Selbstmedikation mit Erkältungsmitteln

Hilfe aus der Apotheke bei Erkältung

Wenn die Nase kribbelt, der Hals kratzt und man sich müde und abgeschlagen fühlt, kündigt sich meist eine Erkältung an. Bei den typischen Beschwerden eines grippalen Infekts können rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke zuverlässig Hilfe leisten. Lesen Sie hier, welche Präparate bei welchen Symptomen angebracht sind und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten.

frau mit heiserkeit in der apotheke
Einen grippalen Infekt kann man nicht mit Erkältungsmitteln heilen. Doch die lästigen Symptome lassen sich damit erfolgreich bekämpfen.
© iStock.com/BakiBG

Mit Erkältung hat wohl jeder Mensch Erfahrung. Schließlich leidet jeder Erwachsene im Schnitt dreimal pro Jahr darunter. Kurieren kann man eine Erkältung mit Arzneimitteln übrigens nicht. Das muss der Körper schon selbst schaffen. Aber mithilfe von Selbstmedikation kann man zumindest die Symptome lindern.

Typische Beschwerden im Rahmen einer Erkältung sind Schnupfen, Husten, Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen. Schnupfenspray, Hustenmittel, Halstabletten, Gurgellösungen und Schmerzmittel gehören zur klassischen Selbstmedikation.

Wann Erkältungsmittel, wann zum Arzt?

Selten sind jedoch alle Beschwerden in gleichem Maße ausgeprägt. Deswegen muss man auch nicht gleich eine ganze Armada von Arzneimitteln auffahren. Es reicht, sich für die vorherrschenden Probleme medikamentöse Linderung zu verschaffen. Und: Der Griff zu Medikamenten sollte nicht dazu führen, dass man simple Gegenmaßnahmen wie körperliche Schonung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Kopfdampfbäder oder Inhalationen auslässt.

Ein Fall für den Arzt ist die Erkältung dann, wenn sie länger dauert als eine Woche, die Körpertemperatur über 39 Grad ansteigt und/oder man sich ausgeprägt krank fühlt. Auch starke Ohren- Hals- oder Kopfschmerzen, deutliche Schluckbeschwerden, Schwierigkeiten beim Atmen oder ein lang anhaltender quälender Husten machen den Gang zum Arzt erforderlich und sollten nicht durch Selbstmedikation ersetzt werden.

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Selbstmedikation bei Kindern

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt auch für die Selbstmedikation. Andererseits: Kinder sind häufiger krank als Erwachsene. Der Grund: Ihr Immunsystem lernt noch. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Husten, Schnupfen und Fieber. Durchschnittlich sieben bis zehn Mal sind Kinder pro Jahr erkältet. Eltern bleibt da oft gar nichts anderes übrig, als sich für die Möglichkeiten der Selbstmedikation zu interessieren.

Zum Glück heilen viele banale Erkrankungen bei Kindern innerhalb relativ kurzer Zeit von selbst. Bei Kindern Arzneimittel einzusetzen, setzt einige Kenntniss voraus. Ihr Körper kann viele Stoffe noch nicht so gut abbauen. Deshalb muss man sie sorgfältig dosieren. Außerdem wirkt mancher Arzneistoff bei Kindern stärker als bei Erwachsenen. Manche Stoffe haben bei Kindern genau die entgegengesetzte Wirkung.

Die Selbstmedikation bei Kindern sollte man daher nur einsetzen, wenn man folgende Hinweise befolgt:

  • Grundsätzlich nur Beschwerden behandeln, die schon einmal aufgetreten sind und erfahrungsgemäß harmlos sind.

  • Erst einen Versuch mit Hausmitteln starten, z. B. Wadenwickel bei Fieber.

  • Nur Arzneimittel verwenden, die für das Alter des betreffenden Kindes geeignet sind. Den Beipackzettel durchlesen und sich an die nach Alter bzw. Körpergewicht gestaffelten Dosierungshinweise halten. Im Zweifel Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

  • Für Kinder geeignete Arzneiformen auswählen. Vor allem kleinere Kinder haben Schwierigkeiten damit, Tabletten, Kapseln oder Dragees einzunehmen. Besser sind flüssige Arzneiformen, z. B. Hustensaft. Bei Fieber oder Schmerzen eignen sich Zäpfchen mit dem Wirkstoff Paracetamol.

  • Säuglinge unter 6 Monaten nur nach Rücksprache mit dem Arzt selbst behandeln!

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