Wenn der Tumor weh tut

Schmerzen bei Lungenkrebs: Behandlung

Viele Patienten leiden unter Schmerzen durch Lungenkrebs, die sehr belastend sein können. Doch es gibt Medikamente, die das Leiden senken können, unter anderem Opioide.

Ärztin leistet Beistand
Zur Behandlung von Lungenkrebs-Schmerzen erstellt der Arzt einen individuellen Behandlungsplan.
(c) Hemera Technologies

Um Schmerzen bei Lungenkrebs zu behandeln, stehen verschiedene Medikamente, sogenannte Analgetika, zur Verfügung. Der behandelnde Arzt stellt einen individuell auf den Betroffenen abgestimmten Therapieplan auf. Nur der Patient selber kann entscheiden, ob die Schmerzbehandlung effektiv ist oder nicht. Im letzteren Fall muss der Behandlungsplan ergänzt oder umgestellt werden.

Zur Bekämpfung der Schmerzen bei Lungenkrebs stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Neben herkömmlichen Arzneimitteln werden auch opiumähnliche Substanzen – sogenannte Opioide – eingesetzt. Die Opioide zeigen die stärkste schmerzlindernde Wirkung. Die früher eher reservierte Einstellung vieler Ärzte gegenüber Opioiden hat sich mittlerweile gewandelt. Bei Nichtwirken anderer Medikamente gegen Lungenkrebs-Schmerzen greifen Mediziner heute schneller auf entsprechende Wirkstoffe zurück.

Auch Tochtergeschwülste in Knochen (Knochenmetastasen) können mit Schmerzen verbunden sein. Eine gezielte Behandlung der Knochenmetastasen bringt in diesen Fällen Schmerzlinderung.

Schmerzen durch Knochenmetastasen bei Lungenkrebs

Knochenmetastasen kommen häufig in fortgeschrittenen Lungenkrebs-Stadien vor. Dadurch können Schmerzen entstehen und das Knochenbruch-Risiko ansteigen. Eine Therapiemöglichkeit besteht in der Bestrahlung. Dadurch wird der Knochen stabilisiert, die Gefahr eines Knochenbruches geht zurück. Knochenmetastasen lassen sich auch durch sogenannte Radionuklide behandeln. Nach Verabreichung sammeln sich die radioaktiven Substanzen in den veränderten Knochenstrukturen an und bestrahlen die Geschwulst sozusagen von innen: Der Tumor in der Lunge wird kleiner.

Unerwünschte Auswirkungen der Lungentumor-Therapie

Die vor, während und nach einer Lungenkrebs-Therapie, insbesondere der Chemotherapie, auftretenden Symptome Übelkeit und Erbrechen müssen angemessen behandelt werden. Auch Durchfälle und die erhöhte Neigung zu Entzündungen sind in diesem Zusammenhang zu beachten. Maßnahmen zur Vorbeugung dieser Symptome, sollten - neben der Behandlung der Schmerzen bei Lungenkrebs - ebenfalls ergriffen werden, um die Belastung des Tumorpatienten zu senken.

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Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2013

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