Unheilbare Lungenkrankheit

COPD: Symptome, GOLD-Stadien, Therapie

COPD ist eine fortschreitende Lungenkrankheit, die sich in vier sogenannte GOLD-Stadien einteilen lässt. COPD geht mit einer verringerten Lebenserwartung einher – vor allem ohne Therapie verschlimmern sich die Symptome zusehends.

Mädchen wird von Arzt untersucht und abgehört
Der größte Risikofaktor für die Lungenkrankheit COPD ist das Rauchen.
© iStock.com/Steve Debenport

COPD ist die Abkürzung für das englische Wort chronic obstructive pulmonary disease und kann auf zwei Arten übersetzt werden:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • chronisch obstruktive Bronchitis
Zehn gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören

Es handelt sich dabei um eine fortschreitende Erkrankung der Lunge, bei der eine dauerhafte (chronische) Entzündung und Einengung (Obstruktion) der Atemwege besteht. Anders als bei Asthma lässt sich die Obstruktion bei COPD auch durch die Gabe von Medikamenten nicht oder nicht vollständigrückgängig machen.

Die Häufigkeit der COPD nimmt mit dem Alter zu. Schätzungen zufolge ist etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen, ab 40 Jahren sind es sogar zehn Prozent.

Die COPD geht mit Symptomen wie Husten, Auswurf und Atemnot (anfangs nur unter Belastung, später auch in Ruhe) einher. Vor allem unbehandelt verschlimmern sich die Symptome in der Regel im Laufe der Zeit. Aufgrund der dauerhaften Entzündung kommt es zu Umbauprozessen in den Lungenbläschen und einem verminderten Gasaustausch. Häufig entwickeln COPD-Patienten ein Lungenemphysem.

Die zunehmend eingeschränkte Lungenfunktion kann zu einer Schädigung des Herzens, des Knochensystems und der Stoffwechselorgane bis hin zum Tod des Patienten führen. COPD geht mit einer verringerten Lebenserwartung um durchschnittlich fünf bis sieben Jahre einher. Die Krankheit belegt in der europaweiten Todesursachenstatistik den dritten Platz.

Die vier GOLD-Stadien der COPD

Die Einstufung des Schweregrads einer COPD geht auf die globale Initiative für COPD namens GOLD zurück. Die GOLD-Stadien lauten:

  • COPD-Stadium 0 (Risikogruppe): chronischer Husten und Auswurf bei normaler Lungenfunktion (keine Verengung der Atemwege)

  • COPD-Stadium GOLD 1: leicht eingeschränkte Lungenfunktion (Forciertes Exspiratorisches Volumen in einer Sekunde, FEV1 ≥ 80% Soll) mit oder ohne chronische/n Symptome/n (Husten, Auswurf, Atemnot bei starker körperlicher Belastung)

  • COPD-Stadium GOLD 2: mittelgradig eingeschränkte Lungenfunktion (50% ≤ FEV1 < 80% Soll) mit oder ohne chronische/n Symptome/n (Husten, Auswurf, Atemnot)

  • COPD-Stadium GOLD 3: schwer eingeschränkte Lungenfunktion (30% ≤ FEV1 < 50% Soll) mit oder ohne chronische/n Symptome/n (Husten, Auswurf, Atemnot)

  • COPD-Stadium GOLD 4: sehr schwer eingeschränkte Lungenfunktion (FEV1 < 30% Soll oder FEV1 < 50% und chronisch eingeschränkte Atmung = chronisch respiratorische Insuffizienz)

So äußert sich COPD: Symptome

Die wesentlichen Beschwerden bei der COPD sind Atemnot, die anfangs nur unter Belastung, später auch in Ruhe auftritt, Husten und Auswurf. Sie werden auch als AHA-Symptomatik bezeichnet. Weitere Anzeichen können Geräusche beim Ausatmen oder ein gelegentliches Engegefühl in der Brust sein.

In fortgeschrittenen Stadien können Leistungsabfall und Schwächegefühl oder eine Kachexie (starke Abmagerung und Verlust von Muskelmasse) auftreten. Weiterhin nimmt die Haut mitunter wegen der Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut eine blau-rote Farbe an, was als Zyanose bezeichnet wird. Auch Folgeerkrankungen, die Herz, Muskulatur, Knochensystem, Stoffwechsel und Psyche betreffen, können hinzukommen. Eine akute Verschlechterung des Befindens wird als Exazerbation bezeichnet.

