Einnistung der befruchteten Eizelle

Einnistungsblutung: Wann tritt sie auf und wie sieht sie aus?

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Als Einnistungsblutung wird die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Wand der Gebärmutter bezeichnet. Aufgrund der kurzen Dauer, schwach ausgeprägten Stärke und Farbe kann sie leicht für eine Zwischenblutung gehalten oder ganz übersehen werden. Wann kann die Einnistungsblutung auftreten?

Frau hält Slipeinlage in der Hand
© Getty Images/ljubaphoto

Nach der Befruchtung der Eizelle durch eine Samenzelle (Spermium) im Eileiter, wandert sie zur Gebärmutterhöhle, um sich dort einzunisten. Dabei kann es zur Einnistungsblutung (Nidationsblutung, Implantationsblutung) kommen: Sie entsteht, weil bei der Einnistung der befruchteten Eizelle kleine Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut verletzt werden können.

Artikelinhalte im Überblick:

Wichtige Warnsignale der Periode

Wann erfolgt die Einnistungsblutung?

Von der Befruchtung bis zur Einnistung (Nidation, Implantation) in der Gebärmutterschleimhaut vergehen durchschnittlich sechs bis zehn Tage, spätestens nach zwölf Tagen ist die Nidation abgeschlossen. Meistens tritt die Einnistungsblutung zwischen dem siebten und zwölften Tag nach der Befruchtung auf, also gegen Ende der Einnistung. Die Blutung dauert normalerweise nur ein bis zwei Tage.

Während der Einnistung dringt die Blastozyste in die Schleimhaut der Gebärmutterwand ein. Dort verbinden sie sich mit dem Organismus der Frau. Nun werden bestimmte Hormone wie humanes Choriongonadotropin (hCG) ausgesandt: Die Schwangerschaftshormone sorgen zum Beispiel dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut weiter aufgebaut wird. Außerdem stoppen sie zukünftige Eisprünge während der Schwangerschaft und stellen die Periode ein.

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Die Befruchtung findet im Eileiter statt, die Einnistung in der Gebärmutter. Häufigstes Anzeichen der Implantation ist eine leichte, hellrote Einnistungsblutung.
© iStock.com/MedicalArtInc

So sieht die Einnistungsblutung aus

Bei der Einnistungsblutung handelt es sich um eine sehr schwache, eher hellrote Schmierblutung – meist zeigen sich auch nur einzelne Tropfen. Deshalb kann sie auch leicht für eine Zwischenblutung gehalten werden. Oftmals verbleibt die geringe Blutmenge jedoch im Körper, sodass viele Frauen die Frühschwangerschaft gar nicht bemerken. In seltenen Fällen kann die Einnistungsblutung auch von leichten Schmerzen begleitet werden, medizinisch als Einnistungsschmerz bezeichnet.

Menstruation oder Einnistungsblutung?

In manchen Fällen verwechseln Frauen ihre Menstruation mit der Einnistungsblutung. Dabei unterscheiden sich beide Blutungen deutlich voneinander. Etwa 14-15 Tage nach dem Eisprung beginnt die Menstruation, die eine hellbraune bis dunkelrote Farbe hat. Die Einnistungsblutung tritt vor diesem Zeitpunkt auf und ist hellrot gefärbt. Während die Regelblutung drei bis fünf Tage dauert und ihre Stärke im Verlauf zunimmt, hält die Nidationsblutung nur ein bis zwei Tage an und ist sehr leicht. Sie wird meistens nicht von weiteren Symptomen wie Schmerzen, Krämpfen und Unwohlsein begleitet.

Wird die Einnistungsblutung fälschlicherweise als letzte Menstruation angegeben, kann es zur falschen Berechnung des Geburtstermins kommen. Bei Unsicherheiten kann der*die Gynäkologe*Gynäkologin weiterhelfen.


Symptome der Einnistung

Es gibt keine Symptome, die typischerweise während der Implantation auftreten. Allerdings berichten Frauen mit Kinderwunsch, die ihren Zyklus genau beobachten, immer wieder von bestimmten Empfindungen zum Zeitpunkt der Einnistung: Sie spüren zum Beispiel ein Ziehen oder leichte Unterleibsschmerzen.

Beginnt der Embryo sich im Mutterleib zu entwickeln, treten unter Umständen typische Schwangerschaftsanzeichen auf: Empfindliche Brüste, morgendliche Übelkeit oder Geruchsempfindlichkeit können dann noch vor dem Ausbleiben der Menstruationsblutung auf eine Schwangerschaft hinweisen. Sicherheit bringt in jedem Fall nur ein Schwangerschaftstest – entweder zu Hause durchgeführt oder in der gynäkologischen Praxis.

Unterleibsschmerzen – das sind die Ursachen
Beratender Experte
Frau Dr. Barbara Grüne

Fachärztin für Gynäkologie u. Geburtshilfe

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