Erbgut

Lungenkrebs-Risiko genetisch verankert

Englische Forscher haben jene Abschnitte des menschlichen Erbguts lokalisiert, die für das erhöhte Lungenkrebs-Risiko von Rauchern verantwortlich sind.

Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken ist auch genetisch bedingt.
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Drei DNA-Abschnitte sind es, die mit dem Risiko von Lungenkrebs bei Rauchern in Verbindung gebracht werden, zwei weitere, die die Art der Krebserkrankung beeinflussen. Die Ergebnisse stützen frühere Studien, die Hinweise auf eine familiäre Veranlagung von Lungenkrebs erbrachten, berichten Forscher im Cancer Research Journal.

Das Team vom Institut of Cancer Research verglich die DNA von 1900 Lungenkrebspatienten und 1400 gesunden Probanden. Die Ergebnisse wurden noch einmal in einer zweiten Gruppe von 2000 lungenkranken und ca. 2000 gesunden Menschen gegengetestet. Die veränderten DNA-Abschnitte, die mit Lungenkrebs assoziiert sind, befinden sich auf den Chromosomen 5,6 und 15.

Menschen mit einer bestimmten Veränderung auf dem Chromosom 5 haben ein erhöhtes Risiko, am sogenannten Adenokarzinom zu erkranken. Der veränderte DNA-Abschnitt auf Chromosom 6 scheint sich darauf auszuwirken, ob ein Mensch ein Adenokarzinom oder aber ein Plattenepithelkarzinom entwickelt. Auf Chromosom 15 befinden sich zwei Stellen, die die genetische Information für das generelle Risiko von Lungenkrebs tragen. Raucher und ehemalige Raucher mit einer Kopie dieser genetischen Sonderausstattung haben ein um 28 Prozent höheres, Raucher mit zwei Kopien ein 80 Prozent erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Nichtraucher, die nie zum Glimmstängel gegriffen haben und die genetischen Veränderungen aufwiesen, zeigen kein erhöhtes Risiko, an der gefährlichen Krebsart zu erkranken.

Studienleiter Professor Richard Houlston sagt, dass in einem nächsten Schritt untersucht werden müsse, welche Gene den Anstieg des Risikos für Lungenkrebs bewirken und auf welchem Weg sie diesen Anstieg auslösen. Dr. Noemi Eiser von der British Lung Foundation unterstützt die Bestrebung eingehender Untersuchungen und hofft, dass die Ergebnisse schon bald für die Entwicklung neuer Methoden der Früherkennung und Behandlung von Lungenkrebs genutzt werden kann.

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Letzte Aktualisierung: 25. August 2009
Quellen: Nach Informationen des "Cancer Research Journal"