwischenblutung oder Metrorraghie.

Eine Zwischenblutung kann ganz unterschiedliche Formen annehmen: Einmalig oder immer wieder auftreten, nur wenige Stunden dauern oder auch über Wochen anhalten. Sie kann hellrot, dunkelrot oder bräunlich sein, manchmal auch eher schleimig oder wässrig. Je nach Ursache kann sie in Form von leichtem Ausfluss auftreten oder sogar stärker als eine normale Regelblutung ausfallen. Dabei unterscheidet man:

  • Spotting: leichte Zwischen- oder Schmierblutung,
  • Metrorrhagie: eine unregelmäßige oder länger anhaltende Blutung außerhalb der Menstruation und
  • Menometrorrhagie: eine besonders lange Regelblutung, die über 14 Tage anhält oder in Verbindung mit Zwischenblutungen auftritt.

Die häufigsten Ursachen von Zwischenblutungen auf einen Blick:

  • Hormonelle Schwankungen (Östrogenmangel oder Gelbkörperschwäche)
  • Einnistungsblutung am Beginn der Schwangerschaft
  • Kontaktblutung bei Verletzung
  • Hormonelle Verhütungsmittel
  • Infektionen
  • Zysten, Myome, andere gutartige Tumore
  • Gebärmutterhalskrebs und andere Krebserkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Schilddrüse)
  • Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Zwischenblutung aufgrund hormoneller Schwankungen

Bei vielen Frauen kommt es während des normalen Zyklusgeschehens von Zeit zu Zeit zu hormonellen Schwankungen und in der Folge zu leichten Schmierblutungen. Ärzte sprechen dabei vom sogenannten „Spotting“. Je nach der Zeit des Auftretens im Zyklus unterscheidet man folgende Formen:

  • postmenstruelles Spotting: Erneute Blutung wenige Tage nach der Regelblutung. Hauptursache ist ein niedriger Östrogenspiegel während der Follikelphase.
  • Ovulationsblutung: leichte zyklische Zwischenblutung aus dem Endometrium zum Zeitpunkt des Eisprunges.
  • prämenstruelle Spotting: Zwischen- oder Schmierblutung in der zweiten Zyklushälfte, ausgelöst durch einen zu niedrigen Progesteronspiegel

Besonders häufig sind unregelmäßige Zyklen und damit verbundene Blutungen in der Pubertät, nach einer Geburt und während der Wechseljahre.

Zwischenblutungen bei jungen Mädchen

Unregelmäßige Monatsblutungen und Zwischenblutungen sind bei jungen Mädchen ganz normal und meist völlig harmlos. Nach der Pubertät kann es noch eine ganze Zeit lang dauern, bis sich der Zyklus soweit eingespielt hat, dass die Periode regelmäßig kommt. Auch Zwischenblutungen außer der Reihe sind bei Mädchen unter 16 noch überdurchschnittlich häufig. Treten sie aber plötzlich auf, nachdem die Periode schon lange Zeit regelmäßig kam, sollte man die Ursache abklären lassen. Häufige Gründe für ausbleibende Blutungen und Zwischenblutungen bei jungen Frauen sind Leistungssport, psychischer Stress oder Essstörungen wie beispielsweise Magersucht.

Zwischenblutungen als Zeichen der Wechseljahre

Die Wechseljahre beginnen damit, dass der Körper die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone langsam herunterfährt. Zunächst sinkt der Progesteronspiegel, dann auch der Östrogenspiegel. Bei vielen Frauen äußert sich das zuallererst in unregelmäßigen Zyklen – deutlich länger oder auch deutlich kürzer als gewohnt – und Zwischenblutungen. Meist beginnen die Wechseljahre mit Mitte bis Ende Vierzig. Bei einigen Frauen kommt es aber zu vorzeitigen Wechseljahren, die unter Umständen auch schon mit Ende Dreißig oder noch früher einsetzen können. Das stellt vor allem ein Problem dar, wenn noch ein (weiterer) Kinderwunsch besteht.