Exazerbation der COPD

Eine COPD-Exazerbation, also die Verschlimmerung des chronischen Krankheitsbilds, wird am häufigsten in den Stadien 2 bis 4 der COPD beobachtet. Sie geht mit einer plötzlichen Zunahme von Husten, Auswurf und Atemnot, teils auch mit einer gelb-grünen Verfärbung des Auswurfs oder Engegefühl in der Brust und gelegentlich mit Fieber einher. Bronchialinfekte sind die Hauptursache für Exazerbationen. Tritt eine solche plötzliche Verschlechterung ein, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der die notwendige Behandlung einleitet. Ein Krankenhausaufenthalt ist notwendig, wenn im Rahmen der Exazerbation folgende Symptome auftreten:

  • Schwellungen (Ödeme)
  • neue oder zunehmende blau-rote Verfärbung der Haut
  • Bewusstseinstrübung, komatöse Zustände
  • gesteigerte Herzfrequenz (Tachykardie)
  • unregelmäßiger Herzschlag und Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)
  • beschleunigte Atmung (Tachypnoe)
  • eine stark eingeschränkte Lungenfunktion (FEV1 < 50% Soll)

Wie entsteht COPD? Die Ursachen

Rauchen ist die mit Abstand häufigste Ursache der COPD. Raucher sollten daher chronischen morgendlichen Husten mit Auswurf als dringendes Warnsignal verstehen, mit dem Rauchen aufzuhören. Daneben können der berufliche Umgang mit atemwegsreizenden Gasen und Dämpfen oder das Arbeiten in einer staubbelasteten Umgebung und die allgemeine Luftverschmutzung eine COPD verursachen.

Auch häufige Atemwegsinfekte im Kindesalter sowie bestimmte seltene Kinderkrankheiten können eine COPD zur Folge haben. Allerdings sind diese Ursachen im Vergleich zum Rauchen sehr viel seltener. Ferner gelten genetische Veranlagung und Störungen des Lungenwachstums als Risikofaktoren für die Entstehung der COPD.

Werden chronischer Husten, Auswurf und Atemnot langfristig ignoriert, ist ein rasches Fortschreiten der Erkrankung wahrscheinlich. Umbauprozesse in den Atemwegen der Lunge, ein verringerter Gasaustausch, Sauerstoffmangel im Blut und weitere, teils lebensbedrohliche Folgekrankheiten der COPD können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen und zum Tod führen. Nur ein Rauchstopp und eine auf den Krankheitszustand abgestimmte Therapie können diese Entwicklungen aufhalten.

Diagnose der COPD

Der Arzt führt zunächst eine eingehende Befragung des Patienten (Anamnese) durch und erfragt dabei unter anderem:

  • die vorliegenden Symptome (Husten, Auswurf, Atemnot, Störungen der Atmung)

  • deren Verlauf und Intensität

  • die Umstände ihres Auftretens (unter Belastung oder in Ruhe?)

  • das Vorliegen von Risikofaktoren für eine COPD (zum Beispiel Tabakkonsum, berufliche Exposition mit auslösenden Stoffen, die Einnahme von Medikamenten)

Ebenso erkundigt sich der Arzt nach möglichen Atemwegserkrankungen in der Familie und Krankheiten, die außerdem vorliegen. Einige, etwa Herzleiden, sind typische Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) der COPD. Andererseits kann die Anamnese auch wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer weiteren Atemwegserkrankung oder einer Erkrankung außerhalb der Atemwege liefern. Sie ist daher der Ausgangspunkt für weitere differenzialdiagnostische Verfahren.

Ebenso wie die Anamnese gibt auch die körperliche Untersuchung, die im Anschluss stattfindet, Hinweise auf das Vorliegen einer COPD und deren Schweregrad nach GOLD. Wichtiger Bestandteil sind die Beurteilung von Lungen- und Herzgeräuschen und der Atmung. Bei Patienten mit COPD im Anfangsstadium kann der Befund der körperlichen Untersuchung auch normal sein.

Für mittelschwere COPD sind unter anderem veränderte Atemgeräusche (Giemen, Pfeifen oder Brummen) und ein verlängertes Ausatmen charakteristisch. Bei schwerer COPD kommen weitere Merkmale wie Veränderung der Hautfarbe oder Schwellungen durch Wassereinlagerung an den Gliedmaßen (periphere Ödeme) hinzu.

Lungenfunktionsprüfung

  • Zur Bildergalerie

    Lunge abhören, Blutdruck messen – das sind Basis-Untersuchungen beim Hausarzt. Doch wann wird geröntgt und wann muss ich als Patient in die MRT-Röhre?

