Rauch, Asbest & Co.

Lungenkrebs: Risikofaktor Atemluft

Durch verschiedene Faktoren wird das Risiko für Lungenkrebs begünstigt. Zentrales Moment: Die Belastung der Atemluft mit Schadstoffen. Hierzu zählen Zigarettenrauch, Asbest oder auch Metalle wie Chrom, Nickel, Kadmium oder Beryllium.

Das Risiko für Lungenkrebs ist besonders hoch, wenn Menschen noch vor dem 15. Lebensjahr zum Glimmstängel greifen
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Das Rauchen stellt mit Abstand das größte Risiko für Lungenkrebs dar. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, liegt für einen Raucher um ein Vielfaches höher als für einen Nichtraucher. Es steigt mit der Zahl der gerauchten Zigaretten. Schätzungen zufolge würden pro Jahr in Deutschland etwa 25.000 Menschen weniger an Lungenkrebs sterben, wenn der Zigarettenkonsum deutlich zurückginge. Mit immer größerer Distanz zum Zeitpunkt des Aufhörens sinkt die Lungenkrebsgefahr für ehemalige Raucher. Wie stark sie zurückgeht, hängt auch von der Anzahl der täglich konsumierten Zigaretten und der Anzahl der Jahre, in denen geraucht wurde, ab.

Wer bereits in der Jugend mit dem Rauchen anfängt, hat ein besonders hohes Erkrankungsrisiko. Sehr schlechte Aussichten haben Menschen, die noch vor dem 15. Lebensjahr zum Glimmstängel greifen.

Passivrauchen erhöht ebenfalls das Risiko für Lungenkrebs. Studien belegen, dass allein in Deutschland jährlich etwa 400 Lungenkrebs-Diagnosen auf jahrelanges Passivrauchen zurückzuführen sind. Gegenüber Nichtrauchern, die keinem Zigarettenqualm ausgesetzt sind, haben Passivraucher ein etwa 1,5-fach erhöhtes Risiko einen Lungenkrebs zu entwickeln.

Menschen, die beruflich oder privat mit Asbest zu tun haben, sind ebenfalls sehr gefährdet. Empfohlene Schutzmaßnahmen sollten unbedingt eingehalten werden, denn Asbestfasern lagern sich im Lungengewebe ab und können nach Jahren eine Zellentartung auslösen. Kommt dann noch Zigarettenkonsum hinzu, steigt das Lungenkrebsrisiko noch einmal beträchtlich an.

Beruflich bedingte Belastungen mit Metallen wie Chrom, Nickel, Kadmium oder Beryllium, Arsen oder Alphastrahlen des Radon, wie sie beispielsweise bei Grubenarbeitern bestehen, sind weitere Ursachen für die Entstehung eines Lungenkrebses. Im Vergleich zum Rauchen spielen sie insgesamt zwar eher eine untergeordnete Rolle, dennoch empfiehlt sich für Betroffene das konsequente Einhalten entsprechender Schutzmaßnahmen, um das Risiko für Lungenkrebs gering zu halten.

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Letzte Aktualisierung: 14. Dezember 2007