Kopfschmerzen: Ursachen

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Kopfschmerzen stellen in den meisten Fällen keine akute Gefahr für den Patienten dar.
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Kopfschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel, Verspannungen, Migräne, Infekte, seltener auch lebensgefährliche Erkrankungen

Oftmals sind sie nur vorübergehender Natur oder lassen sich durch einfache Maßnahmen schnell beheben, etwa wenn Kopfschmerzen im Rahmen eines Infekts der oberen Atemwege, durch übermäßigen Alkoholgenuss, Flüssigkeitsmangel oder zu viel Stress hervorgerufen werden. Andere Kopfschmerzen kehren periodisch wieder oder bestehen dauerhaft.

Kopfschmerzen stellen in den meisten Fällen keine akute Gefahr für den Patienten dar, auch wenn sie die Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Sie können aber (selten) auch in Verbindung mit einer schwerwiegenden Erkrankung oder einem lebensbedrohlichen Ereignis auftreten.

Für Kopfschmerzen kommen unter anderem folgende Ursachen in Betracht:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Clusterkopfschmerz (und weitere attackenartige, einseitige Kopfschmerzen im Bereich des Trigeminusnervs)
  • Kopfverletzungen (posttraumatische Kopfschmerzen), z.B. bei Schädel-Hirn-Trauma
  • Vergiftungen, z.B. Alkoholvergiftung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Schlafmangel, Stress
  • Sonnestich
  • Medikamentenbedingter Kopfschmerz, z.B. durch übermäßigen anhaltenden Gebrauch von Schmerzmitteln, aber auch als Nebenwirkung bei einmaliger Anwendung von bestimmten Medikamenten, z.B. eines Nitrats
  • Kopfschmerzen bei Infektionen im Hals-Nasen-Ohrenbereich, z.B. ErkältungGrippe (Influenza)Akute Sinusitis
  • Kopfschmerzen bei Infektionen des Zentralnervensystems, z.B. (Meningitis), Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis)
  • Erkrankungen des Schädelknochens
  • Erkrankungen der Augen, z.B. akutes Grüner Star oder nicht behandelte Sehschwäche
  • Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • Störungen/Erkrankungen des Blutgefäßsystems, z.B. Aussackungen der Hirnschlagader (Aneurysmen)
  • Gehirnblutungen
  • Schlaganfall
  • Drucksteigerungen/Zirkulationsstörungen der Gehirnflüssigkeit
  • Hirntumore
  • Kopfschmerzen durch psychiatrische Störungen, z.B. Schlafstörungen, Ängste und Panikattacken, Phobien oder Depressionen

Kopfschmerzen durch ein verändertes inneres Gleichgewicht (Homöostase), z.B. durch folgende Ursachen:

  1. Unterzuckerung (Hypoglykämie)
  2. Chronisches Fasten
  3. Schilddrüsenunterfunktion
  4. Anämie (Blutarmut)
  5. Bluthochdruck
  6. Übermäßige Vermehrung von Blutzellen (Polyzythämie)
  7. Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie)
  8. Höhenkopfschmerz bei Bergsteigern durch zu schnelles Aufsteigen
  9. Erhöhter CO2-Gehalt im Blut durch verminderte/gestörte Atmung (Hyperkapnie)

Mit Abstand am häufigsten kommt der sogenannte Spannungskopfschmerz vor. Aber auch Migräne zählt mit etwa acht Millionen betroffenen Patienten in Deutschland zu den häufigsten Kopfschmerzerkrankungen und zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Kopfschmerzen im Rahmen anderer Erkrankungen (sekundäre Kopfschmerzen), z.B. bei Infektionserkrankungen, spielen zahlenmäßig eine wesentlich geringere Rolle als Migräne- oder Spannungskopfschmerzen.

In einigen Fällen kann keine Ursache für die Kopfschmerzen ermittelt werden. Mediziner sprechen dann von idiopathischen Kopfschmerzen.

13 überraschende Auslöser von Kopfschmerzen
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    Haare unter Belastung

    Straffe Frisuren wie ein strenger Pferdeschwanz, aber auch festes Kämmen und Bürsten können zu Kopfschmerzen führen. All das belastet die Kopfhaut und das darunter liegende Bindegewebe. Besser: Behandeln Sie Kopf und Haare sanft.