Die wichtigste Untersuchung im Rahmen der Lungenfunktionsprüfung ist die Spirometrie. Sie erfolgt bei allen Verdachtsfällen und Schweregraden der COPD sowie zum Ausschluss weiterer Lungenkrankheiten wie Asthma. Mittels Spirometrie lässt sich der Grad der Einengung der Atemwege (Obstruktion) darstellen und damit die wichtigste Kenngröße der COPD. Ebenfalls von Bedeutung hierfür ist die Ganzkörperplethysmographie. Vor allem zur Unterscheidung zwischen Asthma und COPD sind Reversibilitätstests mit Bronchodilatatoren (bronchienerweiternden Medikamenten) oder Kortikosteroiden (kortisonhaltigen Medikamenten) relevant.

Spirometrie: Diese Werte verraten eine COPD

Als wichtigste Werte zur Diagnose der COPD in der Spirometrie gelten die Einsekundenkapazität (FEV1) und die Vitalkapazität (VK). Dabei bezeichnet der FEV1-Wert die Menge an Luft, die nach maximal tiefer Einatmung in der ersten Sekunde der Ausatmung bei maximaler Anstrengung ausgeatmet wird. Die inspiratorische Vitalkapazität stellt die Menge an Luft dar, die nach maximal tiefer Ausatmung bei maximal tiefer Einatmung aufgenommen werden kann.

Das Verhältnis aus Einsekunden- und Vitalkapazität (FEV1/VK) gilt als sicherste Kenngröße zur Beurteilung der COPD, ein Normalwert schließt das Vorliegen einer COPD aus.

Bei einem Reversibilitätstest werden zwei Messungen des FEV1-Wertes vorgenommen:

  • einmal vor Einnahme eines rasch wirksamen bronchienerweiternden Medikaments (etwa Beta-2-Sympathomimetikum oder Anticholinergikum)

  • einmal kurze Zeit nach Einnahme des Medikaments

Sprechen die Patienten auf das Medikament an, liegt also ein Rückgang der Obstruktion der Atemwege (ersichtlich durch eine Erhöhung des FEV1-Werts) vor, deutet dies auf Asthma hin. Umgekehrt liegt bei Nichtansprechen auf das Medikament die Diagnose COPD nahe. Ein Reversibilitätstest kann auch mithilfe eines kortisonhaltigen Medikaments durchgeführt werden, allerdings erfolgt die zweite Messung dann erst nach zwei- bis vierwöchiger Einnahme.

Ganzkörperplethysmographie

Bei Patienten mit Schweregrad 3 bis 4 der COPD, die nicht in der Lage sind, forcierte Atemmanöver wie bei der Spirometrie notwendig durchzuführen, dienen die weniger von der Mitarbeit des Patienten abhängigen ganzkörperplethysmographischen Messgrößen Raw (Atemwegswiderstand) und intrathorakales Gasvolumen (ITGV) der Darstellung einer Obstruktion oder Überblähung der Atemwege/der Lunge.

Weitere diagnostische Verfahren

  • zum Lexikon

    Was wird beim Bluttest untersucht und was bedeuten die Abkürzungen und die Werte genau? Das Lifeline-Lexikon über Labor- und Blutwerte gibt Auskunft über die wichtigsten Parameter

Zu den weiteren wichtigen diagnostischen Verfahren für die Erkennung der COPD gehören Laboruntersuchungen wie Bestimmung von Blutbild und C-reaktivem Protein, um eine akute Verschlechterung (Exazerbation) beurteilen zu können. Röntgen- und computertomographische Aufnahmen der Lunge oder des Brustkorbs dienen vor allem dem Ausschluss anderer Lungenkrankheiten und der Erfassung des Ausmaßes eines Lungenemphysems.

Um die funktionellen Auswirkungen der COPD beziehungsweise eines Lungenemphysems einschätzen zu können, sind eine arterielle Blutgasanalyse zur Messung des Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalts im arteriellen Blut und die Bestimmung der CO-Diffusionskapazität sinnvoll. Kontrollierte Belastungstests bei Atemnot in Belastung (Belastungsdyspnoe) helfen, die gestörte Atemfunktion einzuschätzen und andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

Weitere Untersuchungen helfen beim Nachweis typischer Begleiterkrankungen der COPD, zum Beispiel des Herzens.

