Vorsicht, Etagenwechsel!

Erkältung: Warum die Behandlung so wichtig ist

Etagenwechsel: Jede noch so „harmlose“ Erkältung kann der Boden sein, auf dem eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder eine Bronchitis entsteht.

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Weitet sich die Erkältung von den oberen Atemwegen auf die unteren aus, so spricht man von einem "Etagenwechsel".
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„Eine Erkältung ist doch völlig harmlos“ – Es ist wenig überraschend, dass diese Meinung weit verbreitet ist. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, das hat schließlich jeder einmal und es gibt weitaus Schlimmeres. An sich ist das auch durchaus richtig. Doch was vielen nicht im Bewusstsein ist: Jede noch so „harmlose“ Erkältung kann der Boden sein, auf dem zum Beispiel eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder eine Bronchitis entsteht. Und hier sind dann häufig Bakterien mit im Spiel, und die Gabe von Antibiotika wird dann oft unumgänglich. Und schon ist aus einer kleinen Erkältung eine ernsthafte Erkrankung der Atemwege geworden.

Es geht oft schneller, als man denkt. Doch wie kann es zu einem derartigen Verlauf kommen?

Sinusitis als Komplikation des Schnupfens

Die größte Gefahr besteht darin, dass es bei einer Erkältung zu einem Sekretstau kommt. Denn überall, wo sich Sekret sammelt, entsteht ein idealer Nährboden für Krankheitserreger – wie zum Beispiel für Bakterien.

Haben wir Schnupfen, dann wird von den Schleimhäuten der Nase übermäßig Sekret produziert. Wird dieses nicht entsprechend gelöst bzw. die Durchlüftung der Nebenhöhlen verbessert, dann besteht die Gefahr, dass das Sekret, zum Beispiel beim Schnäuzen, bis in die Nebenhöhlen gepresst wird und sich dort sammelt. Steuert man hier nicht aktiv entgegen, ist das Risiko für eine Sinusitis hoch.

Medikamente und Hausmittel gegen Erkältung

Bei Schnupfen heißt es also: Handeln. Einerseits haben sich hier Nasensprays bewährt, die neben einem abschwellenden Wirkstoff zusätzlich Dexpanthenol beinhalten. So wird die Heilung der durch Schnupfen geschädigten Schleimhaut unterstützt. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Naturstoffe wie Cineol, die sich durch schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaften auszeichnen. So kann verhindert werden, dass sich zäher Schleim in den Atemwegen und Nebenhöhlen festsetzt.

Auch Nasenspülungen, Erkältungsbäder, Inhalieren sowie das Einreiben mit Erkältungsbalsam zählen zu den bewährten Hausmitteln. Daneben ist es wichtig, dass sich Erkältete warm halten und viel trinken (am besten Kräutertee) sowie körperlich schonen. Ansonsten riskieren Sie gefährliche Komplikationen und Folgekrankheiten.

Bronchitis als Folge eines Etagenwechsels

Weitet sich die Erkältung von den oberen Atemwegen auf die unteren (also die Bronchien) aus, so sprechen Experten von einem sogenannten Etagenwechsel. Auch einer kann mittels der richtigen Behandlung von Husten vorgebeugt werden. Dabei ist es besonders wichtig, festsitzenden, zähen Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Denn geschieht dies nicht, dann verbleibt der Schleim in den Atemwegen und bietet hier den idealen Nährboden für die Ausbreitung von Viren und Bakterien.

Insofern gilt: Eine Erkältung bleibt meist harmlos, solange sie rechtzeitig und gezielt behandelt wird.

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