Sind das die Wechseljahre? Symptome im Überblick

Gelbkörperschwäche – häufige Ursache für Zwischenblutung und unerfüllten Kinderwunsch

Auch ein zu niedriger Progesteronspiegel in der zweiten Zyklushälfte kann mit Zwischenblutungen einhergehen. Der Gelbkörper entwickelt sich aus der Hülle der Eizelle und sorgt nach dem Eisprung dafür, dass eine eventuell befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutter einnisten kann. Produziert der Gelbkörper zu wenig Progesteron, kann sich das als Blutung vor der Periode äußern. Eine Gelbkörperschwäche ist auch ein häufiger Grund für unerfüllten Kinderwunsch, kann aber gut behandelt werden.

Ovulationsblutung: Zwischenblutung beim Eisprung

Eine relativ häufige und harmlose Form der Zwischenblutung ist die Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprunges. Sie ist meist sehr leicht und tritt oft in Verbindung mit leichtem Bauchschmerz, dem sogenannten Mittelschmerz, auf. Ursache ist ein Absinken des Östrogenspiegels direkt nach dem Eisprung. Eine Ovulationsblutung kann unter Umständen auch mal mit einer leichten Monatsblutung verwechselt werden. Hier liegt vermutlich die Ursache darin, dass manche Frauen "während der Menstruation" schwanger geworden sind.

Kontaktblutung: Zwischenblutung nach Geschlechtsverkehr

Manchmal ist etwas zu heftiger Sex der Grund für eine kurze, leichte Blutung: Der Gebärmutterhals ist stark durchblutet und relativ empfindlich, das kann schnell zu kleineren Verletzungen und geplatzten Äderchen führen. Falls so eine Blutung länger andauert oder regelmäßig beim Geschlechtsverkehr auftritt, sollten Sie das aber unbedingt von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen.

Manchmal kommt es auch nach der Untersuchung beim Frauenarzt zu einer kurzen Kontaktblutung, beispielsweise nach dem vaginalen Abstrich oder dem Einsetzen der Spirale.

Zwischenblutung trotz Pille

Häufig wird die Pille gerade bei unregelmäßigem Zyklus und Zwischenblutungen zur Regulation verschrieben. Doch auch unter der Einnahme der Pille und bei anderen hormonellen Verhütungsmittel wie dem Verhütungsring und der Hormonspirale können Schmierblutungen und Blutungen außer der Reihe auftreten. Ist der Hormonspiegel im Körper zu niedrig, kann die Gebärmutterschleimhaut nicht bis zum Zeitpunkt der Regelblutung aufrechterhalten werden. Es kommt zu einer vorzeitigen Blutung, einer sogenannten Durchbruchblutung. Das passiert häufig bei modernen, niedrig dosierten Antibabypillen, die vor allem jungen Frauen verschrieben werden, weil sie vermeintlich schonender sind, oder auch bei der Minipille, die ausschließlich Gestagen und gar kein Östrogen enthält. Zu Zwischenblutungen kann es auch kommen, wenn die Pille vergessen wurde. Sie sollten die Einnahme der vergessenen Pille deshalb immer schnellst möglich nachholen.

Zwischenblutung durch Stress und andere psychische Ursachen

Die Psyche hat einen starken Einfluss auf den weiblichen Zyklus. Ängste, Schuldgefühle, Traumata, Beziehungsprobleme oder ein unerfüllter Kinderwunsch können Ursachen für Zyklusstörungen sein und sollten vor allem immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn körperliche Gründe ausgeschlossen werden konnten. Sehr häufig werden Zwischenblutungen von Stress ausgelöst! Dann hilft am besten Entspannung, Yoga oder Meditation oder einfach mal einen Gang runter zu schalten.