Therapie: So wird COPD behandelt

Die COPD ist zwar eine nicht heilbare Atemwegserkrankung, kann aber wirksam behandelt werden! Nur eine auf den Krankheitszustand abgestimmte Therapie, die regelmäßige ärztliche Kontrolle und das Meiden von Auslösern und Risikofaktoren, allen voran des Rauchens, können ein rasches Fortschreiten aufhalten. Die Therapie trägt darüber hinaus dazu bei, die körperliche Belastbarkeit der Betroffenen zu verbessern und bestehende Beschwerden zu lindern. Sie kann die Lebensqualität des Patienten erheblich verbessern.

Zur Behandlung der COPD steht eine Reihe medikamentöser und nichtmedikamentöser Verfahren zur Verfügung. Ihr Einsatz erfolgt in Abhängigkeit von der Schwere der COPD und der vorliegenden Symptome sowie des individuellen Ansprechens auf die einzelnen Medikamente.

Medikamente bei COPD

Folgende Medikamente kommen bei COPD zum Einsatz:

  • atemwegserweiternde Medikamente (Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika und Theophyllin)

  • entzündungshemmende Medikamente (Kortison)

  • schleimlösende Medikamente (Mukopharmaka)

  • Hustenstiller (Antitussiva)

  • Antibiotika zur Behandlung von Exazerbationen (akuten Verschlechterungen)

  • in Abhängigkeit von der Symptomlage und Begleiterkrankungen weitere Medikamente

Atemwegserweiternde Medikamente

Atemwegserweiternde Medikamente werden zur Bedarfs- (Beta-2-Sympathomimentika) oder Dauertherapie (Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika und Theophyllin) bei COPD eingesetzt. Sie wirken gegen die Verengung der Atemwege und mindern Atemnot. Je nach Schwere der COPD werden sie einzeln oder in Kombination angewendet. Durch eine kombinierte Anwendung der drei unterschiedlichen Wirkprinzipien lässt sich die bronchienerweiternde Wirkung in fortgeschrittenen Stadien der COPD steigern. Im Anfangsstadium der COPD reicht in der Regel eine Anwendung im Bedarfsfall aus.

Kortison

Kortisonpräparate können die Entzündung in den Atemwegen bei COPD hemmen. Sie werden bei mittelschwerer oder schwerer COPD, bevorzugt als Pulver oder Spray zum Inhalieren, zusätzlich zur bronchienerweiternden Medikation verwendet.

Schleimlösende Medikamente (Mukopharmaka)

Schleimlösende Medikamente wie N-Acetylcystein und Ambroxol können das Abhusten erleichtern und die Häufigkeit von Atemwegsinfekten senken. Sie werden aber nur bei Bedarf und nicht standardmäßig zur Therapie der COPD verwendet. In gewisser Weise erleichtern auch Basismedikamente wie Beta-2-Sympathomimetika und Theophyllin das Abhusten von zähem Schleim.

Hustenstiller (Antitussiva)

Bei quälendem nächtlichem Husten kann der vorübergehende Einsatz von Hustenstillern sinnvoll sein, bei Husten mit Auswurf dürfen Hustenstiller jedoch nicht angewendet werden, weil sie verhindern, dass die krankmachenden Keime abtransportiert werden.

Medikamentöse Therapie der Exazerbation

Tritt eine akute Verschlechterung der COPD (Exazerbation) ein, muss die medikamentöse Therapie (beispielsweise atemwegserweiternde Medikamente, Kortison) dem Krankheitszustand angepasst werden. Im Falle einer akuten Exazerbation kann der Einsatz von Antibiotika notwendig sein, wenn die Verschlechterung durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen wurde.

Die wichtigsten Untersuchungen beim Arzt

Nichtmedikamentöse COPD-Therapie

Die nichtmedikamentöse Therapie spielt eine große Rolle in der Behandlung der COPD. Hauptziele sind, Lebensqualität und körperliche Belastbarkeit der Betroffenen zu verbessern. Die nichtmedikamentöse Therapie schließt dabei folgende Bereiche ein:

  • körperliches Training
  • Patientenschulung
  • Physiotherapie
  • Ernährung
  • Hilfsmittelversorgung
  • Langzeitbehandlung mit Sauerstoff und Heimbeatmung

Körperliches Training

Das körperliche Training ist bei COPD ab mittlerem Schweregrad Bestandteil der Langzeittherapie, um die Belastbarkeit des Patienten zu steigern und die Exazerbationsrate zu verringern.

