Echte Grippe

Therapie der Influenza

Neben nicht medikamentösen und medikamentösen Therapien, die auch bei der echten Grippe gegen Husten, Schnupfen und weitere Symptome zum Einsatz kommen können, ist bei früher Diagnose einer Grippe eine antivirale Therapie möglich.

Therapie-Erkältung-Nadel.jpg
Grippe-Vorbeugung: Die Influenza mit einer Impfung vorbeugen
(c) George Doyle

Da eine Grippe auch bei passender Therapie schwere Verläufe nehmen kann, wird der Arzt besonders bei Komplikationen (zum Beispiel einer Lungenentzündung) sowie bei chronisch kranken und alten Menschen und Patienten, die von verschiedenen Krankheiten gleichzeitig betroffen sind (Multimorbidität), eine Einweisung ins Krankenhaus vornehmen.

Bei frühzeitiger Diagnose (innerhalb der ersten 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome) ist eine medikamentöse Grippe-Therapie mit einem antiviral wirksamen Medikament, einem sogenannten Neuraminidasehemmer, möglich. Hierzu stehen derzeit zwei Wirkstoffe zur Verfügung, Zanamivir und Oseltamivir. Zanamivir verkürzt zum Beispiel die Symptomdauer um etwa einen Tag, die Zeit bis zur Rückkehr zu den üblichen Aktivitäten um einen halben Tag. Der Arzt entscheidet, ob die Verordnung dieser Medikamente notwendig ist.

Vorbeugung der Grippe ist einfach möglich

Einen besseren Schutz gegen Grippe als jede Therapie bieten dennoch vorbeugende Maßnahmen gegen eine Infektion mit Influenza, zumal diese Maßnahmen für jeden schnell und einfach umzusetzen sind. Die Übertragung der Influenza-Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion (beim Husten, Niesen, Sprechen usw.) sowie durch Schmierinfektion, beispielsweise über den gemeinsamen Kontakt zu Gegenständen, Türklinken usw. Ein Großteil der Atemwegsinfekte einschließlich der Influenza könnte daher durch eine bessere Hustenetikette (nicht in die Hand husten) und häufigeres Händewaschen verhindert werden.

Influenza-Schutzimpfung für Ältere und chronisch Kranke empfohlen

Damit eine Grippe-Therapie gar nicht erst nötig wird, empfiehlt sich die Impfung. Die Wirksamkeit der Schutzimpfung zur Vorbeugung der Influenza bei älteren Personen konnte in großen Studien bestätigt werden. Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, die mit einer Verengung der Atemwege einhergehen (chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen), erleben nach der Impfung seltener akute Verschlechterungen (Exazerbationen) der Grundkrankheit. Ein relativ sicherer Schutz besteht allerdings erst zwei bis drei Wochen nach der Impfung. Die Impfung muss jährlich wiederholt werden, da sich das Erregerspektrum und die Erreger jährlich ändern.