Was Stress in Frauen anrichtet

Krankhafte Veränderungen und Ursachen

Neben hormonellen Zyklusschwankungen können Zwischenblutungen auch durch verschiedene Krankheiten ausgelöst werden. Manchmal sind diese völlig harmlos, können aber wie im Falle von Gebärmutterkrebs auch mal sehr gefährlich sein. Aus diesem Grund sollten Sie die regelmäßigen Vorsorgetermine beim Frauenarzt einhalten und bei Blutungen außer der Reihe, die Sie sich nicht erklären können, ebenfalls dort vorstellig werden.

Scheideninfektion und andere Entzündungen

Zwischenblutungen können Symptom einer Infektion der Scheide, Gebärmutter oder Eierstöcke sein. Treten sie in Verbindung mit Ausfluss und Juckreiz auf, sollte man zunächst an eine Scheideninfektion oder einen Scheidenpilz denken. Blutiger Ausfluss und Unterleibsschmerzen in Verbindung mit Fieber und schlechtem Allgemeinzustand kann auf eine Eileiterentzündung (Salpingitis) oder seltener auch auf eine Entzündung der Eierstöcke hinweisen. Typische Auslöser sind hier Bakterien oder auch Chlamydien.

Zwischenblutungen als Folge einer Stoffwechselerkrankung

Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wie auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) können hormonelle Schwankungen und damit Zyklusstörungen und Zwischenblutungen verursachen. Eine bei Frauen relativ häufige Erkrankung ist eine Entzündung der Schilddrüse (Morbus Hashimoto). Bei anhaltenden, ungeklärten Zwischenblutungen sollten deshalb auch die Schilddrüsenwerte überprüft werden. Des Weiteren können auch Diabetes mellitus und verschiedene Leber- und Nierenerkrankungen zu Zwischenblutungen führen.

Endometriose, Myome, Gebärmutterkrebs

Bei der Endometriose treten Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Uterus) auf, meist im Bauch- oder Beckenraum. Nachdem sie dem zyklischen Geschehen unterworfen sind, wachsen und schwinden sie und können auch Blutungen verursachen. Bei einer Adenomyose wachsen endometrioseartige Zellen in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein. Typische Symptome von Endometriose und Adenomyose sind neben Zwischenblutungen Unterleibschmerzen, starke Regelblutungen und Regelschmerzen, sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Die wichtigsten Fakten über Myome

Auch Tumore können zu Blutungen außerhalb der Regel führen und zwar ganz unabhängig davon, ob sie gutartig oder bösartig sind. Zu den häufigsten gutartigen Tumoren gehören Myome an der Gebärmutter oder Verwachsungen am Gebärmutterhals (Zervixpolyp). Manchmal sind Schmierblutungen oder bräunlicher Ausfluss aber auch ein erstes Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs oder eine andere maligne Tumorerkrankung. Vor allem Blutungen, die lange nach Ende der Wechseljahre wieder auftreten, sind immer ein Warnzeichen und sollten möglichst schnell abgeklärt werden.

Zwischenblutungen während der Schwangerschaft

Eigentlich gilt ja gerade das Ausbleiben der Blutung als Zeichen für eine bestehende Schwangerschaft. Dennoch kann es auch bei schwangeren Frauen aus den verschiedensten Gründen zu leichten Zwischenblutungen oder Schmierblutungen kommen. Die Ursache ist meist harmlos, muss aber unbedingt abgeklärt werden.

Stärke Blutungen, vor allem wenn sie in Verbindung mit krampfartigen Unterleibsschmerzen auftreten, stellen hingegen einen Notfall dar und können eine drohende Fehlgeburt oder Frühgeburt ankündigen. In diesem Fall sollte die Schwangere umgehend einen Arzt aufsuchen.

Einnistungsblutung zu Beginn der Schwangerschaft

Eine kurze, schwache Blutung ein paar Tage vor der Menstruation kann ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Etwa sechs Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein. Dabei werden kleinste Gefäße verletzt, was sich als leichte Blutung oder Schmierblutung äußern kann. Man spricht von einer Nidationsblutung oder Einnistungsblutung.