Patientenschulung

Die COPD-Behandlung erfordert in vielen Bereichen die intensive Mitarbeit des Patienten. Daher ist zudem die strukturierte, zielgruppenspezifische Patientenschulung ein überaus wichtiger Bestandteil. Hierbei stehen die Vermittlung von Grundlagen zur Therapie und Anwendung der Medikamente und ferner die Vermittlung von Wissen über die Krankheit und Risikofaktoren sowie deren Vermeidung im Vordergrund. Der Patient wird über atemphysiotherapeutische Selbsthilfemaßnahmen und Möglichkeiten des körperlichen Trainings informiert.

Physiotherapie

Mittels Atemphysiotherapie erlernt der Patient Techniken zur Erleichterung der Atmung und unter Belastung oder auch spezielle Techniken, die das Abhusten und die Sekretmobilisation erleichtern.

Maßnahmen im fortgeschrittenen Stadium

Im fortgeschrittenen COPD-Stadium kann es zu massivem krankheitsbedingtem Gewichtsverlust kommen, der eine gezielte Ernährungsergänzung erforderlich macht.

Ebenso kann der Einsatz von Hilfsmitteln (zum Beispiel Rollator, Sitzhilfen für die Badewanne) notwendig sein, um der geminderten Leistungsfähigkeit im Alltag Rechnung zu tragen.

Bei Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) aufgrund der gestörten Atmung ist eine Sauerstoff-Langzeit-Behandlung angezeigt (etwa ein transportables Gerät mit Nasensonde). Ebenso kann bei einigen Patienten eine Heimbeatmung (Beatmung mit Atemgerät und Maske) notwendig sein.

Rehabilitation

Die Rehabilitation ist ein Komplexangebot für COPD-Patienten ab einem mittleren Schweregrad und auch für ältere Patienten. Sie wird je nach individuellem Krankheitsbild und persönlichen Voraussetzungen ambulant oder stationär durchgeführt. Die Reha umfasst verschiedene Maßnahmen, die der Verhinderung von körperlichen, sozialen und psychologischen Krankheitsfolgen dienen. Dazu gehören Angebote zur Tabakentwöhnung, Patientenschulung, körperliches Training, sozialmedizinische Beratungsangebote, medikamentöse sowie Psycho-, Physio-, Ergo- und Ernährungstherapie. Mithilfe der Rehabilitation lässt sich der drohende Verlauf mit krankheitsbedingtem Bewegungsmangel und körperlicher Beeinträchtigung, Depression und sozialer Isolation durchbrechen.

COPD vorbeugen: Risikofaktoren meiden

  • zum Ratgeber

    Sie möchten die Nikotinsucht ein für alle Mal hinter sich lassen? Unser Entwöhnungs-Coach hilft Ihnen dabei!

Oberstes Ziel vorbeugender Maßnahmen ist es, eine voranschreitende Schädigung der Lunge zu verhindern. Entsprechend gilt es, bekannte Risikofaktoren der COPD zu vermeiden. Dazu gehören schädigende Einflüsse am Arbeitsplatz (Gase, Dämpfe, Staubbelastung) und allen voran das Rauchen! Der Rauchstopp führt zwar nicht dazu, dass sich vorhandene Schädigungen der Lunge zurückbilden, jedoch verlangsamt sich die Beeinträchtigung der Lungenfunktion auf ein altersübliches Maß.

Die nationale ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt COPD-Patienten zudem dringend, sich gegen die saisonale (jährliche) Grippe sowie gegen Pneumokokken impfen zu lassen, um das Risiko für akute Verschlechterungen (Exazerbationen) zu senken. Bakterielle und virale Erreger gelten als die häufigsten Auslöser gefährlicher Exazerbationen.

Beitrag zum Thema aus der Community
  • Expertenrat Innere Medizin
    copd???
    15.11.2015 | 15:53 Uhr

    Hallo, bei mir wurde copd diagnostiziert, obwohl ich keine typischen Symptome wie Husten...   mehr...

Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren
Unsere Empfehlung
  • Gürtelrose (Herpes zoster): Ursache, Symptome und BehandlungGürtelrose

    Gürtelrose ist mehr als Herpes – oft bleiben danach chronische Schmerzen! mehr...

  • Drehen Sie das Glücksrad!Drehen Sie das Glücksrad!

    Vielleicht ist das Glück heute auf Ihrer Seite. Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen haben Sie die Chance auf hochwertige Preise. mehr...

Experten-Foren

Mit Medizinern und anderen Experten online diskutieren.

Forum wählen

Zum Seitenanfang