Influenza bei Kleinkindern

Grippe bei Kindern ernst nehmen

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Bei der Influenza heißt es Vorsicht, denn eine echte Grippe ist bei Kindern eine schwere Erkrankung.
(c) George Doyle

Eine echte Grippe oder Influenza ist bei Kindern eine schwere Erkrankung. Kleine oder chronisch kranke Kinder haben neben älteren Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

Die Influenza darf nicht verwechselt werden mit der im Volksmund so benannten Grippe, mit der ein meist harmloser grippaler Infekt gemeint ist. Eine Komplikation kann zum Beispiel eine bakterielle Infektion sein, die sich zur Grippe hinzugesellt. Betroffene sollten deshalb vom Kinder- und Jugendarzt betreut werden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern macht sich eine echte Grippe insbesondere durch eine Entzündung der Atemwege, manchmal auch durch Atemwegsbeschwerden bemerkbar. Plötzliches Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, eventuell auch Durchfall sind typische Grippezeichen beim Kleinkind.

«Wenn ein Kind unter zwei Jahren rasch hohes Fieber entwickelt, ungewöhnlich schnell atmet, benommen wirkt und nichts zu sich nehmen will, sollten Eltern sofort zum Kinder- und Jugendarzt», rät BVKJ-Bundespressesprecher Ulrich Fegeler. Schulkinder und Jugendliche entwickeln auch hohes Fieber von mehr als 39 Grad. Sie haben starke Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen und kämpfen mit einem trockenen Husten.

Für Kinder mit einer chronischen Erkrankung sei die Impfung gegen das Influenza-Virus besonders wichtig und werde von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlen, betont Fegeler. Zu diesen Grundleiden gehören unter anderem chronische Krankheiten der Atmungsorgane wie Asthma, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten. Auch chronische, neurologische Krankheiten und angeborene oder erworbene Immundefekte sowie HIV-Infektionen zählen dazu. Für ganz kleine Kinder gibt es keinen Impfschutz, da für Kinder geeignete Impfstoffe erst ab einem Alter von sechs Monaten zugelassen sind.

Immunstärkung für Kids
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    Eine Mütze voll Schlaf – oder auch zwei oder drei…

    Wie bei Erwachsenen gilt auch bei Kindern: Nur wenn wir ausreichend schlafen, kann unser Immunsystem Höchstleistungen erbringen. Kinder brauchen allerdings noch mehr Schlaf als die Eltern. Bei Kleinkindern sollten es etwa 8 - 12 Stunden Schlaf sein, bei Schulkindern sind 10 - 12 Stunden Schlaf angebracht.

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    Hände waschen nicht vergessen

    Erkältungsviren gelangen beim Niesen häufig in die Hände und werden dann entsprechend an Türklinken, Fernbedienungen oder auch Spielsachen weitergegeben. Die Hände sind also eine echte Ansteckungsquelle – umso wichtiger ist das richtige Händewaschen. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es sich mehrmals pro Tag mit warmem Wasser und Seife die Hände reinigt. Vor allem vor dem Essen ist Händewaschen Pflicht!

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    Gemüsesticks statt Pommes

    Das kindliche Immunsystem ist noch nicht vollständig ausgebildet und braucht entsprechend intensive Unterstützung von außen. Vitamine und Mineralstoffe sind also unverzichtbar. Versuchen Sie, Ihrem Kind Gemüse, z.B. in Form von mundgerechten Gemüsesticks, schmackhaft zu machen.

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    Auch die Kleinsten haben häufig schon Stress. Schule, Klavierunterricht, Nachhilfe – da bleibt die Ruhe häufig auf der Strecke. Das Immunsystem kann dadurch ganz schön in Mitleidenschaft gezogen werden. Umso wichtiger, dass auch Kinder Phasen der Erholung bekommen. Zum Beispiel bei einem spannenden Buch: Hier kann Ihr Kind die Gedanken auf eine phantasievolle Reise schicken und gleichzeitig so richtig faul sein.

    Rosemarie Gearhart

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    Sport & Hobby – eine ideale Kombination

    Kinder brauchen Bewegung! Denn das beugt nicht nur Übergewicht vor, sondern bringt auch das Immunsystem auf Trab. Doch welches Kind geht schon gerne joggen? Insofern gilt: Bewegung muss einfach Spaß machen – vielleicht in Form eines neuen, schwungvollen Hobbies? Fußball, Tennis, Karate, Hip Hop Dance – es gibt viele Möglichkeiten. Lassen Sie Ihr Kind entdecken, welche Sportart am meisten Spaß macht.

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    Indianischer Wasserdost – ganz natürlich die Abwehr stärken

    Nicht nur wenn es um die Behandlung von grippalen Infekten geht, hat sich die Arzneipflanze indianischer Wasserdost bewährt – auch bei der Bekämpfung von Krankheitserregern durch das körpereigene Immunsystem kann „Eupatorium perfoliatum“ wertvolle Dienste leisten. Kinder ab 6 Monaten und somit die ganze Familie kann von dieser sehr sanften und ausgezeichneten Art der Immunstärkung profitieren.

    Rosemarie Gearhart

Autor: dpa/ Lifeline
Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2012

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