Schmierblutungen und Zwischenblutungen im ersten Schwangerschaftsdrittel

In der Frühphase der Schwangerschaft kommt es häufig zu leichten Blutungen, meist genau zu der Zeit, wo die Frau normalerweise ihre Regelblutung bekommen hätte. Bei manchen Frauen dauern diese Zwischenblutungen bis zum dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat an. Die Ursache dafür ist noch nicht abschließend geklärt, aber man vermutet, dass der normale hormonelle Zyklus hier sozusagen ein wenig durchbricht. Diese leichten Schmierblutungen sind normalerweise völlig harmlos, sollten aber trotzdem sicherheitshalber vom Frauenarzt abgeklärt werden.

Schmierblutungen in Verbindung mit Bauchschmerzen und Unterleibskrämpfen können auch ein Zeichen für eine Eileiterschwangerschaft sein. Der typische Zeitpunkt dafür ist zwischen der sechsten und neunten Schwangerschaftswoche. Häufig treten dabei neben Blutungen auch einseitige starke Bauchschmerzen und leichtes Fieber auf. Bei einer Eileiterschwangerschaft droht ein Platzen des Eileiters (Eileiterruptur) und eine Unterleibsinfektion (Akutes Abdomen), und es möglichst schnell ein Arzt aufzusuchen.

Blutungen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft

Leichte, hellrote und schmerzlose Zwischenblutungen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft (ab der 24. Woche) können ein Zeichen dafür sein, dass die Plazenta vor dem Muttermund liegt (Plazenta praevia).

Leichte, bräunliche Schmierblutungen ganz am Ende der Schwangerschaft können auch die kurz bevorstehende Geburt ankündigen. Sie entstehen, wenn der Schleimpfropf abgeht, der während der Schwangerschaft den Gebärmutterhals fest nach außen hin verschlossen hat. Hebammen bezeichnen diese leichte Blutung als „Zeichnen“.

Wann mit Zwischenblutung zum Arzt?

Praktisch jede Frau hat irgendwann mal mit einem unregelmäßigen Zyklus und Zwischenblutungen zu tun. Insofern muss man wegen einer einmaligen leichten Zwischenblutung nicht sofort zum Frauenarzt gehen. Treten Schmier- oder Zwischenblutungen aber immer wieder und ohne erkennbare Ursache auf, sollte man sie abklären lassen. Grund für einen Besuch beim Arzt sind aber immer:

  • Zwischenblutungen in Verbindung mit Unterleibsschmerzen, Schwächegefühl, Fieber oder anderen systemischen Entzündungszeichen
  • Starke, anhaltende Blutungen
  • Häufige Zwischenblutungen
  • Alle Blutungen während der Schwangerschaft, auch Schmierblutungen. Stärkere Blutungen stellen einen Notfall dar.
  • Blutungen, die nach dem Ende der Wechseljahre auftreten

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Bei Zwischenblutungen wird der Frauenarzt zunächst eine gründliche Anamnese und Untersuchung durchführen. Mit dem Ultraschall können organische Ursachen wie beispielsweise eine Zyste oder ein Myom erkannt werden. Zum Ausschluss einer Infektion oder Krebserkrankung dienen ein mikrobiologischer beziehungsweise zytologischer Abstrich (Pap-Test). Eventuell wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Mit einem Hormonstatus kann man den Spiegel von FSH, Östradiol (Östrogen), Progesteron, TSH, DHEA und Testosteron bestimmen und hormonelle Ursachen wie eine Gelbkörperschwäche oder den Beginn der Wechseljahre erkennen.

Bei Verdacht auf eine krankhafte Ursache schließen sich weiterführende Untersuchungen an, zum Beispiel eine Ausschabung (Kürettage): Hierbei wird in Narkose die Schleimhaut der Gebärmutter abgetragen und untersucht. Treten die Blutungen erst in der Menopause auf, wird meist sofort eine Kürettage durchgeführt.