    (Getty Images)

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    Schlechte Haltung

    Schultern hoch gezogen, Kopf nach vorne gestreckt, auf den Monitor starren: Viele sitzen stundenlang mit schlechter Haltung vor dem Computer. Dabei verspannen sich die Nacken- und Rückenmuskeln. Das beeinträchtigt auch den Gefäßtonus und kann zu Kopfschmerzen führen.

    (c) George Doyle

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    Hungern

    Oft meldet sich der Kopfschmerz, bevor Sie überhaut merken, dass Sie hungrig sind. Nahrungsmangel lässt nämlich den Blutzucker rapide sinken. Eines der typischen Anzeichen dafür: Kopfschmerzen.

    (c) George Doyle

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    Exzessiv Kaugummi kauen

    Wer lange und häufig Kaugummi kaut, riskiert Kopfschmerzen. Der Kauvorgang kann zu einer Verspannung der Backen- und Kiefermuskeln führen, was wiederum Nerven und Gefäße im Kopf beeinflusst. Eine Studie aus Tel Aviv hat das mit jugendlichen Probanten bestätigen können.

    (c) George Doyle

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    Stress

    Vermeiden Sie Hektik und überarbeiten Sie sich nicht. Das wirkt wie negativer Druck auf den gesamten Körper. Empfindliche Menschen reagieren darauf als erstes mit Kopfschmerzen.

    (c) George Doyle

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    Wetterwechsel

    Wenn die Temperatur stark steigt oder fällt, belastet das bei manchen Menschen den gesamten Organismus. Der Wetterwechsel verändert den Gefäßtonus und viele bekommen dadurch Kopfschmerzen. Das Wetter können Sie zwar nicht beeinflussen. Aber meiden Sie an heißen Tagen die Mittagshitze, tragen Sie eine Sonnenbrille. Kleiden Sie sich bei kaltem Wetter entsprechend und planen Sie Ruhepausen ein, damit sich Ihr Körper auf die Temperaturänderung gut einstellen kann.

    (c) George Doyle

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    Starke Düfte

    Wer zu Kopfschmerzen und Migräne neigt, sollte Parfum besser nicht verwenden. Intensive Düfte können eine Schmerzattacke auslösen.

    (c) Stockbyte

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    Schweißtreibender Sport

    Starke Anstrengungen belasten die Blutgefäße. Zusätzlich kann der Mineralstoffhaushalt bei starkem Schwitzen aus der Balance geraten - alles Voraussetzungen dafür, dass bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen oder sogar Migräne auftreten.

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    Reifer Käse

    Gourmets lieben es, wenn der Käse gut gereift ist. Doch für Menschen mit einer Anfälligkeit für Kopfschmerzen und Migräne kann reifer Käse, aber auch Schimmelkäse zu einer Schmerzattacke führen. Verantwortlich dafür ist Thyramin, eine Substanz, die bei der Gärung und Fermentation von Lebensmitteln entsteht - auch bei älterem Käse.

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    Wurst

    Wie Käse enthalten auch Wurst und andere verarbeitete Fleischwaren Thyramin, zusätzlich auch noch Nitrate, die als Auslöser für Kopfschmerzen und Migräne bekannt sind.

    (c) Stockbyte

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    Rauchen und Passivrauchen

    Beides führt dem Körper Nikotin und andere Giftstoffe zu, die unter anderem die Blutgefäße verengen. Rauchen, aber genauso Passivrauchen kann deshalb Kopfschmerzen auslösen.

    Getty Images/Ingram Publishing

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    Koffein

    Etwas Kaffee ist gut gegen Kopfschmerzen. Wer jedoch zu viel von dem Muntermacher konsumiert, kann das Gegenteil bewirken. Zusätzlich bekommen Menschen, die täglich große Mengen Koffein zu sich nehmen (so genannte Koffeinsüchtige), einen Entzugskopfschmerz, wenn sie die Menge plötzlich reduzieren. Ursache sind die Änderungen im Gefäßtonus.

    (c) Getty Images

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    Wilder Sex

    Wie bei schweißtreibendem Sport kann durch intensiven Sex ein Migräneanfall oder Kopfschmerzen ausgelöst werden. Falls das bei Ihnen schon mal der Fall war: Lassen Sie es einfach ein bisschen ruhiger angehen, mit mehr Gefühl und dadurch vielleicht auch mehr Genuss.

    (c) Digital Vision.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 10. Dezember 2013
Durch: es

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