Mögliche Warnsignale eines Lungenkarzinoms

Symptome von Lungenkrebs: Woran Sie ein Bronchialkarzinom erkennen

Lungenkrebs verursacht zunächst keinerlei Symptome oder Beschwerden. Im frühen Stadium werden Bronchialkarzinome deshalb meist nur zufällig bei Routine-Untersuchungen entdeckt. Es gibt jedoch einige Warnzeichen, die auf ein Lungenkarzinom hindeuten können und die Sie unbedingt ernstnehmen sollten.

Symptome von Lungenkrebs
Verdacht auf ein Lungenkarzinom? Nur ein Arzt kann zweifelsfrei klären, ob die Symptome durch Lungenkrebs verursacht werden oder eine ganz harmlose Uhrsache haben.
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Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten und leider auch zu den häufigsten Todesursachen durch Krebs. Die schlechten Heilungschancen und die geringe Lebenserwartung nach Diagnosestellung liegen unter anderem an der Tatsache, dass Bronchialkarzinome – so der medizinische Fachbegriff für Lungenkrebs – meist sehr spät erkannt werden. Der Hauptgrund dafür ist, dass im frühen Stadium meist keinerlei Symptome auf eine Krebserkrankung hinweisen. Allerdings gibt es einige Beschwerden, die möglicherweise Anzeichen eines Bronchialkarzinoms sein können.

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Zu den ersten Symptomen des Lungenkrebses zählen vermeintlich harmlose Hustenattacken und Atembeschwerden, die oftmals den Symptomen einer normalen Erkältung ähneln. Im weiteren Verlauf kann ein chronischer Husten auftreten, aber auch atmungsabhängige Brustschmerzen. Bei manchen kommt es beim Husten zu blutigem Auswurf. Ist das Lungenkarzinom schon fortgeschritten, können Fieber und Nachtschweiß auf die Krebserkrankung hinweisen, und der Erkrankte verliert meistens in einem kurzen Zeitraum sehr viel Körpergewicht. Sollten Sie eines dieser Warnsignale bei sich entdecken, sollten Sie möglichst sofort einen Arzt aufsuchen, damit dieser eine gründliche Untersuchung einleitet.

Anzeichen und Symptome bei Lungenkrebs

Mögliche Beschwerden, die auf ein Bronchialkarzinom hindeuten können, sind:

  • "Raucherhusten": hartnäckiger, chronischer Husten mit Auswurf vor allem morgens aufgrund von starkem, langjährigem Zigarettenkonsum
  • Husten mit blutigem Auswurf, Bluthusten (Hämoptyse)
  • Bronchitis oder andere Infektionen der unteren Atemwege, die sich trotz Antibiotikabehandlung nicht bessern
  • immer wiederkehrende Atemwegsinfekte oder Lungenentzündungen (Pneumonien)
  • anhaltende Heiserkeit
  • Schmerzen in der Brust und auf der Lunge, die vor allem beim Atmen auftreten
  • Kurzatmigkeit oder Atemnot schon bei geringster körperlicher Anstrengung (Dyspnoe)
  • Schwellungen im Hals- und Gesichtsbereich
  • anhaltend schlechtes Allgemeinbefinden über mehrere Wochen mit Fieberschüben, nächtlichem Schwitzen, starkem Gewichtverlust ohne erkennbaren Grund, Appetitlosigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit und Müdigkeit

Manche Bronchialkarzinome produzieren hormonähnliche Substanzen und können so eine Störung des Hormonhaushaltes verursachen. Man spricht dann vom paraneoplastischen Syndrom. Mitunter können Lungentumore deshalb auch ganz untypische Symptome auslösen wie beispielsweise:

  • Knochenschmerzen an den unteren Extremitäten
  • Osteoporose
  • Verdickungen an den Fingerendgliedern und an den Fingernägeln (sogenannte Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel)
  • Fetteinlagerungen um die Leibesmitte aufgrund eines Kortisolüberschusses (Cushing-Syndrom)
  • Thromboseneigung durch Anstieg der Thrombozyten im Blut

In fortgeschrittenen Stadien können Kopfschmerzen, Übelkeit, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen oder auch Lähmungen auftreten, die meist durch Metastasen im Gehirn oder in anderen Organen ausgelöst werden.

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Differentialdiagnose: Anzeichen können auch auf andere Krankheiten hindeuten

Hinter den oben beschriebenen Anzeichen kann, muss aber nicht zwangsläufig ein Bronchialkarzinom stecken. Auch eine chronische Bronchitis, eine verschleppte Lungenentzündung, eine Allergie oder Autoimmunerkrankung können die Ursache für die Symptome sein. Letztendlich bringt nur eine ärztliche Untersuchung Klarheit. Und gerade bei Lungenkrebs darf man keine wertvolle Zeit verlieren!

Lungenkarzinome werden meist zu spät erkannt

Dass ein Lungenkarzinom oft erst spät entdeckt wird, liegt unter anderem daran, dass die Beschwerden häufig erst dann auftreten, wenn der Lungentumor bereits eine gewisse Größe erreicht hat oder in ein benachbartes Blutgefäß eingebrochen ist.

Das bedeutet: Wenn Sie eines der beschriebenen Symptome eines Bronchialkarzinoms neu an sich bemerken, oder schon seit geraumer Zeit bemerkt haben, gehen Sie umgehend zu Ihrem Hausarzt. Er kann Sie zu einem Spezialisten überweisen, welcher die notwendigen Untersuchungen einleitet und sie auf eine bestehende Krebserkrankung untersucht. Dasselbe gilt, wenn Sie die oben beschriebenen Symptome eines Bronchialkarzinoms an nahestehenden Mitmenschen oder Ihrem Partner beobachtet haben: Sprechen Sie ihn oder sie auf Ihre Sorgen an.

Gerade beim Lungenkrebs ist es immens wichtig, dass die Diagnose früh gestellt wird und möglichst schnell erste Schritte zur Therapie eingeleitet werden.

Mehr über die Ursachen von Lungenkrebs, über Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Lungenkrebs.

Zusammenfassung

Lungenkrebs verursacht zunächst keinerlei Beschwerden. Daher wird er oft zu spät erkannt, was die Heilungschancen mindert. Trotzdem gibt es einige frühe Warnzeichen, auf die man achten sollte, etwa Schmerzen in der Brust, chronischer Husten mit Auswurf oder anhaltende Heiserkeit. Diese Symptome können allerdings auch durch andere Krankheiten verursacht werden wie eine verschleppte Lungenentzündung. Daher ist ein Arztbesuch ratsam, um sich Klarheit zu verschaffen.

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