Liegt bei Ihnen eine Schwangerschaft vor, wird Ihr Frauenarzt sofort eine Ultraschalluntersuchung vornehmen und – abhängig von der Dauer der Schwangerschaft – weitere Untersuchungen und Vorsichtsmaßnahmen einleiten.

Wie behandelt man Zwischenblutungen?

Die Behandlung von Zwischenblutungen richtet sich immer nach der Ursache. Liegt eine Erkrankung zugrunde, sollte diese möglichst behandelt werden. Infektionen werden beispielsweise mit Antibiotika, Pilzinfektionen mit Antimykotika behandelt. Sind hormonelle Störungen der Auslöser, können pflanzliche oder homöopathische Mittel (siehe unten) hilfreich sein, eventuell ist aber auch eine Hormonbehandlung nötig. Bei hormonellen Schwankungen kann auch eine nicht zu niedrig dosierte Kombinationspille dem Zyklus Stabilität verleihen.

Häufig liegt aber gerade in der Einnahme der Pille oder in der Verwendung anderer hormoneller Verhütungsmittel die Ursache für die Zyklusstörungen. In diesem Fall sollte man das Umsteigen auf eine nicht in den Zyklus eingreifende Verhütungsmethode wie Natürliche Familienplanung oder Kondome in Erwägung ziehen.

Immer ein guter Tipp bei Zwischenblutungen: Führen Sie einen Regelkalender. Dann bekommen Sie selbst Überblick über die Regelmäßigkeit Ihrer Periode und erkennen sofort, wenn sich im Ablauf etwas ändert und eventuell Zwischenblutungen auftreten.

Zwischenblutungen natürlich behandeln mit Pflanzenheilkunde und Hoöopathie

Mönchspfeffer ist ein sehr bewährtes Frauenmittel, das auf sanfte Weise die Progesteronproduktion ankurbelt und den Zyklus regelt. Es hilft bei hormonell bedingten Zyklusschwankungen und Zwischenblutungen, z.B. bei Gelbkörperschwäche, Östrogenüberschuss, Prämenstruellem Syndrom und Wechseljahrsbeschwerden. Mönchspfeffer gibt es als Kapseln in der Apotheke.

Hirtentäschel hat eine blutungsstillende und gefäßzusammenziehende (adstringierende) Wirkung und hilft bei starken und anhaltenden Blutungen außerhalb der Reihe. Die Kräuter sind als Tee erhältlich in der Apotheke.

Frauenmantel ist wie der Name schon sagt, ein bewährtes Mittel bei Frauenbeschwerden aller Art. Frauenmantel enthält blutungsstillende Gerbstoffe und hilft als Tee bei stressbedingten Zwischenblutungen und außerdem bei starker, schmerzhafter Regelblutung.

Johanniskraut sorgt für gute Laune und hilft bei Zwischenblutungen, die durch psychisches Ungleichgewicht und depressive Verstimmungen ausgelöst werden. Achtung: Johanniskraut macht Haut und Augen lichtempfindlich!

Traubensilberkerze (Cimicifuga) hilft gegen Zwischenblutungen und Zyklusunregelmäßigkeiten während der Wechseljahre. Erhältlich als Tabletten, Tropfen und auch als homöopathische Globuli.

In der Homöopathie kommen Ambra grisea oder Bovista zum Einsatz. Ambra grisea vor allem, wenn die Blutung aufgrund von Anstrengung, Ärger oder Missstimmung erfolgt. Bovista hilft bei Zwischenblutung in der Zyklusmitte. Außerdem kommen verschiedene andere homöopathische Mittel in Frage. Ein Gespräch mit einem erfahrenen Homöopathen ist hier aber unerlässlich. 

20 Tipps gegen Regelschmerzen
Fragen Sie unsere Experten!

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Newsletter-Leser wissen mehr

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter

Hier bestellen...

Zum Seitenanfang