Hausmittel bei Husten und Schnupfen

Richtig Inhalieren: Dampfbad bei Erkältung mit Salz, Kamille und Co.

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Inhalieren gehört zu den beliebtesten Hausmitteln gegen Erkältungen, das Dampfbad bessert eine verstopfte Nase und befeuchtet trockene Schleimhäute. Spezielle Zusätze wie Kampfer, Pfefferminz- und Kiefernnadelöl machen das Inhalieren besonders wirksam. Welche Öle und Kräuter bringen Linderung und lassen wieder durchatmen?

Kind inhaliert Dampfbad bei Erkältung
© Getty Images/Elva Etienne

Inhalieren bietet bei Schnupfen schnelle Hilfe. Das Beste: Man kann ein Dampfbad für den Kopf ganz einfach zu Hause zubereiten, meistens sogar mit Zutaten, die man ohnehin im Küchenregal hat. Dazu braucht man lediglich eine Schüssel (oder einen Topf) mit heißem Wasser (rund 70 Grad) und ein Handtuch, das über den Hinterkopf gelegt wird. Zu den bewährten Inhalationszusätzen bei Erkältung zählen Eukalyptus-, Minz- und Thymianöl, aber auch unbehandeltes Salz.

Artikelinhalte im Überblick:

Die besten Hausmittel gegen Erkältung

Abstand, Dauer, Häufigkeit: Das sollten Sie über das Inhalieren wissen

Den idealen Abstand beim Inhalieren bestimmen Sie selbst: Sie sollten mit dem Gesicht gerade so nah an der Wasseroberfläche sein, dass es nicht auf der Haut brennt, die Dämpfe aber gut die Nase erreichen. Dabei ruhig und gleichmäßig tief durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmen. Auf diese Weise gelangt der wohltuende Wasserdampf in die Bronchien und zur Nasenschleimhaut.

Was die Anzahl der Inhalationen angeht, gibt es im Grunde keine Beschränkung – man kann ohne Bedenken mehrmals täglich inhalieren, die Dauer sollte jeweils rund fünf bis zehn Minuten betragen. Zum Beispiel kann man sich bei einer Erkältung morgens und abends ein wohltuendes Dampfbad gönnen und danach eine halbe Stunde ruhen.

Übrigens können Inhalationen nicht nur Erkältungssymptome lindern, sondern auch allergische Beschwerden wie einen juckenden Gaumen bei Heuschnupfen. Besonders profitieren Allergiker von einem Dampfbad mit Kochsalz, alternativ eignet sich Fenchelöl und unter Umständen Kamille, die jedoch die Augen reizen kann.

Nebenwirkungen: Wer darf nicht inhalieren?

Asthmatiker sollten von Zusätzen mit ätherischen Ölen wie Menthol oder Kampfer Abstand nehmen. Auch Babys und Kinder können von solchen Zusätzen Atemnot bekommen.

Eine weitere Gefahr beim Inhalieren, besonders für Kinder, stellen zudem Verbrühungen dar. Am besten eignen sich deshalb spezielle Tisch-Inhalatoren, weil sie nicht umkippen können und die Dämpfe die Augen nicht reizen. Solche Dampfgeräte gibt es zum Beispiel in Apotheken.

Spezielle Elektro-Inhalatoren gegen chronische Leiden sind auf ärztliches Rezept erhältlich. Diese erzeugen feinere Tröpfchen, die weiter in die Atemwege vordringen als normaler Wasserdampf.

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Inhalieren mit Kamille und Co.: Welche Zusätze helfen wogegen?

Je nach Anwendungsgebiet empfehlen sich beim Inhalieren verschiedene Zusätze. Die bewährtesten Mittel im Überblick:

  • Salzwasser: Dieses Hausmittel eignet sich bestens, um trockene Schleimhäute zu befeuchten und eine verstopfte Nase zu befreien. Es verflüssigt das Sekret und löst so festsitzenden Schleim. Für eine Salz-Inhalation einen Liter kochendes Wasser mit neun Gramm unbehandeltem (Meer-)Salz versetzen und warten, bis es noch etwa 70 Grad hat.

  • Kamille: Die bewährte Heilpflanze Kamille wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Atemwege, wenn etwa Husten und Heiserkeit die Erkältung begleiten. Eine Handvoll Blüten auf einen Liter Wasser ergeben eine Inhalation.

  • Thymian: Das gesunde Gewürz Thymian hilft bei Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis und Husten. Zum Inhalieren etwa einen Liter heißes Wasser mit einem Esslöffel Thymiankraut versetzen oder wenige Tropfen ätherisches Öl zugeben und die Dosis nach Bedarf steigern.

  • Salbei: Auch dieses Heilkraut beruhigt die Atemwege und kann Husten lindern. Eine Handvoll Blätter kommen auf einen Liter Wasser.

  • Eukalyptus: Zwei bis sechs Tropfen des ätherischen Öls wirken schleimlösend und erleichtern so das Abhusten von zähem Sekret.

  • Einige Tropfen Kiefernnadel-, Tannennadel- oder Latschenkiefer-Öl pro Liter Wasser desinfizieren sanft und lassen Sie wieder durchatmen.

  • Pfefferminze (Wirkstoff: Menthol) befreit ebenfalls die Atemwege und wirkt antibakteriell. Dazu drei bis fünf Tropfen ätherisches Öl oder eine Handvoll frische Minzblätter auf einen Liter Wasser geben.

  • Kampfer wirkt bronchienerweiternd und erleichtert das Abhusten. Genau wie Menthol unterstützt es eine freie Nasenatmung und verschafft ein kühlendes Gefühl. Hier reichen ebenfalls ein paar Tropfen pro Inhalation, die Dosierung kann bei Bedarf auf rund sechs Tropfen angehoben werden.

Vorsicht: Schwangere und Stillende sollten – ebenso wie Babys und Kinder unter sieben Jahren – nicht mit ätherischen Ölen wie Menthol, Campher, Thymian oder Eukalyptus inhalieren. Frauen in diesen Lebensphasen besprechen am besten mit ihrem Arzt, was bei der Inhalation zu beachten ist und welche Zusätze sich eignen.

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